Forum: Politik
Juso-Chef Kühnert: "Jedes noch so große Ego muss mal zurückstehen können"
AFP

Der größte GroKo-Kritiker in der SPD sieht im Koalitionsvertrag keinerlei Grundlage für ein Bündnis mit der Union. Verärgert äußert sich Juso-Chef Kevin Kühnert über den Streit um Sigmar Gabriel.

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klausbrause 09.02.2018, 14:09
60.

Kein Wort zur ungerechten Vermögens- und Einkommensverteilung, kein Wort zur einer umverteilenden Steuerpolitik, kein Ansatz für eine tatsächliche Regulierung des Finanzsektors, nichts zur Versorgung von Arbeitslosen und Rentnern. Statt dessen die angestrebte Halbierung des Kassenbeitrags für Selbständige.

Die spd hat eine große, bedeutende Zukunft vor sich.

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Hoberg 09.02.2018, 14:09
61. dieses Jüngelchen

sollte mal sein Ego zurückstellen. Was sind denn bitte die Jusos?? Wichtig?
In BaWü macht selbst die Mutterpartei keine 12% mehr..

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hyperman 09.02.2018, 14:10
62. SPD und Perspektive

Schön wenn jetzt die SPD mehrheitlich nein zur Groko sagt. Dann gibts bei einer Neuwahl ein Aufwachen. SPD und Union von den Wählern "abgestraft" - die anderen kleinen Parteien stärker als bisher - ob die SPD noch zweitstärkste Kraft wird ist nicht sicher. RRG ohne eine Mehrheit. Was dann?
Kevin allein zu Haus...

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friedrich_eckard 09.02.2018, 14:11
63.

Zitat von gegen Diktatur
Es ist wohl eher so zu verstehen, das Kühnert kein Problem mit der Person Nahles hat, egal in welche Position die Partei sie gewählt hat. Insgesamt ist Kühnert ein sehr vernünftiger Politiker, was auch Sie sich eingestehen sollten, statt ihn auf einen Punkt zu fixen, den Sie selbst auch noch mißverstehen.
Vor allem ist er für seine Kontrahenten ein äusserst gefährlicher Politiker - entschieden in der Sache, besonnen bis fast unterkühlt in der Form... dass sich im Falle eines Erfolges für NoGroKo neben einer Reihe anderer Personalien auch die Personalie Nahles erledigt haben wird weiss der Mann natürlich. Ich vermute deshalb auch sehr, dass er für den Fall, dass... schon ein Personaltableau in der Schublade hat, und dass er dann selber sehr schnell sehr weit wird aufrücken müssen wird er auch wissen. Es ist aber ausserordentlich geschickt, die Diskussion zu versuchen auf der Sachebene zu halten und sie nicht auf der Personalebene zu führen, was aber natürlich nicht zu schaffen ist - spätestens seit Gabriels öffentlichen Äusserungen nicht mehr. Ebenso natürlich spielt aber die von Gabriel angestossene Debatte NoGroKo in die Karten, worüber sich Kühnert aber - wiederum taktisch sehr geschickt - nicht öffentlich freuen darf.

Meine besten Wünsche sind mit ihm und seinen Mitstreitern - und da das ein Parteigänger der LINKEN sagt, müsste jetzt eigentlich jemand auftauchen, der erklärt, dass Kühnert in Wirklichkeit ein aus dem Topf mit den SED-Milliarden bezahlter Stasist ist, der seine Wesungen von Sahra Wagenknecht persönlich empfängt, und der die Aufgabe hat, die SPD reif für eine neue SED zu machen...

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philspector 09.02.2018, 14:13
64. erfreulich, sehr gut

Man hatte ja lange Zeit den Eindruck, es gibt kaum Nachwuchs in der Politszene, dem man was zutraut. Habeck und Kühnert sind schon mal zwei, die Hoffnung machen. Dass mit Merkel, Seehofer und Schulz drei Wahlverlierer vier Jahre unser Land regieren werden, ist unerklärlich, zumal deren Programm gänzlich ungeeignet ist, zur Lösung der in den letzten 12 Jahren verursachten Probleme beizutragen.

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oaonorm1 09.02.2018, 14:13
65. Wie bitte?

Zitat von schröderschröder
die Bevölkerung interessiert es nicht, wie die SPD sich fühlt. Nicht wie SPD sich neu arrangiert ist die Zukunftsfrage, sondern was für dieses Land gut ist. Da denkt aber auch der Juso Chef nicht nach. Er sollte sich Mal äußern zu Renten, Beamten ... und nicht nur über seine Aversion gegen seine eigene Partei...
Er hat sich genau dazu geäußert, also was wollen Sie?
Obwohl SPON immer nach den unwichtigen Sachen gefragt hat, hat er das Interview immer Richtung Sachthemen gelenkt, das SPON da nicht tiefer gehend nachfragt ist nicht Kühnerts Problem oder Verfehlung.

Wie schon gesagt, hat er sich zu den Themen ja auch schon öfter geäußert. Verstehe Ihren Beitrag schlicht nicht.

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fpschindler 09.02.2018, 14:13
66. Kühnert und Groko

Welches Vorbild für die Jugend gibt Frau Merkel, die ihre eignen Wähler verrät, die sicher nicht eine fast von der SPD geführte Regierung wollten oder der Umfaller Schulz, der jetzt sogar die Geschicke Deutschlands mitbestimmen will?
Eigentlich müsste man Herrn Kühnert, wie auch Herrn Lindner danken, dass sie nicht wie die „Alten“ die Wähler hinters Licht führen, nur um an der Macht zu bleiben oder teilzuhaben.
Passt nur auf, die verbleibende Alternative...... freut sich.

