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Juso-Chef Kühnert zum GroKo-Vertrag: "Das ist ärgerlich"
DPA

Kevin Kühnert will die GroKo verhindern: Der Juso-Vorsitzende sieht Kernziele der SPD nicht im Koalitionsvertrag umgesetzt - und kritisiert, dass nun vor allem über den Wechsel von Schulz zu Nahles an der Parteispitze geredet wird.

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joijoi 08.02.2018, 09:47
140. Kevin, das ist es dann gewesen …

Dein Dienst an der Partei hat sich darin erschöpft, ihr den Schulz von der Schulter zu nehmen. Dem fetten Köder an Merkels Angel bist Du nicht gewachsen. Schade.

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Zweihorn 08.02.2018, 09:47
141. Schon erstaunlich . .

. . wie jetzt bereits versucht wird, den Juso Vorsitzenden zu disqualifizieren. DIsqualifiziert haben sich im Vorhinein schon ganz andere in der SPD. Sollte die Taktik aufgehen, weniger über die Inhalte des Vertrages, als über die "genialen" Personalschachzüge zu sprechen, würde es einen erneuten Tiefpunkt der politischen Kultur markieren.
Im Übrigen, so toll ist das vorgesehene Personal (z.B. Scholz als Finanzminister) auch nicht.
Das macht aber alles nicht, denn Fr. Nahles wird´s ja schon richten. Man darf aber jetzt schon gespannt sein, was in ein oder zwei Jahren ist, wenn Fr. Nahles auf dem Prüfstand angekommen ist und zählbare Erfolge (innerparteiliche Erneuerung) vorweisen muss.
Die meisten Vorsitzenden der SPD hatten ja eine kurze Halbwetszeit.

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Normaler Wutbürger 08.02.2018, 09:48
142. Unsinn

Zitat von lathea
....... zu - ähnlich wie Seehofer der CDU/CSU zugefügt hat und Lafontaine damals der SPD. Sein Profilieringsgehabe und seine offenen Machtkämpfe sind widerlich und nicht am Wohl der Partei sowie am Wohl von Deutschland orientiert. Die SPD hat in den Koalitionsverhandlungen extrem viel heraus geholt. Wenn sie mehr erreichen will, braucht sie mehr Wählerstimmen - mit Kühnert wird sie diese Stimmen nicht gewinnen. Er kann allenfalls von den Linken ein paar Stimmen holen und dafür sehr viel Stimmen von SPD-Wählern verlieren.
Vorweg : Ich bin weit weg, wirklich weit, davon ein SPD Wähler zu sein. Nie gewesen.

Aber ohne Kevin Kühnert wäre die SPD wahrscheinlich schon tot. Haben sie vergessen ? Alles was die SPD jetzt noch zusätzlich zum Sondierungsvertrag im Koalitionsvertrag rausgeholt hat, ist allein ihm und seiner Mobilmachung zu verdanken. Nur wegen ihm mussten die Obrigen dummerweise mal wieder ihren Ar*ch bewegen.

Ich kann mich nicht an einen Politiker erinnern, der innerhalb so kurzer Zeit so oft eine Kehrtwende vollzogen hat, wie Schulz. Er hat völlig versagt.

Ich hätte kein Problem mit Neuwahlen. Nicht weniger als 4 Parteien würden dann im Vergleich zum September mit neuen Spitzenkandidaten antreten. Mehr kann in 4 Jahren auch nicht passieren. Mit Sicherheit würden wir ein komplett anderes Ergebnis bekommen. Und dabei ist es egal ob die AfD besser abschneidet oder nicht. Das ist kein Argument gegen eine Neuwahl. Es geht darum dass sich auf Grund der Ereignisse seit der letzten Wahl der Bürger durchaus anders entscheiden kann.

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kuac 08.02.2018, 09:49
143.

