Forum: Politik
Joachim Gauck in Koblenz: Der gefühlte Präsident
dapd

Er war 2010 der Gegenkandidat von Christian Wulff, ist über die Parteien hinweg anerkannt, im Volk beliebt. Joachim Gauck war am Freitag zu einer Lesung in Koblenz. Zur Präsidentenfrage hielt er sich bedeckt, seine Wirkung auf Menschen ist kraftvoll wie früher.

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drehrumbum 18.02.2012, 15:58
220.

Zitat von Matze38
Im Oktober 2011 äußerte sich Gauck über die Occupy-Bewegung. Er halte die Antikapitalismus-Debatte für „unsäglich albern“, die Protestbewegung würde „schnell verebben“ und überhaupt sei sie von „romantischen Vorstellungen“ geprägt. Politiker sollen nach seiner Auffassung nicht das Sagen in der Finanzwirtschaft haben, da es zweifelhaft sei, zu glauben, dass unsere Einlagen dann sicherer wären.
Gauck dürfte jedenfalls der Wunschkandidat der Finanzoligarchie sein. Solche Reden sind von ihm überhaupt nicht zu erwarten :
www.bundespraesident.de: Der Bundespräsident / Reden / Eröffnung der 4. Tagung der Wirtschaftsnobelpreisträger
„Auf dem Deutschen Bankentag hatte ich den Finanzsektor bereits gewarnt. Wir haben weder die Ursachen der Krise beseitigt, noch können wir heute sagen: Gefahr erkannt – Gefahr gebannt. Wir sehen tatsächlich weiter eine Entwicklung, die an ein Domino-Spiel erinnert: Erst haben einzelne Banken andere Banken gerettet, dann haben Staaten vor allem ihre Banken gerettet, jetzt rettet die Staatengemeinschaft einzelne Staaten. Da ist die Frage nicht unbillig: Wer rettet aber am Ende die Retter? Wann werden aufgelaufene Defizite auf wen verteilt beziehungsweise von wem getragen?
...
Es muss ein Ende haben, sich an der jungen Generation zu versündigen. Wir brauchen stattdessen ein Bündnis mit der jungen Generation.
Ich verstehe die Empörung vieler junger Menschen an vielen Orten der Welt, wenn sie sich aufregen, dass es aus ihrer Sicht nicht fair zugeht und dass zum Teil ihre Zukunftschancen bereits in der Gegenwart verbraucht werden. Denn es sind ihre Zukunftschancen, die hier auf dem Spiel stehen. Der Internationale Währungsfonds warnt sogar seit einigen Jahren vor einer sogenannten „verlorenen Generation“.“

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physikus_alt 18.02.2012, 16:07
221. Eine Frau als Bundespräsident

Zitat von Boone
Zwei Frauen gleichzeitig an der Macht? Sind Sie von allen guten Geistern verlassen? Unser Volk besteht zu 50% aus Männern. Das könnte wichtig sein.
Das beste Argument gegen Frauen, das ich bisher gelesen habe. Machen Sie weiter so!
Dummerweise haben während Jahrzehnten nur Männer den Karren in den Schlamm gefahren. Dann muss man den Männern doch noch ein paar Chancen geben, nicht wahr. Also
- Margot Kässmann
- Gesine Schwan
- Petra Roth
Weiter Vorschläge?
Mir scheint Frauen können gar nicht so blöd sein, wie sich Männer manchmal anstellen.

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physikus_alt 18.02.2012, 16:18
222.

Zitat von HJK42
Alles andere erklärt Ihnen sicher auch Herr Pispers gerne...
Sehr gutes Video, empfehlenswert (I like)

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Brigante 18.02.2012, 16:24
223. Die

Zitat von derandersdenkende
Ich halte die beiden Frauen, die bereits vielfach genannt wurden, Margot Käßmann und Gesine Schwan für wesentlich geeignetere Vorschläge.
Intriganten des Systems werden uns dieses Glücksgefühl nicht zuteil
werden lassen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Die Demokratie ist eine Farce, und die, die sich ihre Repräsentanten
nennen, sind ihre Totengräber. Nicht nur in Syrien hat das
Establishment Angst vor Machtverlust und Demokratie, hier auch.

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physikus_alt 18.02.2012, 16:28
224.

Zitat von physikus_alt
Das beste Argument gegen Frauen, das ich bisher gelesen habe. Machen Sie weiter so! Dummerweise haben während Jahrzehnten nur Männer den Karren in den Schlamm gefahren. Dann muss man den Männern doch noch ein paar Chancen geben, nicht wahr. Also - Margot Kässmann - Gesine Schwan - Petra Roth Weiter Vorschläge? Mir scheint Frauen können gar nicht so blöd sein, wie sich Männer manchmal anstellen.
Und wenn es schon ein Mann sein müsste, dann
- Oskar Lafontaine
so hätten mal zwei Physiker das Sagen, der Eine könnte die Fehler der Anderen (Europarettung, Steuererleichterungen für Reiche) etwas korrigieren oder leicht zurecht rücken.
Aber das wäre wohl ein zu grosser Schritt in die Zukunft!

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IhreSaturiertheit 18.02.2012, 17:10
225. Gauck weiß alles, vor allem besser

Zitat von Izmir.Übül
Ja, Gauck würde im Namen seines libertären Freiheitsbegriffes nur noch eine moralische Legitimation für die fortschreitende soziale Spaltung der Gesellschaft liefern.
Nein, außerdem dient er sich schon wieder so fordernd, abwartend an.
Wir brauchen keinen Pastor als Bundespräsidenten, sondern einen Mann mit politischem Wissen und Hintergrund. Aber nicht aus einer Partei.

