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K-Frage bei der CDU: Laschet will keine Mitgliederbefragung zur Kanzlerkandidatur
Federico Gambarini/ DPA

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet befeuert im SPIEGEL die Debatte um die Spitzenkandidatur der Unionsparteien. Der CDU-Vize warnt vor einem Konflikt mit der CSU.

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viellärmumnichts 21.06.2019, 15:59
1. Der Wähler zählt nichts

Die etablierten Parteien wundern sich über den Wählerschwund. Dabei versuchen gerade bei der EU, in Großbritannien und in Deutschland die Parteien neue Regierungschefs einzusetzen, ohne Wählervotum. Weber und Timmerman waren die gesetzten Spitzenkadidaten, und jetzt interessiert das niemanden mehr? Noch schlimmer, AKK und Boris sollen ohne Wählervotum mit Hilfe innerparteicher Kungelei auf den Regierungssitz gelangen.
Also so hab ich Demokratie noch nie verstanden. Donald Trump hatte immerhin die wahltechnisch relevante Mehrheit hinter sich.

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motoko_kusanagi 21.06.2019, 16:22
2. Echt jetzt ?

"Eine Mitgliederbefragung zur Kanzlerkandidatur halte ich für problematisch", weil die CSU dabei so schlecht da stehen würden. Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen und enthüllt das seit Jahrzehnte bestehende Ungleichgewicht, welches nicht etwa behoben werden soll, sondern als Rechtfertigung zum Abbügeln herangezogen wird. Im Grunde genommen ist die CSU in Bayern zwar eine sehr spezielle, dennoch de facto ein weiteres Parteien-Land der CDU und sollte schon angemessen ihrem Gewicht berücksichtigung finden.
Ist aber nicht so. Tatsächlich wird sie überproportunal gehegt und gepflegt und führt zu einer Deformierung der Meinungsbildung des Gesamt-Konstrukt CSU/CDU.

Insgesamt sehe ich für die Nach-Merkel-Ära ziemlich schwarz.
Erstens natürlich in der generellen Ausrichtung der CDU nach den Abgang von BK Merkel (Rechtsruck egal wer danach kommt).
Zweitens natürlich auch im konkreten. RWE-Laschet ist in keinster Weise ein Hoffungsträger Richtung Zukunft. Seine Auslassung zur innerparteilichen Meinungsbildung offenbart ihn als Bremser und seine Ansichten zu den Grünen ist eine RWE-Lobbyist nur konsequent.
Zwar habe ich meine Wette gewonnen und AKK ist Parteivorsitzende geworden (das geringste CDU-Übel), jedoch ihr konkreter Politikansatz ist keine "Versöhnung" mit dem konservativen Flügel, sondern ist die Manifestation dessen. Dies und ihre desaströsen Kommunikationsschwäche wird sie wohl vor dem Kanzleramt ausbremsen.
Konsequent wanzt sich penetrant bei jeder passender und unpassender Gelegenheit Friedrich Merz an die Kanzlerkandidatur heran. Hohles Geschwätz dass er überlegenwürde über das Kanzleramt, wenn AKK es ihm antragen würde. So´n Quatsch. Mit aller medialen Möglichkeiten und von der Werteunion von rechtsaußen getragen wird er dieses Ziel auf Biegen und Brechen erzwingen wollen.
Angesichts der Aussicht, dass direkt die Heuschrecken das Bundeskanzleramt besetzen und damit den 1000 Lobbyisten direkt das Wohl des Volkes durch den Erz-Marktradikalen ausliefert erscheint nach 1 1/2 Jahren selbst ein Gesundheitsminister Spahn als "Hoffnunsgträger" (o mann) oder gar der junge Generalsekretär, der (gemessen an d em was momentan da ist) scheints entwicklungsfähig zu sein (junge Politiker ran lassen).

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Freidenker10 21.06.2019, 16:37
3.

