Forum: Politik
Kampf gegen das Auto: Sag zum Abschied leise Polo
KOALL/ EPA/ REX/ Shutterstock

Verarmt, dafür aber ökologisch vorbildlich: Mit ihrem Kampf gegen die eigene Autoindustrie betreibt die deutsche Wohlstandsgesellschaft ihre Selbstabschaffung.

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NahGha09 04.08.2017, 14:26
920. Der Glaube alleine reicht nicht!

Zitat von Vheissu
dass die Gesetze der Physik, die unserer armen Autoindustrie die Grenzwerteeinhaltung angeblich unmöglich machen sollen, mit einem simplen Softwareupdate problemlos ausgehebelt werden können. Da ist der von mir sonst sehr geschätzte Herr Fleischhauer wohl vor dem Kommentarschreiben nicht ganz mit dem Nachdenken fertig geworden.
Gibt Ihnen das nicht zu denken? Eine Aktualisierung der Software (hatte Herr Zetsche wahrscheinlich auf einem USB-Stick dabei) löst das Abgasproblem, ohne Mehrverbauch und ohne Leistungseinbußen und ohne zusätzlichen Harnstoff einzudüsen. Wie soll das denn funktionieren? Ich bin promovierter Physiker und kann diese Frage nicht beantworten. Für mich klingt das eher nach einer der vielen Perpetuum-Mobile-Erfindungen.

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NahGha09 04.08.2017, 14:28
921.

Zitat von der.tommy
Großbritannien beschließt gerade, ab wann keine Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden. In Frankreich gibt es solche Bestrebungen auch.
Im Gegensatz zu uns hat keines dieser Länder beschlossen, aus der Kernenergie auszusteigen und seinen Strom nur noch mit Windrädern zu produzieren. Da besteht wengistens die Chance, dass genug Strom für dei ganzen Batterieautos da ist.

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mclgt1 04.08.2017, 14:29
922. Dreckschleuder? Nein!!!

Lieber Herr Fleischhauer,
ich weiß nicht, wie Sie Auto fahren. Mein alter A6 TDI (BJ 2004, grüne Plakette) verbraucht als 6-Zylinder mit 163 PS im Schnitt zwischen 5 und 6 Liter Diesel - bei einem aktuellen Kilometerstand von 230 Tkm. Das ist POLO-Niveau.

Die ganze NOx-Diskussion geht in die falsche Richtung: Wenn man die Emissionen, die (Kreuzfahrt-) Schiffe in HH ausstoßen, in Relation zu denen der Diesel-Kfz setzen würde, dann hätten wir eine ganz andere Diskussion.
Das E-Auto ist gewiss nicht die Lösung. Die Argumente dagegen haben Sie angeführt.

Eine (Zwischen-) Lösung wäre, deutlich mehr Erd- und oder Biogas betriebene Autos - gerade mit größeren Motoren - anzubieten und gleichzeitig den Trend der Sprit fressenden SUV zu stoppen - meinetwegen mit einer Strafzahlung gestaffelt nach Fahrzeuggewicht.

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nibal 04.08.2017, 14:29
923. Deutschlands Trump

Vor trumpscher Logik ist man auch in Deutschland nicht gefeilt, wie man sieht. Letzten Winter hatt es geschneit und es war kalt - ergo der Klimawandel ist Humbug. Und weil die Leute im Schnitt älter werden, kann es keine Feinstaubtoten geben. Oder genauer gesagt, was kümmern Herrn Fleischhauer da die 45.000 dies nicht geschafft haben? Solange es ihn nicht trifft...

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mvmvmvm 04.08.2017, 14:31
924. Nationaler Tellerrand

Schöne Kolumne, wenn man seine deutsche Brille aufhat. Jedoch sind die Ressourcen weltweit so unfair und ausbeuterisch verteilt, dass es zum Wohle ALLER Menschen keine andere Lösung geben kann, als auch (aber nicht nur) mehr Verzicht auf in den reichen Ländern. Außerdem hat das gefährliche Fracking das Ende des Ölzeitalters aufgeschoben, nicht aufgehoben. Und nur weil man einmal Pech hatte mit einem unzureichend aufgeladenen E-Mietauto der ersten Generation kann man doch nicht die ganze Technologie für obsolet erklären. Uns geht's doch gut hier in Deutschland, also warum irgendwas ändern - so lässt sich diese Kolumne zusammenfassen. Weitsicht geht anders.

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antaron 04.08.2017, 14:34
925. warum so fatalistisch?

Zitat von hyperlord
Und ja, natürlich wird es wehtun, wenn die deutsche Autoindustrie den Bach runtergeht - und das wird sie. ... Es ist das Versagen der Autokonzerne, dass es kein 3-Liter-Auto und kein Fahrzeug mit Brennstoffzelle (die dann auch in Deutschland gefertigt werden könnte) aus Deutschland gibt.
Das ist doch nicht wirklich gesagt, dass die deutsche Autoindustrie den Bach runtergehen wird. Ehrlich gesagt kann jeder irgendeine steile These aufstellen. Irgendwann hat man schon einmal Recht. Verändern wird sich auf jeden Fall etwas.

