Forum: Politik
Kampf gegen das Auto: Sag zum Abschied leise Polo
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Verarmt, dafür aber ökologisch vorbildlich: Mit ihrem Kampf gegen die eigene Autoindustrie betreibt die deutsche Wohlstandsgesellschaft ihre Selbstabschaffung.

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prophet46 03.08.2017, 17:11
290. Wo du recht hast....

Fleischi, wo du recht hast, hast du recht. Nur ist der Vorwurf etwas zu pauschal. "Mit ihrem Kampf gegen die eigene Autoindustrie betreibt die deutsche Wohlstandsgesellschaft ihre Selbstabschaffung."Es ist nicht die Wohlstandsgesellschaft, es ist die grüne-rote Gutmenschenvereinigung, bräsig, mit Staatsknete gefüttert und immer auf der Suche nach neuen ökologischen Skandalen und notwendigen Wendungen. Da stellt sich die Pfarrersfrau in ihrer roten Kampfmontur ins Fernsehen und fordert die Verkehrswende und einen Zukunftsgipfel, diese Zipfel. Und ein paar trottelige Medien, die offensichtlich nicht begreifen wollen, was sie mit ihrer Hetze anrichten, lassen sich dabei genüsslich als nützliche Idioten (F.J.Strauß) einspannen. Man hat ja so ein gutes Gewissen dabei. Irgendwie haben wir Deutschen es mit dem Common Sence noch nie so gehabt und kippten gerne immer wieder ins extreme ab: Millionen umbringen oder Willkommenskultur.

Ich hoffe, dass die Dieselkamgne den grünen Kreisen bei der nächsten Wahl auf die Füße fällt.

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Franc-Gerry 03.08.2017, 17:11
291. des Kaisers neue Kleider...

kaum zu glauben, dass man doch noch einen derartigen Artikel zu lesen bekommt. Die Erkenntnis, dass aus den Endrohren unserer Autos Verbrennungsgase herauskommen, muss anscheinend völlig neu sein und so machen wir jetzt 'Nägel mit Köpfen': wir bauen uns wieder ein Plaste-Auto, stopfen es bis zum Rand mit Laptop-Batterien voll, die ja so etwas von sauber sind (Herr Fleischhauer hat es ja kurz angesprochen), nennen das tonnenschwere Teil nicht mehr Trabbi, sondern Tesla und fühlen uns so richtig gut. Physik ist, wenn man weiß, dass 50l Treibstoff ca. 1 t Batterien entsprechen. Die Fahrzeuge erfordern wegen des hohen Gewichts verstärkte Achsen und Reinforced-Bereifung. Wenn es dann um die Entsorgung dieses Elektro- und Plastikschrotts geht, wird es ganz spannend: der Dreck ist so gut wie nicht recyclebar, höchstwahrscheinlich können wir ihn zusammen mit unserem Atommüll verscharren - ich lach mir noch einen Umweltast. Vermutlich wird es auch so kommen und die Chinesen werden uns nicht nur ihre Batterien verkaufen, sondern die ganzen Kisten, wie schon bei der Solarindustrie geschehen und bei uns gehen langsam die Lichter aus und es wird richtig 'gemütlich'. Ein wirklich gutes E-Fahrzeug hat einen Schleifer an Bord und sonst nur noch einen geregelten E-Motor mit seinem exzellenten Wirkungsgrad. Das macht unsere Bahn seit langer Zeit vorbildlich und auch wir könnten die linke Autobahnseite mit einer Oberleitung für Lkw's ausstatten - das wären echte Potentiale. Kleinwagen als elektrische Cityhopper - why not, aber per politischem Dekret 'umrüsten' ist schon äußerst krank!

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RioTokio 03.08.2017, 17:12
292.

Fleischhauer ist mal wieder einer der wenigen Realisten unter all den empörten Kollegen und Foristen.
Der Zusammenhang zwischen erfolgreichen Produkten - Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen, bzw. Geldeinnahmen zur Finanzierung von staatlichen Wohltaten ist vielen fremd.

Schaut man sich die Verkaufszahlen von Elektroautos an, steht dies in umgekehrt proportionalem Verhältnis zu den Empfehlungen an deutsche Autobauer doch endlich E-Autos zu bauen.
Aus gutem Grund werdne sie nicht gekauft und eben auch ungerne Kleinwagen.

Wenig Verbrauch - wenig Feinstaub und wenig NOx passt eben physikalisch nicht so recht zusammen.
Politiker und die meisten Bürger sind absolute Laien im Bereich Motorentechnik. So kommt es, dass gehofft wird, dass man nur möglichst niedrige Grenzwerte formulieren muss und schwuppdiwupp machen es die Ingenieure möglich sämtliche Ziele einzuhalten.

Die Zeiten sind vorbei. Große Technologiesprünge sind nicht zu erwarten.
Die von der Politik vorgegebenen Grenzwerte sind also mit Augenmaß zu formulieren, damit wir weiter mobil bleiben können.

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hugotheKing 03.08.2017, 17:13
293. Hut ab!

Das ist mit ein Grund, warum ich SPON lese!
"Früher", sagen manche Leute, "hat man im Benzol gebadet." Damit wollen jene sagen, dass Benzol im Benzin nicht so schlimm sei. Man atmet ja bekanntlich beim Tanken unvermeidlich den "Benzinduft" ein. Andere sagen, dass früher die Luft viel dreckiger gewesen sei, und es wären nicht Menschen reihenweise dadurch umgekommen. Ja, dabei vergessen sie, dass die Wirkung und Ursache häufig nicht unmittelbar ist.

