Forum: Politik
Jubiläums-Krisenjahr: 1914, 2014 - und weiter?
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Hundert Jahre, die nicht vergehen wollen: Mit dem Ersten Weltkrieg begann unsere Gegenwart. Doch wie geht es weiter? Angela Merkels Europa-Politik und Chinas Vorgehen im Pazifik lassen ahnen, dass sich jede Geschichte wiederholen kann - auch die schrecklichste.

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tq35 30.12.2013, 12:43
30. Was für ein Unsinn!

Ich habe selten so einen schlechten Artikel gelesen. Nun Parallelen zwischen dem ersten Weltkrieg und der Euro Krise zu ziehen ist schon ziemlich daneben. Die Politik von Frau Merkel ziehlt doch nicht darauf ab Europa zu dominieren, sondern eine nicht lebensfähige Währung aufrecht zu erhalten. Und wer fordert eigentlich immer Deutschland möge eine stärkere Führungsrolle übernehmen? Das ist doch weder Frau Merkel noch die Deutschen an sich. Diese Führungsrolle wollen wir doch gar nicht, sie ist uns aufgenötigt worden, weil man erwartet, dass wir die Rechnungen zahlen. Richtig ist, wer zahlt darf auch die Musik bestimmen. Und hat nicht ein Pole gesagt, dass er sich eher davor fürchtet Deutschland würde nicht führen? Das ist doch der Punkt, wir sollen Führen (man könnte auch sagen zahlen), wenn wir uns aus dem Euro zurückziehen, geht er den Bach runter und ein ganzer Kontinent stürzt wirtschaftlich ab. Fazit: Eine Lose - Lose Situation für Deutschland, führen wir unterstellt man uns verdrängte Machtgelüste, zahlen wir nicht haben wir Europa wieder einmal an den Abgrund geführt. Was für ein linker Scheiß.

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mehrgedanken 30.12.2013, 12:43
31. .

Zitat von Berg
Aha. Und ausgerechnet Merkel, die am friedlichen Fall des Eisernen Vorhangs beteiligt war, wird eine Politik zugeschrieben, wie die, die zum 1. Weltkrieg führte?
wie wo wann war Merkel beteiligt? laut eigener Aussage war sie in der Sauna oder so....

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nomadas 30.12.2013, 12:44
32. Wiederholungstäter

Geschichte wird von Menschen gemacht. An ihren Taten werdet ihr sie erkennen. Das weiß auch der liebe Herr Augstein. Und Geschichte wird nicht von no names gemacht, oh no, sondern...na? Ja, genau, von Eliten!Also fragen wir sie doch einfach, die lieben happy few! Wollt ihr den Planeten auslöschen? Habt ihr einen Ersatzplaneten in petto? Glaubt ihr alle gehen drauf nur, ihr nicht? Habt ihr vor, auf dem Mars oder Mond ganz neu anzufangen, ohne Plebs, quasi unter euch? Tja, mein lieber Herr Augstein,nun beantworten sie mal die Fragen, bitte! Wir freuen uns schon mal auf die Antworten! Nach `45, nach Hiroshima, ist eben anders, als nach `18.Doch heute ist es nicht nur die A-Bombe, der Overkill, nein, heute ist es auch die ökologische Dimension, die Ressourcen, der Klimawandel, die Migation der Ärmsten etc. Das bisherige Paradigma erreicht zwangsläufig sein Ende. Wahrscheinlich sehr unsanft allerdings! Entweder das war`s oder change, yes we can. tertium non datur.
Noblesse oblige-

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Bondurant 30.12.2013, 12:46
33. Wunderbar!

Zitat von sysop
Und es ist nicht vorbei: Im Pazifik lässt sich China von derselben Verblendung leiten, die einst die Deutschen zugrunde richtete. Und in Europa beweisen diese Deutschen, dass sie noch immer nicht begriffen haben: der Kontinent lässt sich nicht ungestraft dominieren. Weder von ihren Waffen noch von.....
es ist einfach schön, in einem Land zu leben, in dem die Meinungsfreiheit so weit geht, dass man ohne jede Hemmung auch so etwas schreiben darf, öffentlich, und einem kein wohlwollender Lektor oder Psychotherapeut in den Arm fällt. Übrigens: wie jetzt, Südeuropäer werden wohl nicht "wie die Deutschen"? Sonst heißt es doch immer bei so Leuten wie Jakob A., es gäbe gar keine nationalen (Mentalitäts-)Unterschiede. Das ist verwirrend.

