Forum: Politik
Kaltstart für die Wirtschaft: Griechenland braucht den Aufbau Ost!
AP/dpa

Damit Griechenland vom Geldtopf der Europäer loskommt, muss seine Wirtschaft endlich angekurbelt werden. Deutschland könnte helfen, Angela Merkel müsste nur einem Beispiel folgen: Helmut Kohl.

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Worldwatch 19.08.2015, 11:20
130. Jein

Zitat von rageagainstthemachine
Niemand hat "Eurorettung" u. "Bankenrettung" ad nauseum gewählt. Eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung in DE ist 180° gegen das was ihre sog. "Regierung" in dieser Sache anzettelt. Die Wähler wurden u. werden in Sachen EURO und Schuldenhaftung von der Politik schlicht u. ergreifend unaufhörlich belogen u. betrogen.
Satz 1.: Sicher nicht direkt. Aber dem, der sich -inkl. intellektueller Reife- mit der (bundes-)politischen Ausrichtung und Auffassungen dazu befasst(e), wird wissen, auf was er sich bei dem "Kreuzchensetzen" auf dem Wahlzettel dazu einliesse.
Ich wehre mich auch dagegen, den Souveraen als zu "bloed" zu betiteln, wenn es um Fragen der Politikabschaetzung wie Folgenabschaetzungen geht.

Satz 2.: Hm... Dem Anscheine nach, und wenn und falls entsprechenden Meinungsumfragen glauben schenken sollte, ja schon mal nicht.
Die pers. Empirie aber sagt mir, dass vorstehende Fragen "eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung in DE" nicht interessiert, oder verdraengt wird.

Satz 3.: Die Frage sei, ob Laien, fachlich kaum oder gar nicht qualifizierte bzgl. solcher Fragen "luegen und betruegen" koennen!
Den Lug & Betrug sehe ich in erster Linie darin, dass die Politik so tut, als verstuende sie ihr Handeln.

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lilioceris 19.08.2015, 11:22
131. Wir

haben eine Verantwortung für dieses Europa: sagt MdB CDU, Herr Brinkmann.
Hoffentlich gibt es bei unseren Parlamentariern auch eine Verantwortung für Deutschland.
Aber schön ist es, zu sehen, wie die GROKO mit den Grünen zusammen gegen die offensichtliche Mehrheit der Deutschen regiert. Da kommt Freude auf.

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spon-facebook-10000531708 19.08.2015, 11:28
132. Aufbau Ost in Hellas

Mein Gott? Ist der Aufbau Ost denn eine Erfolgsstory? Wenn man dort aufs Land und in die moisten Staedte faehrt: ok schoene Infrastrukturen, aber eine starke Ueberalterung und ein starker Rueckgang der Einwohner. Es gibt meines Wissen nach nicht einen fuehrenden Dax-Konzern, der seij Hautpquartier im Osten hat.

Und die Betraege, die jetzt fliessen, sind a) zu klein und b) werden auch wieder zurueckfliessen nach Westeuropa.

Das sins doch alles schoene Illusionen, we mit den Kleinkindern, denen man erzaehlt, dass der Weihnachtsmann bald kommt!

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ka117 19.08.2015, 11:48
133.

Zitat von Leto13
Wir Griechen begreifen also "groteskerweise" den "Geldsegen" nicht als "Hilfe", ach so. Wir begreifen, dass es weder ein Segen noch eine Hilfe ist. Wir begreifen, dass im Rahmen dieser sogenannten Hilfe die Wirtschaft in den letzten 5 Jahren um 25% eingebrochen ist, die Gehaelter um bis zu 50% gesunken sind, die Steuerlast gleichzeitig fuer den Durchschnittsgriechen um ein Vielfaches gestiegen ist, dass die Saeuglingssterblichkeit um 43% gestiegen ist, die Obdachlosigkeit gestiegen ist, die Armut inzwischen bei 57% der Bevoelkerung angekommen ist, der Lebensstandard um 40 Jahre zurueckgegangen ist, dass sich die Arbeitslosigkeit auf offiziell ca. 26% verdreifacht hat, dass uns gesagt wird, dass wir wettbewerbsfaehig werden muessen mit Gehaeltern wie Bulgarien oder Albanien (denn das sind wahrlich Wirtschaftsriesen in Europa), wir begreifen, dass mit der sogenannten Hilfe alles was von Wert sein kann vom Staat verkauft werden muss, um die ohnehin nicht bedienbaren mit den sogenannten Hilfen
Weder Segen noch Hilfe also?

