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Jamaika-Sondierungen: Parteien planen mehr Geld für Bildung ein
DPA

"Gut im Arbeitsmodus": Die möglichen Jamaika-Koalitionäre haben in den Bereichen Bildung und Forschung Einigung erzielt. Auch CSU-Chef Horst Seehofer zeigte sich zufrieden.

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joG 31.10.2017, 08:33
20. Das ist schon sehr....

...traurig, bedenkt man, dass wirtschaftlich gesehen bei moderner Technologie Bildung und so auch Schulen ein Privates Gut sind. Wirtschaftlich Private Güter werden vom Staat ineffizient hergestellt. Es ist ein wesentlicher Teil der Gesellschaft, das wir falsch betreiben. Da ist es schade, dass die neue Regierung das Problem nicht lösen will sondern es verschlimmern.

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interessierter Laie 31.10.2017, 08:35
21. @ Beagle-Fan

Mit einer absoluten Mehrheit der FDP würde man recht schnell 90 % der Vorschriften los. Das wäre auch deutlich gerechter. Gerade für Kleinverdiener lohnt der Aufwand für Steuerberatung/Software nicht bzw. das nötige Wissen fehlt. Vereinfachung scheitert aber am Bürger wie damals schon Kirchhoff feststellen musste. Jede Ausnahme wird von einigen 100.000 Bürgern bis aufs Messer verteidigt. Will man viele abschaffen summiert sich die Ablehnung ganz schnell zur Mehrheit. Digitalisierung würde helfen. Und Solange sich alle Regeln technisch abbilden lassen, ist es Wurscht, ob es 10, 100, 1000 oder eine Million sind. Und es gäbe auch keine 60 % falsche Steurrbescheide mehr...

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holy64 31.10.2017, 08:51
22. Sollten sich lieber

mit einer Rentenreform beschäftigen, die Armut im Alter bei langjährig Beschäftigten verhindert.

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Rüdiger321 31.10.2017, 08:54
23. Jamaika-Rauch vernebelt Herrn Spahn

Wer 45 Jahre hart gearbeitet hat, dem sollte auch die Option ab dem 63 Lebensjahr abschlagsfrei in Rente zu gehen nicht genommen werden. Die fehlenden Facharbeiter sollten durch eine intelligente Zuwanderungspolitik doch zu bekommen sein. Hier soll der normale Arbeitnehmer zur Melkkuh der Nation gemacht werden.
Die Rente ist heute schon für die meisten Rentner durch die sozialversicherungs-technischen Abgaben und die unerhört hohen und weiter steigenden Steuern kaum noch geeignet den eigenen gewohnten Lebensstandard auch nur annähernd aufrecht zu erhalten. Das Heer der im Niedriglohn-Sektor arbeitenden Menschen wird die Altersarmut dramatisch erhöhen und die Kosten für Grundsicherungsrente und Sozialhilfe drastisch erhöhen.
Leider gehen die meisten Kühe artig zur Weide bis sie geschlachtet werden. Soziale Gerechtigkeit geht anders, ist in der Welt von Herrn Spahn auch nicht erwünscht. Letztlich gilt es, das Heer von Berufspolitikern und Pensionären steuerfrei mit Bier und edelstem Dinkel wie Kobe-Rinder zu füttern, während das Volk mit Wasser und schimmeligem Brot abgefunden wird. Herrn Spahn wünsche ich die Rente mit 37, dann könnte er morgen in Ruhestand gehen und Deutschland blieben die vielen unsinnigen Kommentare dieses Möchte-Gern erspart.

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bengel771 31.10.2017, 08:59
24.