Zweitens, da hat Fleischhauer Recht, das 3-Liter-Auto gab es doch aus Deutschland VW Lupo, Audi A2 usw. - sogar schön designt. Nur interessiert hat es keinen - niemand wollte es kaufen. Der Trend ging zu mehr PS und SUV. Der Verbraucher hat natürlich seinen Anteil.

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tempus fugit 04.08.2017, 14:34
926. Erneut - für Sie:...

Zitat von neurobi
Nur sind die eben nicht da, wo man sie braucht. Wobei ein langsemes Laden der Infrastruktur nicht so stark belasten wie Schnelllader. Nachts werden die 40% unter anderem auch dazu genutzt die Pumpspeicherwerke zu füllen und damit die täglichen Spitzen abzudecken. Daher sind große Akkus und das Laden derselben ein Problem und bleiben es auch, selbst wenn sie noch 10% mehr Energiedichte bekommen sollten.
...jede Steckdose ist eine Ladestelle, wo in wenigen Stunden die paar kWh auf- bessesr. nachgeladen werden können, die man braucht, um die 30-50 km täglich zu fahren...

Starkstromanschlüsse jeden wirtschaftl. 'Ladens' (auch Kleinunternehmen Werkstattläden etc....) sind potenzielle Schnellladeanlagen. Oder tags bei OBI, Aldi, Lidl und Grossmärkten...

Nachts werden Metallschmelzen betrieben, Kühlhäuser runtergedkühlt bis an die Schmerzgrenze, um den niedrigen nächtlichen Strombedarf zu pushen - auch mit PSKW...

Warum wohl Frankreich - früher auch DE! - Nachtstromheizungen propagierten und verkaufen?

Niemand ist blinder als einer, der nicht sehen will...

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dieter 4711 04.08.2017, 14:35
927. Sie fuhren nur zum eigenen Vorteil Diesel

Liebe Redaktion,
sonschnell köst sich keine Gesellschaft auf. Die Autobesitzer, welche Diesel fahren sind für mich Profitchen; sie fuhren nur zum eigenen Vorteil Diesel.

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tempus fugit 04.08.2017, 14:39
928. Falsch,...

Zitat von ogoehni
Wieviel Träumer sind hier im Netz. Sie verlangen eine Deindustralisierung in DE. Keine Ahnung woher unser hohes Sozialprodukt entsteht. Sicher nicht durch Traumvorstellungen angeblicher Intellektueller und grüner Weltverbesserer. Dazu gehört auch die Vorstellung unseren Energiebedarf aus 100% erneuerbarer Energie zu sichern. Übrigens die Herstellung von Batterien und deren Entsorgung ist ein einziger Umweltbalast von deren Ausmaß viele keine Ahnung haben. Wie bereits gesagt Traumtänzer. Der Beitrag von Herrn Fleischhauer einfach wieder sehr gut.
...es geht um eine Neuausrichtung moderner, ökologischer
Industrie!

EE, E-Mobilität und vieles mehr...

Wenn die SchnurbartZetsches und die Verbtenner-müller das nicht raffen (wollen...) deren Bier und verspielen Deutschlands Industriezukunft...

Wie AEG mit den besten analogen Telefonzentralen mit den 'ich verbinde-Fäuleins' drin, mit Grundig, mit mit mit -
- und zuletzt mit PV, wo Deutschland mal der grösste Hersteller war als Vorreiter...

Der dicke CDU-Altmaier hat das hoffnungsvolle Pferdchen mit den wohl 140 kg dann zu Tode geritten - bewusst....


So geht's auch - aber bitte bitte nicht hinterhergreinen...

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fundador 04.08.2017, 14:40
929. Wahr ist, dass die Deutschen gerne große Autos fahren,

wahr ist aber auch, dass die Käufern von Autos systematisch von den Herstellern betrogen werden, einerseits was den angeblichen Benzinverbrauch und andererseits offenbar noch mehr, was den tatsächlichen Abgasausstoß angeht. Darüberhinaus ist dieser Betrug mit tatkräftiger Beihilfe der deutschen Regierungen der letzten Jahre zementiert und verharmlost worden - auch wenn die Käufer das alles immer - nicht so genau hinschauend - hingenommen haben. Das ist der eigentliche Skandal und nicht die auch aus meiner Sicht fragwürdigen Berechnungen der angeblichen Todesopferzahlen.
Vor diesem Hintergrund finde ich Ihre Feststellung, dass wir unsere Autoindustrie zugrunde richten, reichlich unangebracht - die Autoindustrie besorgt das gerade selbst, ganz ohne Zutun ihrer Kunden. Und es ist umso unverständlicher, dass im laufenden Wahlkampf diejenigen, die das immer bemängelt haben, aber nie die nötige Machtfülle hatten, das zu ändern, als grüne Spielverderber und Spaßbremsen verunglimpft werden.

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