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Augustusrex 30.12.2013, 12:47
34. Da wird es ja Zeit

Zitat von sysop
Hundert Jahre, die nicht vergehen wollen: Mit dem Ersten Weltkrieg begann unsere Gegenwart. Doch wie geht es weiter? Angela Merkels Europa-Politik und Chinas Vorgehen im Pazifik lassen ahnen, dass sich jede Geschichte wiederholen kann - auch die schrecklichste.
Das Flottenwettrüsten muß endlich beginnen. Die Schaumweinsteuer dafür haben wir ja noch.
Eine weitere Marokkokrise muß endlich durchgeführt werden. Framkreich muß wieder der "Erbfeind" werden und England das "perfide Albion".
Ich sehe schon die Millionen Deutschen die nach Bekanntmachung der Mobilmachung begeistert den Choral von Leuthen "Nun danket alle Gott" singen, weil es endlich losgeht.
Herr Augstein, geht es nicht eine Nummer kleiner? Geschichte wiederholt sich nicht, hat sich nie wiederholt. Es gibt ähnliche Ereignisse aus ganz anderen Gründen oder ganz andere Ereignisse aus ähnlichen Gründen. Es gibt aber keine Wiederholung. Diese Behauptung der Geschichtswiederholung ist Geschichtsklitterung. Es gibt z.B. keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen Wilhelm 2 und Merkel. Irgend so ein deutscher Schreiber hat mal versucht nachzuweisen, dass es ohne Bismarck keinen Hitler gegeben hätte. Schwachsinn natürlich. Ebenso ist es Schwachsinn zu behaupten, dass 1914 sich wiederholen könnte.

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Eisenstemmer 30.12.2013, 12:47
35.

Widerspruch. Der Krieg, der 1914 begann, habe zuvor als "unwahrscheinlich" gegolten, schreibt der Auror. Das ist so nicht ganz korrekt. Im Gegenteil: jegliche politische Aktivität im Vorstadium dieses - wie auch der vorhergehenden Kriege - ging von der Unvermeidlichkeit kuenftiger kriegerischer Auseinandersetzungen aus. Dieses Denken beherrschte die politischen Postulate aller Parteien. Politik habe halt (auch) die Aufgabe, fuer den jeweils kommenden Waffengang die guenstigsten Voraussetzungen zu schaffen. Der Autor hat nur in sofern Recht, als ein "Weltkrieg" nicht geplant war. Aus den deutschen Dokumenten zum Kriegsausbruch 1914, herausgegeben vom Auswärtigen Amt bereits 1919, geht deutlich hervor, dass die Deutschen stets nur von einer "Europäischen Konflagration" ausgingen, nicht von einem Weltkrieg. Was mich allerdings sehr bekümmert, ist die dokumentarisch belegte Tatsache, dass bereits vor Kriegsausbruch die deutsche Seite, und das dürfte auf Seiten der Gegner nicht anders gewesen sein, versuchte, frueh eine Argumentationskonstellation zu schaffen, die dem Gegner die Verursachung fuer den wohl ausbrechenden Krieg in die Schuhe zu schieben. Da wurden Sprachregelungen geschaffen, die geeigent sein sollten, nach dem Krieg sauber er dazustehen. Meine Sorge ist, daß vor einem eskalierenden binneneuropaeischen Wirtschafts- und Finanzkonflikt entsprechende Vorwurfs-Konstellationen geschaffen werden mit dem Ziel nicht mehr der Konfliktdrosselung, sondern mit dem Ziel, nach dem europäischen Bankrott mit weisser Weste dazustehen.

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Cassidy 30.12.2013, 12:48
36. .

