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Kampf dem demografischen Wandel: Downtown Hiddenhausen
DPA

Die ostwestfälische Gemeinde Hiddenhausen will sich nicht mit dem demografischen Wandel abfinden: Sie kämpft erfolgreich gegen leer stehende Häuser und für junge Menschen.

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jungletiger9 08.09.2015, 10:44
1. Eigentlich keine grossartige Erkenntnis

Es ist schon eine Schizophrenie, dass die Gemeinden es als Prestigesache ansehen, immer neues Bauland auszuweisen und die Landschaft so zu zersiedeln, waehrend die Dorfkerne absterben. Hoechste Zeit, die Prioritaeten und finanziellen Anreize zu verandern.

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swandue 08.09.2015, 10:50
2.

Für manches sterbende Dorf könnte es die Wende darstellen, wenn da mal einige Dutzend Syrer zuziehen. Es fragt sich bloß, wovon die dann leben sollen in Oberfranken oder Meck-Pomm.

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jowitt 08.09.2015, 10:52
3. @fcputin

Zitat von fcputin
brauchen wir genug. Da sind doch gerade 800.000 Neudeutsche angekommen. Für die wäre das doch ideal. Man liest doch sonst auch viel über Schwierigkeiten der Kommunen. Also bitte einziehen lassen.
So einfach ist das ja nicht. Die Häuser gehören ja schließlich irgendwem. Da kann ja schlecht die Gemeinde jemanden einquartieren.

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doulos 08.09.2015, 10:52
4. Arbeitsplätze?

entscheidend für die Ansiedelung von Neubürgern ist sicher das Vorhandensein von Arbeitsplätzen. Im Übrigen werden viele NBs versuchen, mit Ihresgleichen ein vertrautes Lebensumfeld zu bilden. Ob da genau Hiddenhausen zum Zuge kommt, halte ich für fraglich. Einen Haufen Syrer und/oder Afrikaner in die deutsche Provinz zu verplanzen und zu erwarten, dass sie da Wurzeln schlagen und "Früchte tragen" werden ist ziemlich naiv und entspricht kein bisschen den Erfahrungen, die man in anderen Ländern mit Zuwanderung gemacht hat.

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jowitt 08.09.2015, 10:53
5. @jungletiger9

Zitat von jungletiger9
Es ist schon eine Schizophrenie, dass die Gemeinden es als Prestigesache ansehen, immer neues Bauland auszuweisen und die Landschaft so zu zersiedeln, waehrend die Dorfkerne absterben. Hoechste Zeit, die Prioritaeten und finanziellen Anreize zu verandern.
Das ist ja beileibe nicht überall so. In vielen Umlandgemeinden der großen Städte fehlt Bauland, die Preise schießen durch die Decke.

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thg 08.09.2015, 10:56
6. @1/fcputin

Es sind 800.000 Flüchtlinge angekommen. Ob die "Neudeutsch" werden, auf der Durchreise sind oder wieder zurückgehen ist noch nicht entschieden. Wenn Sie den Artikel gelesen haben ist Ihnen sicher aufgefallen, dass nicht von kommunalem Wohneigentum die Rede sondern davon junge Familien in leerstehende Altbauten zu "locken". Insofern kann ich den Einwurf "Flüchtlingsunterkunft" in diesem Kontext nicht nachvollziehen.

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max-mustermann 08.09.2015, 10:56
7.

Wow bis zu 1500 Euro im Jahr, also gut hundert Euro im Monat. Wer bindet sich den für die paar Kröten eine alte Bude die noch kernsaniert werden muss ans Bein ?

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ingofischer 08.09.2015, 10:59
8. Demografischer Wandel ist nicht aufzuhalten

Wenn man anerkennender Weise in diesem Dorf geschafft hat, junge Familien hinzulocken, dann heißt das aber nichts anderes als dass dieser Zuzug eben auf einem anderen Dorf fehlen wird. Wer in die Stadt ziehen möchte, wird man nicht umstimmen können - es ist sozusagen nur ein hin und Hergeschiebe der noch Verbliebenden.
Die Hauptursache für den Demografischen Wandel - der starke Geburtenrückgang ist für Jahrzente zementiert und das die Attraktivität der Städte für junge Familien wieder abnimmt ist vorerst nicht zu erwarten.

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effesste 08.09.2015, 11:10
9. Vielleicht jemand...

Zitat von max-mustermann
Wow bis zu 1500 Euro im Jahr, also gut hundert Euro im Monat. Wer bindet sich den für die paar Kröten eine alte Bude die noch kernsaniert werden muss ans Bein ?
... der keine Lust auf ein 08/15-Standardhaus auf einem handtuchgroßen Grundstück in irgendeiner gesichtslosen Neubausiedlung hat? Das kann natürlich auch sehr schön sein, aber Geschmäcker sind eben unterschiedlich.

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