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Kämpfe nahe der Türkei: Britische Kampfjets bombardieren erstmals IS-Milizen
DPA

Die britische Armee hat erstmals Luftangriffe gegen den "Islamischen Staat" geflogen. Zudem naht offenbar eine Beteiligung der Türkei am Kampf gegen die Terrormiliz: Vize-Premier Arinc warb für einen entsprechenden Parlamentsbeschluss.

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an-i 30.09.2014, 19:46
1. zu der Problematik

...Zwischen Iran und Katar befindet sich ein erst vor ein paar Jahren entdecktes enormes Gasfeld, das das Potenzial hat, das europäische Versorgungsdefizit selbst bei einem weitgehenden Ausfall der russischen Lieferungen über Jahrzehnte abzudecken. (Bei Reserveschätzungen empfiehlt sich Vorsicht, dieser Elefant scheint aber wirklich riesig zu sein.)

Das Problem ist “nur”, dass der Weg nach Europa durch drei oder vier politische Schlangengruben führt. Und dass es noch keine Pipeline gibt, die das Zeug von South Pars/North Dome nach Europa transportieren könnte. Es gibt meines Wissens noch nicht einmal technisch einigermaßen augereifte Projekte. Derzeit wird militärisch um die Wegerechte gekämpft.

Dieser Kampf um das westliche Pipelineistan ist die vielleicht wichigste Triebfeder für das, was derzeit im Irak und in Syrien abgeht. Dort findet ein veritabler Mannschaftskampf statt. Beide Teams hätten gerne das Geld der europäischen Verbraucher und die Macht, den Europäern ggf. den Gashahn abzudrehen. ...usw.

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specialsymbol 30.09.2014, 20:02
2. Hurra!

Endlich wird mal was getan! Ich verstehe nicht warum sich die Bundesregierung diese Gelegenheit entgehen lässt endlich in der Liga der Großen mitzuspielen.

Dabei hat doch selbst unser Präsident zu mehr Mut zum Krieg aufgerufen.

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Jürgen Bruno 30.09.2014, 20:10
3. Effektivität ist was Anderes

Ein Artilleriegeschütz und ein mit Waffen ausgerüstetes Fahrzeug versus 2 Tornados mit Anflug aus Zypern, das wird ein Krieg für Reiche - da wäre es besser einige von den britischen V Bombern zu reaktivieren (wenn das denn möglich ist) und zumindest eine komplette Arilleriebatterie auszuschalten - Punktangriffe funktionnieren nur mittels einer sehr genauen & effektiven Aufklärung, das geht nicht mit einfachen Satelliten oder Drohnenbildern, da muss JEMAND den Kopf hinhalten und Humint betreiben, aber das merken die ISIS Leute und werden nach ihm suchen - also ist Flächenbombardement die einzig realistische Option - nur wollen unsere Politiker sowas auf ihr Gewissen laden

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super-kraut 30.09.2014, 20:10
4. Na wir Deutschen koennen ja nicht mitmachen

Alle unser Jets sind nur schrott und von den 5 Hunschrauber die wir noch haben brauchen die Politiker 3 um ihre Pizza geliefert zu bekommen.
Aber hauptsache die Autobahn Maut ist geregelt.

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andy_lettau 30.09.2014, 20:21
5. Ist das vorstellbar?

Folgende Idee, wenn auch sehr utopisch: Derzeit gibt es 194 von den UN-Mitgliedern vollständig anerkannte Staaten. Ich plädiere für die Gründung zweier zusätzlicher Staaten, Nr. 195 und Nr. 196. Staat Nr. 195 wäre ein Kalifat, in dem alle IS-Fans nach den Regeln der Scharia leben dürften. Staat Nr. 196 wäre ein reiner Asylstaat, in den sich alle politisch Verfolgten flüchten dürften. Staat Nr. 195 (das Kalifat) wäre idealerweise eine Insel und von Flugzeugträgern, Atom-U-Booten und Zerstörern umzingelt; Staat Nr. 196 (der Asylstaat) wäre möglicherweise eine Enklave in China (z.B. die Geisterstadt New Ordos und/oder die Geisterstadt Kangbashi), jedoch unter dem permanenten Schutz der Blauhelme. Die Weltgemeinschaft trüge prozentual umgerechnet nach Wirtschafskraft/BIP des jeweiligen Landes die Kosten für das Einrichten/Ausweiten dieser neuen Staaten. Aus Staat Nr. 195 (dem Kalifat) dürfte (präventiv bedingt) auf Lebenszeit niemand mehr raus, eine Infrastruktur wäre dort nicht vorbereitet (die Kalifat-Jünger predigen aber ohnehin ein einfaches gottgerechtes Leben. Und ein solches könnte auch - nach Evakuierung der dortigen und bisherigen Bewohner - z.B. auf den Kerguelen stattfinden)). In Staat Nr. 196 (dem Asylstaat) würde eine bauliche Infrastruktur gewährleistet sein (den Job könnten gegen Bezahlung die Chinesen übernehmen, damit die o.g. Orte auch mal Einwohner bekämen (bitte googlen, was es mit den vorab genannten Städten bisher so auf sich hat. Wer mal dort war fragt sich ohnehin, wie dort jemals Leben in die Bude kommen soll)). ... Laut UNO-Flüchtlingshilfwerk sind derzeit weltweit circa 52 Millionen Menschen auf der Flucht, die meisten davon (etwa 33 Millionen) sind jedoch "nur" Binnenflüchtlinge. Man sollte dennoch von den 52 Millionen ausgehen, die sich eine neue Bleibe wünschen, einfach um auf Nummer sicher zu gehen. In Staat 196 (dem Asylstaat) bekäme jeder ein Begrüßungsgeld, würde also kontrolliert unter (UN)-behördlicher Aufsicht unter gleichen Bedingungen starten und sofort arbeiten dürfen. Nebeneffekt für die von "Asylschwemme" bedrohten Industrienationen: Sie würden als Erstziel für Flüchtlinge uninteressant. ... Diese Utopie ist natürlich bei Weitem noch nicht ausgereift; wohlmöglich echter Schwachsinn, ich weiß das. Sie beantwortet noch keine Fragen hinsichtlich logistischer Probleme bei der Lenkung von Asylströmen, dem "Einfangen" und Abtransport von bewaffneten IS-Kämpfern, der weiteren Zukunft von "in UN-Geisterstädten angekommen Flüchtlingen" usw. ... Ich finde die Utopie dennoch interessant, weil sie im Rahmen einer weitestgehend bestehend bleibender Weltordnung dennoch eine zusätzliche schafft, in der jeder (der es schafft die neue Heimat zu erreichen) seine persönlich erhoffte Zukunft realisieren kann. ... Sachliche Kritik, Verunglimpfung und Verbesserungsvorschläge are wellcome ...