Und an all den Katastrophen sind natürlich nur die Milliarden-Kredite und die Troika schuld. Die Griechen sind nur die Opfer. So "begreift" man das in Griechenland?

Bulgarien und Albanien sind keine "Riesen" aber bei vergleichbaren Kapazitäten sitzen sie den anderen Ländern nicht "auf der Tasche". Warum sollte es in Griechenland anders sein? Warum sollte man in einem Land, das vergleichbar leistungsfähig ist, so gut leben, wie in wirtschaftlich viel stärkeren Ländern?

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tomasoseiner 19.08.2015, 12:03
134. Wer soll das machen?

Die Griechen selbst sind nicht in der Lage wirtschaftliche Reformen anzustoßen. Und steuerliche Anreize als Investitionshilfe in einem Land in dem die Reichsten per Verfassung schon größtenteils von der Steuer befreit sind und die meisten Griechen aufgrund jahrzentelanger fehlgeleiteter Steuerpolitik nicht bereit sind Steuern ordnungsgemäss abzuführen, dürften genauso versickern wie die heutigen Millardenhilfen.
Griechenland bräuchte eine effizente Steuerbehörde und ein funktionierendes Katasteramt um überhaupt erstmal einen Ansatz für Investitionen zu haben. Und wer lieber Autor soll das machen? Wollen sie Griechenland für Jahrzente in ein europäisches Protektorat verwandeln?
Darüber werden die Griechen nicht erfreut sein. Sie können derart eingefahrene Mentalitäten nicht ohne eine starke zu Änderungen bereite griechische Regierung durchsetzen. Und die wird es auch in Zukunft nicht geben oder sie wird nicht gewählt werden, da kein griechischer Bürger ein Lichtstreif am Horizont sieht wenn man ihm erstmal erklären muss das er weiterhin für die Fehler der Vergangenheit bluten muss.

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tomrobert 19.08.2015, 17:19
135. Widerspruch!

Die Welt braucht Griechenland nicht, braucht kein Land das versucht irgendein Produkt noch zwischen den anderen Millionen Produkten und der hochen Produktivität mit immer geringeren Grenzkosten hinein zu schieben. Es hätte auch nicht die Infrastruktur dafür,
im Stile der Industriestaaten, die selbst gerade ins post industrielle Zeitalter schlittern,noch mal vor vorne an zu fangen.
Wacht endlich auf! Wir leben im 21ten Jahrhundert.
Wir müssen andere Paradigmen anerkennen.
Länder und Menschen sind nicht für die Wirtschaft da, sondern vice versa!!" Die Wirtschaft ist für den Menschen da!!!!!!! Wenn wir weiter diesem neoliberalen
Gedankengut folgen , dann werden wir alle scheitern!
Das bedingt insbesondere das Menschenbild -.

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red33 19.08.2015, 17:37
136.

schon bei der überschrift musste ich lachen. ich komme aus dem osten und lebe seit 2 jahrzehnten im westen. warum wohl? aufbau ost für griechenland lmao

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jamguy 20.08.2015, 01:23
137.

Zitat von norbertb.
Wie müssen den grecos helfen! :-)
das Ende für die Staaten is doch der€ und diese Union!Ich war in einigen EU Staaten vor der Union und mit den früheren Systemen der einzelnen Staaten hat es funktioniert und seit der € eingeführt wurde is alles sofort in den Keller gefahren obwohl Sie zelebriert haben das der € doppelt und dreifach soviel wert sei wie die alten Währungen also steht in der Bilanz Verarschung oder so.

