Forum: Politik
Joe Biden im US-Wahlkampf: Der Mann, der Trump gefährlich wird
SAUL LOEB/ AFP

Er will - und er kann: Der frühere Vize-Präsident Joe Biden erklärt seine Kandidatur für das Präsidentenamt. Warum er mit 76 Jahren gute Chancen hat, Donald Trump zu schlagen.

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hausfeen 25.04.2019, 19:15
10. Die einzige, die es richten könnte, wäre Michelle Obama.

Aber selbst sie wird das hohe Risiko fürchten. Auch das Risiko einer Trump-Kampagne Weiß gegen Schwarz ist hoch. U.U. verrechnet sie sich dabei, wenn sie glaubt, bei der übernächsten Wahl würde es besser. Dann steht nämlich Ivanka Trump da als Gegenkandidatin und die Trumpsche Dampfwalze wird wieder wüten.
Aber die Demokraten verrechnen sich allzus in einem Ford: Aus Angst vor wirklich harmlosen Linkswendungen von Berni Sanders haben sie lieber dem Rechtspopulisten die Tür geöffnet. Ob sie was gelernt haben draus?

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Watschn 25.04.2019, 19:16
11. Beim aktuellen Stand der US-Demokraten-Bewerber.....

hat m.E. praktisch nur Howard Schultz (geb. 1953, ehem. erfolgreicher Chef von Starbucks) eine potenzielle Chance gegen Trump - wenn er denn doch für die US-Demokraten antritt. Aber wenn er wie angekündigt als Unabhängiger kommt, dann läuft wohl alles auf Trump zu (wenn er sich keine groben Schnitzer leistet).
Denn Schultz würde als Dritter im Bunde die demokratisch-geneigten Wähler aufspalten.

Biden (geb. 1941!!) hat wohl (als Establish-Demokrat) gegen Trump zuwenig Durchschlagskraft, obwohl er natürlich gewandter u. umgänglicher ist. Nachteil ist sein sehr fortgeschrittenes Alter. (Keine vitale, eher junge/jüngere Figur, somit irgendwie kein Neuanfang...) Gefährlich könnten ihm seine unkontrolierten Attitüden gegenüber dem weibl. Geschlecht werden. Da wäre John Kerry als Biden-Alternative im Vorteil. (Hoffentlich tritt er an...)
Aber wenn die Konjunktur weiter so brummt wie läuft u. keine grossen Einbrüche bis Ende 2020 zu erwarten sind (und so sieht es [leider] aus...), hat Trump eine Menge Argumente für seine Wiederwahl im Köcher (Wirtschaftsbelebung im Rustbelt, Bessere Entlöhnung, Eindämmung der illeg. Migration/des Opioid-Missbrauchs, neu u. besser tarierte ausgehandelte Handelsabkommen uam.).

Da wird es Biden wenig nutzen, im Rustbelt versuchen die Sache zu drehen, denn unter der Obama-Präsidentschaft mit ihm als Vize gingen insb. rund um die grossen Seen (Wisconsin, Illinois, Minnesota, Ohio, Indiana, Michigan, Pennsylvania) enorm viele (Blue-Collar)-Arbeitsplätze verloren...Und die Region wurde zum potenziellen Armenhaus (neben West Virginia). Da wird wohl Trump in solchen Wunden bohren.
Reellen Chancen für eine Trump-Ablösung hat wahrscheinlich am ehesten eine ebenfalls eher von Aussen kommende Figur mit erfolgreicher wirts. Erfahrung.

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meinegruenesocke 25.04.2019, 19:18
12. Nicht gut

Also Biden halte ich wahrhaftig für den falschen. Betrachtet man seine politische Agenda, zeigt sich dasselbe Bild wie bei Hillary Clinton. Gemäßigt demokrarisch zu sein, reicht gegen Trump nicht aus. Hier braucht es wirklich einen Kandidaten mit einem scharfen, linken Profil, um einen Unterschied zu Trumps rechter Horrorpolitik darzustellen. Ich hoffe, die Demokraten lernen aus ihrem Fehler und setzen auf jemanden wie Bernie oder Kamala Harris.

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Atheist_Crusader 25.04.2019, 19:19
13.

Zitat von mullertomas989
Ich finde Biden großartig und er wäre ein sehr guter Präsident, keine Frage! Aber es geht eben darum, das Wahlvolk zu überzeugen. Und da halte ich gegen Trump eine junge, toughe und skandalfreie (!) Frau für die bessere Wahl als Kandidat(in). Eine junge, starke, intelligente Frau, die ein möglichst starkes Gegenmodell zu Trump ist und die - anders als Männer - auch nur schwer durch Bettgeschichten zu diskreditieren ist. Vielleicht Kamala Harris?
Eine Frau ist für Viele ganz einfach weniger wählbar. Das kann man jetzt kaputtanalysieren und auf Misogynie untersuchen, aber es ist halt die Realität und damit muss man arbeiten. Eine weibliche Kandidatin hat mit einem größeren Handicap zu kämpfen als ein männlicher Kandidat.
Da wäre Biden als ebenfalls alter weißer (aber im Gegensatz zu Trump eben sympathischer, nicht-geisteskranker, nicht-inkompetenter) Mann besser. Wenn er progressiv aussehen will, muss er eben halt jemand sympathischen und jüngeren als seinen Vize dazunehmen.

