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Kampf der Kurden um Kobane: Tödlicher Grenzverkehr
AP/ dpa

Kobanes Kurden erleben verzweifelte Stunden und Tage. Viele halten das Chaos in der Stadt nicht mehr aus, flüchten in die nahe Türkei. Von dort schleichen frische Kämpfer ins Land. Besuch an der löchrigen Grenze zum Krieg.

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KimMindless 10.10.2014, 09:57
30. Die zwei Seiten einer Münze...

Zunächst: Auf der Vergleich mit russischen Separatisten habe ich gewartet. Sowas lächerliches verdient eigentlich nicht mal eine Antwort aber schämen Sie sich bitte in Grund und Boden, dass Sie die russische Einnahme kompletter Landstriche, zunächst gar ohne Gegenwehr, mit einer barbarischen Massenmördergang vergleichen, die Kinder enthauptet, ihnen bei lebendigem Leib das Herz aus der Brust schneidet, Frauen vergewaltigt und vor ihren Kindern tötet und massenhaft Männer hinrichtet, weil ... ja warum eigentlich? Ob Christ, Jesid, Muslim, ob Alawit, Schiit oder Sunnit, sie schlachten ab was Ihnen vor die Flinte läuft. Schämen Sie sich einfach.
Weiterhin empfinde ich es als menschliches Versagen, als Schmach und unfassbare Grausamkeit, dass die Welt zusieht, während junge Männer, die kaum die 20 überschritten haben, ihre Heimat versuchen zu verteidigen und schlicht überrannt werden. "Kobane wird fallen" hieß bereits vorgestern und dennoch rührt sich nichts. ABER: hier trägt nicht nur die Türkei Schuld. Im Prinzip hält man sich kollektiv und gegenseitig die Augen zu. Die Türkei sagt: Bodenoffensive: klar! Aber definitiv nicht allein. Die USA sagen: Bodentruppen? Neeee, das sollen die Türken mal erledigen, die wohnen nebenan. Und was sagt Deutschland? Wir fliegen 20 Peschmergas direkt von der Front nach Deutschland, bilden sie aus und schicken ihnen zwar die besten Waffen die wir haben aber vermutlich ist jeder Kleinstadtkriminelle besser ausgerüstet. Zumal die Peschmerga mit Syrien ja nix am Hut haben.
Der Amerikaner fliegt zumindest halbherzige Luftschläge, kann damit aber auch nicht viel reißen. Der Ruf in Richtung Türkei wird lauter und lauter. Grundsätzlich auch korrekt, aber: bis vor wenigen Tagen wollten die Kurden noch keine Hilfe aus der Türkei, weil sie die türkischen Soldaten nahezu ebenso fürchten, wie die Kämpfer des IS da sie eine Einnahme der kurdischen Gebiete befürchten.
Weiterhin ist es natürlich schwierig von Erdogan zu verlangen, seine Soldaten "in den Tod" zu schicken und den alleinigen Zorn der Terroristen auf sich zu ziehen denn wir dürfen nicht vergessen, er hat sie vor den Toren stehen. Ein Einsatz kann nur von der NATO geführt werden. Wir predigen immer unseren Schulterschluss, unseren Zusammenhalt und ein Angriff auf einen sei ein Angriff auf alle... wie viele Querschläger sind schon in der Türkei gelandet? Wie lange ist dieses türkische Grabstädte mit 30 türkischen Soldaten schon von 1000 IS Kämpfern umzingelt? Unser Bündnispartner wird bedroht, also werden wir es alle und wir alle sind gefragt. Wir können die Verantwortung für einen Bodenkrieg gegen den IS nicht in die Hände eines Staates legen.
Sicherlich verfolgt hier jeder seine eigenen Interessen, sicherlich hat gerade die Türkei zumindest die Fingerspitzen in Blut getränkt aber auch der Westen hat lange zugesehen. Man wollte Assad loswerden, IS kämpfte gegen Assad, also schloss man die Augen vor ihren Grausamkeiten und wurde erst aufmerksam als man die Augen nicht mehr schließen konnte. Es ist einfach nicht mehr die Zeit, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, es ist Zeit, den Schulterschluss zu suchen und die Welt von diesen Barbaren zu befreien.

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ratzmatz 10.10.2014, 10:38
31. Hä

Moment mqal bitte.Die einzigen die hier angegriffen wurden sind die Bewohner von Städten und Dörfern die seit Jahren und Jahrhunderten dort leben.Und zwar angegriffen von einer völlig enthemmten unter Drogen stehenden islamistischen Mörderbande.Was gibt es zu diskuttieren.UNO Mandat her Bodentruppen her Islamisten plattmachen.Fertig.

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optional_muenchen 10.10.2014, 13:18
32. Mir sind

gut Informierte generell Lieber als Dumme. Egal welche Volkszugehörigkeit.
Die Kurden, von denen Sie sprechen, werden zu Hunderttausenden in der Türkei, aus Syrien fliehend, aufgenommen und durchgefüttert.
Und genau diese Kurden wollen mehrheitlich, dass man (die türk. Armee) die PKK und PYD unterstützt.
Die PKK tötet seit über 30 Jahren genau diese Armeeangehörigen, über 30.000 Menschen (deshalb wurde sie u.a. auch von D und zurecht als Terrororga eingestuft)
Und jetzt soll man das alles vergessen und die lieben PKK-Heroen unterstützen. Damit diese sich dann im nächsten passenden Augenblick umdrehen und die türk. Soldaten von Hinten erschießen.
Man, aufwachen!!!

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Chiefli1 10.10.2014, 14:38
33.

Zitat von zieloptiker
Mit allem Respekt, ... es ist merkwürdig, dass viele Journalisten und Beobachter das genau anders sehen. Kurden wird verwehrt, nach Syrien zurückzukehren, um ihrem Volk zu helfen, während gleichzeitig Lastwagen mit den typisch bewaffneten Rauschebärten ungehindert die Grenze Richung Syrien passieren dürfen. Die IS ist, neben Saudi Arabien, ein heimlicher Verbündeter der Türkei, sogar Joe Biden hat dies offiziell bestätigt, ... und der muss es ja wissen ;-)
Naja Kurden mit Türkischem Pass wird offiziell verboten rüber zu gehen, allerdings sind die Grenzen sehr löchrig...Syrische Kurden dürfen.

ach so...die Journalisten die behauptet haben YPG-Kämpfer¦innen nicht behandelt werden, aber im selben Beitrag eine Kämpferin in eine Spezialklinik gebracht wurde?

Naja was soll der olle Joe schon sagen, 'da haben wir ganz schöne Sch...e gebaut, hoffentlich kommt niemand auf die Idee und (die USA) vor einem Fairen US-Gericht auf Schadenersatz zu verklagen, denn sollte dies der Fall sein, steigen unsere Schulden schlagartig um das 10x ;)

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