Forum: Politik
Kampf gegen das Auto: Sag zum Abschied leise Polo
KOALL/ EPA/ REX/ Shutterstock

Verarmt, dafür aber ökologisch vorbildlich: Mit ihrem Kampf gegen die eigene Autoindustrie betreibt die deutsche Wohlstandsgesellschaft ihre Selbstabschaffung.

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charlybird 03.08.2017, 19:26
490. Schon mal darüber nachgedacht,

Zitat von balouchen
Hahaha, danke. Die Kolumne trifft den Nagel auf den Kopf. und wenn ich mir ansehen, dass unsere Alt- und Schrottautos nach Afrika und den Ostblock verkauft werden, ist die ganze Sache noch lustiger. Die Deutschen sind echt so blöd, sich von der Verbotspartei Nummer Eins die Wirtschaft kaputt machen zu lassen. Lustig, dass ausgerechnet die auch schreien, dass wir unbegrenzt Migranten aufnehmen und druchfüttern sollen. Da entpuppen sich dann viele Ökos und Linke als so weltfremd, wie sie tatsächlich sind. Alles hehre Ansprüche, aber niemand macht sich einen Kopf, dass das auch bezahlt werden muss. Völlig gaga
dass wir, in der Entwicklungshilfe so wohl besorgte Geschäftlemacher, den Drittweltländern unseren Technikschrott, die hiesigen Unverwertbarkeiten von Argarproduktionen und die alten Rumpelkisten zur weiteren Verwendung so billig verkaufen, so dass ein dortiger echter Markt eigentlich unterminiert wird.
Weiterhin kaufen wir ihnen für ein paar Mios die Fischereirechte und den Boden für Monokulturen ab, so dass eine eigene Versorgung kaum noch möglich ist und dem Land angepasste Entwicklungsstrukturen überhaupt keine Chance haben.
Und nun wundern wir uns, dass die Herrschaften dann zu uns wollen, weil sie wissen, wenn das der Schrott ist, den sie uns schicken, kann es hier nur ein Paradies geben.
Genau das möchten Linke und selbst Grüne eigentlich verhindern, Sie Schlaumeier.

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MotziLLa 03.08.2017, 19:26
491. ach ja, die Leute sind schuld

Zitat Fleischhauer: "... Sie [die Leute] hängen an ihrem BMW und ihrem Mercedes, deshalb sind sie auch bereit, über alle Mogeleien hinwegzusehen. ..."
Was für eine Weltsicht.
Wieviel Prozent der Bevölkerung unseres Landes kann es sich überhaupt leisten, an "ihrem BMW und ihrem Mercedes" zu hängen? Für einen großen Teil der Menschen wären das mal eben locker mehrere Jahresgehälter, bis sie sich dieses Problem leisten könnten.

Das diejenigen, die BMW und Mercedes fahren, gern über "alle Mogeleien hinwegsehen", wie Fleischhauer schreibt, das versteht sich von selbst. Die Gefahr, zu den Opfern von Feinstaub und NOx zu gehören, schrumpft statistisch gesehen parallel zum Anstieg des Jahreseinkommens. Es sind die kleinen Leute in den kleinen Wohnungen an den großen Hauptverkehrsadern der Städte, die proportional am meisten unter den Giften leiden. Aber die kleinen Leute sind nicht die, die Fleischhauer mit "die Leute" meint.

So eine Weltsicht ist allein schon zynisch. Aber von "Mogelei" zu sprechen, wenn es um bandenmäßigen Betrug, um notorisch lügende Politiker und um konzernhörige Behörden geht - das ist schon sehr verniedlichend. Komisch eigentlich, sind nicht die Konservativen sonst die Verfechter von Law and Order? Na ja, Dobrindt hat ja gezeigt, wie man Recht und Gesetz so verbiegt, dass die Konzerne plötzlich von sich behaupten können, sie hätten keine Gesetze gebrochen. Keine deutschen zumindest, denn da haben sie auch die stärkste Lobby mit direktem Draht ins Kanzleramt.

Fleischhauer biegt in seinen Kolumnen die Realität immer wieder so hin, dass man beim flüchtigen Lesen geneigt sein könnte, alle Menschen, die sich für mehr Öko und weniger Gift, mehr Gerechtigkeit und weniger Willkürherrschaft einsetzen, für dumme kleine Idioten zu halten. Die bestenfalls belächelt, schlimmerenfalls aber auch verteufelt werden müssen - so wie in der letzten Kolumne mit dem bräunlich verfärbten Märchen über den armen Pizzabäcker mit Berufsverbot aus (linksgrün versifften) politischen Gründen.

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brüggebrecht 03.08.2017, 19:27
492. Supi!

Eine weitere zynische Schelte für Systemkritiker und Grüne Bürger von Herrn Fleischhauer. So kennen und mögen wir ihn . denn trotz all seiner einseitigen Argumentation ist er ein begnadeter Schreiber und Rhetoriker, den ich immer gerne lese, auch wenn ich nie seiner Meinung bin.

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P. Kuebler 03.08.2017, 19:28
493. fine analytics

Schwer zu sagen was mich mehr begeistert, die (mal wieder) fein-saubere Analyitik des Herrn Fleichhauer oder das getroffene Bellen einiger Kommentatoren. Wie auch immer, den Nagel sauber auf den Kopf getroffen.
Naturgesetze und Verstand passen sowieso nicht mehr in die moderne Welt. Vielleicht sollten wir sie einfach abschaffen. All die, die mit dem "Atomkraft, nein Danke"-Aufkleber auf dem alten VW-Bus über den übereilten Atomausstieg gejubelt haben, entdecken jetzt den Feinstaub...
Fleischhauers Kolumnen sind für mich momentan der wichtigste (und bald vielleicht letzte) Grund den Spiegel zu lesen.

