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Juso-Chef Kühnert über Klimapolitik: "Was für eine Partei wollen in Zukunft eigentlic
Kay Nietfeld/ DPA

Juso-Chef Kevin Kühnert warnt die SPD, sich nach den verheerenden Wahlniederlagen nur mit Personalfragen zu beschäftigen. Die Partei müsse endlich klare Antworten geben - vor allem in der Klimapolitik.

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luciust 27.05.2019, 18:45
40. Solidarität!

Wenn der SPD zum Markenkern nichts anderes mehr einfällt, als Umverteilung und Facharbeiterklientelpolitik, dann ist es nicht schade um sie. Dazu kommt, dass Parteiproporz immer noch eine Bedeutung bein der SPD, als ob sie über 40% läge. Und Herr K. verkörpert auch nur alten Wein in neuen Schläuchen. Die gleiche Nummer wie Frau Nahles: Dem Berufsfunktionärstum näher als dem Volksvertreter. Die Grünen sind da mittlerweile dem Original näher, als das Original selbst.

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Ruth aus der Kurpfalz 27.05.2019, 18:46
41. Ein Markenkern ist ein Markenkern ist ein Markenkern.

"Die Partei müsse endlich klare Antworten geben - vor allem in der Klimapolitik."
Das muss die SPD überhaupt nicht.
Dafür sind nämlich schon die Grünen da. Das ist deren Alleinstellungsmerkmal, und wer auf diesen Zug mit aufspringt, stärkt nur die Grünen, weil die Leute sagen:
"Wieso soll ich die SPD wegen der Klimapolitik wählen? Das gehört doch gar nicht zur Domaine der SPD. Die Grünen können das besser. Aber wenn die SPD das so hoch hängt, müssen die Grünen ja recht haben, also wähle ich die."
Wenn man anderen nachplappert, sie nachmacht und die Themen anderer zu den eigenen macht, bewirkt das nur, dass die Leute das "Original" statt der schlechteren Kopie wählen.

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NixAlsVerdruss 27.05.2019, 18:47
42. Im Kern gebe ich Hr. Kühnert recht

Der SPD hat viele Probleme. Zum einen werden sie nur als ausführendes Organ Merkels wahrgenommen. Ihre "eigenen" Themen haben verarbeiten andere Parteien besser. Seit Kohl, dem Großmeister des Aussitzen, gibt es in der deutschen Politik nur Stillstand der bis hin zu Merkel, der Großmeisterin der Ignorierens, reicht und die SPD ist Teil davon, egal ob als Bestandteil einer GroKo oder als Urheber von Hartz. Die Mitgliederschaft ist zuerst in Richtung Grüne, später in die Arme der Linken geflüchtet, ein weiterer Teil ist resigniert nach Hause gegangen oder aus altersgründen gestorben.

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Brave 27.05.2019, 18:47
43. Das Thema

Klima ist besetzt Herr Kühnert. Das sollten Sie langsam mal bemerkt haben. Machen die dochmal Politik für Ihre Mitte, d.h. Ihre Wählerschaft. Besetzen Sie doch mal die Themen, Soziales, Renten, Pflege, Wohnen, Bildung, Steuern, Gesundheit, Sterben... Ach mir fällt soviel ein, im Grunde alles die bestehenden Baustellen, die die anderen Parteien derzeit nicht können. Oder können Sie das auch nicht? Gehen Sie doch mal in die Mitte der Gesellschaft und gucken nicht immer nach links. Das sind nämlich schon Parteien unterwegs.

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keery 27.05.2019, 18:47
44. Programm hin oder her

Solange einzelne Politiker auf ihrem Posten dann doch für die Lobbyisten und Konzerne stimmen und entscheiden, macht sich die SPD weiterhin unglaubwürdig.

Der SPD fehlt auch auch eine klare Linie/Position. Das hat sie sich bei der CDU abgeschaut, nur hat die eben die Grundposition "konservativ", was vielen CDU-Wählern ausreicht. Konservativ braucht keine Ideen. Wenn man progressiv sein will, muss man ansagen, in welche Richtung, was man ändern will, und wie. Leider hat die SPD so lange geschlafen und gestritten, dass inzwischen vieles von anderen Parteien "besetzt" ist. Nebenbei haben die Minister in der GroKo mitunter Entscheidungen getroffen und mitgetragen, die einem SPD-Wähler die Haare zu Berge stehen lassen. Man hatte zunehmend den Eindruck, dass zum eigenen Wohl anstatt zum Wohl der Menschen entschieden wurde.

Nach 100 Jahren Sozialauf- und abbau wäre ein Konzept/eine Vision "Sozialdemokratie 2.0" mal etwas spannendes, mit dem Menschen im Mittelpunkt anstatt Konzernen und Finanzmärkten. Die Profite weniger zu mehren schmückt zwar die Standortbilanz, hat aber wenig positiven Einfluss auf die Menschen.

Wie wäre es, wenn die SPD sich mal in die Wohngegenden begibt, wo flächendeckend nicht gewählt wird, weil die Realität der Menschen dort nichts mit dem zu tun hat, was die etablierten Parteien diskutieren?

