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Juso-Chef Kühnert über Klimapolitik: "Was für eine Partei wollen in Zukunft eigentlic
Kay Nietfeld/ DPA

Juso-Chef Kevin Kühnert warnt die SPD, sich nach den verheerenden Wahlniederlagen nur mit Personalfragen zu beschäftigen. Die Partei müsse endlich klare Antworten geben - vor allem in der Klimapolitik.

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emil7685 27.05.2019, 18:27
30.

Ich kann mir absolut nicht vorstellen dass ein totaler Wandel der SPD von einer Arbeiterpartei zur Öko-Klima-Wohlfühlpartei gelingen kann. Dieses Klientel wird doch komplett von Grünen und Linken absorbiert.
Mit Klimaschutz und den zum Klimaschutz erforderlichen hohen Steuern die es dem Ottonormalverbraucher verunmöglichen sollen zu reisen und sich Technikprodukte zu kaufen lassen sich ganz bestimmt keine Wähler im SPD-Spektrum gewinnen.
Aber gut. Jedes Prozent weniger für die Agenda-SPD ist ein gutes Prozent.

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deichgraffe 27.05.2019, 18:28
31. Die Authentizität fehlt

Eine Partei, deren Führungsköpfe nur aus Berufspolitikern besteht, wird es nicht schaffen bei den Bürgern als glaubwürdig wahrgenommen zu werden. Von der Uni, über die Jusos, in die politische Führung, ist eine Vita ohne die Lebenserfahrungen, die die meisten Wähler ausmachen. Die SPD ist die Partei des öffentlichen Dienstes und der Berufspolitiker geworden. Welcher Arbeitnehmer fühlt sich denn noch von ihr vertreten?
Herr Kühnert ist da genau auf dem Kurs wie viele andere, denen es nicht gelungen ist, die Menschen von sich zu überzeugen.

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labellen 27.05.2019, 18:29
32. die SPD wird sich damit abfinden müssen,

das die Wahlergebnisse von früher ("Volkspartei") bei einer veränderten Parteienlandschaft nicht mehr erreichbar sind. Ob mit oder ohne Herrn Kühnert.

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erzengel1987 27.05.2019, 18:31
33. Kevin Kühnert

ist tatsächlich ein Mensch dem ich viel zutraue. Er hat Potential und ich finde er hat Charisma. Er spricht die Themen der alten SPD an. Themen die man vermisst.
Er wäre in meinen Augen ein fähiger Mann um die SPD aus dem Sog zu befreien. Es wird unter ihm ein notwendiger Linksruck vollzogen. Es werden viele Menschen aus der SPD austreten. Aber genauso viele oder sogar mehr Menschen werden der SPD wieder beitreten.
Die FDP die CDU CSU muss die SPD nun wahrlich nicht kopieren.
Die Grünen sollten sie jetzt ebenfalls nicht kopieren. Sie sollten eine Stellung zum Klimaschutz einnehmen und sagen hier stellen wir uns eine gute Zusammenarbeit mit den Grünen vor.

Gut wenn keine Rot Rot Grüne Mehrheit geht... wäre es echt interessant die CDU CSU mit der AFD koalieren zu lassen. Das würde in meinen Augen der SPD und der CDU CSU wieder helfen...
Man könnte eventuell das Versagen der AFD live miterleben.

