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Kalter Krieg: US-Armee wollte im Ernstfall 91 Atombomben auf Ost-Berlin abwerfen
Corbis

Das US-Nationalarchiv hat eine Liste des Militärs aus den Fünfzigerjahren veröffentlicht. Sie zeigt die Ziele, die im Kriegsfall mit Atomwaffen angegriffen worden wären. Ost-Berlin sollte demnach "systematisch zerstört" werden.

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imlattig 23.12.2015, 11:33
30. man muss..

die welt nuklear abruesten. was passiert wenn einer wie trump us praesident
wird?

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Cluedo 23.12.2015, 11:34
31. Ein solches Szenario war allen denkenden Menschen ....

.... auch in den Sechzigern, Siebzigern und Achtzigern des letzten Jahrhunderts klar, und dass Deutschland (West und Ost) in einem Atomkrieg zwischen den Supermächten ausradiert worden wäre, darüber haben wir nie einen Zweifel gehabt. Die Sowjetunion hatte für Westberlin und Westdeutschland umgekehrt natürlich die gleichen Pläne. Genau deswegen sind die Menschen zu Zehntausenden bei den Ostermärschen mitmarschiert. Wie recht sie hatten, wird hier nur noch einmal wieder deutlich: es ging buchstäblich um Leben und Tod. Einen Atomkrieg in Deutschland "überleben" zu wollen: das war schon immer ein absurder Gedanke. Und er ist es noch heute. Das eine Großstadt ein "legitimes Ziel" sei, daran zweifelt doch wohl auch heute keiner, oder glaubt jemand ernsthaft, Amerikaner, Russen oder Chinesen würden ihre Bomben im Fall des Falles hübsch in Wüstengebieten oder über deutschen Wäldern abwerfen, damit die "Zivilbevölkerung" möglichst wenig zu Schaden kommt?

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TschiTschi 23.12.2015, 11:35
32. Und wie sieht das heute aus?

Es ist zu befürchten, dass es heute ähnliche Listen mit vergleichbaren Zielen gibt. Sowohl in den USA, als auch in Russland.

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tombrok 23.12.2015, 11:37
33.

Sicher, die DDR war das Arbeiter- und Bauernparadies und der Westen die Achse des Bösen, das erklären Sie bitte mal Regimegegnern, deren Leben systematisch überwacht und zerstört wurde. Eine dümmliche Geschichtsverklärung wie hier zum Teil gezeigt, ist widerlich.
Unabhängig davon, verstehe ich die Aufregung nicht. Gibt es denn einen nicht "ekelhaften" Krieg? Ist Krieg nicht immer menschenverachtend? Chirurgische Präzision ist doch eine Mär, die spätestens seit den Bosnienkriegen tot geritten ist und erst recht zu Zeiten des Kalten Krieges Müll war? Das Prinzip der nuklearen Abschreckung basiert doch auf der potentiellen totalen Auslöschung des Feindes und um mich aus dem Fenster zu lehnen, verdanken wir gerade der Tatsache evtl, dass es nicht zu Panzerschlachten in der niederdeutschen Ebene und dem Einsatz von nuklearer Frontmunition gekommen ist.
Das weder die USA, noch die UdSSR Atomwaffen hatten um diese im Ernstfall nicht einzusetzen dürfte nichts neues sein und das einem bei 20.000 Megatonnen die militärischen Ziele ausgehen ebenfalls

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jackohnereacher 23.12.2015, 11:37
34. Genau so!

Ich habe von unseren Verbündeten nichts anderes erwartet. Dem Gott, oder wem auch immer, sei es gedankt, dass die Los Alamos Atombombe nicht früher einsatzbereit war. Deren erstes Einsatzziel war ebenfalls Berlin. Da die Russen so schnell den Krieg gewonnen hatten, mussten eben die Japaner dran glauben. Übrigens zu 95% Zivilisten. So viel zu Kriegsverbrechen.

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Kurbelradio 23.12.2015, 11:39
35.

was will uns der Artikel sagen? dass heute das alles anders ist? dass es besser ist? Oder das es schlimmer ist? Jedenfalls sind heutige A-Bomben heftiger. Man hat zwar mal abgerüstet, dafür modernisiert. Tja.
Deutschland ist geostrategisch eben das Schlachtfeld zwischen Ost und West. Das wird heute auch nicht anders sein.

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bullet69 23.12.2015, 11:41
36.

Warum sind wir nach dem beendeten WKII so echnell souverän und aufgebaut worden. Bestimmt nicht, weil unsere Landschaft so schön ist und das deutsche Bier so gut schmeckt. Natürlich wären wir (BRD und DDR) im Falle der Eskalation Frontlinie beider Machtblöcke geworden und es wäre nichts übrig gebieben von Deutschland. Jeder der anders denkt, hat keine Ahnung von der Zeit des kalten Krieges. UdSSR oder USA? Beide hätten uns platt gemacht.

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markuskompa 23.12.2015, 11:42
37.

Es handelt sich nicht um das "Nationalarchiv der Vereinigten Staaten", sondern das von der George Washington University betriebene "National Security Archive".
Die Anfrage hatte nicht Burr gestellt, sondern Michael Dobbs.

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RenegadeOtis 23.12.2015, 11:44
38.

Zitat von Ossifriese
Die "Ausschaltung" der östlichen Luftwaffenbasen wäre nur bei einem Angriffskrieg durch die NATO/US-Amerikaner möglich gewesen. Damit sollte wohl gleichzeitig feststehen, dass die USA einen Angriffskrieg planten... und da wären die Einsatzpläne des "Warschauer Paktes" obsolet geworden.
Militärstrategisch nicht ganz richtig. Wäre in den Sechzigern die Kubakrise eskaliert und von dort sowjetische Angriffe Richtung USA gestartet worden, hätte der Einsatzplan in Europa wohl ähnlich gegriffen.

Ein Einsatzplan macht noch lange keinen geplanten Angriffskrieg.

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ruediger 23.12.2015, 11:44
39.

Und mit genau solchen Zielen (Fernsehsender, E-Werke, Bevölkerung, selbst Krnakenhäuser) operieren wir heute im Nahen Osten und Afghanistan (zwar "nur" konventionell) und wundern uns dann, wenn "Terroristen" bei uns ein Rockkonzert in die Luft sprengen.

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