Forum: Politik
Jesiden auf der Flucht: Obama erwägt offenbar Luftschläge im Irak
AP

Zehntausende Jesiden sind vor der Terrormiliz "Islamischer Staat" ins Gebirge geflüchtet. Um ihnen zur Hilfe zu kommen, zieht die US-Regierung nun laut "New York Times" Luftschläge im Irak in Betracht.

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der_durden 07.08.2014, 22:50
160.

Zitat von Leser1000
Kann die Welt zuschauen, falls wirklich ein Massaker an Volksgruppen" drohen sollte (ich denke an Sebrenicza) und kann man dann die USA alleine lassen? Eine abschließende Entscheidung fällt mir im Moment schwer. Wenn aber Luftschläge - bitte aber möglichst mit UN - Mandat - w i r k l i c h notwendig sein sollten, dann sollte man die USA auch nicht alleine lassen.
Falls wirklich? Im Internet gibt es zensurfreie einschlägige Seiten. Was man dort zu sehen bekommt, lässt einem den Glauben an die Menschheit verlieren. Bis ich das gesehen habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass Menschen noch immer so grausam sein können.

Die ISIS karrte dort mit mehreren LKW Jesiden und Kurden aus den Ortschaften. Unzählig viele junge Männer, die um ihr Leben flehten mussten sich in den Sand legen um anschließend aus nächster Nähe mit Maschinenpistolen erschossen zu werden.

In einer anderen Szene standen die armen Kerle in einer Schlange an einem Fluss. Nacheinander mussten Sie auf einen Steg gehen, dort wurden sie mit einem aufgesetzten Kopfschuss hingerichtet und in den Fluss geworden. Dies waren Exekutionen, die an Fließbandarbeit erinnerten.

Was dort geschieht, diese absolut fehlende Empathiefähigkeit dieser ekelhaften Menschen erschüttert bis ins Mark hinein. Was dort geschieht, entzieht sich der Vorstellungskraft. Menschen mit einer eigenen Geschichte werden einfach so ausradiert, als wären sie ein Stück Vieh!

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thiak 07.08.2014, 22:55
161. wenn Sie was tun wollen, dann....JETZT!

Ich würde mich durchaus als Linker bezeichnen und laut den Vorurteilen hier im Forum müsste ich jetzt die USA bashen... aber was ISIS da veranstaltet, ist nicht zu tolerieren. Die systematische Ermordung Andersdenkender/-betender darf nicht toleriert werden. Wer hier zögert obwohl er die Möglichkeit hätte, Leben zu retten, muss sich Mitschuld vorwerfen lassen.

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nachtmensch2014 07.08.2014, 23:01
162. Bomben als Lösung?

Manche Beiträge (Satire ist hier im Zweifelsfall unangebracht) sind an menschenverachtendem Zynismus kaum noch zu überbieten. - So viele (hier) glauben immer noch, dass Gewalt mit Gewalt bekämpft werden kann/muss. Wie traurig!
Es gibt doch immer Alternativen. Es klang hier an, wird aber ignoriert. Luftbrücke zur Versorgung der Bedrohten, zeitnahe, zeitweilige, Evakuierung, natürlich militärischer Schutz vor dem Eindringen der "IS-Fanatiker" in das Operationsgebiet. Anschliessend einen "Marschall-Plan" für das isolierte "IS-Gebiet".

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volker.dobinamsee 07.08.2014, 23:10
163. Obama würde richtig handeln

Ich sehe derzeit keine Alternative, wie man die verrückten ISIS-Kämpfer sonst stoppen könnte. In diesem Falle wären Luftschläge mehr als angebracht. Obama sollte nicht auf ein UN-Mandat warten, dann wäre es wohl längst zu spät. Wir sollten alle nicht vergessen, dass die ISIS ihr Kalifat bis nach Europa - Spanien und Griechenland - ausdehnen wollen. Eine Vernichtung der ISIS dient auch unserem eigenen schutz.

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siggi1985 08.08.2014, 00:01
164. Wenn ich einige Kommentare hier lese,...

muss ich mich immer wieder fragen, wie den Leuten ihr Hass auf die USA und den vermeintlich "bösen Westen", mehr bedeuten kann, als Menschen die von einer islamistischen Terrorbande, verfolgt und brutal ermordet werden. Das ist Menschenverachtung pur!

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jacktoast 08.08.2014, 02:08
165. endlich

Zitat von Alias Alias
was nichts daran ändert, dass man etwas gegen sie unternehmen muss. Ja, da ist die USA gefragt und nein, Bomben sind wahrscheinlich nicht besonders hilfreich. Man könnte den Menschen mal eine Lebensgrundlage und eine Perspektive bieten. Ist das nicht letztendlich das Bestreben dieser Menschen? Des Brot ich ess, des Lied ich sing? Strategiewechsel! Z.B. Marshall-Plan?
Endlich mal ein Gedanke, der es auf den Punkt bringt. Knapp zwar, nicht wirklich ausgearbeitet, aber im Ansatz absolut richtig.

Warum hatten bzw. haben die Taliban solchen Rückhalt in der Bevölkerung ?

Weil sie nicht nur "Feinde" gemordet haben, sondern auch "Freunde" unterstützten. Die Taliban haben nicht unerhebliche Mittel aufgewendet, um das Elend des Volkes zu vermindern, haben Krankenhäuser, Brunnenbau und andere soziale Projekte unterstützt.

Nein, ich will nicht die Taliban gutreden, diese menschenverachtenden Schlächter. Aber die wussten, wie man das gemeine Volk auf seine Seite zieht.

Wir sollten es genauso tun - nur besser.

Erst wenn die Menschen merken, dass der Westen nicht der böse (ungläubige) Feind ist, werden sie sich gegen die Extremisten stellen.

Wenn wir den ungebildeten, hilflosen Menschen in der Region echte Hilfen bieten, wird sich der ganze religiöse Extremismus von ganz allein erledigen.

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jacktoast 08.08.2014, 02:20
166.

Zitat von Untertan 2.0
Hätte man mal nicht die "syrischen Freiheitskämpfer" mit Waffen versorgt, könnte man sich das jetzt sparen.
Ja, wie recht Sie haben.
Aber wer hätte das gedacht ?
Hinterher ist man immer schlauer.
Als die ganze Sache begann, sah es eigentlich recht gut aus. Doch dann verselbständigte sich die sogenannte Opposition.

Schon vor mehr als einem Jahr war das Dilemma absehbar. Doch da wusste noch niemand, wohin es führen sollte. Klar war nur, das würde nicht gut enden.

Und nun ? Haben wir mal wieder gut reden.

Aber das bringt uns nicht weiter.

Lösungsvorschläge ?

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