Forum: Politik
Kabinettsbeschluss: Demenzkranke haben Anspruch auf höhere Leistungen
DPA

Die Bundesregierung hat die zweite Stufe der Pflegereform auf den Weg gebracht. Von den neuen Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung profitieren eine halbe Million Menschen.

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Freddy Kraus 12.08.2015, 12:27
1. Die Pflegekräfte sind immer noch die Verlierer von allen Reformen!

Würde man die Pflegekräfte anständig und fair bezahlen, bräuchte man keine Gesetze die letztendlich immer nur eine Notlösung sind un mit der Realität nicht zu tun haben.

Wenn man die Menschen in allen Pflegeberufen nicht vernünftig und den Anforderungen entsprechend bezahlt, braucht man sich über den Mangel an Pflegekräften nicht zu wundern.

Die Büroangestellten in der Verwaltung der privaten und staatlichen Pflegeheime verdienen oft wesentlich mehr als Pfleger und Pflegerinnen.

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Lazarus Long 12.08.2015, 12:48
2. Überschaubare Zahl...

Nun ja, bei "2.7" pflegenden Menschen dürften sich die Kosten doch im Rahmen halten...oder waren etwa 2.7 Millionen gemeint_ ;-)

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Spiegelleserin57 12.08.2015, 13:01
3. oft arbeiten diese Unternehmen nur mit Teilzeitkräften..

Zitat von Freddy Kraus
Würde man die Pflegekräfte anständig und fair bezahlen, bräuchte man keine Gesetze die letztendlich immer nur eine Notlösung sind un mit der Realität nicht zu tun haben. Wenn man die Menschen in allen Pflegeberufen nicht vernünftig und den Anforderungen entsprechend bezahlt, braucht man sich über den Mangel an Pflegekräften nicht zu wundern. Die Büroangestellten in der Verwaltung der privaten und staatlichen Pflegeheime verdienen oft wesentlich mehr als Pfleger und Pflegerinnen.
ich habe beim DRK für 2 Stunden pro Tag 700€ im Monat zusätzlich bezahlt. Es wurde nach Leistung abgerechnet und damit haben sie ihr Geld verdient, für eine Haushaltshilfe!!
Was die Angestellten verdienen ist wirklich jämmerlich imVergleich zu dem was die Familien bezahlen müssen.
Hier sieht man wer das Geschäft macht!

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amerilion 12.08.2015, 13:30
4. Bezahlung / Kommentar 1

Die Bezahlung von Pflegefachkräften ist schon lange nicht mehr das Hauptproblem. Das Problem ist das der Pflegeschlüssel der Heimpersonalverordnung nicht ausreicht.
Würde man sich von der starren Fachkraft zu Helferqoute von 50/50 verabschieden und die Mittel vermehrt für mehr Kräfte nutzen die durch fachlich geschultes Personal angeleitet werden würde man eine höhere Versorgungsqualität erreichen.

Eine Pflegeeinrichtung hat bis zu 80% des Umsatzes im Personalbereich. Eine Pfk verdient hier im Hagener Raum da 2750,-€ brutto, ohne Zuschläge und ohne Sonderqualifikation.

Pflege ist teuer. Die Zahlungen durch die Pflegekassen stagnieren im Grunde seit 1995. Durch Inflation Lohnerhöhungen und vermehrte Bürokratie steigen die Kosten logischerweise, diese Steigerung geht voll zu Lasten der Bewohner von Pflegeeinrichtungen oder der Empfänger ambulanter Leistungen.

Mich stört es wenn verallgemeinert gesagt wird das private wie öffentliche oder durch die Wohlfahrtsverbände geführte Häuser die Menschen abzocken. So etwas mag es wie in jeder Branche geben. Von wenigen auf viele oder gar alle zu achließen greift aber zu kurz.

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GSYBE 12.08.2015, 13:39
5. Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung ist eh die grösste Vera****e aller Zeiten.

Meine Schwiegermutter konnte mit 90 Jahren nicht mehr laufen (nur mit Rollator), keine Treppensteigen und alles sonstige klappte auch nicht.

