Forum: Politik
Jamaika-Sondierungen: Hofreiter beklagt "Woche der Enttäuschung"
DPA

Trotz mancher Fortschritte: Von einem Durchbruch sind die Jamaika-Sondierungsgespräche weit entfernt. "Von den anderen kam fast nichts", bilanziert Grünen-Fraktionschef Hofreiter die jüngste Verhandlungsrunde.

Seite 1 von 22
syracusa 11.11.2017, 11:17
1. Schwarzer Peter

IMO stehen die Chancen für Jamaika extrem schlecht, und die Schuld dafür sehe ich bei CSU und FDP. Die Grünen sollten nun darauf achten, im Falle des Scheiterns der Verhandlungen am Schluss nicht mit dem Schwarzen Peter in der Hand dazustehen, sondern sollten das Scheitern "gestalten", um sich so eine möglichst gute Position für Neuwahlen zu verschaffen. Zwar wird wohl sicher die AfD durch Neuwahlen gewinnen, aber das hauptsächlich auf Kosten von CSU und FDP. Die Grünen aber haben IMO durchaus Chancen, bei Neuwahlen sogar dazu zu gewinnen, und das könnte dann den Ausschlag für eine rotgrüne Regierung geben.

Beitrag melden
yadi 11.11.2017, 11:19
2. Neoliberal

Es zeichnet sich also bereits ab, dass die Grünen gegenüber dem neoliberalen Block aus CDU/CSU und FDP offenbar nur wenige ihrer Positionen werden durchsetzen können. Auf ein "weiter so" wie bisher!

Beitrag melden
hansulrich47 11.11.2017, 11:20
3. Da muss Hofreiter ganz schön naiv sein!

Oder was hat er erwartet? Jamaika kann nur ein Flop werden. Denn zu viele (faule) Kompromisse werden die jeweiligen Wähler verärgern. Das trifft alle Parteien, die Union erst recht. Aber Grüne und FDP ebenfalls. Letztlich gewinnt nicht mal die Verweigerer-SPD.

Beitrag melden
flux71 11.11.2017, 11:21
4.

Dann ist ja gut, wenn Herr Kretschmann seine Partei mal an ihre gesamtgesellschaftliche Pflicht zu einer stabilen Regierungsbildung erinnert. Denn: "Jeder Preis ist geringer als Neuwahlen!" Das gilt aber natürlich nicht nur für die Grünen.

Beitrag melden
jjcamera 11.11.2017, 11:22
5. Erwratungen

In der Berichterstattung könnte man das Gefühl haben, die Grünen sind mit dem Regierungsauftrag ausgestattet und die Union und die FDP die kleineren Juniorpartner, die sich bei Koalitionsverhandlungen auf die Grünen zubewegen müssen...
Man wählt eine Partei in der Hoffnung auf eine bessere Politik für das Land, aber nicht in der Hoffnung auf das Wohlbefinden der Parteien.
Die sollen es sich mal nicht so leicht machen. Das wenigstens kann man doch erwarten?

Beitrag melden
hevopi 11.11.2017, 11:30
6. Wann endlich konzentriert man sich

auf die Wünsche der deutschen Bürger? Denken die Politiker nur noch an ihr eigenes Image? Alle offenen Fragen können doch durch neutrale Wissenschaftler konstruktiv beantwortet werden und dann hört endlich die Streiterei auf, weil auch die Bürger darüber informiert werden, welche Hintergründe, Alternativen und zum Wohl der Bürger daraus abzuleitende Gemeinsamkeiten realisiert werden.

Beitrag melden
grommeck 11.11.2017, 11:32
7. Es sitzen jede Menge Lobbyisten mit am Tisch, daher ist es klar

in welche Richtung es gehen muß. CDU und FDP wissen wem Sie Ihre Spenden zu verdanken haben. Die Bürger sollten nicht zuviel Hoffnung in die Grünen setzen, sie sind nicht in der Position gegen den absoluten Neoliberalismus anzukommen.

Beitrag melden
asimo 11.11.2017, 11:36
8.

Mein Vorschlag wäre, dass ein neutraler Dritter die Koalitionskompromisse ausarbeitet.
Jeder Koalitionspartner muss entsprechend seiner reltiven Stärke im Bündnis Kompromisse eingehen, bzw. Positione vorgeben. Prinzip Vekorechnung.
Dieses Mikado (wer zucket verliert) ist kontraproduktiv.

Beitrag melden
biesi61 11.11.2017, 11:37
9. Von Tag zu Tag werde ich skeptischer.

Wie soll Jamaika funktionieren? Nachdem die CSU in den letzten Legislaturperioden mir ihren bürgerfremden Gaga-Forderungen nach Herdprämie und Maut unverdient durchkam, besteht sie jetzt auf unannehmbaren und vor allem total wirtschaftsfeindlichen Extremforderungen bei der Zuwanderung. Die FDP blockiert jede zukunftsfähige Europa-Politik und nervt nur noch mit ihren Steuersenkungen, die de facto nur wenigen Tausend Superreichen voll zugute kämen und unserem Land den dringend notwendigen Investitionsschub im Bereich der Infrastrukturen rauben würde. Die Grünen verbiegen sich schon bis zur Unkenntlichkeit und bekommen damit sicherlich ein Problem mit ihrer Basis. Und die CDU, ja was will die eigentlich? Einzig und allein an der Macht bleiben? Nach dieser Erfahrung in den viel zu lange andauernden Sondierungen, fehlt mir inzwischen die Phantasie für ein gemeinsames Regierungsprogramm. Vermutlich wären Neuwahlen doch ein guter Weg, der die weltfremden Querulanten von CSU und FDP verdient stark schwächen würde und den bisher am Verfahren nicht beteiligten Parteien SPD und Linke eine neue Chance gäbe. Die AfD hat ihren Höhepunkt eh überschritten!

Beitrag melden
Seite 1 von 22
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!