Forum: Politik
Jamaika-Aus: Wie viel Inszenierung steckte im FDP-Abgang?
DPA

Die FDP war's, sie hat die Jamaika-Sondierungen beendet. Immer noch wird heftig darüber gestritten, ob die Partei genau das von Anfang an wollte. Hat Christian Lindner den Abbruch inszeniert?

Seite 11 von 20
wolle0601 21.11.2017, 22:46
100. @wekru Nr 11, das macht nicht allzu viel Sinn

Nur mal so als Beispiel, den Grünen das Verkehrsministerium wäre in etwa so wie Taliban das Ministerium für religiöse Toleranz. Und wenn es darum ginge, Interessenschwerpunkte abzubilden, warum das Außenministerium an die FDP? Warum nicht das Wirtschafts bzw. Finanzministerium und dazu noch das Bildungsministerium? Wenn es nach mir ginge, sollten die Grünen jedenfalls keine Positionen bekommen, in denen sie echten Schaden anrichten können. Also das Ministerium für Heimatkunde und das für Yoga und Karottenzucht. Maximal.

Beitrag melden
karlsiegfried 21.11.2017, 22:51
101. Frage an das Volk

Kann mir bitte jemand von Ihnen nachvollziehbar erklären, warum a) die FDP (das ist nicht Herr Lindner alleine) verpflichtet sein soll in eine Regierung schwarz/grün einsteigen soll? Nur weil das Frau Merkel und Herr Özdemir das so will? b) Warum die SPD (das ist nicht Herr Schulz alleine) sich nicht einer neuerlichen grossen Koalition entziehen darf? Nur weil das für Frau Merkel der bequemste Weg gewesen wäre?

Beitrag melden
adieu2000 21.11.2017, 22:51
102. Inszenierung? Eine echt wichtige Frage.

Herr Weiland hat eine spannende Theorie. Alles nur inszeniert von der FDP. Aber wofür ist diese Frage wichtig? Unter dem Strich war die FDP
mit den Sondierung nicht zufrieden, man konnte seine Ziele nicht durchsetzen. Wie soll man dann eine bevorstehende Zwangs oder Zweck Ehe entgehen ohne sein Gesicht zu verlieren? Der Autor scheint den Blick für das wesentliche komplett aus den Augen verloren zu haben, die politischen Inhalte und Perspektiven. Statt dessen wird ein Artikel nach dem Anderen produziert um auf diesem Eindruck herum zu reiten, das man sich bei der FDP die Mühe gemacht hat, sich zu überlegen welche Worte man wählt, wenn der Punkt erreicht ist wo man die Schnauze voll hat. Die Erde dreht sich weiter auch ohne die FDP und die Grünen. Diese Ihre Artikel Serie ist aber politisch sowas von nebensächlich, und sie erinnert mich an heulende Kinder im Hort die sich darum streiten wer angefangen hat den Anderen zu ärgern. Ganz ehrlich, einfach nur eine Frage der Konflikt Bewältigung. Mein Tipp, einfach mal einen Pädagogen fragen. Haben Sie Fragen zur Politik, dann fragen sie am besten Jemanden der sich damit aus kennt, im Zweifel auch mal einen Politiker der sich dazu öffentlich äußern will. Wahrscheinlich sollte man vorsichtig sein mit gezielt gestreuten Indiskretionen und Mutmaßungen die womöglich nur von der eigenen Inkompetenz ablenken oder Andere in ein schlechtes Licht rücken sollen. Nichts ist primitiver als über unübertroffene Vermutungen und Theorien zu spekulieren, und dann nicht zu merken wenn der Zug schon vor Tagen abgefahren ist.

Beitrag melden
basic11 21.11.2017, 22:55
103. Wieviel Selbstinszenierung...

steckt im merkelschen Festhalten an der Macht. Lieber einen Egomanen, der etwas bewegt als eine Egomanin, die nur Sonntagsreden hält.

Beitrag melden
ganimed0815 21.11.2017, 22:57
104. Jetzt kommen die Kaffeesatzleser

Vom Volk hoch bezahlte Politiker haben 4 Wochen ergebnislos "sondiert" nach dieser Zeit gab es offenbar keine tragbaren Ansatz für eine Regierung, die die nächste Legislaturperiode Bestand hätte. Ich bin kein FDP Fan aber Herr Linder hat mir Respekt abgenötigt indem er dieser Farce ein Ende bereitet hat.
Da fragt man sich warum die schon viel zulange reagierende Frau Merkel sich vor dieser Entscheidung gedrückt hat. Vielleicht hat sie immer noch einen zerstrittene Koalition gehofft die sie leicht manipulieren kann.