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Tom77 27.05.2019, 18:31
34. SPD ohne Kühnert

Wenn die SPD mal wieder einen Stich machen möchte, sollte erst einmal Kevin Kühnert rausgeworfen werden. Der ewig gestrige Meckerer mit politischen Ansichten aus der Mottenkiste kommt nach jeder Wahl mit derselben inhaltslosen Forderung daher: Raus aus der GroKo! Der Typ schreckt jeden Wähler der bürgerlichen Mitte ab. Er soll doch einfach zur MLP wechseln. Die freuen sich sicher, wenn jemand mit sozialistischen und kommunistischen Ideen bei denen mitmacht.
Und wenn die SPD dann schon dabei ist, sollte Nahles ausgetauscht werden. Sie ist einfach unpassend als Gesicht der SPD. Und dann kann der INHALTLICHE Neuanfang der SPD beginnen als eine soziale Partei der Mitte in klarer Abgrenzung zur linken Umverteilerpartei "Die Linke". Zudem muss auch nicht jede Partei nun zur Umweltpartei mutieren. In einer Demokratie ist es vollkommen ok, wenn sich Parteien zu einer Koalition zusammenschließen und jede die das umsetzt, was besser zu ihrem Parteiprogramm passt. Die SPD sollte lieber mal wieder ihren originären Markenkern wiederfinden und stärken, anstatt sich jetzt mit noch mehr Themen noch mehr zu verzetteln. Die SPD sollte sich um gute Arbeitsbedingungen kümmern, etwas gegen die Megakonzerne unternehmen, die in Europa kaum steuern zahlen und sich mit Fusionen auf Kosten der Mitarbeiter übernehmen. Sie sollten sich um Familien kümmern, um Kitas etc. OHNE ständig immer nur bei den Reichen das Geld abzugraben und es ohne Sinn und Verstand nach unten umzuverteilen.

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pegoce 27.05.2019, 18:37
35. Herr Kühnert

genießt es die SPD wie eine Sau durch das Dorf zu treiben. Realitätsbezogene Vorschläge kommen aber von ihm auch nicht. Wäre ja auch zu anstrengend, gesellschaftlich umsetzbare Ideen zu entwickeln, anstatt auf die anderen zu schimpfen und Mondfantasien zu postulieren. Eben auch ein Narzist aus der Jungparteienriege.

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spon_7302413 27.05.2019, 18:39
36. Die SPD ...

... hat mehrere Probleme. Eines davon ist das Glaubwürdigkeitsproblem als Mehrheistbeschaffer für schwarze Politik. Man lügt sich selbst lieber in die Tasche, als das einzugestehen. Das zweite Problem besteht darin, dass sich die SPD selbst ihrer Basis völlig unnötig, unter Schröder/Clement/Steinbrück, entledigt hat, lieber Klientelpolitik für die Neolibs/Banken/Reiche betrieben hat, und gleichzeitig die 'eigenen' Leute in den Dreck des Präkariats - zumindest der Androhung als Folge - getreten hat, Arbeitnehmerrechte unterlaufen hat - maßgeblich eingestielt durch Adecco-Clement -, einen in Europa einzigartigen Niedriglohnsektor geschaffen hat, um damit am Weltmarkt besser aufgestellt zu sein. Was den geringer qualifizierten AN heute abverlangt wird, und wie sie sich auch noch Monat für Monat belogen sehen, wenn sie die "aufbereiteten" Zahlen der BA sehen, das vergessen die Menschen der SPD nicht - da gibt es auch kein Verzeihen, insbesondere nicht dann, wenn heute noch geleugnet wird, dass ein Zweiklassenrecht - gegen die Leiharbeiter und Transferleistungsempfänger - etabliert wurde, das diese Umstände auch noch gerichtsfest festzementiert hat. Und die heutige Führungsriege war allesamt dabei oder hat es mit- und weiter getragen, statt die Fehler zu korrigieren. Talk is cheap. Es wird Verstehen geheuchelt und auch ein bisschen Reue gezeigt, aber gemacht/verbessert wird seit Jahren nichts. Man bleibt bei dem, was ist - und bei den Futtertrögen, und das ist ein weiterer Punkt, der den Menschen aufstößt. Ich habe seit längerer Zeit bereits den Eindruck, dass es mehr um das eigene Wohl derjenigen, die noch im Amt sind, geht, um die eigenen Vita, als um die Verpflichtung, dem Land und den Wähler, oder einfach nur den Bürgern gegenüber, die man gerne als Wähler hätte - sie aber nicht überzeigen kann, weil maximal unglaubwürdig, inzwischen. Da schließt sich der Kreis.