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roman199 27.05.2019, 18:49
45.

50% der SPD Anhänger finden seinen Ansatz über BMW Vergesellschaftung richtig, heißt das auf das letzte Ergebnis umgerechnet 8%.? Na toll Herr Kühnert. Ich verstehe auch nicht ganz das Rumrätseln über die Ursachen für die SPD Pleiten. Die Partei macht die Politik für ca. 10%-20% der Wähler und von so vielen wird auch gewählt. Dazu muss noch mit den Linken konkurrieren. Interessen eines Facharbeiter von BMW oder Bosch vertritt sie nicht.

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siryanow 27.05.2019, 18:49
46. kleinere Uebel SPD

Glauben wir wirklich wenn die Sozialdemokraten aus der Parteienlandschaft kaputt-geschrieben,diskutiert werden und nur noch kapitalhörige Buckel unter den Parteien übrig bleiben , die Welt dadurch besser wird ?

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die Stechmücke 27.05.2019, 18:50
47. Die Perversion der CDU

Der Generalsekretär(Zimiak) wurde nach der ersten Prognose gefragt ob die KroKo nun dem Ende zugeführt wird? Seine Antwort: wir diehnen dem Land und nicht der Partei und er setzt auf die SPD, dass sie in der Regierung bleibt. Was ist die Logik dieser Aussage: die SPD muß sich opfern im Sinne des Landes (die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer und die Armen schlucken halt die schlechte Luft). SPD Du kannst ruhig sterben. Die SPD landet auf dem Müllhaufen der Geschichte wenn sie sich nicht endlich aus den Fangarmen der CDU (Büttel der Reichen) löst und Politik für die arbeitende Bevölkerung macht. Ein YOU Tuber hat hier endlich einen Keil reingehauen. Rezo ich liebe Dich und Kevin allergrößten Respekt!! (ein ehemaliger 68iger und jetzt 73 Jahre alt! Venceremos)

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magier 27.05.2019, 18:50
48.

Zitat von Mirko_K
Das Interview ist viel zu harmlos geführt. Für mich als ehemaligen SPD-Wähler ist Kevin Kühnert leider Teil des Problems. Wenn er selbst sagt, dass Klima wichtig ist, warum führt er selbst dann eine Kapitalismusdebatte? Jeder sagt was bei der SPD wie ihm gerade der Schnabel gewachsen ist, eine klare Haltung der Partei kommt kaum zum Ausdruck. Ja, das haben andere Parteien auch, aber dort wirkt alles zumindest tlw. geplanter, geordneter. Ich weiß gerade nicht, wofür die SPD steht. Sie wirkt zerstritten, ohne Punkt in der Mitte, planlos, ja überflüssig. Und Kühnert vorneweg.
Dass Sie als ehemaliger SPD-Wähler den Zusammenhang zwischen unserem Raubtierkapitalismus mit seinem ungebremsten Profitstreben und dem Klimaschutzproblem nicht sehen, gibt mir sehr zu denken. In diesem System gibt es keine Möglichkeit der grenzenlosen Ausbeutung und Zerstörung unserer Umwelt Grenzen zu setzen, da dem immer mächtige Profitinteressen entgegenstehen. Wer es mit dem Umwelt- und Klimaschutz ernst nimmt muss auch unser Wirtschaftssystem zur Diskussion stellen und die Politische Macht der Konzerne zerschlagen. Da macht Kühnert alles richtig!

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Currie Wurst 27.05.2019, 18:51
49. Debattenkultur

Eines sollte man festhalten: diejenigen, die hier der Meinung sind, Kühnert sei Teil des Problems, haben ohnehin nicht die SPD gewählt. Alle anderen – dazu zähle ich mich als ehemaligen Wähler der SPD – dürften hocherfreut sein, dass sich endlich jemand mit gesundem Menschenverstand und einer vernünftigen Distanz zum eigenen Ego meldet, der Themen voranbringt. In einer Zeit, in der die SPD für das Mausgrau zwischen dem Schwarz und Weiß steht, vor nebligem Hintergrund.
Was nur wenige verstehen: sein größter Verdienst ist die Diskussion um die Debattenkultur selbst. Es geht nicht um Forderungen wie Enteignung, die man berechtigterweise als fragwürdig einstufen kann. Sondern vielmehr darum, mit einer öffentlichen und nachvollziehbaren Debatte die Postionen zu finden, die mehrheitsfähig und vermittelbar sind. Sehr wohltuend, dass er in dem Zusammenhang Personaldiskussionen ausblendet. Für die Wähler gilt das natürlich nicht: mit Nahles und Scholz wird die SPD keinen Blumentopf gewinnen. In Zeiten neuer Geldtheorien (MMT) ist die schwarze Null die dümmste und unkreativste Antwort auf die Defizite bei Wohnungsbau-, Bildungs-, Verkehrs- und diverser anderer Politikzweige. Und wer von schwarzer Null phantasiert und gleichzeitig eine bedingungslose Grundrente auch dort einführen will, wo es niemand nötig hat, diskreditiert sein eigenes Gedankengut gleich zu Beginn.

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