Beitrag melden
doutdes 21.11.2017, 22:57
105. Abgehoben

Mit "Dummheit" und einem Parteivorsitzenden ,der sich zum Schluss so gerierte ,als ob er ein "deutscher Macron" am Sternenhimmel der Politik sei ,hat die FDP zwar etwas für ihr "Umfaller-Image "getan ,aber den Zug verpasst , zu glauben ,die FDP könne wirklich mitgestalten . Aber immerhin ,der Beifall aus der dumpfen Ecke der AFD ist lautstark ,Herr Lindner !

Beitrag melden
snruebes 21.11.2017, 22:59
106.

Zitat von brandmauerwest77
Auch wenn es vielleicht vermessen klingt . Das größte Grundübel seit Jahrzehnten in Deutschland ist die CDU und Ihre Rechtsableger CSU plus neu dazugekommen die AFD. Diese Parteien sind reine Besitzstands- wahrerbewegungen, die jeden notwendigen Fortschritt in Deutschland blockiert und abgelehnt haben. Fr. Merkel hat vielleicht ansatzweise versucht, da was zu bewegen, ist aber wohl krachend gescheitert, mit dem Ergebnis, dass sich Teile der Partei als Reaktion abgespaltet haben , nämlich genau die, die schon immer ziemlich weit rechts standen. CDU und Fortschritt schließt sich aus vielerlei Gründen per se von vornherein aus. Da ist auch nichts zu machen. Diese Partei sollte in der Versenkung verschwinden und Platz machen vielleicht für neue Bewegungen oder eine grunderneuerte SPD, die aber wohl auch erstmal das Personal austauschen muss, bevor sich da was tut. Da dies aber auch nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen ist, zumal sich ja auch Massen von Wählern erstmal bewegen müssten, werden uns , so hart es ist, weitere bleierne Jahre erwarten bis es vielleicht mal richtig Crasht . Man kann nur hoffen , dass sich noch rechtzeitig vorher was tut. Leute mit Weitblick sind vielleicht jetzt schon dabei, rechtzeitig Ihren Abgang ins Exil zu planen.
Falls Sie es noch nicht gemerkt haben, Merkel ist gerade richtig gecrashed. Merkel wird die nächsten 3 Monate nicht nicht überleben. Und das ist gut so. Nach 12 Jahren Mehltau gibt es jetzt endlich eine Veränderung und keine Bundeskanzlerin deren einziges Ziel der Machterhalt ist. Wie ignorant und stur muss man sein, jetzt nicht zurückzutreten. Sie ist nicht die Lösung sondern Teil des Problems. Sie hat die jetzige Situation mit ihrer Politik der letzten 12 Jahre herbeigeführt - alle potentiellen frischen Nachfolger weggebissen, zwei Koaltionspartner mit ihrer Alternativlosigkeit verschliessen und ansonsten nur Klientelpolitik betrieben und sich einen Dreck um das deutsche Volk gekümmert. 12 Jahre ignorante neoliberale Aussitzpolitik ohne Vision, Projekt und Ziel sind dann doch auch den Deutschen zu viel. Einfach nur zu reagieren und dann oft auch noch komplett falsch und an den Interessen des eigenen Volkes vorbei rächen sich letztendlich doch irgendwann auch wenn sich der deutsche Michel durch mithilfe der deutschen Medien lange genug verarschen hat lassen.

Beitrag melden
TheFunk 21.11.2017, 22:59
107. Die FDP besteht

nur aus Lindner und Kubicki. Und für die Quote die Frau aus Hamburg. Recht dünn.
Koalitionen bestehen halt aus Kompromissen, die verhandelt werden müssen... Sogar CSU und Grüne sind auf einander zugegangen... Wenn es in Schleswig-Holstein geht, dann doch auch im Bund. Aber die FDP verweigerte sich ja auch in Niedersachsen... armselig. Liberal war einmal. Die FDP ist nur eine Fassade aus schwarzweiß-Bildern, der Rest ist immer noch Mövenpick...

