Forum: Politik
Jürgen Todenhöfer in der Kritik: Liebesbriefe nach Damaskus
imago

Jürgen Todenhöfer ist bekannt für seine Berichte aus dem Nahen Osten. Nun werden E-Mails öffentlich, die er an eine Vertraute von Baschar al-Assad geschrieben hat. Darin lobt der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete den Diktator in vollen Zügen.

Seite 1 von 6
jodi-- 20.05.2015, 16:36
1. Alles gut...

...kann nicht erkennen, was hier falsch gelaufen sein soll. Als Kritiker wäre er ja wohl kaum empfangen worden...

Beitrag melden
heinz.murken 20.05.2015, 16:37
2. Todenhöfer ist zwiespältig,

aber man kann ihm nicht vorwerfen mit allen zu reden.
Täten das alle hätte Todenhöfer Recht das Reden besser ist als schießen.
Anderseits dürfen wir m.E. nicht ständig bei allen Konflikten in der Welt unsere westliche demokratischen Grundsätze zur alleinigen Maxime des Handels machen.
Andere Länder, andere Sitten! Das wußten schon unsere Großväter und wir sollten dies immer akzeptieren

Beitrag melden
Egemen A. 20.05.2015, 16:38
3. Todenhöfer hatte im Gegensatz zu Spiegel immer Recht!

Todenhöfer hat anders als der Spiegel bei Syrien immer Recht gehabt..... da ist es doch egal mit wem er flirtet?!

Beitrag melden
pikeaway 20.05.2015, 16:40
4. Journalistische Meisterleistung

Endlich eine Meldung, die wirklich interessiert.

Über die Friedensbemühungen von de Mistura zu berichten, wäre wohl zu komplex. Auch die Gespräche zwischen Putin und Kerry letzte Woche sowie die wenig hoffnungsvollen Annäherungsversuche in den letzten Tagen von zwei Mitarbeitern des US State Department sind sicherlich keine Meldung wert.

Man muss halt Prioritäten setzen, um dem Publikum zu gefallen

Beitrag melden
Atheist_Crusader 20.05.2015, 16:45
5.

"Er [Assad, Anm. der Red.] ist der einzige Anführer, der deinem Land eine moderne Demokratie und eine stabile Zukunft ohne Fremdherrschaft geben kann. Das müssen wir der Welt klar machen. Und Deinem Volk"

Lies: er ist das kleinste Übel. Das würde ich sogar so unterschreiben, selbst nach 3 Jahren Bürgerkrieg. Sehe jetzt nicht, was da so skandalträchtig sein soll. Speziell wenn er eben ein Interview haben wollte.
Ich bin kein Journalist, aber ich mutmaße mal ganz wild, dass es üblich ist, seinen Interviewpartnern ein bisschen Honig ums Maul zu schmieren. Schon alleine, weil der einzige Grund zum Geben eines Interviews positive Selbstdarstellung ist. Wenn ich nicht glauben würde, dass diese geliefert wird, dann würde ich auch meine Zeit nicht verschwenden. Wenn mir ein Journalist nicht passt, gibt es noch Millionen anderer, die vielleicht wohlwollender da rangehen.

Beitrag melden
tallinn1960 20.05.2015, 16:52
6. Ja und nu?

Todenhöfer hat sich ein Interview mit Assad erschleimt. So what?

Auch wenn Todenhöfers Privatmann-Politik so professionell wirkt wie Axel Springers Bemühen um die deutsche Wiedervereinigung, und in ihrem Anspruch ebenso rührend, den Eindruck erwecken zu wollen, er habe Assad tatsächlich für den Menschen gehalten, den er da beschreibt, das ist auch nicht professionell.

Und wir wissen ja heute, dass im syrischen Bürgerkrieg der Teufel mit dem Beelzebub gekämpft hat. Ein demokratisches Syrien wäre schön, aber eine Assad-Diktatur ist immer noch besser als der Islamische Staat.

Beitrag melden
andrews45 20.05.2015, 16:57
7.

"Ich möchte mit dem Diktator und Schlächter Assad über die Zeit nach seiner Herrschaft reden" wäre ja wohl kaum hilfreich gewesen beim Erlangen einer Audienz.

Obama wäre bestimmt auch zum Interview bereit würde man ihn als Drohnenmörder ansprechen. Oder?

Beitrag melden
wolf130749 20.05.2015, 16:59
8. Man mag von Todenhöfer und seinen

etwas seltsam anmutenden Mails halten was man will, jedoch ist eines klar : eine westliche Demokratie hat es nie gegegeben und wird es in dieser Region niemals geben. Verglichen mit dem IS ist Assad das kleinere Übel. Warum halten die wenigen verbliebenen Christen zu diesem Verbrecher ? Lt. einem ihrer Bischöfe, weil sie bei einem Sieg seiner Gegner alle massakriert würden !

Beitrag melden
p.rubirosa 20.05.2015, 17:00
9. Cool

Eine einigermaßen nachvollziehbare Strategie, um an Assad heranzukommen.
Und sich wenn nebenbei noch faszinierende Momente mit der "faszinierenden" Prinzessin ergeben ,hat er immer noch nichts Böses getan ;-)

Beitrag melden
Seite 1 von 6
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!