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Kabinett beschließt Gesetzentwurf: Freiern von Zwangsprostituierten droht Gefängnis
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Wer Sex bei einer Zwangsprostituierten kauft, soll in Deutschland künftig mit Freiheitsentzug bestraft werden. Frankreich plant für alle Freier empfindliche Geldstrafen.

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felisconcolor 06.04.2016, 13:03
30. Warum

Zitat von Chipslette
...Prostitution an sich ist nichts, was der Welt fehlen würde. Legale Prostitution ist schlimm genug. Den Freiern ... kann es ruhig deutlich schwerer gemacht werden.
Können sie das ganze auch sachlich begründen?
Warum darf ein mensch mit seinem Körper nicht machen was er sie es will. Dann müsste man auch Tattoos verbieten. Nach dem Motto "der Körper ist nicht Eigentum des in ihm wohnenden Menschen". Und das steht eindeutig gegen das Grundgesetz Artikel über Freizügigkeit

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bertholdalfredrosswag 06.04.2016, 13:04
31. Meine Meinung zum Thema

Diese Frauen müssten einen Gewerbeschein habe den sie dem Kunden zeigen kann. Damit liegt es wohl an de Frau wenn sie ohne diesen Schein sich anbietet und der Kunde kann Abstand nehmen. Was ich noch nicht verstehen kann, ist dass diese Frauen nicht selbst bei der Polizei angeben, dass sie gezwungen werden. Oder werden die so bewacht dass sie dazu gar keine Gelegenheit bekommen werden? Das wäre Freiheitsraub und müßte dann um so härter bestraft werden. Der Entzug der Zulassungslizenz wäre zu erwarten

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swamp_thing 06.04.2016, 13:04
32.

Die Gesetze der letzten Jahre scheinen ja sehr effektiv gewesen zu sein. § 232 StGB (Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung), § 233 StGB (Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft),§180aStGB (Ausbeutung einer Prostituierten), § 181a(Zuhälterei). Diese Gesetzesinitiative kommt mir etwas populistisch vor. Aber Papier ist ja geduldig.

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Big_Lebowski 06.04.2016, 13:04
33.

Zitat von Chipslette
Ich find's gut. Die Frauen, die derart erniedrigt und ausgebeutet werden, müssen viel stärker geschützt werden (und da müssen natürlich auch die kriminellen Hintermänner viel stärker verfolgt werden) und Prostitution an sich ist nichts, was der Welt fehlen würde. Legale Prostitution ist schlimm genug. Den Freiern und Zuhältern kann es ruhig deutlich schwerer gemacht werden.
Na, wenn's der Welt nicht fehlen würde, warum nennt man es dann das "älteste Gewerbe der Welt"?

Und wieso ist Prostitution per se schlimm? Sie kanalisiert doch männliche Bedürfnisse, wenn zuhause Weihnachten öfter ist.
Und Frauen haben davon doch auch ihre Vorteile? Reine Frage der Definition ... wenn ich mich in der Nachbarschaft umschaue, finde ich einige attraktive Damen, deren Prosecco-SUV vom vergilbten Ehefreier finanziert wird.
Wer will die Grenze zu "Erniedrigung" und "Ausbeutung" ziehen, wenn flexible Wechselwirkungen bestehen? Freiwilligkeit entsteht oftmals proportional zum Honorar ...

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mr.andersson 06.04.2016, 13:05
34.

Prostitution zu kriminalisieren wie in Frankreich ist das schlimmste, was man den Prostituierten antun kann.

Natürlich, wie immer in der Menschheitsgeschichte, wird diese Dienstleistung danach nicht verschwinden. Nur werden die Anbieter gezwungen, ihre Dienste heimlich anzubieten, fernab von schützenden Bordellen u.ä. und sind um so mehr auf den Schutz durch zwielichtige Gestalten angewiesen, die einen Teil der Einnahmen kassieren.

Bestrafen von Freiern die zu Zwangsprostituierten gehen, finde ich grundsätzlich gut. Dann muss man aber auch irgendwie klarstellen, bei welchen Anbietern der Freier sicher ist. Im Sinne von "staatlich geprüftes Bordell" oder ähnlichem.

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stedaros 06.04.2016, 13:05
35.

nein, das Thema interressiert niemand hier im Forum persönlich, mich auch nicht. Aber lustig ist es schon. Ich schlage vor, dass jede Dame einen Sticker bekommt mit Daumen hoch oder Daumen runter, damit der Freier dann die Guten von den Bösen unterscheiden kann.
Bliebe noch die Frage: wo befestigen?
Statt mal eine wirklich gute Strategie zu entwickeln, wie man Zwangsprostitution austrocknen kann, gibts wieder nur Murks von der Bundesregierung.

