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Jugend und Politik: Warum Parteien die Generation Y brauchen
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Jugendliche engagieren sich für sozial Schwache, für die Digitalisierung und gute Arbeitsbedingungen - aber nicht in den Parteien. Deren Mitglieder sind im Durchschnitt 60 Jahre alt. Das muss sich schnell ändern.

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Jetfighter81 04.01.2017, 11:05
20. Beruf, Haus und Familie...

...nehmen beim klassischen Mittdreißiger schon mehr Zeit als verfügbar in Anspruch. Die Elternzeit ist eine tolle Errungenschaft, aber danach bittet der Arbeitgeber doch wieder um volle Konzentration aufs Wesentliche. Man will zudem das Haus bis Mitte 50 abbezahlt haben, da muss man schon die Ressourcen klug verteilen. Im Übrigen ist eine Fokussierung auf die berufliche Karriere voll auf der Linie des öffentlichen und schulisch/privat anerzogenen Wertegefüges.

Der instinktive Appetit auf Macht und Mitbestimmung ist nach 13 Jahren dediziert anti-exekutiver Bildung und stets betroffen machender Erinnerung an politischen Schrecken (parallel in den Fächern Deutsch, Religion, Sozialkunde, Geschichte) erloschen. Abgesehen von der horrenden Staatsverschuldung und eines großen Lochs in der Rentenkasse scheint das meiste hierzulande auch gut ohne diese Generation verwaltet zu werden.

Da renkt man sich kein Bein aus, um im Gemeinderat mit den zurecht hochangesehenen (älteren) Amtsträgern zu diskutieren, wo die Bushaltestellen hingesetzt werden. Womöglich noch mit dem Risiko, auf der nächstbesten Social Media Seite der Lokalzeitung von rechts oder links gesteinigt zu werden. Da bringen wir doch lieber gemeinsam die Kinder ins Bett und bilden uns nebenberuflich weiter.

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skeptikerjörg 04.01.2017, 11:05
21. Brauchen sie nicht

Bräuchten die Parteien die "Generation Y", dann würden sie sich um sie kümmern.
Parteien sind schon auf Orts-, Kreis- und Bezirksebene Clubs selbstgerechter alter Männer und Frauen. Beziehungen, Seilschaften und Stallgeruch dominieren über Fähigkeiten und konstruktive Innovation. Kungeleien im Hinterzimmer als Entscheidungsvorbereitung ersetzen oftmals Auseinandersetzung mit der Materie, innerparteiliche Demokratie wird als Angriff auf Erbhöfe aufgefasst, Junge werden nicht ernst genommen. "Stoß dir erstmal die Hörner ab und riech erstmal dahin, wo wir schon hingeka...t haben" sind Sprüche, die man zu hören bekommt. Darüber hinaus machen alle etablierten Parteien überwiegend Politik für die 55plus. Und je älter die Wahlbevölkerung wird, desto älter wird die Zielgruppe der Parteien. Schul-, Hochschul- und Familienpolitik sind die Tummelplätze gegensätzlicher Ideologien, kinderlose Polititemanzen wissen, was für Familien und Alleinerziehende gut ist, mehrfach geschiedene alte Männer brabbeln von Familie. Und heraus kommt Rentenerhöhung, Frühverrentung, permanent steigende Sozialabgaben, Wohnungsmangel für Familien mit Kindern, Lehrermangel, unterfinanzierte Hochschulen, permanente Schulreformen, bei denen der Schultyp wichtiger ist als Bildungsinhalte, usw. Und da wundert man sich, dass die junge Generation - überwiegend - mit Parteien nichts am Kopf haben? Bei den wenigen, die es anders sehen, ist wiederum die Partei Sprungbrett für die "Saal-Karriere" - Kreisssaal, Hörsaal, Plenarsaal" mit dem Zwischenschritt Parteireferent, Abgeordnetenbüro. Eine Kaste, für die Parteidisziplin über Verstand steht.

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tobi.oe 04.01.2017, 11:08
22. @2 und @10

Jein, Y ist zum einen natürlich der logische Nachfolger von X.
Jedoch wird Y im Englischen wie "why" ausgesprochen... also die Generation "warum" - die Generation die erstmal alles hinterfragen muss, bevor sie etwas tut.

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katzekaterkarlo 04.01.2017, 11:08
23. Es lässt sich ...

... sehr wohl von außen Einfluss auf die Parteien ausüben. Auf sehr kurzem Wege. Für Ungeduldige. Zeigt den Politikern doch einfach mal wo der Hammer hängt.

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widderfru 04.01.2017, 11:12
24.

