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Judenfeindlichkeit in Berlin: Antisemiten werden dreister und brutaler
DPA

Antisemitismus in Berlin nimmt zu - und die Täter wenden öfter Gewalt an. Erfasst hat die Zahlen die Informationsstelle Rias. Schuld an der Verrohung sei niederschwelliger Judenfeindlichkeit im Alltag.

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mintyapple 17.04.2019, 13:07
140.

Zitat von rst2010
von 'juden'feindlichkeit zu sprechen. das sind angriffe auf mitmenschen und mitbürger, also auf den staat als gemeinschaft aller bürger. um religion geht es überhaupt nicht. genauso finde ich es ausgrenzend, wenn die presse, wenn sie mal wieder von angriffen auf mitbürger berichtet, von 'jüdischer herkunft' spricht, was sie bei einem deutschen christlichen glaubens niemals betonen würden. das sind menschen und unsere nächsten im christlichen sinn. und meinetwegen auch deutsche und mitbürger. alles andere macht unterschiede, wo keine sind, ist daher ausgrenzend und rassistisch.
Das ist genau die falsche Betrachtungsweise. Angegriffen werden diese Mitbürger, weil sie Juden sind und aus keinem anderen Grund. Das ist Antisemitismus und das kann man gar nicht genug betonen.

Ansonsten: wie sich einige hier die Argumentation der Täter zueigen machen, von wegen im Zweifelsfall ist israelische Politik der wahre Auslöser dieser Gewalt, die Umkehr, die aus Tätern Opfer macht, finde ich zum Kotzen.

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Theya 17.04.2019, 13:07
141. Bitte richtig zitieren!

Zitat von emil_kaufmann
Laut Uni Bielefeld-Studie (https://uni-bielefeld.de/ikg/daten/JuPe_Bericht_April2017.pdf , Seite 21) geben 81% der Opfer von antisemitischen Gewalttaten an, dass die Täter muslimisch sind. Der Artikel ist eine Verhöhnung von aufrichtigem Journalismus.
Nicht 81%, sondern weniger als die Hälfte (48%) der Opfen geben an, dass die Täter Muslime sind (s. 22). Darüber hinaus muss betont werden, dass es sich hierbei - wie Sie schon anführten - lediglich um Einschätzungen durch die Opfer selbst handelt, diese sich also auch geirrt haben könnten. Die zugrundeliegende Frage wurde auch nicht von allen Opfern richtig verstanden, da manche widersprüchliche Angaben machten (S. 20, Fußnote 8).

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draco2007 17.04.2019, 13:09
142.

Zitat von moonstruckannalist
Gauland hat sich mit ''Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte'' zwar aus dem Fenster gelehnt, steht damit immer noch auf dem Boden der Meinungsfreiheit.
Ja leider, weil geschickt formuliert.

Aber alleine 1000 Jahre erfolgreicher deutscher Geschichte ist schlicht Unsinn, da es diese 1000 Jahre nicht gibt.
Was es aber gab war Hitlers 1000 jähriges Reich.

Diese ganze Aussage von Gauland ist schlicht eine gut formulierte und leider juristisch schwer angreifbare Verhöhnung des Holocaust.

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ayberger 17.04.2019, 13:10
143. Und das alles soll wohl nun

uns Ur-Deutschen in die Schuhe geschoben werden, weil unsere Eltern /Großeltern 33/45 gelebt und dafür sooo verantwortlich waren ..., damit Frau Merkel wieder das Scheckbuch zücken soll für den Zentralrat, für den ewig geldgierigen Altherrenclub JWC in NY - der sich davon ein schönes Leben gönnt - und für Israel, Deutschland die ewige Melkkuh ...

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al-obaidi 17.04.2019, 13:10
144. Auswanderung als Ausweg

Wenn die Lage so weiter geht, bleibt für die Juden in Deutschland auf lange Sicht nur die Auswanderung. Mit zunehmendem Anteil der Muslime in der Bevölkerung wird die deutsche Gesellschaft nicht im Stande sein, die Juden im Alltag zu schützen. Für viele Muslime ist leider der Hass auf Judentum selbstverständlich, mit oder ohne Israel. Um diese Krankheit mindestens in Europa zu bekämpfen, muss das Problem aus eigenem Interesse offen angesprochen. Mann muss sich auch fragen, wer kommt an der Reihe, wenn dei Juden weg sind?

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redwed11 17.04.2019, 13:11
145.

