Forum: Politik
Kampf gegen das Auto: Sag zum Abschied leise Polo
KOALL/ EPA/ REX/ Shutterstock

Verarmt, dafür aber ökologisch vorbildlich: Mit ihrem Kampf gegen die eigene Autoindustrie betreibt die deutsche Wohlstandsgesellschaft ihre Selbstabschaffung.

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paysdoufs 05.08.2017, 03:18
1020. Einen hab' ich noch

Ich kann nur jedem empfehlen sich auf Google Earth mal den Sitz der DUH in Radolfzell anzugucken. Spoiler-Alert: Er befindet sich in einem dezentralen Gewerbegebiet einer Kleinstadt. Und nun raten Sie mal was sich neben dem Bürogebäude befindet...?

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SaltKing 05.08.2017, 03:21
1021. Ja

Sie liegen damit ganz im Trend der Automobilindustrie und Konsorten aus Bayern und BW. Die Arbeitsplätze, DIE WIRTSCHAFT, Himmel hilf was würden wir nur ohne die Autoindustrie tun. Das es andere Branchen in DL gibt die durchaus ähnliche Beschäftigtenzahlen Aufweisen und die nicht jedes mal rumheulen sobald auch nur eine Regulierung am Horizont aufzieht.
Nach ihren Willen ginge es wie den meisten Steuersündern: "Wir können die doch nicht verprellen, das ist doch nicht so schlimm"
Anscheinend sollte in Zukunft die Devise lauten, tue Unrecht und werde dafür belohnt, andere Großunternehmen wie Monsanto und Nestlé machen es vor wie man ohne Rücksicht auf Verluste Gewinne einfährt und quasi unantastbar wird ab einer gewissen Größe, Politiker hängen viel zu sehr mit drin um ernsthaft aufzubegehren, noch schlimmer wenn vorher Spenden geflossen sind *hust* CDU *hust*.

Soll sich die Gesellschaft auf ewig mit einer Karotte vor der Nase ködern lassen die da Arbeitsplatz heisst? Wer sagt denn das durch das jahrelange wegschauen/ Technologierückstand und Strafzahlungen nicht noch mehr Arbeitsplätze verschwinden? Denken sie Nokia hat in seiner Blüte damit gerechnet das es so abstürtzt, da hat auch am Ende auch keiner an die Mitarbeiter gedacht bei der Ausrichtung seiner Strategie. Sie fordern ein Opfern die Rechtstaatlichkeit für die angebliche sicherung der Arbeitsplätze, doch wir wissen alle wie es läuft, kaum stimmt einmal die Rendite nicht, müssen rationalisierungen vorgenommen werden, auch die Autoindustrie arbeitet verstärkt mit prekären Arbeitsverhältnissen in Form von Werksverträgen, wollen sie diese Arbeitsplätze unbedingt erhalten?

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paysdoufs 05.08.2017, 03:22
1022. Im Prinzip ja

Zitat von toranaga747
Wer 32 Jahre Kohl und Merkel wählt hat nichts besseres verdient.
Nur dass die Deutschen jetzt halt nicht nur sich selbst, sondern die ganze EU mit runterziehen.

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okav 05.08.2017, 07:37
1023. Eine Erfahrung mit dem Elektro Auto musste ich auch schon machen:

Bei keinem Fahrzeug wird so über die Reichweite und damit dem Verbrauch gelogen, wie beim Elektro Auto.

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mm12345 05.08.2017, 08:21
1024. Klasse

Klasse geschrieben, endlich mal auf den Punkt gebracht. Und das im Spiegel, ich fass es nicht. Vielen Dank dafür.

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ulisses 05.08.2017, 08:54
1025. Laughlin

