Forum: Politik
Jerusalem-Konflikt: Herr Trump, Sie ruinieren Ihren "Deal des Jahrhunderts"!
DPA

Mit der Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt begeht Donald Trump einen historischen Fehler. Frieden im Nahen Osten schafft man nicht, indem eine Seite die Bedingungen diktiert.

Seite 7 von 9
mactruth81 07.12.2017, 13:38
60. Schade

Hier fehlt mir die geopolitische Analyse. Der Einfluss der USA schwindet doch in der Region zusehends und es kehrt auch langsam Ruhe ein. ISIS fast verschwunden, Syrien größenteils befriedet. Der Einfluss Russlands ist auch schon in Ägypten und im Irak spürbar.
Den Amis schwimmen die Felle davon, und wie kann sich der Amerikaner wieder unentbehrlich machen (so denkt er jedenfalls)? Richtig mit Krieg!! Hat ja schon früher funktioniert. Dann können sie wieder mit Bomben alles befrieden und demokratisieren... für die freie Welt.
Leider kein Witz, die meinen das ernst.

Beitrag melden
NONON 07.12.2017, 13:39
61. Der Wilde Westen

Ich stelle jetzt einfach mal in den Raum, dass ein Herr Trump nicht im geringsten die politischen Zusammenhänge in dem Konflikt überschauen kann. Geschweige denn in irgendeiner Weise Rücksicht auf religiöse Gefühle legt. Das war die Chance für Netanjahu endlich einen Präsidenten gefunden zu haben, mit dem er seinen Plan umsetzen kann. Es ist eine Entscheidung, die ganz bewusst Fakten zugunsten Israels schafft und somit eine Eskalation des Konflikts nicht nur in Kauf nimmt sondern bewusst heraufbeschwört. Wie anders als mit Gewalt sollte denn die Reaktion der Palästinenser ausfallen? Also gehe ich davon aus, dass man einen Plan hat, wie das alles weiterlaufen soll: Es wird eine kriegerische Lösung sein mit dem faktischen Sieg Israels. Dass damit die ganze Arabische Welt in ein noch gefährlicheres Pulverfass verwandelt wird, noch mehr gefährlicher Hass auf den Westen beschworen wird, scheint dabei keine Rolle zu spielen. Mir scheint allgemein in den Köpfen vieler Menschen die Angst vor Krieg bzw. kriegerischen Konflikten geringer oder gleichgültiger geworden zu sein. Es geht immer mehr um Machtdemonstration und eben auch Durchsetzung ohne Beachtung ethischer und religiöser Grundwerte. Es scheint ja immer weit weg zu sein. Aber es ist ein Spiel mit dem Feuer und wird alle Menschen auch bei uns betreffen. Jeder der hier die Entscheidung Trumps bejubelt, sollte sich bewusst sein, dass es auch ihn selbst betreffen wird und nicht nur den Palästinenser oder den Israeli, der auf den Straßen Jerusalems sein Leben verliert. Eine unnötige und schlimme Entscheidung.

Beitrag melden
Berliner42 07.12.2017, 13:43
62.

Zitat von Stäffelesrutscher
Erkennt Israel das Existenzrecht des palästinensischen Staates an? In welchen Grenzen? Gab es ein Existenzrecht für die CSSR? Für die Sowjetunion? Für den Sudan? Für Kolumbien, bevor es den USA einfiel, durch die Nordprovinz einen Kanal zu bauen?
Das ist alles whataboutbism. Den Staat Israel gibt's nun mal, also muß man ihn auch anerkennen, wenn man nicht zu den Kriegstreibern gehören will. Einen palästinensischen Staat gibt es nicht und wird es auch nicht geben. solange Hamas und Fatah sich gegenseitig an die Gurgel gehen.

Beitrag melden
Berliner42 07.12.2017, 13:43
63.

"aber der Vorfall sorgte in den arabischen und muslimischen Staaten für Wut und Entsetzen."

Ganz anders, wenn es in einer Moschee 300 Tote durch Radikalislamisten gibt. Das interessiert in der muslimischen Welt niemanden. Das ist schon nicht mal mehr zweierlei Maß.

Beitrag melden
Johannes60 07.12.2017, 13:49
64.

Die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels ginge völlig in Ordnung, wenn Trump gleichzeitig (Ost) Jerusalem auch als Hauptstadt Palästinas anerkannt hätte.
Ansonsten zeigen die Reaktionen in der arabischen Welt, dass dort ein unsäglicher Judenhass besteht und weiter genährt wird und dass man von "Friedensprozess" ohnehin nicht reden kann.
Ich frage mich bisweilen wie Palästina heute aussähe, wenn Israel nicht gegründet worden wäre. Es spricht einiges dafür, dass dann ganz Palästina ein durch Auseinandersetzungen zwischen Shiiten, Sunniten und weiteren Gruppen marodes Land wäre Und Jerusalem heute vielleicht so aussähe wie Aleppo.

