Forum: Politik
Kampagne gegen Flüchtlinge: "Keine Chance - Australien wird nicht eure Heimat"
Australian Government

Australien geht radikal gegen Bootsflüchtlinge vor - selbst Kinder werden auf hoher See zurückgeschickt. Nun schaltet die Regierung weltweit Anzeigen, um illegale Einwanderer abzuschrecken. Kritiker sind entsetzt.

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mem79 14.10.2014, 16:44
100. macht viel sinn...

Zitat von Celestine
Ein Vergleich, der wenig Sinn macht: Australien ist flächenmäßig 20 mal größer (okay, ein Teil ist Wüste), hat 23 Mio. Einwohner. Insofern nimmt Deutschland relativ gesehen viel mehr Menschen auf. Im Jahr 2013 gab es 1,2 Mio. Einwanderer in Deutschland. Ihr Vergleich hinkt gewaltig. Ich finde das Vorgehen Australiens unmenschlich. Punkt. Und nun können Sie sich über meine Empörung gerne aufregen, wenn das hier Ihr Thema ist, die Empörung!
Der Wohlstand und Entwicklungsstand eines Landes hat mehr mit dem pro Kopf Bruttosozialprodukt zu tun als mit dem "pro quadratkilometer" Bruttosozialprodukt.

Es geht doch nicht darum dass nicht genug Platz ist fuer Fluechtlinge. Entlang den Kuesten von Australien ist locker platz fuer 100 Millionen Menschen. Was wuerde aus Australien werden, wenn die naechstes Jahr... mal rein hypothetisch.... 100 Millionen Fluechtlinge aufnehmenn?

1% der Bevoelkerung ist eine Menge.

Und dann, auf der anderen Seite steht der unmenschliche Umgang mit diesen Menschen. Die globale Welt ist schon kompliziert. Ich weiss nicht so recht was ich davon halten soll.

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KlausKram 14.10.2014, 16:45
101.

Zitat von Jasro
China, das bekanntlich bevölkerungsreichste Land der Welt mit seiner wahrlich gigantischen Bevölkerung von 1,4 Milliarden(!) Menschen, "nur" 140 Einwohner pro Quadratkilometer und somit rund eine um 1/3 geringere Bevölkerungsdichte als Deutschland. D.h. sogar China könnte - rein theoretisch - noch so viele Einwanderer aufnehmen, dass es auf die Bevölkerungsdichte Deutschlands von 226 Einwohnern pro Quadratkilometer kommt. Nur, um mal die Dimensionen aufzuzeigen, wie dicht Deutschland schon besiedelt ist.
Versteh ich nicht. Was wollen Sie uns damit sagen, also zum Thema jetzt?

Australien ist zum größten Teil Wüste und in China flieht die eigene Bevölkerung in die Städte. Ich glaube beide Länder sind in keiner Weise mit Deutschland vergleichbar.

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nordlys 14.10.2014, 16:47
102. Zahlen sind nicht alles

Zitat von KilgoreTrout
Da Sie die Größenordnungen nicht so ganz begriffen haben, schauen wir noch mal, wie das so mit den anderen relevanten Zahlen ist: Australien: 7.692.024 Quadratkilometer Grundfläche, 2,9 Einwohner/Quadratkilometer. Deutschland: 357.167,94 Quadratkilometer Grundfläche, 226 Einwohner/Quadratkilometer.
Tja, einen kleinen Unterschied ignorieren Sie geflissentlich. Australiens Landfläche besteht zu etwa 80 Prozent aus Wüste und Halbwüste...

Aber vielleicht ist ja in Ihrem Nachbarhaus noch Platz.

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ruhepuls 14.10.2014, 16:49
103. Menschlichkeit oder Naivität?

Zitat von Nania
Aha, liebe Mit-Kommentatoren. Es ist also in Ordnung, wenn man Flüchtlingsboote abdrängt, aufs offene Meer zurückschickt und damit wissent- und willentlich akzeptiert, dass dadraußen Männer, Frauen und Kinder verrecken. Nur weil ein Staat sich nicht mal in der Lage sieht, die Leute erst einmal wieder festen Boden unter den Füßen zu geben. Und dann auch noch stolz sein auf Internierungslager... Das geht gar nicht und hat weder mit Menschlichkeit, noch mit Gnade zu tun. Das ist schlicht und ergreifend abstoßend!
Die einzige Chance, die Menschenschlepper zu stoppen,die für teures Geld Menschen in diese Wracks stecken, ist, dass sie keine Kundschaft mehr finden. Und das wird erst passieren, wenn die Menschen keine Hoffnung mehr haben, auf diesem Weg nach Australien zu kommen. Dann steigt niemand mehr ins Boot.

