Forum: Politik
Kalter Krieg: US-Armee wollte im Ernstfall 91 Atombomben auf Ost-Berlin abwerfen
Corbis

Das US-Nationalarchiv hat eine Liste des Militärs aus den Fünfzigerjahren veröffentlicht. Sie zeigt die Ziele, die im Kriegsfall mit Atomwaffen angegriffen worden wären. Ost-Berlin sollte demnach "systematisch zerstört" werden.

Seite 20 von 20
Loewe_78 23.12.2015, 14:57
190.

Zitat von meineidbauer
Nicht überraschend. Es handelte sich in den Plänen vermutlich um Bomben geringer Sprengkraft, diese konnten z.B. als Granaten mit Haubitzen oder von Lafetten verschossen werden. Siehe z.B. z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Davy_Crockett_(Kernwaffe) FJS war übrigens ein großer Befürworter dieses Konzeptes. Die Pläne der Roten Armee bezüglich Westdeutschland werden nicht besser ausgesehen haben.
Nicht nur der Roten Armee.
Wie war das mit dem "Fulda gap", der nur mittels thermonuklearer Verteidigung zu halten gewesen wäre? Ähnliche Planungen gibt es für das Schwabenland.

Beitrag melden
SachDebattierer 23.12.2015, 15:01
191.

Zitat von Beat Adler
Die Japaner haben keinen Friedensplan ausgearbeitet, schon gar nicht um Waffenstillstandsverhandlungen mit den USA gebeten, denn "die Japaner" waren damals der Kaiser und sein Militaerdiktator Tejo. Beide, die Japaner eben, hatten das Ziel bis zum letzten Mann zu kaempfen. Truman wurde eine Analyse vorgelegt, die von zusaetzlichen 6 bis 7 Millionen Opfern unter den Japanern, Zivilisten und Militaers, und zusaetzlichen Opfern unter den US Streitkraeften von 500'000 bis 1 Million ausging. Seine Entscheidung die beiden Atombomben einzusetzten waren aus damaliger Sicht logisch und verstaendlich. Ausserdem wollte er den Soviets Eindruck schinden. Ohne den japanischen Imperialismus und Militarismus die Ueberfaelle auf China, Korea, die Philipinen, Indonesien, etc. keinen Krieg im Pazifik, deshalb auch keinen Atombombeneinsatz. Immer huebsch bei der Chronologie der Ereignisse bleiben. Das gilt auch fuer Dresden et.al.
Das Ziel hätte Truman auch erreicht, hätte er z.B. nur eine Bombe geworfen, ... nein, es gab auch aus damaliger Sicht keine Rechtfertigung für den Abwurf der Bombe.

Lesen Sie auch mal zeitgenössische Texte von u.a. Albert Einstein zur Thematik.

Beitrag melden
Stephan-MichaelPatzke 23.12.2015, 15:08
192. Militärs haben bei der Planung eine eigene Logik

Militärs planen für den Ernstfall die möglichst schnelle und vollständige Lähmung des Gegners, um dessen Reaktionsmöglichkeiten zu begrenzen. Dazu gehört auch als rein militärische Maßnahme auch ein vernichtungkrieg gegen bestimmte Bevölkerungszentren.
Es sind die Politiker, die eine solche rein technische Logik aushebeln und oder begrenzen können.
Diese sind die Verbrecher, wenn sie es nicht tun, egal, wann und wo und mit welchem politischen Ziel. Militärs sind im schlimmsten Fall Auftragsmörder, oder Auftragsmassenmörder (was schlimm genug ist).

Beitrag melden
Seite 20 von 20
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!