Beitrag melden
Filsbachlerche 22.11.2017, 23:00
108. Das Herumgehacke auf Lindner und der FDP

ist ein grandioses Ablenkungsmanöver vom eigentlichen Vorgang.
Die Chimäre aus Sphinx, Chamäleon, unbewegt auf immer neue nahrhafte Fliegen aus den Ideen der Koalitionspartner wartender Kröte und immer wieder abtauchender Meerjungfrau an der Spitze der CDU ist das eigentliche Problem.
Der CDU-Angriff auf die SPD im heutigen Bundestag mit dem Vorwurf, diese entziehe sich der staatspolitischen Verantwortung legt dies nahe.
Merkels Ziel war von Anfang an und ist immer noch eine Fortführung der GroKo. Nach dem (bisher noch -!- aufrechterhaltenen) Verweigerung der SPD zur Fortführung dieser Koalition leitete sie die Sondierungsgespräche fast in scheinbarer geistiger Abwesenheit, ohne das für ihren Machterhalt wesentliche Ziel aus den Augen zu verlieren: eine weitere GroKo.
Über kurz oder lang mußte ja der weit über 100 Jahre alte Haßmythos von den Sozialdemokraten als „vaterlandslosen Gesellen“ wieder aus der Mottenkiste gekramt werden. Darauf fiel schon Friedrich Ebert ab 1915 rein, ohne daß dies Deutschland nutzte.
2017 schon wieder darauf hereinzufallen, würde Deutschland auch nicht nutzen. Da helfen auch keine Wortmeldungen aus dem Seeheimer Kreis.
Deutschland braucht grundlegende Reformen. Diese sind in einer neuen GroKo als Juniorpartner der Merkel-CDU nicht durchzusetzen. Im letzten Jahr verschimmelten fast alle von der SPD kommenden Reformansätze in der Ablage des Bundeskanzleramts.
Als interessanten Ansatz finde ich die Anregung Engholms: GroKo ja, aber nur ohne Merkel !!! Mit schriftlich vereinbartem Kanzlerwechsel zur SPD nach 18 Monaten.
Vielleicht wäre das der einzig gangbare Weg ohne Neuwahlen.

Beitrag melden
780 22.11.2017, 23:01
109. Fragen

Zumindest sollte sich die FDP vielleicht mal selbst darüber klar werden, welche Faktoren denn genau zum Abbruch geführt haben.

z. B. wird gesagt:
1.Sie wären nicht genügend eingebunden gewesen.

Frage: Warum haben sie ihre Inhalte nicht entsprechend verhandelt, selbst Kompromissvorschläge gemacht, an den Kompromissen der anderen mitgearbeitet.

2. Es wird gesagt, die Moderation der Sitzungen durch Merkel sei unmöglich gewesen. Merkel hätte z. B. quasi 128 Kuigeln auf den Tisch gelegt, und jeder hätte sich aussuchen können, was für ihn paßt. So könne man keine Verhandlungen führen.
Und nach solchem Procedere hätte es plötzlich geheißen, ach über den Punkt müssen wir noch sprechen, das würde kein Vertrauen schaffen.

Frage: Es gibt in jeder Verhandlungsart Anträge zur Geschäftsordnung, wo man das Procedere kritisieren kann und Vorschläge dazu einbringen kann.
Es waren doch keine unmündigen Kinder, die irgendwelchen Machenschaften hilflos ausgeliefert waren, also da kann man nur staunen.

4. Auf Welt-online wird vermerkt, die FDP hätte sich durch die Grünen gedemütigt gefühlt.

Frage: Wodurch, durch die Inhalte, durch Machtdemonstrationen?
Durch Faktoren des Über-den-Tisch-Ziehens?
Oder ist die FDP nicht so souverän, sich wehren zu können, wenn sie sich gedemütigt fühlt?

Also, ich kann nicht behaupten, dass ich verstehe, was wirklich gespielt wurde, was von den vielen Verdächtigungen kann denn jetzt als einigermaßen schlüssig betrachtet werden.

Und darf eine Partei, hier die FDP einfach ihre Machtspielchen ausüben, wie es ihr paßt, und wir müssen alle darunter leiden?

In einem Punkt haben die Grünen Recht, man hätte erst die Gemeinsamkeiten herausfinden und erörtern müssen, bevor man die kritischen Punkte behandelt, offenbar herrschte gar keine richtige Basis, zumindest nicht für eine Partei wie die FDP.

Oder war Lindner schlicht überfordert?

Beitrag melden
Seite 11 von 20
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!