OK, es ist relativ am Morgen, man möge die Korinthen* verzeihen, aber:
Zitat von
Demnach sollen bis 2025 die Ausgaben für Bildung und Forschung insgesamt über zehn Prozent der Wirtschaftsleistung liegen.
sollte es nicht besser "..auf über 10% der Wirtschaftsleistung heben." heißen? Beim ersten Lesen dachte ich an absurde 110%, Schwarz-Gelb-Grün traue ich so einiges zu.
Egal.
Zitat von
...mit den eingesparten Milliarden lieber die Renten von Witwen oder Erwerbsgeminderten stärken.
Kein "und" also meint der Vorschlag nur einen von Beiden, knausrig und basiert auf der Annahme mehr einsparen zu können als ausgeben zu müssen, nicht zu vergessen die Abschläge die alle hinnehmen müssen, die nicht bis zum Ende mit Arbeit durchhalten. Es drängt sich auf, Altersarmut sei kein Problem sondern gewünschter Effekt, man merkt das am Tisch eine soziale Komponente fehlt. (wenn sogar die SPD sich zur Kritik genötigt fühlt, bei Gewerkschaften war dies verständlich)

Mehr Ausgaben für Bildung ist ein Thema ohne Reibung, man kann sich kaum erinnern wann eine Koalition mal nicht Mehrausgaben dafür einplante, aber das Thema scheint so zu "flutschen" das am Ende der Investitionen kaum etwas da hängen bleibt, wo es versprochen wurde.

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bakero 31.10.2017, 09:55
25.

@7 Sie sollten CDU/CSU getrennt schreiben. Das sind zwei unterschiedliche Parteien. FDP und selbst die Grünen sind in vielem näher an der CDU als die CSU.

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GMA 31.10.2017, 10:00
26. vieles kostet Geld, manches auch nicht.

Obwohl ich fern der CDU/CSU wähle, finde ich doch interessant, dass die CSU unbedingt ein förderales Bildungssystem beibehalten will.
Allerding ist der traurige Grund mit Sicherheit, dass man nicht den Murks der anderen Länder (Grundschrift, Schreiben nach Gehör) der anderen Länder übernehmen will.
Und genau das finde ich bitter. Die Zustimmung zum System ist hier keine inhaltliche (16 Kultusministerien machen nun mal keinen Sinn, wenn Kinder per se nicht unterschiedlich je nach Bundesland sind), sondern die pure Angst vor Verschlechterung durch Einmischung der anderen.

Also bleibt uns das vergurkte Bildungsystem erhalten, wo in jeder Grundschule die Leitung die Buchstaben des Alphabets anders tanzen kann.
(in Hessen entscheidet nach Bildungsleitfaden jeder Lehrer(!!!) individuell, OB und WANN er vernünftige Schreibschrift beibringt - ein Hohn sowas Leitfaden zu nennen.)

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kenterziege 31.10.2017, 10:04
27. Richtig... Bildung ist Motivation und Anstrengung

Zitat von georgia.k
wenn es sinnvoll ausgegeben wird. Auch für viele Lehrer ist Digitalisierung noch ein Buch mit sieben Siegeln. Was nützt das Geld, wenn die Schülerschaft so problematisch ist, dass ein geordneter Unterricht gar nicht möglich ist. Darüber sollte man sich mal Gedanken machen. Dass man die in den Ferien leerstehenden Räumlichkeiten für Sprachunterricht von Flüchtlingskindern nutzen will, ist schon mal ein sinnvoller Ansatz. Warum Schulen während der Schulferien nicht für Schülerprojekte genutzt werden, zumal Schulferien nicht automatisch Urlaubszeiten der Lehrer sind - wenn es auch so gesehen wird. Nicht alle Schüler sind während der Ferien ständig ortsabwesend, Schule in den Ferien ohne Notendruck, frei von Stundenplan und Taktzeiten, aber dennoch fördernd und auch fordernd zu erleben, machte durchaus Sinn. - Ausbildung in Erster Hilfe, Rettungsschwimmen, Kochkurse, diversen Grundfertigkeiten, Sprachprojekte, betriebswirtschaftliche Projekte. Dass Schulgebäude über weite Zeiträume ungenutzt bleiben, Personal nicht in Anspruch genommen wird, ist eigentlich eine Verschwendung von Resourcen.
Es hört sich immer so gut an: Mehr Geld für bessere Bildung. Zum Teil, wenn es um die Aufstiegsforbildung für Berufstätige geht, mag das stimmen. Aber die berühmten verstopften Toiletten in der Schule sind eher ein Erziehungsproblem. Wenn man die Disziplinprobleme in Schulen betrachtet, nützt da Geld sehr wenig. Auch Parkplätze für die SUV's der Helikpterelteren brauchen nicht gebaut werden, um mal ein unsuinniges Beispiel zu geben. Geld für eine ordentliche Nachmittagsbetreung ja. Und viel Geld für Sportvereine aller Art. Dort wird nämlich Disziplin gelehrt!
Die Aufgabe der Studien von Claudia Roth und KGE war ja wohl auch nicht dem mangelnden Geld für das Bildungssystem geschuldet.
Insofern ist "Geld für besser Bildung" ein wohlfeiler Spruch. Die von den Ländern prekär eingestellten Junglehrer , sind ja nicht Aufgabe des Bundes!
Digitalisierung ist auch nur ein Spruch ohne genügend IT-Kapazität!