Zitat von auf_dem_Holzweg?
@ auf_dem_Holzweg? Die ürger werden verkauft Meine der Parteien kann mehr die Ziele durchsetzen, die im Wahlversprechen angegeben wurden. Sowohl Merkel als auch Schultz haben das Volk verkauft, für ihre eigene Machtstellung aus Kanzlerin/ Minister. Und bald sprechen beide noch davon welch tollen Job sie geleistet haben
Sie sind tatsächlich auf dem Holzweg. Es ist gar nicht möglich, dass alle Parteien ihre sämtliche Ziele im Koalitionsvertrag durchsetzen, weil viele der Ziele sich gegenseitig ausschliessen.
Eine Partei könnte ihr Parteiprogramm zu 100% umsetzen, nur wenn sie eine absolute Mehrheit bekommen hätte. Das Wahlergebnis sieht aber ganz anders aus.

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piratist 08.02.2018, 09:50
144.

Zitat von compvideo
ich kann Ihrem Beitrag nur voll zustimmen. Was glaubt denn der "mit dem Kopf durch die Wand" - Kühnert was passiert, wenn Neuwahlen stattfinden ? Nichts, aber auch wirklich nichts aus dem SPD-Programm wird umgesetzt. Das ist die letzte Chance für die SPD mitzuwirken und endlich auch umzusetzen ! Ich bin auch kein Befürworter der GroKo, aber in der jetzigen Situation ! Soll denn die AFD noch stärker werden ? Es sitzen ohnehin schon mehr als 90 dieser Rechtsausleger in der Regierung !
Was für eine Logig ?
Weil Kühnert an seiner Meinung, die auch die von Schulz und Nahles war, keine Groko, festhält und nicht wortbrüchig wird um Posten zu ergattern, soll er an zukünftigen Verlusten der Spd schuld sein, und nicht Schröders Agenda und das festhalten daran ?
Nicht Schulz und Nahles die sich kaufen lassen und ihr Wort brechen ?
Den Wählern geht es nicht darum dass eine Partei mitwirkt der Posten willen.
Der Wähler will Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Vertrauen.
Und das finden sie bei Kühnert und nicht bei Schulz und Nahles.

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Sal.Paradies 08.02.2018, 09:51
145. Ein Vergleich der hinkt

Die Sorge von Kühnert bez. "Erneuerung" kann ich vertstehen. Was ich aber auch weiß, ist, dass eine Oppositionspartei wenig bis gar nichts bewirken kann. Und die Situation heute mit der von vor der Wahl zu vergleichen hinkt gewaltig, weil sich die Grundlage extrem geändert hat. Im heute steckt die SPD-Führung in einer gänzlich anderen Situation als damals und die Frage ist, was genau sich für die Alte Dame im Detail bei Neuwahlen ändern würde? Ein tragfähiges linkes Bündnis ist prozentual nicht realistisch. Im Gegenteil müssen wir damit rechnen, dass die AFD noch ein..zwei Prozentpunkte drauf legt, was alles noch schwieriger machen würde. Was wäre dann? Die CDU/CSU zu einer Minderheitsregierung zwingen? Und würde die SPD selbst in einem linken Bündnis "besser" als jetzt da stehen? Kann ich mir kaum vorstellen, denn auch alle anderen haben Vorstellungen, die sich nicht permanent mit denen der SPD überschneiden. Angesichts dessen, dass die SPD 20% der Wählerstimmen hat, bekommen die viele und wichtige Ministerien. Wenn man mal die Aussagen von vor der Wahl negiert, ist das heutige Ergebnis nicht so übel. Kühnert sollte sich bewusst sein, dass er mit dem Feuer spielt, wenn er die GroKo erledigen möchte. Er hat bis heute keine adäquate Antwort gegeben, was eigentlich "danach" mit Land und der SPD im besonderen geschieht. Die Sozen haben nicht nur sich, sondern auch gegenüber dem Land eine Verpflichtung und Fakt ist ja auch, dass sie in den kommenden 4 Jahren genügend Möglichkeiten für Veränderungen haben. Die aber haben sie nur, wenn sie an der Regierung sind und wer davon träumt ein Land in der Opposition zu verändern, ist weltfremd. Anfangs war auch ich gegen die GroKo, aber inzwischen wünsche ich mir stabile Verhältnisse für unser Land. Eine Minderheitsregierung bietet Chancen, durchaus, aber so zu regieren kann auch bedeuten, dass durch endlose Debatten und Streitereien gar nichts mehr geschieht. Es gibt genügend Länder z.B. Italien, wo man viele Jahre beobachten konnte, was zerstrittende Parteien für ein Land bedeuten können. Auch wird hier in D diskutiert, als stände unser Land am Abrund, aber das Gegenteil ist richtig. Viele unserer Nachbarn/Partner würden sich Verhältnisse wie bei uns wünschen und wir sollten aufpassen, dass wir aus lauter Freude am Neuen nicht den ganzen Laden durcheinander bringen...