Zitat von FBKeskin
So ein Bullshit. Natürlich stimmt es, dass viele der Antisemiten muslimischen Glaubens sind, aber es gibt mindestens genau so viele "rein Deutsche", die im Gedanken zurückgeblieben sind. Man behauptet nicht um sonst, dass der Osten Deutschlands rassistischer geprägt sei, als der Rest Deutschlands. Unter anderem Nazis / Neonazis. Deswegen finde ich die Bezeichnung "größtenteils" nicht korrekt.
Alle in Berlin stattgefundenen körperliche Angriffen sei es auf Kinder in der Schule oder von Jugendlichen auf der Straße gingen von Tätern mit muslimischen Hintergrund aus. Die Bezeichnung "größtenteils" ist absolut korrekt.

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madameping 17.04.2019, 13:11
146.

Zitat von Apflkomplott
Krasse Begründung, mehr Judenfeindlichkeit ausgelöst von Judenfeindlichkeit. Warum denn nicht mal erklären, WARUM wir dieser Tage mehr Antisemitismus haben? Ein Versuch: 1) Muslimische Zuwanderung. 2) Eine Schuld- und Schamkultur, die weit über die respektvolle Erinnerung an die deutschen Gräueltaten hinausgeht. 3) Die Gleichsetzung von Israelkritik mit Judenhass.
Ich darf hier mal korrigierend eingreifen, was Sie zur Schuld- und Schamkultur schreiben, denn dieses Bild hat sich offensichtlich in den Köpfen festgefressen, so dass es unmöglich wird, hier sachlich zu argumentieren. Ich will es dennoch versuchen:
Nachgeborene Generationen oder auch jene Generationen, die während des 2. WK noch Babys oder Kinder waren, KÖNNEN keine Schuld am Holocaust tragen. Es ist sowohl moralisch, ethisch und juristisch unmöglich. Die Schuld der Eltern oder wie z.B. in meinem Fall, der Großeltern/Urgroßeltern ist nicht vererbbar. Schuld der anderen, die in der Vergangenheit liegt, ist NICHT übertragbar. Uns kann niemand für etwas zur Verantwortung ziehen, was wir gar nicht hätten verhindern können - denn wir waren ja noch gar nicht geboren - oder noch viel zu klein.
ABER... Und jetzt kommt der Kniff, der eigentlich ganz einfach ist: WIR, ich, Sie und die noch Jüngeren tragen die Verantwortung (!!!), dass derlei nie wieder geschieht. Das setzt die Kenntnis dessen voraus, was geschehen ist, so dass wir diese Kenntnis auf die Zukunft übertragen können - und eben jenen Judenhass verhindern müssen. DAS ist unsere Verantwortung.
Ich wüsste nicht, was daran so schwierig sein sollte - dass derlei Unsinn, den ich hier zu widerlegen versuche, noch immer in den Köpfen geistert.
Ihre Punkte 1 und 3 lasse ich dahinstehen, denn Israelkritik sehe ich auch nicht in jedem Fall per se als Judenhass und ja, Muslime sind leider nicht gerade dafür bekannt, Juden zu sein. Das ist u.a. auf den 1. WK zurückzuführen, aber das würde jetzt zu weit führen.
Aber über den Punkt 2 denken Sie bitte noch einmal nach...

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Schartin Mulz 17.04.2019, 13:11
147. Dann muss man aber auch fragen,

Zitat von brigitta b.
Was bitte schön hat der deutsche Jude mit der israelischen Politik zu tun? Warum muss die Kölner Synagoge von Polizei bewacht werden, weil es in und um Gaza Proteste gibt? Schon den Zusammenhang herzustellen, empfinde ich als antisemitisch.
warum der Zusammenhang auch vom Zentralrat der Juden immer wieder hergestellt wird, der Kritik an der Politik des Staates Israel auch immer sofort als antisemitisch bezeichnet.
Diese Gleichstellung des Staates Israel mit dem Judentum an sich ist leider Standard.
So wird ja auch die linke Kritik am Staat Israel immer wieder als vesteckter Antisemitismus bezeichnet. Da wird einfach behauptet, man kritisiere den Staat und meine in Wahrheit die Juden an sich.

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wi_hartmann@t-online.de 17.04.2019, 13:12
148. Nicht einmal "halbe Wahrheit"

Die meisten antijüdischen Taten werden von muslemischen Ein-
wanderen ausgeführt, die in ihren Heimatländern keine Chance
sehen gegen Israel vorzugehen.
Typisch für Spon reflexartig Deutschland in Haftung zu nehmen,
zudem Antisemitismus in Deutschland mit Bestimmungen des StGB verfolgt wird.

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harryhorst 17.04.2019, 13:12
149. Was ist das für ein Artikel?

Leider kann man nichts damit anfangen. Wer sind denn die Antisemiten? Kein Wort dazu. Sind es die normalen in Deutschland aufgewachsenen Menschen? Hat unsere Schule oder das soziale Umfeld versagt? Oder sind es Neubürger?

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