Forum: Politik
Jesidische Ex-Geiseln: "Die IS-Kämpfer haben keinen Gott"
REUTERS

Monatelang litten Hunderte alte und kranke Jesiden in Gefangenschaft des "Islamischen Staats" - dann kamen sie überraschend frei. Die Überlebenden berichten von Verschleppung, Gewalt und Tod.

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syracusa 20.01.2015, 17:19
50.

Zitat von daniel84
Doch, Allah ist deren Gott. Der IS ist nur konsequent und folgt 1:1 dem Quran und seiner Sunnah. Lest den Quran und die Hadithe, schaut euch Muhammads Vita (600-900 Juden geköpft) und die seiner Sahaba (Nachfolger wie Abu Bakr und Umar) mal genau an, dann werdet ihr sehen, dass ich recht habe. ABER es ist nur der sunnitische Islam, die Schiiten und die Ahmadis sind friedlich.
Was für ein Quatsch!

Schon den schiitischen Staatsterrorismus im Iran vergessen? Schon vergessen, dass es ein Sunnit war, der die jüdischen Geiseln im französischen Supermarkt gerettet hat? Schon vergessen, dass die säkularen, demokratisch gesinnten Urheber des arabischen Frühlings allesamt Sunniten waren? Dass Tunesien, das einzige Land, in dem der arabische Frühling ein Erfolg wurde, ein sunnitsiches Land ist?

Pauschale Diffamierungen greifen nicht! Wann lernen Leute wie Sie das endlich?

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tserclaes-graf-von-tilly 20.01.2015, 17:21
51. Stunde der Relativierer, der Appeaser ....

Zitat von dt83155007
sind gespickt mit Hasstiraden. Die Christen haben es nach knapp 2000 Jahren endlich geschafft, den schlimmsten Mist weitgehend zu ignorieren (wobei sie dem Ungläubigen regelmäßig weismachen wollen, er reisse alles aus dem Zusammenhang). Die Moslems sind 800 Jahre hinterher und haben Millionen Anhänger, die Verständnis haben für die Hasstiraden und zehntausende, die die Tiraden wörtlich nehmen. Man denke nur an die grotesken Massendemos gegen die jüngste Charlie Hebdo Ausgabe. Solange es politisch inkorrekt ist, über grundsätzliche Probleme mit dem Koraninhalt zu sprechen, kommen wir keinen Schritt weiter. Wir brauchen mehr Moslems wie den Bürgermeister von Rotterdam und Ahmad Mansour (SPIEGEL 4/2015)!
Die Christen hatten dass Recht zu den Kreuzzügen, Moslems hatten den Krieg angefangen. Wer eroberte denn Jerusalem, wer hat Konstantinopel blutig erobert, wer, wer???? Moslems waren es!. Punkt, und die paar "Hexen" des Mittelalters erreichen wahrscheinlich nicht mal die Zahl der Opfer von 9/11.

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undog 20.01.2015, 17:22
52.

Zitat von syracusa
Es ist leicht beweisbar, dass das Gegenteil der Fall ist. Der Umstand, dass 2 sich auf den Islam berufende Mörder millionenfach stärkeres Medienecho finden als 1 Milliarde friedlicher Muslime, beeindruckt nur die schlichtesten Geister. Die Rückwendung großer Teile der islamischen Welt zu einem Koranverständnis auf die Zeit vor 800 n.Ch. ist gerade mal 200 Jahre alt. Bis dahin war die islamische Welt der christlichen in Sachen Aufklärung um Welten voraus. Die Gründe für diese Rückwendung könnte ich hier auch aufzählen, aber sie sprengen den Rahmen eines Forumsbeitrags. Teil dieser Rückwendung ist beispielsweise das Verbot, Mohammed bildhaft darzustellen. Bis etwa 1800 waren Bilder von Mohammed in der islamischen Welt völlig üblich. Der islamische Terrorismus ist sogar eine Entwicklung nur der letzten 20 Jahre. Es ist gut möglich, dass der nach 20 weiteren Jahren schon wieder verschwunden ist. Wie auch immer: eine pauschale Diffamierung aller Muslime gibt weder das eine noch das andere her.
"eine pauschale Diffamierung"

Das ist doch völlig unerheblich! Das Problem ist die Behauptung des Gegenteiles, dass "das alles nichts mit dem Islam zu tun hat".
Wer sich heute bei uns mit "Gottes"wahnvorstellungen und sonstigem dogmatischen Denken sowie Erziehung zum Folgen & Gehorchen mit geringer persönlicher Freiheit (sehr wichtig z.B. die sexuelle Repression) gering qualifiziert um eine gute Arbeit bewirbt, merkt zu spät, dass man ihn geschädigt hat.
Das führt schnell zum Neid und Agression auf die freieren Deutschen, denen es besser geht.

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peter57 20.01.2015, 17:24
53. Religion als Grundproblem

Egal welche Religion. Religion ist das Grundübel. Religion ist Kindesmissbrauch. Schonmal überlegt, weshalb Kinder von Muslimen wieder Muslime sind, Kinder von Juden wieder Juden und Kinder von Katholiken wieder Katholiken, jedenfalls zu einem hohen Anteil? Bei freier Entscheidung und nach reiflicher Überlegung mit 30 Jahren würde diese Verteilung sicher ganz anders aussehen. Auch ich wurde ungefragt getauft und mit 14 musste ich Sprüche aufsagen um "konfirmiert" zu werden. Mit 14. Das ist allgemeiner Gruppenzwang und der wird von der Kirche, von jeder Kirche, ausgenutzt. Wenn man Kindern jahrelang einbläut dass nur die eigene Kirche die "wahre" Kirche ist und alle anderen sind blöd oder im extremfall gar zu töten, was ist dann die Ursache für religiöse Gewalt?