Stufe 2 war das Höchste. Dann kam sie in´s Altenheim und wieder wurde Stufe 3 beantragt, ihr Zustand hatte sich mittlerweile verschlechtert.

Wieder kam jemand, um den Antrag zu überprüfen. An diesem Tag hatte sie zufällig relativ gute 5 Minuten und war relativ wach. Wieder Stufe 3 abgelehnt.

Nach einem halben Jahr, ihr Zustand hatte sich mittlerweile deutlich verschlechtert - so war sie z. B. auf nur noch 45kg abgemagert, wieder neuer Antrag. Wieder kam jemand vorbei.

Nach eingen Wochen rief jemand bei meiner Schwägerin an und teilte ihr mit, dass der Antrag auf Pflegestufe 3 abgelehnt sei.

Meine Schwägerin teilte der Person mit, dass sich die Angelegenheit mittlerweile erledigt habe: meine Schwiegermutter war gestorben.

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argentin 12.08.2015, 13:40
6. seit 2002 in der Altenpflege

u das gerne!! Werde mich dennoch ausklinken. Psychische u Physische Arbeit wird einfach zu schlecht entlohnt. Da geh lieber in die Fabrik. Klare Arbeitszeiten u wenn Überstunden dann korrekt bezahlt.
Mal was ganz anderes warum müssen Betriebe im Gesundheitswesen Gewinne abwerfen??? Eine Schwarze Null u den Rest für Rücklagen!!!
SOZIALISMUS im Gesundheitswesen ist der einzig richtige bzw. gerechte Weg.

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der_neue_Student 12.08.2015, 13:42
7. Das Problem ist die Rendite

Inzwischen haben sich ja die Versicherungen und die Kirchen sehr gut eingerichtet und die Alten- und Krankenpflege als Goldesel bzw. Gelddruckmaschine entdeckt.

Die sogenannte Reform wird weder eine Verbesserung der Situation der Pflegebedürftigen noch des Personals herbeiführen.

Hauptsache die Rendite stimmt, also muss mehr Geld soll zur Verfügung gestellt werden.

Spätestens nach der nächsten Bundestagswahl (neuer Gesundheitsminister) werden die Kostenträger in der Politik wieder vorstellig werden.

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AndreHa 12.08.2015, 13:52
8. Alles schön und gut

Ist aber nur ein Teil des Dilemmas. Immer, wenn in der Öffentlichkeit und vor allem von den Gesundheitsexperten[sic!] über Pflege gesprochen wird, ist von der Altenpflege ambulant und stationär die Rede. Sicher gibt es dort Handlungsbedarf. Aber der Krankenhaus-Sektor findet in der Diskussion überhaupt nicht statt. Und hier brennt die Luft ganz gewaltig! Fehlendes Pflegepersonal - vor allem Fachpersonal - Berge von Überstunden, ausbleibender Nachwuchs in einem freizeitfeindlichen 3-Schichtjiob und nach wie vor miese Bezahlung. Liebe Leute: das wird demnächst gewaltig krachen. Aber der gemeine Politiker hört nur auf die Lobbyisten vulgo Kostenträger, also Krankenkassen, denen jedwede Verbesserung in der Pflege schlicht zu teuer ist. Macht nur, bald werdet ihr das Ergebnis erfahren.

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gantenbein3 12.08.2015, 13:56
9. Das bleibt auch so

Zitat von Freddy Kraus
Würde man die Pflegekräfte anständig und fair bezahlen, bräuchte man keine Gesetze die letztendlich immer nur eine Notlösung sind un mit der Realität nicht zu tun haben. Wenn man die Menschen in allen Pflegeberufen nicht vernünftig und den Anforderungen entsprechend bezahlt, braucht man sich über den Mangel an Pflegekräften nicht zu wundern.
Oder glaubt jemand, dass man nach der sogenannten Reform daran geht, die Pflegekräfte anständig zu bezahlen? Auch die Pflege selbst wird nicht besser werden. Lediglich die großen Heimbetreiber - Caritas, Diakonie und AWO - die wohl auch hinter dieser sog. Reform stehen dürften, bekommen noch einen schönen Schluck aus der Pulle dazu. Und das war's.

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