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Spr. 31.10.2017, 10:10
28. Mehr Geld allein ist zu wenig!

Mehr Geld für Bildung wurde bisher von jeder Merkel-Regierung versprochen, es wurde sogar die Bildungsrepublik ausgerufen. Tatsächlich wurde im Bildungssektor weiter gespart und gekürzt. Das wird nach dieser Wahl nicht anders sein, egal was schwarz-Geld-grün zu tun verspricht. Gerade die Geld-Lobbyisten haben sich bisher für Privatschulen stark gemacht, kämpfen für deren Steuervorteile und die der Eltern, deren Kinder Privatschulen besuchen. Die Pünktchenpartei war sich in der Vergangenheit nicht zu fein, Schulgeld für alle zu fordern. Es wäre dumm anzunehmen, dass sich an dieser Einstellung irgendetwas geändert hätte.

Der Ausbau der Hochgeschwindigkeitsnetze ist dagegen die Voraussetzung für den fahrerlosen Elektroverkehr und all die "intelligenten" Geräte, die uns die Wirtschaft verkaufen will. Das wird nicht gehen, wenn die Netze hierzulande so schlecht sind, dass noch nicht mal der jetzige Handyverkehr lückenlos sichergestellt werden kann. Auch bei diesem Thema haben die Parteien keineswegs den Wähler im Blick, schon gar nicht die Geld-Lobbyisten.

Es ist auch keineswegs überraschend, dass bei den grünen Themen keine Einigung zu erzielen ist. Diese werden so lange aufgeschoben, bis alles andere in trockenen Tüchern ist, um dann von den Grünen zu verlangen, ihre Forderungen ersatzlos zu streichen. Sollten die Grünen dazu nicht bereit sein, wird das Scheitern der Schwampel allein den Grünen angekreidet. Völlig unabhängig davon, dass die Grünen sich bereits bis zur Unkenntlichkeit verbogen haben, deshalb bereits viele Wähler verloren haben, und ein weiterer Rechtsruck einen Großteil der restlichen Wähler auch vergraulen wird.

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kael 31.10.2017, 10:24
29. Mehr Geld allein reicht nicht für mehr Bildung

Mehr Geld allein reicht nicht für mehr Bildung.
Es müssen Strukturen verändert werden, allen voran die antiquierte föderalistische Bildungspolitik. Es müssen bundesweit verbindliche Bildungs-Standards entwickelt werden, damit nicht in jedem Bundesland das Rad neu erfunden wird. So etwas kann nur ein Bundes-Kultusministerium.
Die Behauptung von Kritikern, dass dann die Bildungs-Rückständigsten zu Lasten der Bildungs-Fortschrittlichsten das Tempo vorgeben, ist Unsinn. Jeder Bundes-Kultusminister wird seine Standars an den Besten orientieren - und nicht umgekehrt. Denn das machte keinen Sinn.
Scheitern wird so ein Vorhaben allerdings am Egoismus von 16 Ministerpräsidenten - egal welcher Couleur - die ihre Pfründe mit Zähnen und Klauen verteidigen werden - zu Lasten des "Bildungslandes Deutschland".

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