Die alte Berufspolitikerelite ist den veränderten gesellschaftlichen Einflüssen und Veränderungen nicht mehr
gewachsen, die scheinen überfordert und müde zu sein, dabei typisches Platzhirschverhalten. Die Folge im
Artikel dargelegt. Bleibt auf eine rebellierende Jugend zu hoffen, es geht um IHRE perspektive.

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wasistlosnix 04.01.2017, 11:12
25. Altersbegrenzung

Die Altersgrenze für Bürgermeister wird angehoben. Das ist meines Wissens die einzige Altersgrenze für Politiker in Deutschland.
Auch die A Generation war mal die J Generation und hat Ihre Erfahrungen weitergegeben. Es war schon früher so das man als junger Mensch nicht wirklich gehört wurde und die alten Menschen die Politik machten. Wenn dann mal ein jüngerer Politiker da war wurde er schnell wieder in die Versenkung geschickt auch manchmal durch die Presse.
Bei aller Wertschätzung unseres Finanzministers aber ich hoffe das er dann mit 75 nicht nochmal zur Bundestagswahl antritt bzw. ein Amt übernimmt.
Auch die Grünen sind zwischenzeitlich Überaltert und die Junge Union würde in Bayern gerne das rückgängig machen was die CSU beschlossen hat. Obwohl auch sie mal die alten sein werden und dann danach gefragt werden warum sie damals so entschieden haben.
Einem jungen Menschen kann man heute nur empfehlen werde Beamter oder gehe in die Politik arrangiere dich dort und du wirst auch im Alter dein auskommen haben. Man muss nur seine Ideale frühzeitig über Bord werfen.
Ämterhäufung, Ämterklammern, Berufspolitiker verhindern das Nachwuchs hochkommt. Dazu das Image eines Gebrauchtwagenhändlers und arbeiten zum Nulltarif bis man es irgendwann vielleicht geschafft hat, abhilfe könnte ein Bedingungsloses Grundeinkommen schaffen dann wäre zumindest die Ausbeutung abgemildert.

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Fxxx 04.01.2017, 11:13
26. Lebensumstände

Die Lebensumstände von normalen Menschen zwischen 25 und 50 sollten schon mal erwähnt werden. Wer Vollzeit arbeitet und sich noch dazu um Kinder kümmern muss hat weniger Zeit und Nerven als ein Vorruheständler, der um die Mitte 60 ist.

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Putin-Troll 04.01.2017, 11:16
27.

Zitat von
Verstehen sie die Mechanismen der Demokratie nicht?
Die jüngeren verstehen die Mechanismen der Demokratie sehr gut: egal wen man wählt, er setzt bloß seine Unterschrift unter die Gesetzesentwürfe der entsprechenden Lobbygruppen. Also kann man den Wahlsonntag auch nutzen um Katzenfotos zu posten, damit bewegt man änhlich viel, macht aber wenigstens noch jemandem eine Freude.

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INGXXL 04.01.2017, 11:19
28. #17

Also das man unbeschwert durch Europa reisen kann ist doch toll. Und wer mit einem polnischen Arbeiter nicht mithalten kann hat wahrscheinlich in der Grundschule zu viel Fernsehen geguckt und seine Hausaufgaben nicht gemacht. Aber zu Thema, die Preisen sollten offensiv um junge Leute sich bemühen und in der Schule sollte stärker betont werden das man in einer Parlamentarische Demokratie nur innerhalb einer Partei etwas bewegen kann

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el_grande_reader2 04.01.2017, 11:20
29. Liebe Foristen...

...der Artikel sagt es bereits: Jugendliche engagieren? sich, nur eben nicht in den Parteien. D.h. nicht, dass sie sie sich überhaupt nicht engagieren - also ist ihr Jugendlichenbashing hier völlig unangebracht.
Ein Gedanke zu den Ursachen, die der Autor tatsächlich übersehen zuhaben scheint: Gibt es denn so viele Jugendliche in Deutschland, dass sie in den Parteien etwas bewirken könnten? Oder ist ihre Zahl nicht vielmehr derart gering, dass die Parteien nur zu gern (und wahrscheinlich schon viel zu lange) und v. a. aus Bequemlichkeit auf junge Leute und junge Ideen verzichten, da mit den alten - Ideen wie Leuten - nun mal die Wahlen gewonnen werden? Schon mal darüber nachgedacht, ob es nicht die Alten sind, sie da sagen: ?Gut, dass sie wegbleiben - verstehe eh' nicht, wovon die reden und wozu das gut sein soll, wenn damit nicht mal 5% der Wähler erreicht werden?? Könnte einiges erklären, wenn es stimmt...

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