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viceman 18.02.2012, 17:12
226. herr g. wäre ein "würdiger" nachfolger,

Zitat von tobias1980
Gauck erneut als Kandidat? Das wäre fast zu schön um wahr zu sein. Dieser Mann bringt wirklich alle Qualitäten mit, die man sich bei einem Bundespräsidenten - gerade nach dem Wulff-Debakel - wünschen würde: absolute Integrität, Glaubwürdigkeit, Eloquenz, rhetorische Fähigkeiten, Intelligenz, ein bewegtes Leben mit vielen wichtigen Erfahrungen... Gauck erneut aufzustellen wäre übrigens auch der einzige Weg, wie die Kanzlerin meinen Respekt erlangen könnte. Denn dadurch würde sie eingestehen, daß sie 2010 auf das falsche Pferd gesetzt hat, und würde so Größe zeigen. Aber ich muß leider zugeben, daß ich ihr diese Größe nicht zutraue...
ein öliger pfaffe, vom system hofiert ( wer konnte denn , auch als pfarrer in den westen reisen und den geflüchteten sohn besuchen?) , angepasst und dann im letzten moment noch auf den fahrenden bürgerrechtszug aufgesprungen. ob wulff oder gauck macht überhaupt keinen unterschied- ein "volk" das den haben will, das hat die bildzeitung schön verblödet.
kann man die situation nicht dazu nutzen, dieses unsinnige amt, welches nur steuergeld verschwendet mal abzuschaffen! das würde sinn machen- herr wulff hat damit seine "rente mit 53" erreicht - glückwunsch!

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angela_merkel 18.02.2012, 17:14
227. Eine Frau

Zitat von physikus_alt
Das beste Argument gegen Frauen, das ich bisher gelesen habe. Machen Sie weiter so! Dummerweise haben während Jahrzehnten nur Männer den Karren in den Schlamm gefahren. Dann muss man den Männern doch noch ein paar Chancen geben, nicht wahr. Also - Margot Kässmann - Gesine Schwan - Petra Roth Weiter Vorschläge? Mir scheint Frauen können gar nicht so blöd sein, wie sich Männer manchmal anstellen.

Klar, wir sind ja auch mit unserer tollen Kanzlerin so gut gefahren.
Ihre Fehler in der Finanzmarktkrise haben uns bisher bloss circa 900 Milliarden Euro gekostet.

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IhreSaturiertheit 18.02.2012, 17:34
228.

Zitat von energieinfo
Ich denke, dass Klaus Töpfer der richtige Mann ist: Energiewende und Finanzmarktwende aus dem nicht durch direkte Einflussnahme ausgezeichneten Amt des Bundespräsidenten mitzugestalten. Herrn Töpfer habe ich als Umweltminister auf einer kleinen Veranstaltung auf dem Bonner Marktplatz erlebt, es muss ca. 1990 gewesen sein. Er hat sinngemäß gesagt, dass wir etwas von unserem materiellen Wohlstand zurücktreten müssen, damit in gering industrialisierten Ländern der materielle Wohlstand auf ein zum Überleben notwendiges Maß steigen kann. Bescheidenheit in materieller Hinsicht, um in ideeller Hinsicht zu wachsen! Energiewende/Schutz unserer Lebensgrundlagen und die Änderung der Rahmenbedingungen für die Finanzindustrie sind jetzt angesagt. Da kann nur ein Bundespräsident etwas beeinflussen: Durch die richtigen Worte zur richtigen Zeit, die uns klar machen, um was es geht und wie wichtig dies ist.
Es ist doch zu komisch, in Deutschland wird jemand hochgelobt, wenn er den Lebensstandard einschränken will. Natürlich mit der absolut logischen Folge, das darufhin der Lebensstandard in Entwicklungsländern automatisch steigt.

Dazu sage ich nichts mehr, das ist unkommentierbar. Sagen Sie so etwas einmal in den USA oder Frankreich.

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IhreSaturiertheit 18.02.2012, 17:39
229. Töpfer und Asse

Zitat von MtSchiara
Sowohl in der Debatte um die schnelle Abschaltung der aktuellen deutschen Atomkraftwerke als auch bei der Diskussion um eine angeblich bevorstehende, von fossilem CO2 verursachte Klimakatastrophe hat Töpfer ein Maß an wissenschaftlicher Ahnungslosigkeit, Oberflächlichkeit und Populismus erkennen lassen, das ihn für das Amt des Bundespräsidenten eigentlich disqualifiziert. Solide Allgemeinkenntnisse in den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaftliche Methodik sollten im Industrieland Deutschland auch für das Amt eines Bundespräsidenten verlangt werden. Und wenn schon jemand ohne Ahnung in diesen Gebieten, dann wenigstens jemand, der weiß, daß er davon nichts versteht.
Als ehemaliger Bundesumweltminister hatte er ja auch die Aufsicht über das "Endlager Asse". Reingekippt und zugeschaufelt war wohl damals die Devise, die uns heute teuer zu stehen kommt. Schon vergessen? Wahrhaft ein Mann mit Blick in die Zukunft, die uns nun strahlenderweise, teuer zu stehen kommt.

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