DAS ist letztlich humaner, als weiter den Kopf in den Sand zu stecken. Viele Boote scheitern bereits weit vor der australischen Küste. Das würde nicht passieren, wenn niemand mehr versuchen würde nach Australien zu kommen.

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der.tommy 14.10.2014, 16:52
104.

An die Kommentatoren die hier immer fleißig die Bevölkerungsdichte anführen: Zusammenhang????? Niemand, weder der Artikel, noch der von Ihnen gebashte Kommentator hat behauptet, es gäbe ein Platzproblem. Das ist sowieso völlig absurd. Im übrigen sind ihre Zahlen nicht aussagekräftig, da Australien größtenteils aus Wüste besteht und die tatsächliche Bevölkerungsdichte in bewohnbaren Gebieten höher liegt. Im Übrigen geht es schlicht um die Frage, wieviele Menschen eine Gesellschaft "mit durchfüttern" kann. Mal abgesehen davon, dass die menschenschleuserei unterbunden gehört. Und das funktioniert eben nur, wenn keiner mehr "Lust hat", illegal einzuwandern. Aber nur zu, fördern sie mit ihrem naiven gutmenschentum weiter den Menschenhandel anstelle sich Gedanken über die eigentlichen Probleme zu machen. Sie leben wohl alle auch noch in der Illusion, dass Asylanten sich vollständig integrieren und ähnliches. Die Realität die ich tagtäglich sehe, sieht leider ganz anders aus

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the-black-sheep 14.10.2014, 16:53
105.

Ja, logisch. Und Befürworter sind begeistert.

Man mag Australien ja so einiges vorwerfen in dieser Hinsicht, aber etwas muss man ihnen lassen: Sie sind ehrlich! Ihren eigenen Einwohnern gegenüber, aber auch den Flüchtlingen gegenüber, denen Sie keine falschen Hoffnungen machen. Sie sprechen einfach Klartext. Aber sowas kennt man in Deutschland ja gar nicht mehr. Teilt man hier nicht die mainstream-Meinung, ist man immer gleich ein faschistoidhomophober Antisemit.

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joomee 14.10.2014, 16:59
106. Falsch!

Zitat von wayne.interessierts
an alle mitforisten denen die vergleichzahl der Pro Kopf aufgenommenen Flüchtlinge als Rechtfertigung plausibel klingt: Fläche pro Kopf zählt. und ob das nun wüste ist oder nicht muss ggf. relativiert werden. jedoch leben welweit Millionen Menschen in wüsten, und das nicht erst seit gestern. eine Wüste ohne Bomben ist allemal besser als eine Wüste mit bomben. Fragen Sie die australischen Ureinwohner. @spon: schwach Wie immer.
Das stimmt nun mal gar nicht. Es geht um die Versorgung und die Betreuung der Menschen - und die Finanzierung dafür. Diese kann nur von einer Gemeinschaft erbracht werden und nicht von Landflächen...

Insoweit kann man nur die Einwohnerzahl und deren Wohlstand zum Vergleich heranziehen.

Aber es gibt natürlich auch Situationen, wo Fläche eine Rolle spielt. Vom Wohlstand her könnte Monaco sicherlich viele Flüchtlinge aufnehmen. Von der Fläche her wohl eher nicht.

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Jasro 14.10.2014, 17:01
107. Grönland und Australien

Zitat von Ayelet Haschachar
Warum nicht? Beide haben ein riesiges, nicht landwirtschaftlich nutzbares und auch sonst kaum bewohnbares wüstenartiges Zentrum, bei beiden ballt sich die Bevölkerung in wenigen Regionen an der Küste. Nämlich dort, wo Wirtschaft, Landwirtschaft, Fischerei und andere lebenserhaltende Tätigkeiten möglich sind...
Grönland ist, geographisch gesehen, der verlängerte Teil der Arktis, besteht zum größten Teil aus Packeis, hat eine Bevölkerung von insgesamt 56.000 (sechsundfünzigtausend) Einwohnern und hängt wirtschaftlich "am Tropf" Dänemarks (und somit der EU), ohne welches Grönland wirtschaftlich nicht leben könnte.

Australien hat 23 Millionen Einwohner, hat sehr viel Weideland für Nutzvieh wie Schafe und Rinder (nicht zufällig haben sich ja z.B. die dort von den Europäern eingeführten, verhassten Kaninchen in Australien so rasant verbreitet, aber auch andere "invasive species" wie Katze, Fuchs, Esel, Brumby-Pferd usw.), ist im Süden fruchtbar und durchaus für Landwirtschaft geeignet.