Ich bin ja nun wahrlich kein Fan von Angela Merkel. Aber was soll sie tun: die einen verlangen "Deutschland muss führen", die anderen barmen: "aber bitte nicht zu viel". Ja, was denn nun?
Was Frau Merkel in jedem Fall fehlt, ist eine Art "Idee" von Europa, eigentlich auch von Deutschland. Wo wollen wir in 20, 50, 100 Jahren gesellschaflich stehen (und nicht nur wirtschaftlich!) - in Deutschland und in Europa? Wenn sie eine Vorstellung davon hat, lässt sie sie jedenfalls nicht erkennen.
Deshalb aber gleich den mit Krieg in Europa zu rechnen, halte ich überzogen.

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Nonvaio01 30.12.2013, 12:48
37. welche

Zitat von CharliesPaps
....wiederholt sich immer wieder. Doch wir sind doch nur von Freunden umgeben.
Freunde meinen Sie?
Die POlitiker die koennen Sie nicht meinen, Sie muessen die Buerger selber befragen, dann sehen Sie wer freunde sind.

In Nordirland das selbe, solange es mit der Wirtschaft guit lief war alles friede freude eierkuchen, Politiker beider seiten haben schon gefeiert das alte zeiten und aengste nun endlich weg sind.
Leider haben es die bueger selber anders gesehen, Friede ist nur oberflaechig, in wirklichkeit hat sich nichts geaendert.
Genauso wie in der EU, nur solange es geld gibt sind alle happy, mit Geld kjann man sich eben freunde kaufen, zumindest fuer eine gewisse dauer...

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localpatriot 30.12.2013, 12:50
38. Quatsch, Herr Agustein

Zitat von sysop
Hundert Jahre, die nicht vergehen wollen: Mit dem Ersten Weltkrieg begann unsere Gegenwart. Doch wie geht es weiter? Angela Merkels Europa-Politik und Chinas Vorgehen im Pazifik lassen ahnen, dass sich jede Geschichte wiederholen kann - auch die schrecklichste.
Deutschland ist und bleibt fuer die absehbare Zukunft effektiv entmachtet und die Situation in Europa mit der im Fernen Osten gleichzusetzen ist einfach Fehlerhaft und wenn man sich ueberlegt dass SPON weltweit gelesen und zitiert wird, ist er ein Ansatz der an willkuerliche Brandstiftung erinnert. Die deutsche Aussenpolitik bleibt unter der Schirmherrschaft der USA.

Was Frau Merkel macht geschieht am Rande der Weltpolitik. Die verkorkste Konstruktion des Euros ist ebenfalls ein Europaeisches Problem welches von deutscher Seite aus nicht unilateral geloest werden kann. Niemand im Euroland und ueberhaupt niemand in der EU will einen Bundesstaat nach Art der USA. Ausserhalb Deutschlands (und das ist am wichtigsten - Herr Augstein) ist man mit einem Staatenbund mit grosser Unabhaengikeit der Mitgliedsstaaten gluecklich und zufrieden.
Das alles laesst den Euro im Gewichtlosen Raum in dem jedes Mitgliedland seine eigenen Schulden, Finanzen und Banken, regeln muss, wie das von Anfang an Vorgesehen war.
Die ganze Sache noch einmal ueberlegen, Herr A, und dann einen neuen Artikel schreiben wie man diese Mikrospannungen innerhalb eines friedlichen Europas, regeln kann.
So falsch und negativ fuer Deutschland wie in diesem Artikel waren sie bisher noch selten gelegen.

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arminp 30.12.2013, 12:51
39. Selbst für Augstein ist das peinlich

Frau Merkels Europolitik in eine Reihe mit den vergangenen Weltkriegen zu stellen und zu behaupten, diese leiste dem nächsten Krieg Vorschub, ist selbst für einen linken Berufspessimisten wie Jakob Augstein dann doch peinlicher Bullshit!
Herr Augstein, ich fand Ihre Kolumne schon in der Vergangenheit eine Zumutung und akzeptierte Sie unter dem Aspekt der Meinungsvielfalt.
Herr Fleischhauer setzt hier ja einen wohltuenden Kontrapunkt.
Aber mit diesem Artikel haben Sie für mich eine Grenze des Erträglichen überschritten!

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