Beitrag melden
paulvernica 07.12.2017, 13:49
65. komplett nüchtern

Zitat von mohsensalakh
In Palästina leben auch viele so genannte Ur-Christen, die keine Interesse daran haben, dass Jerusalem zu der Hauptstadt eines neuen Staates namens Israel wird. Wenn ich ehrlich bin, dann muss ich klar sagen, dass Sie überhaupt keine Ahnung haben! Die heutige Kämpfe in diesem Gebiet ist.....
Wenn die Menschen dort Frieden haben wollten, dann würden sie Tel Aviv als israelische Hauptstadt ernennen und Ramallah als Hauptstadt des Staates Palästina. Aber nein, beide wollen Jerusalem als Hauptstadt. Und dies hat natürlich religiöse Gründe. Und die grosse Mehrheit der Palastinenser sind Muslime , auch wenn es dort eine starke christliche Minderheit gibt.
Warum muss der Rest der Welt eigentlich dieses Elend , verursacht durch religiösen Wahn und politischem Fanatismus ertragen.
Mein Vorschlag ist es dass die Araber nach Jordanien und Ägypten auswandern und die Juden können dann nach Nevada USA auswandern.
Aus Judäa und Galiläa oder wie es auch immer hiess, machen wir dann ein Naturschutzgebiet. Das würde Gott erfreuen. Welcher Gott auch immer.

Beitrag melden
rkinfo 07.12.2017, 13:51
66. P. Amt f.Statistik: 1948 1.4 Mio., 2016 13 Mio. Palästineser

Zitat von paulvernica
Wenn wir ehrlich sind wollen beide Seiten keinen Frieden. Die Juden wollen keine Muslime in ihrer Nähe haben, und die Muslime keinen jüdischen Staat akzeptieren und die Juden am liebsten im Meer versenken. Die sogenannten .....
Siehe: "Palästinensisches Amt für Statistik"
Dabei eine Geburtenrate über 4 je Frau, sodass die Mittelfristplanung eher mit 25-30 Mio. Palästinensern rechnen sollte.
Die passen vielleicht alle auf die Sina-Insel, aber weder in die Autonomiegebiete, noch in 'Gesamt-Palästina'.
Dazu ist der Gaza-Streifen nahezu ökologisch tot und wird wohl im nächsten Jahrzehnt aufgegeben werden.

Mekka hat eine überwachten Anti-Nichtmuslimischen Schutzwall von 25km rund um die Kaaba, was im Fall Jerusalem vergleichbar bis zum Toten Meer reichen würde. Die Israelis sind also eher liberal ;-)

Statt mal wieder wild zu toben, müssen die Palästineser mal nüchtern Bestandsaufnahme ihrer Lage machen.

Beitrag melden
Faceoff 07.12.2017, 13:52
67. Existenzrechte

Zitat von EinInteressierterBuerger
Zb die Hamas erkennt nichtmal das Existenzrecht Israels an, der Iran ebensowenig.
Hat eigentlich Israel jemals das Existenzrecht von Palästina anerkannt?
Dass der Iran Israel das Existenzrecht verweigert, kann man nicht den Palästinensern anlasten.

Beitrag melden
gandhiforever 07.12.2017, 13:52
68. Destabilisierung

Die Destabilisierung in den genannten Laendern ist kein Zufall. Konflikte im Inland werden bewusst geschuert, um sie zu schwaechen.

Dass Trump nun einer israelischen Forderung nachgibt, ist auch nicht ueberraschend, den fuer den VerFuehrer gibt es bei Konflikten nur eine Loesung, Unterwerfung, totale Unterwerfung. Die Unterstuetzung von AIPAC soll sich (im wahrsten Sinn des Wortes) auszahlen. Es spielt auch keine Rolle, dass diese Entscheidung nicht von der Mehrheit der US-Juden mitgetragen wird, die Mehrheit unterstuetzt eine faire Loesung.

Die Entscheidung sorgt fuer Schlagzeilen, fuer von Trump bestimmte Schlagzeilen. Sie lenkt ab von den Ermittlungen von Robert Mueller, die fuer Trump alles andere als erfolgversprechend verlaufen.
Und mit der Umsetzung kann sich Trump ja Zeit lassen. So viel Zeit, dass ein Nachfolger die Umsetzung auch nicht weiterfuehren muesste.

Beitrag melden
aristo32 07.12.2017, 14:01
69.

Zitat von EinInteressierterBuerger
Sehr geehrter Autor, welchen Friedensprozess meinen Sie? Zb die Hamas erkennt nichtmal das Existenzrecht Israels an, der Iran ebensowenig. Mit der Diplomatie der letzten Jahre hat sich ......
Was sollen denn die Palästinser machen? Sie sagen ja selbst das Israel militärisch so hochgerüstet ist. Und das Schlimme ist, dass sie Ihre Macht ständig raushängenlassen.
Die Palästinenser werden vertrieben und unterdrückt.

Wir werden es ja jetzt wieder erlaben. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es einen Anschlag gegen Israel geben und darauf wird bestimmt "reagiert". Wie können die Palästinenser denn reagieren? Sie haben keine Waffen der USA im Wert von mehreren Milliarden.

Beitrag melden
Seite 7 von 9
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!