Zitat von viellärmumnichts
Die etablierten Parteien wundern sich über den Wählerschwund. Dabei versuchen gerade bei der EU, in Großbritannien und in Deutschland die Parteien neue Regierungschefs einzusetzen, ohne Wählervotum. Weber und Timmerman waren die gesetzten Spitzenkadidaten, und jetzt interessiert das niemanden mehr? Noch schlimmer, AKK und Boris sollen ohne Wählervotum mit Hilfe innerparteicher Kungelei auf den Regierungssitz gelangen. Also so hab ich Demokratie noch nie verstanden. Donald Trump hatte immerhin die wahltechnisch relevante Mehrheit hinter sich.
Das ist in unserem Parteiensystem fast schon der Normalfall. Wer bei letztenmal SPD gewählt hat hat auch Merkel bekommen. Beim nächstenmal werden Grünen und FDP Wähler auch einen Unionskanzler/in bekommen, oder die Unionswähler einen Grünen Kanzler/in. Ich halte da auch nicht viel davon, aber ein Präsidialsystem ist den Deutschen aufgrund der Vergangenheit wohl aber immer noch zu unheimlich. Also bekommen wir auch weiterhin nur Kanzler die sich jahrelang durch ihre Parteien geschleimt haben und komplett weichgespült sind. Auch bringt dieses politische System eigentlich nur Kompromisse hervor die am Ende niemandem nützen...

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dr.frustus 21.06.2019, 16:42
4. Das Risiko …

… ist den CD(S)U-Oberen zu groß. Da könnte der Falsche gewählt werden. Besser im Hinterzimmer was auskungeln. Da haben sie ja Erfahrung in der CD(S)U.

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sarapo29 21.06.2019, 17:19
5. Hier das ganze, wa(h)re Zitat

"Eine Mitgliederbefragung zur Kanzlerkandidatur halte ich für problematisch"... und so geht der Satz - nur meine Vermutung- wohl weiter ..." und zwar einerseits für mich und meine Karriere als nächster Bundeskanzler. Zum anderen aber selbstverständlich auch für die gesamte Bundesrepublik Deutschland, sollte die Firma Blackrock das Kanzleramt übernehmen in Form von Friedrich Merz. Denn ja: Es steht zu befürchten dass der gemeine CDU/ CSU Wähler aufgrund seiner fortgeschrittenen Vergreisung mittlerweile zu dumm ist das Spiel von Blackrock zu durchschauen. Sicher: Für uns als Union war es immer schon in Ordnung wenn das Geld regiert - aber die Posten in der Regierung wollen wir bitte immer noch selber besetzen!" Ja, so wirds gewesen sein - Aber kurz vor der Veröffentlichung hat Armin Laschet halt gekürzt...

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lathea 21.06.2019, 18:33
6. Merkel hat den Fehler begangen, .....

......einen Nachfolger bzw. eine Nachfolgerin vernünftig unter ihrer Fittiche aufzubauen. AKK müsste in einem Amt der Kanzlerin zuarbeiten und sie überall begleiten - z.B. als Generalsekretärin o.ä., um auf der Bundesebene und auf der weltpolitischen Bühne mehr Erfahrungen zu sammeln. So wir sie nur unnötig verschliessen.

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theos001 21.06.2019, 23:27
7.

Wen interessiert schon die CSU? Seit die nichtmal mehr in Bayern das alleinige sagen haben, sind die nurnoch gewöhnliche Regionalpartei und haben in der Bundespolitik GARNIX mehr zu melden!

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Fragen&Neugier 22.06.2019, 07:26
8.

Zitat von viellärmumnichts
Die etablierten Parteien wundern sich über den Wählerschwund. Dabei versuchen gerade bei der EU, in Großbritannien und in Deutschland die Parteien neue Regierungschefs einzusetzen, ohne Wählervotum. Weber und Timmerman waren die gesetzten Spitzenkadidaten, und jetzt interessiert das niemanden mehr? Noch schlimmer, AKK und Boris sollen ohne Wählervotum mit Hilfe innerparteicher Kungelei auf den Regierungssitz gelangen. Also so hab ich Demokratie noch nie verstanden. Donald Trump hatte immerhin die wahltechnisch relevante Mehrheit hinter sich.
Tja, das ist eben die repräsentative Demokratie, die sich insbesondere die deutschen Spitzenpolitiker "nicht wegnehmen lassen" wollen vom Wähler.

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MK5555 22.06.2019, 10:08
9. Urwahl

Mindestens dann, wenn der/die Kandidat/in von der gesamten Wählerschaft gewählt würde (gibt es tatsächlich z.B. in den USA), würde ich glatt auf Angela Merkel wetten. Und ich glaube kaum, dass die "Werteunion" nicht weiß, wie angesehen die von ihnen "angefeindete" Kanzlerin nach wie vor ist. Ist Laschet in Wahrheit schärferer Gegner Merkels als Mitsch und Maaßen?! Die aktuelle Politik bzw. das, was derzeit als Politik serviert wird, ist schon leicht bizarr.

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