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Kalter Krieg: US-Armee wollte im Ernstfall 91 Atombomben auf Ost-Berlin abwerfen
Corbis

Das US-Nationalarchiv hat eine Liste des Militärs aus den Fünfzigerjahren veröffentlicht. Sie zeigt die Ziele, die im Kriegsfall mit Atomwaffen angegriffen worden wären. Ost-Berlin sollte demnach "systematisch zerstört" werden.

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rt2323 23.12.2015, 11:07
1. Befreiung

auf amerikanisch. 91 A-Bomben aus Berlin, klingt irgendwie nach zu viel des ?guten?.

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dolledern 23.12.2015, 11:08
2. ja ja

die gute alte Zeit.....und heute ist alles so schlimm....

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dgw410 23.12.2015, 11:08
3. Erschreckend aber...

...leider nicht überraschend, dass es den USA egal ist, was so etwas für Auswirkungen gehabt hätte. "Aber hey, ist ja nicht vor unserer Haustür".
Einfach nur ekelhaft.

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detlef.drimmer 23.12.2015, 11:08
4.

"Die Atombombenabwürfe auf Ost-Berlin und seine Vororte hätte unter anderem nuklear erzeugte Feuerstürme verursacht. " Den Gegenangriff (oder Verteidigung je nach Sichtweise) scheint es an dieser Stelle auch zu ignorieren. Klasse, dass man offensichtlich davon ausging, selbst schadlos hervorzugehen.

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Layer_8 23.12.2015, 11:13
5. Nun...

...die Gegenseite wusste dies damals natürlich auch. Was bei einem Angriff durch ihre massive Panzerarmeen geschehen wäre. Die Weltrevolution wäre teuer geworden. Für die gesamte Menschheit.

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monolithos 23.12.2015, 11:13
6. Wirklich grauenvoll und einfach abstoßend

"Grauenvoll und einfach abstoßend" ist nicht nur diese Liste, sondern vor allem die Tatsache, dass es immer noch Nuklearwaffen gibt und dass der elitäre Club derer "legaler" Besitzer sich zum Bestimmer über den Rest der Welt aufschwingt. Warum ist im 3. Jahrtausend ein ständiger Sitz im UN-Sicherheitsrat und ein Vetorecht in demselben immer noch an den Besitz von Atomwaffen gekoppelt? Warum duldet die EU 2 Atommächte in ihren eigenen Reihen? Wie kann man es überhaupt verantworten, diplomatische und Handelsbeziehungen zu solchen Staaten aufrecht zu erhalten? Wieso duldet Deutschland die bis heute andauernde Stationierung von Kernwaffen auf seinem Territorium? Politisch leben wir immer noch am Ende der 1940er Jahre. Das ist "grauenvoll und einfach abstoßend".

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nurEinGast 23.12.2015, 11:14
7. Sehr interessant,

wie wenig die USA aus dem 2ten Weltkrieg gelernt hatten. Von den Folgen abgesehen, hätte es denen klar sein müssen, dass ein Auslöschen Deutschlands militärisch rein garnichts bringt.
Abgesehen davon werden so Spekulationen bestätigt, die es in der DDR schon immer gab. Eine davon war, dass Deutschland nur ein riesiges, entbehrliches Schlachtfeld im Falle eines neuen Krieges ist.

Es bestätigen sich immer mehr der Parolen von damals und es sieht so aus, als wären wir damals "die Guten" gewesen, geschluckt 89 von der Achse des Bösen...

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ernstl1704 23.12.2015, 11:16
8. Nukleare Artillerie

Seit den 50er Jahren gab es nukleare Artillerie in Deutschland. Was stellt man sich vor was die USA damit vor hatte? Die Kanonen hatten am Anfang eine Reichweite von 29km. Damit konnte man z.b. die Sowietunion nicht erreichen. Das Schlachtfeld wäre Deutschland gewesen. In einem 3. Weltkrieg wäre Deutschland komplett atomar auf immer verseucht worden, nicht nur Ostberlin. Das Ziel der USA war einzig, das Schlachtfeld auf Europa zu beschränken. Europa wäre ein einziger Kollateralschaden geworden.

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rememberhistory 23.12.2015, 11:17
9. Mangelnde Intelligenz und Wissen!

Diese "Bomben drauf" Mentalität gehört auch noch heute zum Standardprogramm unserer Politiker und Militärs. Diplomatie beschränkt sich auf "Champagner Empfänge". Es wird Zeit für eine neue Friedensbewegung!

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