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Juso-Chef Kühnert: "Jedes noch so große Ego muss mal zurückstehen können"
AFP

Der größte GroKo-Kritiker in der SPD sieht im Koalitionsvertrag keinerlei Grundlage für ein Bündnis mit der Union. Verärgert äußert sich Juso-Chef Kevin Kühnert über den Streit um Sigmar Gabriel.

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bigroyaleddi 09.02.2018, 12:28
1. Die NoGroKoBewegung kam oder kommt nicht nur von den Jusos

Und ich kenne jede Menge Genossen im gesetzteren Alter, welche - zumindest bis Ende letzter Woche - auch nicht so glücklich mit einer neuen GroKo waren. Bin mal gespannt, was daraus geworden ist. Als bekennender Ag60+Genosse werde ich aber im wesentlichen die Meinung von Kevin vertreten.

Vor allem mit seinem Hinweis auf die verfrühte Personaldiskussion hat er vollkommen Recht. Und in der Öffentlichkeit ist auch ein Maddin-Wendehals kaum mehr zu vermitteln.

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Papazaca 09.02.2018, 12:31
2. Gefällt mir! Gegen die Verkrustungen! Auch bei der CDU!

Auch wenn gleich, bitte nicht böse sein - die Rentnergang parteiübergreifend - Kevin Kühnert angreift. Aber das zeigt mir nur, das er den Punkt getroffen hat. Und der Punkt sind die personellen und inhaltlichen Verkrustungen unseres politischen Systems. Gut, das da jetzt was passiert.

Übrigens, die Kämpfe um Ministerposten und Fleischtöpfe zeigen was? Klar, es geht nur um Inhalte und alle sind gute Freunde ....

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medium07 09.02.2018, 12:33
3. Ego...

Herr Kühnert ist zweifellos ein brillianter Rhetoriker, aber auch von einer fahrlässigen politischen Einfalt was die Wichtigkeit von Personalentscheidungen, die Causa Schulz-Gabriel und die nötigen Kompromisse bei Verhandlugen anbelangt. Zudem ist zu bezweifeln, dass seine Haltung in der Flüchtlingsfrage von der Basis mehrheitlich geteilt wird. Auch für ihn gilt: "Jedes noch so große Ego muss mal zurückstehen können".

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BoMo_UAE 09.02.2018, 12:34
4. Das ist der Mann!

Kevin Kühnert ist der Mann. Er hat in allem recht, was er vorbringt. Er entlarvt die Luecken und Missstaende des Koalitionsvertrags, der GroKo und der SPD ohne zu polemisieren und anzuklagen. Und er zeigt auf, wie es vorwaerts gehen koennte mit der SPD. Ich hoffe, ihm wird bald eine noch wichtigere Rolle zu teil, als er sie jetzt schon hat. Mit ihm in fuehrender Position koennte der Neuaufbau der SPD gelingen. Die meisten Anderen haben klaeglich versagt.

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Munny 09.02.2018, 12:34
5. Keine Chance mehr

Die SPD ist jetzt zur GroKo verdammt. Keine Chance für einen Neuanfang. Höchstens für eine neue Verpackung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das die ehemaligen Wähler zurückholt oder die verbleibenden Bestandswähler sichern wird.

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dasfred 09.02.2018, 12:35
6. Seine Wünsche in allen Ehren

Aber er sollte doch mal überlegen, warum in den letzten Jahren viele SPD Mitglieder zur Linken gewechselt sind. Die SPD ist die Partei, die einen Scharping als Kanzlerkandidat aufstellte, einen Schröder die Hartz Gesetze machen lassen hat und sich einen Schulz aus Brüssel holte, weil das komplette Präsidium in der Schusslinie der Springer Presse stand. Da haben Jusoträume keinen Platz. Und Frau Nahles singt auch nicht mehr das Pipi Langstrumpf Lied, sondern eher, nach Cläre Waldorf, ik hab nu mal n Stich ins ordinäre. Da zu erwarten, das bei dem letzten Wahlergebnis mehr zu holen ist, ist weltfremd. Besser gar nicht regieren formuliert man heute kürzer.

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yehoudin 09.02.2018, 12:36
7. Genialer Schachzug von Schulz

Wenn das keine sozialdemokratischen Inhalte sind... Für noch mehr SPD-Inhalte fehlen halt noch 30% :-)
Selbst R2G ist abgewählt worden, und das sollte Herrn Kühnert zu denken geben. Nach dem Schachzug von Schulz erst die Koalition zu verweigern um dann so viel rauszuholen ist genial.

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spontanistin 09.02.2018, 12:36
8. Weltfremd!

Natürlich geht es in dieser auf Wettbewerb und Konkurrenz dressierten Gesellschaftsstruktur immer zuerst um das Ego und um das Überleben in der mit Privilegien angereicherten Nische. Wer anderes erzählt, verbreitet Märchen zur Manipulation der Naiven und Gutgläubigen. Da wären die Religionen schon weiter, die das Paradies im Jenseits versprachen!

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helmud 09.02.2018, 12:37
9. Weltfremd

Teilweise ist es ja erfrischend, wenn junge Menschen eine eigene Meinung haben.
Was diese junge Mann jedoch macht, zeugt von wenig Ahnung wie die Welt funktioniert.
Es gab eine knappe Entscheidung beim Parteitag, diese sollte nun gelten, ob es nun passt oder nicht.
Sein Verhalten nimmt nun schon parteischädigende Formen an.
Was den Parteivorsitzenden betrifft, der ist mittlerweile ein Schaden für die Partei. Es kann doch nicht sein, dass er knapp 2 Monaten nach seiner Wiederwahl, erkennt, dass er es nicht kann. Er ist mehrmals wortbrüchig geworden und sollte schnellstens aus der Politik verschwinden, denn Egomane gibt es schon zu viele.

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