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Plumbum 03.08.2017, 19:29
494.

Zitat von HaraldSchicke
sich bereitwillig betrügen zu lassen, eine andere. Da hat Herr Fleischhauer recht. Seit meinem ersten Auto vor 46 Jahren weiß ich, dass Prospektverbrauch und realer Verbrauch überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Die mehrverbrauchenden SUVs kaufen die Leute freiwillig, obwohl sie wissen, dass sie viel unnötigen Mehrverbrauch haben. Die Stickoxide sind nicht unbedingt das große Problem und die Zahl von 45.000 Menschen, die dadurch angeblich jährlich sterben, ist nichts als eine unseriöse Schätzung. Echte Probleme für die Gesundheit bereitet der Feinstaub, der von jeder Mobilität erzeugt wird. Die kann man aber nicht abschaffen. Deshalb sucht man sich einen Sündenbock. Das ist ausgerechnet der sehr effiziente Dieselmotor, der aber in anderen Ländern gar nicht geliebt wird. Aus meiner Sicht sind die US-Strafen für Dieselautobauer eine Art Handelskrieg und die deutsche Regierung weder nicht willens oder schlicht unfähig, sich dagegen zu wehren.
Das ist kompletter Unsinn.

Die Anzahl der Sterbefälle durch Stickoxide usw. ist vielfach wissenschaftlich abgesichert. Ihre Behauptung ist einfach nur lächerlich.

Feinstaub kann man gewaltig reduzieren (siehe Asbest).

Der Ausdruck "effiziente Dieselmotoren" ist genau so lustig wie falsch. Ein Dieselmotor macht nur Sinn, als konstant, mit niedriger Drehzahl laufende Maschine. Für den Einsatz im PKW (häufige Lastwechsel usw.) mussten die Dieselmotoren mit irrwitzigem technischem Aufwand angepasst werden.
Dieselmotoren im PKW sind eine irrsinnige ökonomische, ökologische und technische Fehlentwickliung.
Auch in anderen Ländern gibt es gute Ingenieure, deshalb wurde dort eher selten auf den PKW-Diesel gesetzt.

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trader_07 03.08.2017, 19:31
495.

Zitat von tempus fugit
Mit seinen 1200 Euro Nettoeinkommen - wenn alles gut geht.
Ist das der Grund, weshalb Sie hier pausenlos über die angeblichen Vorzüge von Elektroautos reden, aber selbst einen uralten Verbrenner fahren?

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leiendeu 03.08.2017, 19:31
496. Automafia

Es ist sicher richtig, dass diese Müller-Zetche-Mafia den Verbraucher betrogen hat. Es ist auch richtig, dass das für diese 'Gauner' juristische Konsequenzen haben muss. Es ist aber auch klar, dass die Automobilindustrie den entstanden Schaden nicht ersetzen kann. Da stehen mindesten 24 Milliarden im Raum. VW ist schon mit vielen Milliarden in den USA im Obligo. Also gibt es nur einen Weg, wenn diese deutsche Schlüsselindustrie nicht 'den Bach herunter' gehen soll. 50% Staat (also wir) und 50% Automobilindustrie für die Hardware-Lösung. Andernfalls wird das ganze Land unberechenbaren Schaden nehmen. Hart und unfair - aber die einzige Chance.

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pogliaghi 03.08.2017, 19:32
497. Das Auto ist viel mehr als ein Verkehrsmittel

Es dient als Ausweis der gesellschaftlichen Position. (Erfolg)reiche fahren große und teure Automobile. Diejenigen, die es nicht geschafft haben, fahren mit Bus und Bahn. Gegen diese Ordnung der Dinge wird momentan angerannt. Grüne und rote Weltverbesserer laufen Sturm gegen dieses wichtige Merkmal gesellschaftlicher Positionierung. Obacht! Vorsicht! Es geht nicht um das Auto. Es geht um oben und unten, klein und groß. Rebellion liegt in der Luft!

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jkbremen 03.08.2017, 19:32
498. Selten so einen Unfug gelesen

1 % der Auspuffgase standardmäßig in den Innenraum solcher Journalisten leiten.
Dann schaun mer mal ob dieser Journalist dann noch immer nichts gegen die betrügerischen Diesel sagt.

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berenfaenger 03.08.2017, 19:33
499. Vom 3. Reich bis heute

Unter Hitler haben die Deutschen ihren Hass bis zu einem unfassbaren Exzess getrieben. Die Scham sitzt tief, und auch noch Generationen später drängt es die Deutschen nach Reue, Buße, Bessermachen. Das ist nachvollziehbar und ehrbar (viele andere Gesellschaften setzen eher auf Verdrängung; mit üblen Folgen). – Zugleich macht es keinen Sinn, aus dem exzessiven Hass von einst einen ungehemmten Selbst-Hass in der Gegenwart zu formen, an dessen Ende eine Buße stünde, die mit dem selbst gewählten Bankrott zu hoch wäre und niemandem nützte. Im Gegenteil: sie würde neues Leid für Millionen hervorrufen. Deutschland muss lernen, mit der Schande seiner Geschichte zu leben. Ohne Arroganz und ohne Unterwerfung. Die Wunde haben die Deutschen sich und der Welt geschlagen. Damit müssen und dürfen sie leben. Und dazu würde auch gehören, nicht reflexhaft einen wirtschaftlichen Ast nach dem anderen abzuhacken.

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