Dass die Argumentation der Umweltverbände gegen Dieselautos mit hohen Emissionen nicht mit grüner Ideologie zu tun hat, sondern es um Gesundheit der Stadtbewohner geht, vergessen viele. Manche dieselphilen Journalisten schrieben, dass der MAK-Wert von Stickoxiden höher sei als der Grenzwert in der Stadtluft, ist schon ein Hohn für die betroffenen Menschen in den Städten. Offensichtlich wollten einigen Journalisten ungebildete Leser ablenken oder vielleicht haben diejenigen selbst nicht verstanden, was der Unterschied zwischen MAK-Wert und Grenzwert in der Luft ist.

Die Frage nach der Elektromobilität ist nicht mehr Ob, sondern Wann. Dass die deutschen Diesel-Spezialisten ungern ihre Kapitalbindung aufgeben wollen, ist nur verständlich. Nur das müssen sie früher oder später sowieso tun. Die Verantwortlichen sollten schnell handeln, und dies nicht nur aus moralischen ethischen Gründen, sondern aus ökonomischen Gründen.

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seniorfd 03.08.2017, 17:13
294. Alte dicke Äste

Sollten irgendwann abgesägt werden um frisches,vitales Wachstum zu erzeugen.
Das weis jeder Gärtner.
Herr Fleischauer scheinbar nicht.

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030812 03.08.2017, 17:13
295. Wenigstens ehrlich

"Die Deutschen müssten nur auf Fiat Panda oder VW Polo umsteigen ... und das CO2-Problem wäre gelöst." - Das bringt die ganze Abgasskandalproblematik auf den Punkt. Da der einzelne durchschnitliche Deutsche zu dumm und zu faul ist, sein Verhalten zur Abwendung einer Klimakatastrophe zu ändern, muss es leider über Gesetze zur Begrenzung des Verbrauchs geschehen. Eine Folge davon ist der Dieselskandal. Ohne diese Gesetzte wird es aber nicht zu funktionieren, da selbst intelligente Menschen, wie der Autor, den Zusammenhang zwischen Auto fahren und Klima zerstören nicht verinnerlicht bekommen. Ich frage mich, wieso man innerhalb von Münchnen mit dem Auto in den Biergarten fahren muss?

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neurobi 03.08.2017, 17:15
296.

Ich kann Herrn Fleischhauer nur zustimmen. Die Deutschen sind Meister darin sich selbst zu schaden. Kennt man schon vom Doping im Sport. Die einzigen die ihre Sportler selbst aus dem Verkehr gezogen haben waren wir. In der Folge gibt es heute kaum noch deutsche Spitzensportler in Leichtathletik oder beim Schwimmen.
Mit den Autounternehmen schaffen wir das auch, wenn wir so weiter machen.
Was die deutschen gemacht haben, das haben die Franzosen, Italiener und andere auch gemacht, das wissen wir heute.
Gibt es dort vergleichbare Hexenjagdten?
Und an alle die sich ungerecht behandelt fühlen weil den US-Kunden das Geld hinterher geworfen wird sollten sich daran erinnern das sie bis vor kurzen wohl zu denen zählten, die über die Auswüchse des US-Schadens(un)recht gelacht haben.
Ja, ihr bekommt gar nichts, auch weil die Amerikaner irrationale Summen bekommen.

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spassfactor 03.08.2017, 17:16
297. Der deutsche ökologische Autokrieg

Lieber Herr Fleischhauer, und wieder einmal Herzlichen Dank für einen Beitrag, der den Nagel auf den Kopf trifft! Ich schätze Ihre Zivilcourage, mit der Sie im derzeitigen Medienumfeld Ihre Sicht der Dinge vertreten. Hut ab!

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vollitotal 03.08.2017, 17:16
298. Super Kommentar, auf den Punkt getroffen

Mir kann keiner erzählen, daß er die Verbracuhsangaben wirklich für voll Nähme, jeder, der auch nur einmal in eine Autozeitschrift geschaut hat wird merken, daß bei jedem Auto test auch noch der verbrauch angegeben wird ! Warum wohl ?
Ja, viele wollen immer noch dicke Autos mit viel KW, damit der ganze technische Schnick Schnack auch transportiert werden kann und das möglichst mit einer Spitzengeschwindigkeit von 220 KM/H. Jetzt wird über Umwelt geredet, ganz einfach, jeder sollte sein Auto so lange wie möglich nutzen, das wäre am besten für die Umwelt, bloß nicht für die Industrie. Der eigentliche Skandal ist es doch, das als logische Konsequenz ein wie auch immer aussehender Neukauf erzwungen werden soll und das ist mit Sicherheit nicht gut für die Umwelt. Ich liege mit meinem 10 Jahre alten Xtrail bei 7-8 Liter diesel, bekäme keine Plakette, während ein heutiger SUV mit 200 PS 10 Liter schluckt und die Plaakette bekommt.
Absurd !

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jumbing 03.08.2017, 17:16
299.

Wieso wird eigentlich vornehm verschwiegen, daß alleine die 15 größten Schiffe mehr Schadstoffe ausstoßen, als alle PKW´s zusammen auf diesem Planeten ? Das würde die Hysterie um den Dieselantrieb in Autos doch ziemlich relativieren.

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