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markus_wienken 06.04.2016, 13:05
36.

Zitat von Chipslette
Ich find's gut. Die Frauen, die derart erniedrigt und ausgebeutet werden, müssen viel stärker geschützt werden (und da müssen natürlich auch die kriminellen Hintermänner viel stärker verfolgt werden) und Prostitution an sich ist nichts, was der Welt fehlen würde. Legale Prostitution ist schlimm genug. Den Freiern und Zuhältern kann es ruhig deutlich schwerer gemacht werden.
Was genau ist an legaler Prostitution schlimm genug?

Und gehen wir mal von legaler Prostitution aus, warum sollte man es dann den Freiern so schwer wie möglich machen?

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air plane 06.04.2016, 13:07
37.

Zitat von boblinger
Komplett Banane. Die Folge dieses Unsinns wird sein, dass Prostitution wieder stärker in die Illegalität abwandern wird. Womit Zwangsprostitution gestärkt wird. Glückwunsch, Tusch!
Und das es dann statt Hunderttausenden von Prostituierten nur noch wenige Tausende gäbe, ist kein Argument? Auch nicht, dass die Situation vieler Prostituierte kaum noch unerträglicher sein könnte, trotz "Legalität"?

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georgia.k 06.04.2016, 13:07
38. als würde sich eine Zwangsprostituierte jedem Freier anvertrauen

Das ist doch weltfremd. Schon die Abführung der Einnahmen an einen Zuhälter oder gar Besitzer lässt auf eine Zwangssituation schließen. Aber wie sollen das die Freier feststellen, wenn sich selbst die Finanzämter schwer tun, eine einkommensgerechte Versteuerung bei den Nutznießern des Gewerbes durchzuziehen. Die Vermieter haben ganz normale gewerbliche Einkünfte, werden auch steuerlich geführt. Die Prostituierten und ihre Besitzer auch, für sie gelten die Steuergesetze wie für alle anderen Gewerbetreibenden. Nur ist es in den letzten vierzig Jahren nicht gelungen, das nur annähernd durchzusetzen. lt. Bericht des Bundesrechnungshofes vom 24.01.2014 ist die Besteuerung nach wie vor unzureichend. Obwohl mehrere Milliarden jährlich erzielt werden, erlange der Fiskus keine nennenswerten Steuereinnahmen. Dabei könnte die Finanzverwaltung viel effektiver agieren als die Strafjustiz, die Vermögenswerte werden ja oft genug von den Besitzern/Zuhältern spazieren gefahren. Al Capone konnte letztlich auch nur der Steuerhinterziehung überführt werden. Nur ist das Milieu inzwischen auch für Finanzbeamte und Steuerfahnder gefährlich - da müssen sich die Länderfinanzminister schon etwas einfallen lassen. Die Zwangsprostitution könnte dann evtl. als Beifang abgehandelt werden - wenn sich die Zwangsprostituierten nicht mehr in einer Bedrohungssituation befinden.

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twistie-at 06.04.2016, 13:07
39.

Zitat von locke27
in anspruch nehmen. jeder der für prostitution ist sollte bereit sein seine eigene mutter, schwester, tante, tochter oder partnerin in der prostitution arbeiten zu lassen. die frauen die diesem beruf nachgehen sind ebenfalls töchter, mütter, schwestern usw... und für die paar frauen die das wirklich gerne und aus Spaß machen ( es sind wirklich die wenigsten) sollte man nicht einen berufszweig erhalten der den meisten menschen, die damit zu tun haben schadet! ich weiß die meisten sind anderer meinung aber ich bin gegen die Prostitution!
das ist dein gutes Recht, aber warum sollte es Menschen verboten werden, frei über ihren Körper zu bestimmen und sich zu entscheiden, diesen zur Verfügung zu stellen gegen Geld, so wie andere ja auch ihren Körper bzw. dessen Fähigkeiten zur Verfügung stellen gegen Geld?

was den Rest angeht: das "stellt euch vor, eure Mütter usw." ist kein Argument, insbesondere nicht solange die Prostitution so verfemt ist. Warum gehen denn manche Menschen so an die Decke, wenn sie erfahren, xs ist Prostituierte? Oft auch weil für sie das unmoralisch ist, weil sie fürchten, was die Nachbarn oder Verwandten sagen usw. usf.
Es ist ein Job, mehr nicht.

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