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mosquitojg 30.09.2014, 20:37
6. 1 Artilleriegeschütz und 1 Fahrzeug getroffen

Eine lasergesteuerte Smart-Bombe für 250'000 Euro hat also ein Artillerigeschütz für 50'000 Euro und ein Fahrzeug für 25'000 Euro getroffen bei einem Flugeinsatz, der mit aller Logistik drum herum noch mal 100'000 Euro gekostet hat. Bravo!

Würden statt Smart-Bombs die berüchtigten Streubomben wie in früheren Kriegen eingesetzt, dann hätte man für den gleichen Aufwand 1 Dutzend Artillerigeschütze und 1 Dutzend Fahrzeuge und 30-100 Infanteristen erledigt. Erbärmlich, wie die Kampfkraft des Westens heruntergekommen ist.

Durch diese vermeintliche humanistische Kriegsführung sterben nur unnötig Zivilisten in den nicht vor ISIS beschützen Gebieten. Bedankt Euch bei Claudia Roth und Co.!

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stowolle 30.09.2014, 20:43
7. Twitter-News von der Front

Über Twitter melden zahlreiche User in den letzten Stunden, dass es bisher weder wirksame Luftschläge der USA gegen den IS bei Kobanê gegeben habe, noch hätten die Angriffe des IS an Intensität verloren. Die türkische Polizei und das Militär gingen mit Wasserwerfern, Tränengas und unter Androhung von Schußwaffen gegen die kurdische Bevölkerung vor, die an der Grenze protestiert und ihren Verwandten in Kobanê zur Hilfe kommen möchte. Gleichzeitig hätte auch der IS begonnen, kurdische Dörfer und Protestierende jenseits der Grenze mit Granaten zu beschießen. Viele aktuelle Handyfotos zeigen den Schrecken, Flüchtende, kämpfende Frauen und Männer. Die Kämpfe finden mittlerweile auch direkt an der türkischen Staatsgrenze in der Nähe von Suruç in der Provinz Riha (Urfa) statt. Wenn es einen Gott gibt, so steht er den Bedrängten hoffentlich in diesen Stunden bei.

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thoerchen 30.09.2014, 20:48
8. Da frag' ich mich doch,...

...ob sich die Chef-Strategen der NATO den dritten Weltkrieg gegen den Warschauer Block genauso ausgemalt haben - Jeep für Jeep & Geschütz für Geschütz einzeln neutralisieren?!? Das wäre wohl ein zweiter Hundertjähriger Krieg geworden...
Nun ja, immerhin geht's voran, auch wenn kleine Hämmer für sehr viele kleine Nägel benutzt werden...

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atech 30.09.2014, 20:48
9. Bundes-Schrott-Lüge?

ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es sich bei der Bundeswehr-Schrott-Erklärung nur um eine Lüge handelt, um weder (taugliche, moderne) Waffen in die Kriegsregion liefern zu müssen, von denen man nicht weiß, auf wen sie eines Tages gerichtet sein werden noch um dort unten selbst mitkämpfen zu müssen.

Denn wer sind denn da "die Guten"? Die Kurden? Die, würden sie gegen IS gewinnen, einen Staat haben wollen, der nicht nur Teile des Iraks, sondern auch Syriens und der Türkei umfasst?

Die "moderaten, syrischen Rabellen", wobei es solche nicht gibt, denn weder die alNusra-Front noch ISIL waren je gemäßigt?

Die Iraker? - Schlagen sich seit dem Sturz Saddam Husseins gegenseitig die Köpfe ein. Die Saudis? - Haben zusammen mit den USA und Katar ISIS aufgebaut.

Die USA? - Denen geht's nur um's Öl und darum, dass der Iran nicht den Irak und Syrien kontrolliert. Divide et impera! Und die Streitparteien werden Waffen kaufen...anstatt an ihre Kinder und deren Zukunft zu denken.

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