Aber dass eine Frau durch Bettgeschichten weniger zu diskreditieren ist, glauben Sie doch wohl selbst nicht. Die trifft es eher schlimmer, Männern sieht man es eher nach. Was Sie vielleicht meinen ist, dass bei Frauen die Chance kleiner sein könnte, dass sie solche Bettgeschichten hat. Aber wenn sie da sind, dann sind sie verheerend.

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browserhead 25.04.2019, 19:19
14. Bitte nicht!

Zugegeben, jeder Kandidat ist besser als der Amtsinhaber. Aber wie soll den der unentschlossene US-Wähler in Joe Biden eine Alternative sehen? Noch ein alter, weißer Mann (wie Bernie Sanders auch)! Die Demokraten sollten jetzt den Mut haben, den Kontrast zu Trump klar zu machen. Jung, liberal, gern weiblich und nicht aus DC, damit ließe sich der Trump-Tower schleifen. Bei Hillary Clinton lag die (falls überhaupt) knappe Niederlage doch nur an den populistischen Fisimatenten des Trump-Lagers, und auch dem fehlen längst führende Fieslinge wie Bannon & Co.

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rainbow-warrior999 25.04.2019, 19:24
15. Biden ist aber "Establishment"

und das könnte auch das Problem sein. Die REPs inkl. Teaparty und die fanatisierten Trump-Supporter werden das brutal ausschlachten, egal, ob "Uncle Joe" sympathisch rüberkommt oder nicht. Vorsicht.
Viele junge, farbige, progressive Wähler*innen bei den DEM wollen aber kein Establishment mehr , sondern einen echten neuen Aufbruch. Das haben schon die Kongresswahlen November 2018 gezeigt.

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Atheist_Crusader 25.04.2019, 19:25
16.

Zitat von KingTut
Die Demokraten haben zum Glück mehrere gute Kandidaten, wie z.B. Bernie Sanders, Elizabeth Warren und andere. Keinem kann das Duo Trump/Pence in Sachen Moral, Anstand und Aufrichtigkeit das Wasser reichen. Und schon gar nicht in puncto verantwortungsvolle Politik für alle Amerikaner. Ich stimme Biden zu, dass weitere vier Jahre Trump nicht wiedergutzumachende Schäden im innenpolitischen Gefüge und in der Weltpolitik anrichten würde. Daher hoffe ich inständig auf seine Ablösung, auch damit die Justiz endlich seiner habhaft werden kann.
Sanders ist kein Demokrat, er ist Unabhängiger.

Und nein, so moralisch verdorben wie Trump/Pence ist keiner. Das ist aber auch gar nicht so wichtig. Moral ist für die meisten Wähler nicht halb so wichtig wie sie behaupten. Den meisten geht es klar um die eigene finanzielle Situation. Das kommt immer wieder in entsprechenden Umfragen durch. Egal wie sehr Trump die USA international isoliert und blamiert, egal wie sehr er den Rechtsstaat demontiert oder sich aufführt wie ein zentralafrikanischer Diktator - für einen Gutteil der Amerikaner zahlt primär was in ihrer Brieftasche landet.
Was gut ist, denn da können die Dems punkten. Bezahlbares Studium, Krankenversicherung, Steuern für die Reichsten, etc. sind auch über Parteigrenzen hinweg sehr beliebte Themen. Nachdem den Leuten so langsam aufgeht wie wenig sie tatsächlich von Trumps Steuerreform profitiert haben und dass es noch nichtmal Ansätze gibt die von ihm versprochene Super-Gesundheitsreform auch nur anzudenken, könnten die den Republikanern damit eine Menge Wechselwähler wegschnappen.

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stevie25 25.04.2019, 19:26
17. 4 Jahre zu spät !

Gegen Biden hätte Trump 2016 verloren ! Ob Biden die Kandidatur der Demokraten gewinnt ? Es wird spannend !

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christianu 25.04.2019, 19:27
18. Männer, die auf die 80 zugehen, sollen die Zukunft gestalten

Die Bundesregierung kümmert sich um Rentner, rückwärtsgerichtete Industrie und Sozialleistungen aller Art. Junge Leute finden keine Berücksichtigung. Doch es geht noch schlimmer: Wirklich alte Männer, deren Empfinden in den 50er Jahren gewachsen ist, sollen das noch mächtigste Land der Welt in die Zukunft führen. In beiden Fällen bestimmen offensichtlich Demoskopen die Richtung der Politik, es wird aber in einem Aufstand der jungen Menschen münden.

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weltverbesserer75 25.04.2019, 19:33
19.

Würden sich die Demokraten für Biden entscheiden, hätten die Amerikaner die Wahl zwischen zwei alten, weißen Männern, die beide in der Vergangenheit durch unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen aufgefallen sind. Ich hoffe sehr, die Demokraten begreifen, dass die USA gesellschaftlich inzwischen viel weiter sind als noch vor einigen Jahren und dass diese Art von Kandidat eigentlich der Vergangenheit angehört Es ist ja zum Glück nicht so, dass die Demokraten zu wenige gute Kandidat/innen hätten. Ich könnte mir beispielsweise Harris oder auch Warren sehr gut als Präsidentin vorstellen.

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