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isstne 08.02.2018, 09:51
146.

Zitat von hei-nun
Diesen Vergleich hat eine Politik-Professor vor kurzem in einer Talkshow geäußert. Boris Johnson hat mit Lügen für den Brexit geworben, weil er im Hinterkopf sicher war, dass dieser nicht kommen würde. Und es kam anders und Großbritannien muss das schmerzhaft ausbaden. Und jetzt Kühnert, der mit der SPD genauso umgeht wie Johnson mit Großbritannien. Der ist weder an Deutschland noch an der SPD interessiert, es geht ihm nur um sich und seine Profilierung. Ich hoffe ganz fest, dass ich Kühnerts Sprüche bald nicht mehr hören muss.
Anders als Boris Johnson glaubt aber Kühnert tatsächlich daran, dass seine Kampagne erfolgreich sein wird. Er wird sich dann enorm profiliert haben, und wenn die SPD die nächsten 8 - 12 Jahre in der Opposition verbringt, wird er hinterher immer noch jung genug sein. Wie es um die "soziale Gerechtigkeit" in Deutschland in dieser Zeit bestellt ist, ist für ihn vermutlich nachrangig.

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kater2011@t-online.de 08.02.2018, 09:53
147. Schulz der Lügner

Zitat von auf_dem_Holzweg?
Meine der Parteien kann mehr die Ziele durchsetzen, die im Wahlversprechen angegeben wurden. Sowohl Merkel als auch Schultz haben das Volk verkauft, für ihre eigene Machtstellung aus Kanzlerin/ Minister. Und bald sprechen beide noch davon welch tollen Job sie geleistet haben
Da kann man sich nur abwenden. Für den eigenen Posten wird gleich mehrfach das Wort, nach dem Motto "was schert mich mein Geschwätz von gestern" gebrochen.
Hauptsache es kommt ein fetter Posten dabei raus.
Ekelhaft, das soll unsere Elite sein.
Das war für mich der Punkt wo ich mich, als vorheriger SPD-Wähler, nach einer neuen politischen Heimat umsehe.
Von der ursprünglichen sozialen Idee der SPD ist nichts mehr zu sehen.
Der krönende Punkt ist aber noch die Nahles, mit ihren unsäglichen Auftritten (Kinderlied, auf die Fresse etc.) zur Vorsitzenden zu ernennen, gewählt ist die ja (noch) nicht. Das ist wahrlich zum Fremdschämen

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didi2212 08.02.2018, 09:53
148.

Klar, dass Kühnert, um nicht das Gesicht zu verlieren, jetzt die Angelegenheit durchziehen muss. Allerdings hat die SPD durch das Abstauben wichtiger Ministerposten die Gelegenheit, die Verzwergung der Partei durch gute Leistungen frühzeitig zu stoppen. Merkel wird, um die Koalition nicht zu gefährden alles durchwinken.Dass Gabriel nicht mehr Außenminister bleibt ist natürlich ein Fehler und hätte Bonuspunkte gebracht. Schulz sollte sich in Brüssel in den Wartesaal setzen bis Juncker geht.

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Listkaefer 08.02.2018, 09:55
149. Sagen wir es deutlich, ...

... Kühnert ist das beste Beispiel dafür, dass alle Vorurteile gegenüber jugendlichen Senkrechtstartern gerechtfertigt sind: Talentiert, aber allzu oft unflexibel weltfremd. Ein dogmatisch theoretisierender Betonkopf, für den es nur richtig oder falsch gibt, keine Zwischentöne, keine Kompromisse, keine kleinen Schritte, entweder alles jetzt, oder garnichts! Das hat mit Realpolitik leider nichts zu tun, aber viel mit Spaß, Action und Selbstinszenierung. Und in dieser Situation ist es für die SPD glatt parteischädigend.

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