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bertholdrosswag 20.08.2015, 02:02
138. Solange es halt möglich ist

Macht es Sinn, einen Hund zur Jagd zu tragen? Einen Hund kann man zwar abrichten, aber bei Menschen darf man das aus ethischen Gründen nicht. Haben sie nicht den Willen zu fragen werden sie es auch ablehnen wenn man es ihnen zu sagen versucht. Da andererseits Not erfinderisch macht liegt es an der dusseligen Empathie die die Griechen sich gefällig gefallen lassen. Sie wissen aber auch, dass es der Wille der USA ist, dass sie in der EU bleiben müssen-sollen und das nützen sie aus, solange es halt möglich ist

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thomas.slowhand 20.08.2015, 07:22
139. Du sprichts mir aus der Seele...

Zitat von Gegen die Gier
Mir stinkt es so langsam gewaltig. Ich 49 Jahre alt, seit längerem arbeitslos, obwohl gut ausgebildet, und kämpfe seit Monaten um eine sinnvolle Qualifizierungsmassnahme, um wieder einen beruflichen Neueinstieg zu schaffen. Mir wird immer von Amtswegen immer wieder gesagt, dass dafür keine finanziellen Mittel vorhanden wären und ich keine Chance habe, mich neu zu qualifizieren. Hier im Land wird den eigenen Staatsbürger die Existenzgrundlage entzogen, während Geld für Banken- und Eurorettung geradezu in unvorstellbarem Ausmaß in null Komma nichts abgenickt, bereitgestellt und verbrannt wreden. Hier verrottet die Infrastruktur, wissen viele Familien nicht mehr, wie sie über den Monat kommen sollen, existiert eine hohe Kinderarmut, suchen Rentner/innen in Mülltonnen nach Pfandflaschen, um wegen Minirenten überleben zu können, explodiert der Niedriglohnsektor, wachsen überall die Tafelläden und Sozialkaufhäuser aus dem Boden, verdienen sich Wohlfahrtsorganisationen wie Caritas, Diakonie & Co. dumm & dämlich an der neuen deustchen Bedürftigkeit, haben ein echtes Geschäftsmodell daraus entwickelt. Mir stinkt es gewaltig! Verdammt noch mal, bringt erst mal den eigenen Laden und unser Land wieder in Ordnung, bevor ihr euch Gedanken über andere macht! Wir haben hier selbst 8-10 Mio. Menschen, ich zähle mittlerweile selbst dazu, denen jegliche Existenzgrundlage entzogen wurde. Die nur noch verwaltet und alimentiert werden, dabei langsam aber sicher zugrunde gehen. Gleichzeitig wird hier von Fachkräftemangel schwadroniert, brechen alle Schleusen bei der Zuwanderung und Flüchtlingspolitik, obwohl genug Potenzial im eigenen Land vorhanden wäre, wenn man denn nur wollte, dieses zu reaktivieren. Wenn es so weitergeht, sage ich euch voraus, dass es bald mächtig knallt.
...auch wenn ich nicht alle Ansichten teile.

Abhilfe?

Eine Partei gründen, welche radikal mit allen Privilegien der Regierenden und des Beamtenappararats aufräumt und dafür sorgt, dass dieses Land endlich wieder "gemanaged" (statt bis in den Konkurs "verwaltet") wird, genau wie ein Wirtschafts-Unternehmen.

Das dieses möglich ist zeigte schon der Erfolg der AFD. Auch wenn ich kein Befürworter der Abschaffung des Euro bin, so ist es m. E. möglich, dieses Land wie in erfolgreiches Industrieunternehmen zu managen, unter Verzicht auf weitestgehend alle Animösitäten, welche politisch diktiert sind.

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