Forum: Politik
Kalter Krieg: US-Armee wollte im Ernstfall 91 Atombomben auf Ost-Berlin abwerfen
Corbis

Das US-Nationalarchiv hat eine Liste des Militärs aus den Fünfzigerjahren veröffentlicht. Sie zeigt die Ziele, die im Kriegsfall mit Atomwaffen angegriffen worden wären. Ost-Berlin sollte demnach "systematisch zerstört" werden.

Seite 17 von 20
flipbauer 23.12.2015, 14:15
160. interessant

Zitat von SachDebattierer
Die USA haben ja auch in großem Stil effektiv Terroranschläge in Ostdeutschland verüben lassen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/ddr-cia-finanzierte-sabotage-und-anschlaege-a-1019554.html Daher ist es sehr wahrscheinlich, sogar zwingend logisch, .....
Das hab ich nicht gewusst.Sehr interessant finde ich, dass alles wovor wir so Angst haben(Anschläge, Terror), von uns schon lange praktiziert wurde.

Beitrag melden
leo19 23.12.2015, 14:16
161. Die sind halt

War ja alles Kasperltheater, gedacht als Abschreckung für die Russen. Deshalb hat man ja auch alles den KGB ausschnüffeln lassen. Die wussten immer schon im Voraus, wann wir wieder Nato-Alarmübung hatten. Gute alte Kalter-Kriegszeit. Wo man noch wusste, wer Freund und Feind war. Die Wirtschaft brummte und der Staat funktionierte. Wengistens ausserhalb von Berlin.

Beitrag melden
Beat Adler 23.12.2015, 14:17
162. Das ist falsch und grenzt an VT.

Zitat von bullet69
die Japaner haben schon vor dem Abwurf um Waffenstillstandsverhandlungen mit den USA gebeten. Die USA wollten diese aber nicht unter den Bedingungen, die die Japaner gestellt haben. Der Abwurf der Bomben war eine unnötige Machtdemonstration der USA. Die Japaner waren sowieso schon fertig.
Die Japaner haben keinen Friedensplan ausgearbeitet, schon gar nicht um Waffenstillstandsverhandlungen mit den USA gebeten, denn "die Japaner" waren damals der Kaiser und sein Militaerdiktator Tejo. Beide, die Japaner eben, hatten das Ziel bis zum letzten Mann zu kaempfen.

Truman wurde eine Analyse vorgelegt, die von zusaetzlichen 6 bis 7 Millionen Opfern unter den Japanern, Zivilisten und Militaers, und zusaetzlichen Opfern unter den US Streitkraeften von 500'000 bis 1 Million ausging. Seine Entscheidung die beiden Atombomben einzusetzten waren aus damaliger Sicht logisch und verstaendlich. Ausserdem wollte er den Soviets Eindruck schinden.
Ohne den japanischen Imperialismus und Militarismus die Ueberfaelle auf China, Korea, die Philipinen, Indonesien, etc. keinen Krieg im Pazifik, deshalb auch keinen Atombombeneinsatz. Immer huebsch bei der Chronologie der Ereignisse bleiben. Das gilt auch fuer Dresden et.al.

Beitrag melden
spon-facebook-10000122439 23.12.2015, 14:18
163.

Zitat von gustavsche
Woher wissen Sie das, dass die Vereinigten Staaten nicht wussten, welche Folgen es für West-Berlins gehabt hätte? Nicht die USA sind dumm; Ihre Äußerung ist es. Und nochmal für alle zum Mitschreiben: 1. Nicht alle Kernwaffen müssen zum großem Bums führen. Die können kleiner dimensioniert werden. Man muss auch Blindgänger mitkalkulieren. 2. Nicht alle Ziele müssen auch angeflogen werden. Es wurden ......
"Und nochmal für alle zum Mitschreiben": Aber sonst geht es Ihnen gut , oder ?

Beitrag melden
mwroer 23.12.2015, 14:19
164.

Zitat von nurEinGast
wie wenig die USA aus dem 2ten Weltkrieg gelernt hatten. Von den Folgen abgesehen, hätte es denen klar sein müssen, dass ein Auslöschen Deutschlands militärisch rein garnichts bringt. Abgesehen davon werden so Spekulationen bestätigt, die es in der DDR schon immer gab. Eine davon war, dass Deutschland nur ein riesiges, entbehrliches Schlachtfeld im Falle eines neuen Krieges ist. Es bestätigen sich immer mehr der Parolen von damals und es sieht so aus, als wären wir damals "die Guten" gewesen, geschluckt 89 von der Achse des Bösen...
Was hatten Sie denn erwartet? Deutschland war Frontland zum Warschauer Pakt und Europa war als Schlachtfeld geplant. Von beiden Seiten übrigens - die selben Pläne gibt es auch in irgendwelchen Archiven des Kreml.