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fab64 20.01.2015, 17:25
54. Überschrift korrekt

Die ISIS Terroristen haben keinen Gott, zumindest nicht den, auf den sie sich offiziell berufen! Weil sie die von ihnen selbst propagierte Lesart des Islam nicht befolgen, sondern sich selbst darüber erhaben sehen. Die Scharia zB wird nur gegen die unschuldige Bevölkerung angewendet, obwohl ISIS Verbrechen begeht, die nach ihrer eigenen Auslegung durch die Scharia gesühnt werden müssten. Werden sie aber nicht. Auch klare Aussagen des Koran bezüglich des Verbots des Tötens Gläubiger werden ignoriert und massenhaft unschuldige Gläubige (mehrheitlich Muslime) getötet. Daher denke ich, wer sich selbst über die eigene Auslegung seiner Religion hinwegsetzt, also gegen seine eigene Vorstellung von Gott handelt, kann keinen Gott haben.

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tailspin 20.01.2015, 17:28
55. Wollstrumpf ueber die Augen

Die ISIS hat offenbar nicht nur keinen Gott sondern auf einer etwas niederen Ebene auch keinen Anfuehrer. Der als offiziell als Anfuehrer der ISIS gehandelte Abdullah Raschid al-Baghdadi hat sich jahrelang der Verfolgung entzogen.

Kein Wunder. Er hat offenbar niemals existiert.

http://www.zerohedge.com/news/2015-01-20/us-militarys-stunning-conspiracy-theory-emerges-archives-isis-leader-does-not-exist

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Sukram71 20.01.2015, 17:33
56.

Der IS gibt sich die allergrößte Mühe, auch noch den letzten Pazifisten im hintersten Winkel der Welt, von USA bis Japan, davon zu überzeugen, dass manchmal militärische Gewalt doch nötig ist.

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theo66 20.01.2015, 17:34
57. Liebe Atheisten

bloß weil man an nichts glaubt, ist man noch lange kein besserer Mensch. Ich bin ein Agnostiker und laß mich überraschen. Ich glaube aber prinzipiell an das Gute im Menschen, insbesondere wenn ich mein Gegenüber noch gar nicht kenne. In den Kopf gucken kann ich freilich keinem, ihm aber gleich Böses zu unterstellen, klingt sehr nach Verfolgungswahn. Im übrigen: Hitler war auch Atheist und hat bis zum Schluß nur an sich und den Endsieg geglaubt - wohin das führt, wenn so jemand das Sagen hat, wissen wir!

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syracusa 20.01.2015, 17:36
58.

Zitat von undog
"eine pauschale Diffamierung" Das ist doch völlig unerheblich! Das Problem ist die Behauptung des Gegenteiles, dass "das alles nichts mit dem Islam zu tun hat".
Sie sollten beim Antworten auf einen Forenbeitrag folgende Reihenfolge beachten: erst lesen, dann nachdenken, dann schreiben. Die ersten beiden Punkte haben Sie unterlassen.

Nein, ich habe nirgendwo behauptet, dass "das alles nichts mit dem Islam zu tun hat". Und nein, solch ein Unsinn liegt mir fern.

Natürlich hat es mit dem Islam zu tun, wenn in Saudi Arabien ein Blogger wegen angeblicher Beleidigung des Islam zum Tod durch 1000 Peitschenhiebe verurteilt wird. Und natürlich hat es mit dem Islam zu tun, wenn der IS tausende Jesiden ermordet, oder wenn Islamisten in Paris Journalisten ermorden. Niemand behauptet, das hätte nichts mit dem Islam zu tun.

Aber die Pegida-Nazis und vermutlich auch Sie behaupten, das SEI SCHON DER GANZE ISLAM. Das ist aber nachweislich nicht der Fall. Der Islam ist auch die mysthisch-friedliche Religion des Sufismus, das ist auch das aufgeklärte Weltverständnis der Aleviten, Und das ist v.a. auch die normale Weltsicht der Milliarden friedlicher Muslime überall auf der Welt, für die Religion genau so wie für die meisten Scheinchristen hier in Deutschland eine ziemlich untergeordnete Rolle in ihrem Alltag spielt.

Ja, ich behaupte es nochmals: wer pauschal Angehörige einer Religion wegen der Entgleisungen einiger weniger diffamiert, der ist nicht besser oder aufgeklärter als die, die er diffamiert.

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spontanistin 20.01.2015, 17:37
59.

Die cleveren, von Gotten Gnaden (Wort-)Mächtigen haben immer als dann unwiderlegbare Begründung für die Durchsetzung ihres Willens Gottes Wille und Offenbarung angeführt. Religion ist per Definition unwiderlegbar und daher nicht reformierbar. Allenfalls erfindet jemand eine neue Glaubensinterpretation und -richtung und spaltet diese ab. Die aktuelle Forderung, der Islam solle sich reformieren, ist absolut wirklichkeitsfern!

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