Wie gesagt, viele Gegenden Australiens sind für die menschliche Nutzung noch gar nicht erschlossen.

Kaum einen Menschen zieht es nach Grönland, im Gegenteil, viele Ureinwohner Grönlands gehen lieber nach Dänemark.

Aber offenbar wollen viele Menschen nach Australien.

Wenn Sie also wirklich Australien mit Grönland vergleichen wollen, dann verraten Sie mir doch bitte mal, warum das wohl so ist?

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ich2010 14.10.2014, 17:05
108.

Zitat von kenterziege
Ich bin pro Jahr einmal in Australien. Es wird ein Visa beantragt und dann ist es gut. Man kann ganz entspannt einreisen. Dann kommen noch zwei süße Hunde und schnüffeln nach Rauschgift und das war es! Australien ist ein Land, dass Fremde Willkommen heißt. Tausende von Jugendlichen praktizieren dort Work and Travel. Der ständige Kommentar bei kleinen Problemen ist: No worries! Die Australier sind inzwischen strikt nach außen und innen. Die permanente Koma-Sauferei von Jugendlichen ist durch die nachdrückliche Verfolgung von Übertretungen im Griff. Bus-Unternehmen haben ihre eigenen, sehr effektiven Sicherheitsdienst. Man kann in Perth und Adelaide nachts auch als Frau wieder den Bus benutzen. Da gibt es ein Motto: Zero Tolerance. Genau so gehen die Leute mit den Schlepperbanden um. Es ist ihr Land. Sie sind demokratisch verfasst und können das machen, was alle anderen Länder auch tun: Ihre Grenzen schützen. Ich bin fest davon überzeugt: Das werden wir auch tun (müssen). Sonst werden wir überschwemmt!
kann ich nur bestätigen. ich fliege auch regelmäßig nach down under. einige male auch als alleinreisende und hatte noch nie irgendwelche negativen erfahrungen. weder bei der einreise noch sonst irgendwo. im gegenteil. egal ob mit bus, bahn, flugzeug oder mietwagen nie gab es auch nur ansatzweise eine unangenehme situation.

bevor man das land nicht selbst erlebt hat sollte man sich kein urteil erlauben. und schon gleich gar nicht anhand irgendwelcher fernsehdokus. die geben immer nur das wieder, was der produzent zeigen möchte. nicht aber die realität.

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Zensi Erter 14.10.2014, 17:06
109. Naiv

Zitat von ruhepuls
Die einzige Chance, die Menschenschlepper zu stoppen,die für teures Geld Menschen in diese Wracks stecken, ist, dass sie keine Kundschaft mehr finden. Und das wird erst passieren, wenn die Menschen keine Hoffnung mehr haben, auf diesem Weg nach Australien zu kommen. Dann steigt niemand mehr ins Boot. DAS ist letztlich humaner, als weiter den Kopf in den Sand zu stecken. Viele Boote scheitern bereits weit vor der australischen Küste. Das würde nicht passieren, wenn niemand mehr versuchen würde nach Australien zu kommen.
Es gibt einen schier unendlichen Nachschub an Fluechtlingen. Das Mesnchen bei der Ueberfahrt sterben ist allen klar, auch den bloedesten Fluechtlingen. Trotzdem versuchen die es. Haben Sie sich mal gefragt, warum das so ist? Was Menschen dazu bewegen koennte, ein derart verzweifeltes Unternehmen zu versuchen?

Und natuerlich gibt es viele andere Arten, das Problem in den Griff zu bekommen. Mal mit der wirtschaftlichen Ausbeutung der Ausgangslaender aufzuhoeren waere ein Anfang. Das trifft vielleicht weniger fuer Australien zu, aber Europa saugt Afrika knallhart bis aufs Blut aus. Gerade wieder bei einem Besuch in Tanzania gesehen. Richtig ekelhaft ist das zu sehen, wie der Reichtum dieses Landes von Europaischen und Asiatischen Firmen abgeschroepft wird. Und natuerlich koennte man die Schlepper vor Ort bekaempfen, man muesste allerdings mit den Ausgangslaendern zusammenarbeiten. Das waere fuer Oz vermutlich leichter als fuer Europa, aber sicherlich auch in Europa moeglich. Allein das Geld, dass in den Grenzschutz gesteckt wird, wuerde vermutlich dreimal reichen, um die Fluechtlingsstroeme auf ein Minimum zu begrenzen. Aber das waere den Hassern und Hetzern wohl zu human.

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