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Juso-Chef Kevin Kühnert: "Ich trete nicht an"
Christoph Soeder/picture alliance/dpa

"Die SPD ist in ihrer DNA keine Partei, in der man eine Revolution veranstalten kann": Juso-Chef Kevin Kühnert erklärt, warum er auf eine Kandidatur für den Parteivorsitz verzichtet.

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weltverbesserer75 28.08.2019, 16:34
1.

Sehr schade, dass Kevin Kühnert nicht antritt. Er hätte aus der SPD eine progressive Partei machen können. Eine Partei, der die Umwelt am Herzen liegt (Stichwort CO2-Steuer). Eine Partei, der die Menschenrechte etwas bedeuten (Stichwort: aufgreifen von Carola Racketes Vorschlag und die Aufnahme aller Geflüchteten aus Libyen). Und eine Partei, die für Gleichberechtigung von Mann und Frau steht (Stichwort: Frauenquote in allen Unternehmen).

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hileute 28.08.2019, 16:39
2. Sehr vernünftig

die SPD ist nicht führbar, ohne dass es sowohl für die Partei als auch für die Spitze persönlich im Debakel endet. Ich bin weder Freund von kühnert oder der SPD, aber kühnert kann ein aussichtsreicher Kandidat für die Spitze später werden, er sollte nicht im jetzigen Zustand der Partei verheizt werden.

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kraut&ruebe 28.08.2019, 16:40
3. Realist

Der Kevin ist Realist, er will seine junge Karriere nicht in diesem innerparteilichen Wahlkampf oder ggf. im Amt des Vorsitzenden verbrennen. Und die letzte Frage nach dem Verbleib in der sPD hat er nicht eindeutig beantwortet. Im Zweifel verlässt er das sinkende Schiff.

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hausfeen 28.08.2019, 16:42
4. Seien wir doch ehrlich: Sein Netzwerk wäre viel zu schwach.

Er hätte keinen Rückhalt. Vom ersten Tag an würde man ihn auflaufen lassen. Eine kluge Entscheidung, zeigt seine überragende politische Intelligenz. Hoffentlich schafft es die SPD mal, sich so aufzurichten, damit sie so einen Vorsitzenden verdienen würden.

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egonv 28.08.2019, 16:46
5.

So sehr wie gerufen wurde, Kühnert sei zu jung, zu unerfahren etc., hätte ich es an seiner Stelle auch nicht gemacht.
Dass er solange mit der Entscheidung gewartet hat, ist sein gutes Recht.
Viel mehr wundert mich, dass keine der aktuellen kommissarischen Vorsitzenden kandidiert. Sowohl Dreyer als auch Schwesig hätte ich eigentlich erwartet. TSG wohl eher nicht, wobei er als Geheimfavorit taugen würde. Leider hat er drei Landtagswahlen nicht gewinnen können (ob er sie verloren hat, darüber kann man streiten, ich habe selten eine so engagierten Politiker im Wahlkampf erlebt) und bereits seinen Rückzug angekündigt.
Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass keine der gemeldeten Paarungen am Ende das Rennen macht, sondern jemand, der nicht aufgestellt ist am Ende Vorsitzender bzw. Vorsitzende wird.

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kizfonis 28.08.2019, 16:48
6.

Sehr reflektierter Mensch, der Herr Kühnert! Eine personelle Reserve für die Zukunft! Und seine Einschätzung zu "NOWABO" teile ich als NRW'ler voll und ganz. Ein besonnener und solidarischer Ex-Minister als leuchtender Kontrast zu einem Gabriel oder Schröder!
Norbert Sinofzik, Rheinstadt Uerdingen

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DietrichHorstmann 28.08.2019, 16:52
7. Schade, aber verantwortungsvoll

Sich und die zu erwartende Unterstützung in der Partei realistisch einzuschätzen, ist klug. Wer Links will , hat schon eine Partei dafür.
Eine weitere, sichere Spaltung zu vermeiden, ist weise. Die Schrödersche hat genug Schaden angerichtet. Lafontain hat gezeigt, dass feste Prinzipientreue sich nur für eine Minderheitenbeteiligung eignet. Angesichts der durchgehend marktliberalen Parteien bleibt nur noch eine Partei , wenn auch zunehmend in sich schwankende Linke als echte Opposition. Die AfD hat sich mit ihrer Absage an die Vermögenssteuer und mit der Forderung , auch die Superreichen beim Soli mit Milliarden zu beschenken , endgültig aus einer Oppositionsrolle verabschiedet.

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Tom77 28.08.2019, 16:52
8. Er hätte sowieso krachend verloren

Kein Mensch braucht eine linkere Partei als die Linken. Und kein Mensch braucht die sozialistischen Ideen eines Herrn Kühnert, die er aus der Mottenkiste der Geschichte ausgegraben hat. Und obwohl sie im letzten Jahrhundert schon nicht funktioniert haben, glaubt Herr Kühnert immer noch, dass Sozialismus, Verstaatlichung, Umverteilung und Gemeineigentum funktionieren kann. In keinem Land der Welt funktioniert Sozialismus - all diese Länder sind wirtschaftlich am Boden, strotzen vor Vetternwirtschaft und Korruption und haben keine Antworten auf die Fragen zu Klimaschutz, Bildung, freiheitliche Grundwerte oder Innovation. China funktioniert nur deshalb, weil es im Grunde keine wirkliche sozialistische Politik verfolgt, sondern eigentlich westliche Wirtschaftspolitik mit einer politisch-diktatorischen Komponente zur Unterdrückung der Massen.

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nixproblem 28.08.2019, 16:55
9. Ich kenne auch noch Einen

Mein Nachbar, frisch gebackener Abiturient, wäre gerne bereit, SPON die Gründe zu erläutern, warum er für den SPD-Vorsitz nicht zur Verfügung steht.

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