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ontwoone 27.05.2019, 18:39
37. Der lange Untergang

Mit Scharping fing es an. Danach ging es bergab. Schröder war reine Protestwahl. Grundsätzlich waren es immer die aufgestellten Köpfe und die ständigen internen, aber öffentlich ausgetragenen, Querelen die die Partei zermürbt haben. Vom Programm sprach kaum noch einer. Bis heute, im Zeitalter von „smart“, schreien die Alt-SPDler wie Nahles die Menschen mit lauter Stimme und verzerrtem Gesicht an. Der Sozi muss poltern, sonst ist er nicht! Passt überhaupt nicht mehr ins Heute. Und um den Selbstmord genüsslich wie einen guten Racheakt zu zelebrieren, haben sie noch Maddin aus dem Keller gelassen. Kühnert wird von allen niedergeschrien. Egal wie gut seine Ideen sein könnten, so wie er los redet kriegt er auf die Fresse. Diese Partei muss sich komplett neu erfinden.

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James Blönd 27.05.2019, 18:40
38.

Zitat von capote
Die SPD muss endlich eine klare Antwort geben, was und wie Sie die Aganda 2010 zurückreformieren will. Wenn und so lange die Parteioberen lieber alles verlieren, als sich mit dem Thema zu beschäftigen, wird das mit der SPD nichts mehr.
Das wollen sich die SPD-Partei-Oberen aber mehr als offensichtlich nicht eingestehen.

Was Herr Kühnert zur Kapitalismuskritik sagt, ist das erste Vernünftige, was ich von ihm höre. Hätte er sich mal lieber so intensiv in das Thema eingearbeitet wie Rezo - seine Schlussfolgerungen wären vermutlich ganz anders gewesen. So hat er der SPD weiteren Schaden zugefügt. Völlig ohne Not, dafür aber umso nachhaltiger.

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zudummzumzum 27.05.2019, 18:44
39. Das ist das Problem

Zitat von capote
Die SPD muss endlich eine klare Antwort geben, was und wie Sie die Aganda 2010 zurückreformieren will. Wenn und so lange die Parteioberen lieber alles verlieren, als sich mit dem Thema zu beschäftigen, wird das mit der SPD nichts mehr.
Von dieser SPD nimmt kein Hund mehr einen Knochen an. Der Ruf ist derart nachhaltig beschädigt, dass man sogar mit den ollen Agenda 2010-Kamellen noch auffahren kann. Dabei ist doch davon längst kaum noch etwas übrig, alle wesentlichen Reformen sind längst zurückgedreht.
Es geht nicht darum, die Glaubwürdigkeit zurückzuerlangen. Diese ist weg, zusammen mit den seinerzeitigen Protagonisten. Vielmehr ist die Frage, wie - und warum - man die Leute dazu bekommen soll, den neuen Leuten neues Vertrauen zu leihen. Und hierzu liefern weder der Scholzomat, noch Pippi Langstrumpf oder Alpha-Kevin irgendeinen Grund.
Voraussetzung wäre ein Programm, also die Frage, wie Sozialdemokratie in der Mitte des 21. Jahrhunderts (den Anfang haben sie ja versaubeutelt) funktionieren kann. Also nicht maximale Umverteilung (das kann die Linkspartei immer besser), nicht militant-öko im Wettstreit mit den Grünen, sondern eben so, dass man der berühmten Mitte ein paar Leitplanken einzieht, aber ein Maximum an Freiheit garantiert. Mit den paar SPD-Wählern, die noch auf Umverteilungskampagnen reinfallen, ist jedenfalls kein Staat mehr zu machen. Und je eher Kevin das kapiert, desto eher ist es möglich, dass er nicht allein zu Hause bleibt.

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