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Jamaika-Verhandlungen: Merkel kündigt Förderung für Ostdeutschland an
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Der Blick auf die Kreise nach der Bundestagswahl zeigte deutlich: Ein Jamaika-Bündnis hat seine Anhänger besonders im Westen. Das weiß auch Kanzlerin Merkel - sie verspricht, den Osten nicht zu vergessen.

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pygmy-twylyte 04.11.2017, 14:16
20. Erklären statt alimentieren

Strukturschwache Regionen kommen nur durch verstärkte Ansiedlung von Gewerbe und Industrie auf die Beine, wobei der Standort eine zentrale Rolle spielt. Merkels Fördervorhaben ist letztlich dem Wahldebakel im Osten geschuldet und kommt einem Stimmenkauf gleich. Wäre es nicht besser, die Menschen im Osten endlich "mitzunehmen" und ihnen die komplizierten Mechanismen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in einer globalisierten und zunehmend digitalisierten Welt, einer Welt im Aufruhr (Migration) zu erklären?

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interessierter Laie 04.11.2017, 14:17
21. @austromir

Auch im Osten haben nicht alle AfD gewählt und auch im Westen gab es Regionen, mit sehr hohem Stimmanteil der AfD. Die Spaltung verläuft auch zwischen Stadt und Land. Im Osten gibt es weniger Großstädte - ergo mehr AfD-Wähler. Meiner Meinung nach ist der AfD-Erfolg ein Symptom der zunehmenden Entfremdung zwischen der Politik im Bund und der Lebenswirklichkeit der Landbevölkerung. Die Politik darf eben nicht Gesetze nicht nur an Berlin, Köln, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart oder Frankfurt messen, wo allenfalls der Wohnraum knapp ist. Das Land leidet an Jobmangel, Mangel an Infrastruktur, Mangel an Perspektive und dem Gefühl, dass das kein Politiker versteht...

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dirk1962 04.11.2017, 14:19
22. Es ist schon erstaunlich

Da fallen Merkel plötzlich Dinge ein, die sie in den letzten Jahren verdrängt, verschlafen oder schlicht falsch gemacht hat. Ich denke kaum, dass Merkels Gerede im Osten noch jemanden interessiert. Sollte es wider Erwarten wirklich zu Jamaika kommen, dürfte das der denkbar beste Wahlkampf für die AfD in den neuen Ländern sein. Ich hoffe das bleibt uns ebenso erspart wie weitere vier Jahre Merkel Desaster.

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Grummelchen321 04.11.2017, 14:24
23. Als

erstes sollte das Lohngefälle zwischen Ost und West abgeschafft werden.Damit wäre der erste Schritt getan.Das wird aber nicht passieren.Mit der dem Unmut zwischen Ost und West lässt sich der Wähler wunderbar gegeneinander ausspielen.Aus den Stimmenverlusten haben alle scheinbar nichts gelernt.Mal sehen welche Debakel noch auf uns zu kommen.Rechnen kann Jamaika auch nicht.30 Milliarden stehen zur Verfügung.Verteilen wollen sie 170 Milliarden.

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ray05 04.11.2017, 14:27
24.

Zitat von enivid
Was ist beispielsweise mit dem Ruhrgebiet?
Ist Westen. Muss für sich selber sorgen. Außerdem strukturell sozialdemokratisch. Passt grad nicht. :)

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Proggy 04.11.2017, 14:33
25.

Der Westen ist selbst Schuld. Mehr AfD wählen und die Regierung würde auch mal an den Westen denken...
Ernsthaft, wer hält denn laufend den Graben zwischen Ost und West möglichst tief offen?
Soviele Jahre nach der Wiedervereinigung, ist es nicht gelungen, ein Volk zu schaffen. War das überhaupt gewünscht?
Lieber Vorurteile bedienen und 'West gegen Ost' Spielchen, als Macht zu verlieren. Divide et impera
Na denn viel Spaß mit unseren neu (lt. Grün*innen) 'geschenkten' Bürgern. Auch da wird ordentlich Schenkungssteuer fällig.

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andreas.s 04.11.2017, 14:33
26. Förderung für den Osten

Können nur politische Bildungsangebote sein. Notfalls verpflichtend für alle Leistungsbezieher.

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fd2fd 04.11.2017, 14:34
27. Der systematische Unterschied zwischen Ost und West...

...liegt in den Regierungsbeteiligungen der Linken und Grünen, die aufgrund des Länderfinanzausgleichs unbegrenzte Mittel in verkrustete Strukturen verschleudern!

PS: Wenn Frau Merkel etwas zur Chefsache macht, wird es vor allem richtig teuer für den (deutschen) Steuerzahler!

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possumgfx 04.11.2017, 14:43
28. Nicht mal der Osten...

Nichtmal der Osten will eine Sonderförderung. Wir sind bereits gespalten genug als Land, Geld sollte in strukturschwache Regionen und soziale Brennpunkte fliessen anstatt pauschal den neuen Bundesländern zugeschrieben zu werden. Als Ossi ist es mir peinlich wenn im Brandenburger Speckgürtel Waldwege gepflastert werden anstatt in Marxloh mehr Sozialarbeit zu finanzieren. Es ist lächerlich mittlerweile.

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dirk1962 04.11.2017, 14:49
29. Merkel dürfte längst klar sein

das es weder Jamaika, noch eine erneute Kanzlerschaft für sie geben wird. Also versucht sie nun die Gemüter im Osten etwas zu beruhigen. Ebenso klar wird ihr sein, dass ihre Union im Falle von Neuwahlen glücklich sein darf, noch annähernd SPD Niveau zu erreichen. Ihre realitätsfernen Äußerungen noch am Wahlabend dürften sicher 10% gekostet haben. Das Abwürgen jeder innerparteilichen Diskussion über das Wahlergebnis macht es auch nicht besser. Erbarmen sich nicht FDP und Grüne doch noch, wird Merkel mit ihrer Union kläglich untergehen.

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