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Juso-Chef Kevin Kühnert: "Ich trete nicht an"
Christoph Soeder/picture alliance/dpa

"Die SPD ist in ihrer DNA keine Partei, in der man eine Revolution veranstalten kann": Juso-Chef Kevin Kühnert erklärt, warum er auf eine Kandidatur für den Parteivorsitz verzichtet.

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lollopa1 29.08.2019, 09:35
110. die SPD sollte dankbar sein....

Kühnert wäre der Totengräber der SPD geworden. Alleine seine grössenwahnsinnigen Aussagen zur Verstaatlichung von Unternehmen zeigen wessen Geistes Kind er ist. 30 Jahre alt, nixx gelernt, ein Studium geschmissen, jetzt nebenbei ein Studium der Politikwissenschaften, sagt schon alles. Mir graut vor dem Tag an dem solche Menschen hier regieren. btw, aktuell sind auch nur noch Dilettanten an der Macht

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eisbaer68 29.08.2019, 09:43
111. Zum Glück.

Wenn sich die Partei noch weiter von der Gunst der Wähler verabschieden möchte, dann müssen nur solche Karrieristen mehr Einfluss bekommen. Einem Menschen, der es nicht schafft irgend eine seiner vielen begonnenen Ausbildungen abzuschließen oder etwas anderes (z.B. eine Fa.) auf die Beine zu stellen, kann ich nicht für geeignet halten eine Partei zu führen.

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espet3 29.08.2019, 09:46
112.

Zitat von weltverbesserer75
Sehr schade, dass Kevin Kühnert nicht antritt. Er hätte aus der SPD eine progressive Partei machen können. Eine Partei, der die Umwelt am Herzen liegt (Stichwort CO2-Steuer). Eine Partei, der die Menschenrechte etwas bedeuten (Stichwort: aufgreifen von Carola Racketes Vorschlag und die Aufnahme aller Geflüchteten aus Libyen). Und eine Partei, die für Gleichberechtigung von Mann und Frau steht (Stichwort: Frauenquote in allen Unternehmen).
Diese Probleme werden doch schon längst von anderen Parteien belegt. Viel wichtiger wäre es, dem Arbeiter, der unser aller Wohlergehen erschafft, ein Ohr zu leihen und nicht den bereits Gestopften das Feld zu überlassen.

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archivdoktor 29.08.2019, 11:04
113. Na ja.....

Zitat von cdi
Politiker ist ein Vollzeitberuf. Es gehört zu den populistischen Argumenten, das in Abrede zu stellen.
Und das haben Sie jetzt entschieden?

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giggs1999 29.08.2019, 11:26
114.

Der SPON Versuch, aus einem Zwerg einen Riesen zu machen, kann nur mißlingen. Was bringt denn Herr K. für dieses Amt mit?

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bikemike 29.08.2019, 12:23
115. ist die SPD wirklich schon so am Ende

das man Kevin Kühnert als Parteivorsitzendej sieht ? Wahrscheinlich wird dann der blaue YouTuber mit seiner Pressekritik bald den Pulizerpreis kriegen.
Kühnert hat aus meiner Sicht die Fähigkeit unangepaßt , unabhängig lautstark und frei seich aus der Deckung zu wagen und sich zu melden.
Gegenüber all den Taktierer mit ihren formelhaften Redewenungen und Formuliererungen de nichts mehr hasen als sich festzulegen , man kann sich ja mit einer Interessengruppe überwerfe, wirkte Kühnert erfrisschend. Dan sind die traditionalisten in der SPD die sich immernoch nach Brandt und Schmidt sehen , obwohl sie denen zu Lebzeiten das Leben sehr schwer genacht haben.
Seine Thesen sind die Thesen von vorvorgestern. Venezuela ist wahrscheinlich das letzte Beispiel einer gescheitertet Ideologie. Wenn man ihn denn mißverstehen möchte , dann reduziert man das auf die Fordeurng nach Verstaatlichung. Für die , die über die Rolle des Staates in der Gesellschaft nachdenken und sich die Frage stellen , welche Verantwortung dabei Unternehmen und UNternher zu kommen, für die wird klar, das hier die ausschließliche Fokusierung auf die Prfofitmaximierung auf Dauer eine Gesellschaft und die Demokratie sprengt. Das hat er zwar nicht gesagt ( zumindest habe ich es nicht gehört ) , das kann man aber auch hinter seiner Kaputalismuskritik verstehen.
In den USA haben jetzt die Führer der großen Konzerne ebenfalls nicht mehr den Shareholder Value als oberstes Primat , sondern den Stakeholder Value in den Focus gestellt.
Kühnert als Parteivorsitzenden braucht die SPD nicht, aber lebendige , kreative , aufgeschlossene und mutige Köpfe, mit einer guten Streitkultur um zu einer neuen Rolle der SPD zu finden. ( die CDU allerdings auch )

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Hirnretter2.0 29.08.2019, 14:32
116. Erfolgreiche Parteivorsitzende/Bundeskanzler waren zuvor ...