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Gleichstrom 09.02.2018, 14:15
67.

Kühnert har Recht! Auch wenn er Kevin heißt...

... man stelle sich einmal vor, die SPD stimmt gegen die große Koalition (nebenbei, es gibt auch Abkürzungen, die einfach dumm klingen...), aber bietet der Merkel was an: "Wir erlauben dir, als Minderheit zu regieren, wir stimmen mit deiner Partei ab, aber das muß alles noch ein gutes Stück mehr nach Sozen aussehen als der Koalitionsvertrag - der ist Untergrenze!" - könnte Merkel das ablehnen? Hat sie eine bessere Option? Könnte die SPD durch irgendwas Anderes nachweisen, Inhalte nicht zugunsten der Egoplusterei und Postenabgreiferei aufzugeben als dadurch, keine Posten zu haben, aber dennoch inhaltlich am großen Rad zu drehen?

Ja, mag sein, daß gelegentlich mit Grünen und FDP gegen die Sozen gestimmt wird - da braucht man dann, außerhalb einer Koalition, aber schon ne verdammt gute Fraktionsdisziplin, und in FDP und Grünen hat das Abweichertum, anders als in Union und SPD, nicht direkt den Ruf des Verrats, sondern wird eher mit Prinzipientreue und Entschlossenheit assoziiert. Die Union käme nicht daran vorbei, der SPD im Wesentlichen ... nachzugeben.

Kann natürlich auch schiefgehen. Die Alternative, die große Koalition, ist fest programmierte Schiefgeherei ... also los, Genossen, beweist mal Mut und Bescheidenheit. Hört doch mal auf zu rufen, fangt doch mal an zu machen!

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Listkaefer 09.02.2018, 14:18
68. Werter Kevin Kühnert, ...

... als Dein Parteifreund möchte ich Dir sagen, dass Du auf denselben Holzwegen wanderst, wie damals die 68er, heute viele Linke - und besonders auch die Partei Die Linke. Es gelingt Euch allen nicht, aus der Theorie zu einer Handlungsstrategie zu gelangen, die reale Fortschritte herbeiführen könnte. Klar, uns empören die Ungleichheiten, der enthemmte Kapitalismus, den die Wirtschaftsliberalen niemals bremsen. Wir mögen, wie Du, Leute wie Lindner, Spahn und Seehofer nicht. Die sind aber da. Und wenn Du sie bremsen willst, brauchst Du Mittel und Werkzeuge dafür. Am besten bekommt man die in die Hand, wenn man mitregiert und die wichtigen Schaltstellen besetzt - der bewährte Marsch mit kleinen Schritten durch die Institutionen! In der Oppostion erreichst Du nichts. Da kannst Du Deklarationen verfassen, durch die Talkshows tingeln (Wagenknecht), Pressekonferenzen veranstalten, ... es ändert sich nichts - oder hat die Partei Die Linke etwa jemals etwas bewirkt, was zählt? Nein, sie machen laute Empörungspolitik und pochen auf Sofortlösungen komplett, total und jetzt - und realisieren nichts, außer sich um sich selbst zu drehen. Und auf diesem Trip, lieber Kevin, bist jetzt auch Du. Auf diesem Trip war auch früher Andrea Nahles, aber sie hat etwas gelernt, nämlich die vielen kleinen Schritte, die auf Dauer Großes bewirken. Du weißt, dass sie damit sehr erfolgreich ist.

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burgundy 09.02.2018, 14:19
69.

Zitat von friedrich_eckard
Vor allem ist er für seine Kontrahenten ein äusserst gefährlicher Politiker - entschieden in der Sache, besonnen bis fast unterkühlt in der Form... dass sich im Falle eines Erfolges für NoGroKo neben einer Reihe anderer Personalien auch die Personalie Nahles erledigt haben wird weiss der Mann natürlich. Ich vermute deshalb auch sehr, dass er für den Fall, dass... schon ein Personaltableau in der Schublade hat, und dass er dann selber sehr schnell sehr weit wird aufrücken müssen wird er auch wissen. Es ist aber ausserordentlich geschickt, die Diskussion zu versuchen auf der Sachebene zu halten und sie nicht auf der Personalebene zu führen, was aber natürlich nicht zu schaffen ist - spätestens seit Gabriels öffentlichen Äusserungen nicht mehr. Ebenso natürlich spielt aber die von Gabriel angestossene Debatte NoGroKo in die Karten, worüber sich Kühnert aber - wiederum taktisch sehr geschickt - nicht öffentlich freuen darf. Meine besten Wünsche sind mit ihm und seinen Mitstreitern - und da das ein Parteigänger der LINKEN sagt, müsste jetzt eigentlich jemand auftauchen, der erklärt, dass Kühnert in Wirklichkeit ein aus dem Topf mit den SED-Milliarden bezahlter Stasist ist, der seine Wesungen von Sahra Wagenknecht persönlich empfängt, und der die Aufgabe hat, die SPD reif für eine neue SED zu machen...
Ihre Wünsche für Kevin in allen Ehren, aber die GroKo kommt 100%ig, denn die Basis wird von oben komplett umgedreht, und Kevin ist erledigt.

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