Daran ist absolut nichts neu. Das haben die USA auch nie bestritten und rein technisch war für einen Krieg zwischen USA und UdSSR Europa einfach die logisch Wahl.

Es ist interessant zu sehen welche Ziele, wie und in welcher Häufigkeit angegriffen werden sollten. Das ist neu aber alles andere ist bekannt und wurde weder von den USA noch der UdSSR jemals geheimgehalten.

Mehr Spaß haben? Pläne für den atomar/konventionellen Mix gefällig? Fangen Sie an mit 'Fulda Gap' als Suchwort und arbeiten Sie sich von da aus weiter. An Geschichte interessierten sei es empfohlen, der Rest kann es ignorieren.

Beitrag melden
lalito 23.12.2015, 14:24
165. nun

Zitat von p k
Muss man damit das "Vorweihnachtsloch" füllen ?
Muss nicht, aber kann wie Sie sehen.
Ein gewichtiger Grund mehr, sich auf und über das kommende Weihnachtsfest zu freuen, nicht wahr?

Beitrag melden
spon-facebook-10000122439 23.12.2015, 14:28
166.

Zitat von zaldarie
Die Sowjetunion hatte vergleichbare Pläne sicher auch. Nur sind Worte wie Informationsfreiheit, Meinungsfreiheit und Aufarbeitung der Vergangenheit im noch immer diktatorische Züge tragenden Russland bestenfalls Floskeln, daher bleiben all die schmutzigen .....
Das mit den schmutzigen Geheimnissen hat mir am besten gefallen , und Sie schreiben hier uber "Floskeln" . Frohes Fest und legen Sie einmal eine Denk-Pause ein .---

Beitrag melden
mrerenoth 23.12.2015, 14:30
167.

Deutschland wäre im Kriegsfall in eine atomare Wüste verwandelt worden, um die rote Armee zu stoppen. Dieses Szenario ist nicht in deutschem Interesse. Das ist einer der Gründe warum wir ein geeintes starkes Europa und ein gemeinsames Militärbündnis benötigen. Es ist ein Fehler unsere Sicherheit weiter alleine in die Hände der USA zu legen, im Ernstfall stehen dann vielleicht US-Interessen über den unseren und wir haben dann Pech gehabt.

Beitrag melden
agathon68 23.12.2015, 14:32
168. Deutschland hatte den 2. Weltkrieg angezettelt ...

...der die Sowjetunion in die Mitte Europas brachte, so dass die Teilung der Welt mitten durch Deutschland lief. Dass sich an dieser Grenze ein Dritter Weltkrieg entzünden könnte, wussten wir doch alle. Und wir hätten uns wegen der Schuld am Krieg und Holocaust auch gar nicht beklagen können, wenn uns so übel mitgespielt worden wäre. Schon der Morgenthau-Plan sah für Deutschland Schlimmes vor, und auch das wäre durchaus verdient gewesen. Hier tun alle immer so, als sei das Verhängnis ohne deutsche Schuld über uns hereingebrochen. Der Krieg gegen Deutschland und die Befreiung vom Nationalsozialismus kostete allein Russland 27 Millionen Menschen, und auch die West-Allierten brachten hohe Opfer, um Deutschland zu besiegen. Also bitte kein Gejammer über Dinge, die hätten geschehen können: das wäre letztlich alles die Konsequenz von Deutschlands Verbrechen gewesen.

Beitrag melden
Celestine 23.12.2015, 14:33
169.

Die atomare Drohung ist doch noch icht vorbei.
Warum lagern die USA denn sonst nach wie vor Atomwaffen in Deutschland? Diese sollen nun modernisiert werden. Das war die letzte Info, die ich in einer ÖR Dokumentation erfuhr, vor Monaten.
Dass die Waffen laut Regierungserklärung der CDU/CSU/FDP eigentlich längst entsorgt werden sollten, nun davon ist offenbar keine Rede mehr.

Die neuen, in Deutschland einzulagernden Waffen sollen viel gefährlicher sein, weil sie weniger zerstörerisch seien, wodurch die Hemmschwelle, sie einzusetzen, wesentlich niedriger sei, so die Sendung.
Tja, solche Entscheidungen erfährt das Volk kaum noch aus den Medien.

Beitrag melden
Seite 17 von 20
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!