.... oft BürgermeisterIn einer Großstadt oder MinisterpräsidentIn. Ein wichtiger Weg, denn Kontakt zum/zur BürgerIn, Kenntnis des Geschäfts und eigene Seilschaften innerhalb der Partei sind m.E. unabdingbar für solch eine Position. Bin gespannt, ob er mal für solch ein Amt kandidiert.

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FrankDunkel 29.08.2019, 17:15
117.

Zitat von Aberlour A ' Bunadh
Sie meinen Leute vom Schlage Holger "Dachlatte" Börner? Der gelernte Betonfacharbeiter, der die Grünen einst mit der Dachlatte erledgen wollte: "Früher hätte man das Problem mit solchen Leute mit der Dachlatte geregelt!" (Ich glaube das Zitat von Börner viel in seiner Zeit als Hessischer Ministerpräsident im Zusammnehang mit Startbahn-West-Gegnern). Später hat er dann selbst Joschka Fischer in einer legendären Vereidigung des Amtseid als erster grüner Minister Deutschlands abgenommen. Fischer - Horror of Horrors - der auch nichts "Ordentliches gelernt" hat, aber unzweifelhat eines der größten politischen Talente Deutschlands war, und der die ganzen Juristen - äh gibt's eigentlich noch andere Berufe in der Politik? - ganz easy in die Tasche stecken konnte. Talent für die Politik hat man eben, oder eben nicht. Dafür gibt's keinen Ausbildungsberuf.
Hätte Börner Fischer mit der Dachlatte erlegt, wäre Deutschland später so manche Peinlichkeit erspart geblieben.
Wenn Ihre Definition für Talent zur Politik also richtig ist, dann gehört Intelligenz wohl kaum zum Anforderungsprofil.

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Dr.T 29.08.2019, 21:30
118. Qualifikation für den Vorsitz

Also, vielleicht bin ich altmodisch, aber ich bin halt mit Willy als Vorsitzendem aufgewachsen. Daher sehe ich eine/n Vorsitzende/n eher mit grauen Haaren und Rentenalter vor mir, der/die in der Lage ist, gut zu moderieren und bei der nicht alle denken, er/sie will/muss noch Karriere machen. Erneuerung hat ja nichts mit dem Alter zu tun! Corbyn oder Sanders sind ja auch nicht jung, haben aber ihre Parteien doch sehr beeinflusst. Falls hier KandidatInnen mitlesen: ich hätte gerne endlich ein Diskussions- und Informationsforum online, in dem ich mit allen anderen Mitgliedern der SPE diskutieren und gemeinsame Anträge entwickeln kann, wo es eine vernünftige Bibliothek gibt und auch Möglichkeiten für Online-Abstimmungen. Nicht jedes Mitglied kann zum monatlichen Abteilungs-, Distrikts- oder Ortsvereinstreffen gehen. Als berufstätiger Familienvater ist es mir auch nicht möglich, zum hundert Kilometer entfernten Regionaltreffen zu fahren. Ein Nachteil in Flächenstaaten. Immerhin soll es einen Livestream geben. Kann man da auch Fragen stellen, wenn man nicht vor Ort ist? Beruflich hab ich ständig Onlinekonferenzen mit Menschen in aller Welt.

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erdmann.rs 29.08.2019, 23:37
119. An das Land sollen sie denken

Zitat von kassandra21
>"Die SPD ist in ihrer DNA keine Partei, in der man eine Revolution veranstalten kann< Selten habe ich ein kühleres oder analytischeres Todesurteil vernommen. Sehr vernünftige Entscheidung, Herr Kühnert. Sich für diese aasigen Reste einer Partei, die einmal eine Revolution war(!), verheizen zu lassen, ergibt keinerlei Sinn. Schon 2013 habe ich gesagt: "Noch so eine Koalition und ihr seid verloren!" Da war ich nicht allein mit der Meinung. Aber sie wollten nichts davon wissen, die Strippenzieher. Sich jetzt zum dritten Mal mit der fadenscheinigen Ausrede, man müsse halt ans Land denken, als Steigbügelhalter zu betätigen, zeugt nur vom völligen Realitätsverlust. Ab und zu muß eine Partei eventuell auch an die Partei denken. Selbsterhaltungstrieb ist anscheinend aber auch nicht mehr DNA der ehemaligen spd.
@kassandra21 (28.08.19 um 18:08)
"Aber sie wollten nichts davon wissen, die Strippenzieher. Sich jetzt zum dritten Mal mit der fadenscheinigen Ausrede, man müsse halt ans Land denken, als Steigbügelhalter zu betätigen, zeugt nur vom völligen Realitätsverlust. Ab und zu muß eine Partei eventuell auch an die Partei denken. Selbsterhaltungstrieb ist anscheinend aber auch nicht mehr DNA der ehemaligen spd."
Die Politiker, unsere gewählten Politiker (!) müssen in allererster
Linie an das Land denken, dem sie dienen und all ihre Kraft widmen
sollen. Danach kann dann auch irgendwann "die Partei" kommen
und zu allerletzt die eigene politische Karriere.
In der Realität ist diese Reihenfolge fast immer umgekehrt.

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