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Kämpfe in Libyen: Gaddafi-Sohn verhöhnt Vereinte Nationen

"In 48 Stunden ist alles vorbei": Gaddafi-Sohn Saif al-Islam triumphiert im Fernsehen - die Soldaten seines Vaters stünden*kurz vor der Einnahme Bengasis.*Frankreichs Staatschef Sarkozy nannte er einen "Clown". Im Jemen und im Königreich Bahrain eskaliert die Gewalt auf den Straßen.

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systembolaget 16.03.2011, 12:46
1. Die Machthaber...

...in Libyen nutzen die Situation in Japan, um vollendete Tatsachen zu schaffen, und der Westen schläft. Eine ganz armselige Haltung.

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guesei 16.03.2011, 12:51
2. Flugverbotszone

Wer gegen die Flugverbotszone ist der ist fuer den Terroristen Gadaffi,den Flugverbot hilft dem Lybischen Volk,apropo Volk, das interessiert doch keinen Politiker.

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Schroekel 16.03.2011, 12:51
3. Deutsche Regierung hilft Gaddafi

Zitat von sysop
"In 48 Stunden ist alles vorbei": Gaddafi-Sohn Saif al-Islam triumphiert im Fernsehen - die Soldaten seines Vaters stünden*kurz vor der Einnahme Bengasis.*Frankreichs Staatschef Sarkozy nannte er einen "Clown". Im Jemen und im Königreich Bahrain eskaliert die Gewalt auf den Straßen.
Ganz reizend, diese deutsche Aussenpolitik. Interessant wird sein, wie Westerwelle, Merkel und Konsorten damit umgehen werden, wenn die libysche Tyrannenfamilie nach dem Sieg über die Aufständischen erst deren versprengte Reste hinrichten lässt und danach wieder zur Tagesordnung des Ölgeschäfts auf eigene familiäre Rechnung übergeht. Diese Regierung ist einfach erbärmlich.

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aronsperber 16.03.2011, 12:53
4. UNO verhöhnte sich selber

die Vereinten Nationen haben sich selbst verhöhnt, indem sie Gaddafi in den UN-Menschnrechtsrat gewählt haben.

Die Welt hat nicht die Eier gehabt gegen Gaddafi vorzugehen, aber das ist leider nichts neues.
Mit seinem bald zurückeroberteb Öl wird sich Gaddafi bestimmt bald wieder neue gute Freunde kaufen:
http://aron2201sperber.wordpress.com...treue-freunde/

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earl grey 16.03.2011, 13:07
5. das Volk tut mir Leid

Das lybische Volk tut mir jetzt schon Leid, Gaddafis Rache wird fürchterlich sein.

Und die Welt schaut zu...

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atomkraftwerk 16.03.2011, 13:08
6. .

Zitat von systembolaget
...in Libyen nutzen die Situation in Japan, um vollendete Tatsachen zu schaffen, und der Westen schläft. Eine ganz armselige Haltung.
Warum? Wenn in Stuttgart demonstriert wird verlangt doch auch niemand eine Flugverbotszone oder das Einschreiten ausländischer Mächte. Ist schon ganz richtig so da nicht mit rumzumachen.

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Hermes75 16.03.2011, 13:12
7. Richtig

Zitat von earl grey
Das lybische Volk tut mir jetzt schon Leid, Gaddafis Rache wird fürchterlich sein. Und die Welt schaut zu...
Das steht zu befürchten. Aber dann kann man ja wenigstens ganz empört tun, Gadaffi in Den Haag anklagen und Sanktionen gegen Lybien verhängen. Das hilft den Ermordeten dann zwar nicht mehr, ist aber politisch korrekt.

Die Diktatoren dieser Welt lernen gerade wieder eine wichtige Lektion: Wenn ihr auf das eigene Volk schießen wollt, dann macht es schnell und schafft vollendete Tatsachen!

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Demosthenes 16.03.2011, 13:13
8. Recht traurig!

Zitat von sysop
"In 48 Stunden ist alles vorbei"[...]
Ob man nun der Meinung ist, der Rest der Welt solle sich einmischen oder eben nicht - traurig an der Sache ist, dass er Recht damit haben könnte, dass alles vorbei ist, ehe sich die "internationale Staatengemeinschaft" auf ein Vorgehen geeinigt hat.

Entweder man will dort intervenieren - dann tut man das auch. Legitimation wird sich finden lassen, wie bei anderen Interventionen auch. Oder man will eben nicht intervenieren, sagt, dass es sich um einen internen Konflikt handelt und schaut sich das Geschehen von Weitem an.

Aber unterm Strich gibt es kaum etwas schädlicheres als das aktuelle Herumgeeiere. Gewinnen die "Regierungstruppen", wird Gaddafi sicher nicht sehr amüsiert sein über die Haltung des Westens und andere Abnehmer für sein Öl finden. Dafür kauft er dann auch seine Waffen woanders. Gewinnen die Rebellen, werden sie auch nicht wissen, ob ihnen "der Westen" wohlgesonnen ist oder nicht. Es hätte ein klares Wort gebraucht: "Ja" oder eben "Nein". Aber sicher kein "Vielleicht" oder "Ich würde ja gern, aber".

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Micirio 16.03.2011, 13:15
9. Appeasement

Die UNO hat nichts aber auch gar nichts aus der Geschichte gelernt: Weder aus Ruanda, noch aus dem 1. Irak-Krieg oder aus Jugoslawien (ganz zu schweigen aus München 1938) haben sie gelernt, dass man schnell und konsequent handeln muss und einen Waffengang zum Wohle der Menschen (nicht der wirtschaftlichen Interessen) schnell beschließen und bis zum Ende durchhalten muss. Die UNO konnte die Tutsi und Hutu in Ruanda nicht schützen, wollten Sadam Hussein mit Hilfe der damals noch prowestlichen, einheimischen Bevölkerung nicht stürzen und konnten den Völkermord in Jugoslawien erst viel zu spät stoppen. Wenn sich die Geschichte wiederholt, kommt der Eingriff der UNO wiedermal zuspät, die Rebellen werden besiegt und verschwinden in Gefängnissen, Särgen oder müssen das Land verlassen. In einigen Jahren wird man es bereuen, heute nicht schnell gehandelt zu haben.

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