So, jetzt kommt mein Beitrag, leider viel zu spät.
Die Skeptiker der Elektromobilität haben - leider - die Physik auf ihrer Seite.
Es wäre ja sehr schön, wenn es Autos wie Tesla und Co. für alle gäbe und diese dann die gleichen Aufgaben erfüllen könnten, wie die normalen Verbrennungsstinker. Ich gehöre zu den Menschen, denen der Lärm von PS-Protzen und der Gestank von LKWs etc auf den Nerv und auf die Gesundheit geht.
Aber, liebe SPON, bitte klären Sie den Dummen Leser (und Leserin) mal über folgende Details auf:
Teure Akkumulatoren, Schwermetalle, hohes Gewicht, sehr schlechtes Verhältnis von Energie und Masse.
Bei der ganzen Diskussion um den schlimmen Dieselskandal wird vergessen: es geht doch nicht nur um den Individualverkehr. Wir brauchen auch Motoren und Energie für: Schiffe, LKWs, Lokomotiven, Traktoren und Flugzeugen. Kerosin kann man so schnell nicht durch Akkumulatoren ersetzen. Die Flugzeuge wären dann viel zu schwer und/oder hätten eine zu geringe Reichweite.
Ohne Verbrennungsmotoren gäbe es keinen interkontinentalen Flugverkehr. Und wohl auch keine moderne Landwirtschaft mit leistungsstarken Traktoren, die stundenlang Höchstleistung bringen müssen. Davon hängt die Welternährung ab, auch wenn wir alle Bio-Veganer wären.
Das gleiche gilt für den Betrieb von Schiffen. Auch da kommt es auf Reichweite und Unabhängigkeit von Stromleitungen etc ab.
Die ganze Diskussion ist eine Luxusdebatte.
Der Nobelpreisträger Laughlin schreibt in "Der letzte macht das Licht aus", dass in der Zukunft, nach Ende des Erdöls und der Kohle, weiterhin Verbrennungsmotoren zum Einsatz kommen werden. Der Kohlenstoff wird dann sehr arbeite- und energieaufwendig aus der Luft (CO2) fixiert und dann zu Kohlenwasserstoffen umgewandelt.
Die Energie kommt aus Nuklearenergie, Solarenergie, Wasserkraft, Kernfusion und allem, was man dann zur Verfügung hat. Kohlenwasserstoffe haben einfach die beste Bilanz in Handhabung, Lagerung, Energie pro Masse.
Wenn es Benzin, Diesel, Kerosin noch nicht gäbe, würde man sie erfinden. Sie sind rein physikalisch allen anderen Energieträgern, wie Erdgas, Wasserstoff und erst recht Batterien/Akkus weit überlegen.

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facereality 05.08.2017, 09:00
1026. Den Nagel auf dem Kopf getroffen

Besser kann man es nicht beschreiben. Ich habe überhaupt nichts dagegen, mir in z. B. 5, 10 oder 15 Jahren ein sinnvolles und ökologisch vertretbares, sowie bezahlbares Elektro-/Wasserstoff-KFZ zuzulegen und von Verbrennern nur noch in historischen Medienrückblicken zu hören und sehen, wenn das dann noch Stand der Technik sein sollte, vielleicht genügen 2030 ja schon ein paar Solarzellen auf dem Autodach. Allerdings glaube auch fest daran, bis dahin zu überleben...

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Kradfahrer 05.08.2017, 09:10
1027. Was

Sie schreiben, erklärt die Sache, entschuldigt sie jedoch in keiner Weise. Ich denke, so meinen und sehen Sie das auch, es sollte jedoch auch klar so benannt werden.

Und zum Ausgangspunkt, verspekuliert in der erwarteten Norm, so kann das nun gar nichts entschuldigen. Wo wäre denn das Problem, wenn statt der Euro-6-Norm schon die Euro-7-Norm im Voraus erfüllt worden wäre (so mal rein fantasiemäßig in den Raum gestellt)? Da wäre doch gar keinem Autohersteller der geringste Vorwurf gemacht worden! Gut, die Konkurrenten hätten den vielleicht als Streber angesehen - na und? Wäre ja wohl eher absatzfördernd gewesen als das, was jetzt passiert ist.

Und dann frage ich mich ernstlich, in welcher Waldorfschule die verantwortlichen Flachpfeifen ihren Namen zu tanzen gelernt haben. Waren die alle in Summerhill? Erziehung können die jedenfalls nicht genossen haben, wenn sie nicht bedacht haben, dass Lügen nun einmal kurze Beine haben. Das hätte denen doch jeder ordentlich erzogene Dreijährige vorhersagen können, dass die damit grandios auf die Nase fallen werden.

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Leser 007 05.08.2017, 09:21
1028. Vielen Dank ...

... für diese wahren Worte.
Ich kann Ihnen nur 100 %ig zustimmen.
Leider leben in Deutschland zu viele verträumte, technisch ungebildete und ideologisch verblendete Menschen, die potentielle "Wähler" sind, als dass man ernsthaft hoffen kann, dass sich unser Wohlstandsniveau auch nur annähernd halten könnte. Die Ursachen und Anfänge dieser traurigen Entwicklung liegen in den 70er Jahren und der Entstehung der "Grünen". Aber diese Erkenntnis hilft nichts mehr - es ist zu spät.
Die asiatischen Länder werden uns schon sehr bald in jeder Hinsicht überholt haben.
Aber was solls: Auch im untergehenden Rom hat es sich gut leben lassen !
Die heutigen Kinder tun mir allerdings leid !

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citoyen55 05.08.2017, 09:27
1029. @der.tommy

Ein Versuch , die Diskussion versachlichen https://causa.tagesspiegel.de/politik/diesel-und-moderne-verkehrspolitik-geht-das-zusammen/der-diesel-ist-zukunftsfaehig.html

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