Forum: Politik
Kampf gegen den Diesel: Die erfundenen Toten
DPA

Jedes Jahr 6000 vorzeitige Tote durch Stickoxid - damit erschreckte das Bundesumweltamt die Deutschen. Was nach Wissenschaft klingt, ist in Wahrheit eine politische Zahl einer durch und durch politisierten Behörde.

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ohjeee 16.03.2018, 11:51
320. 1

Zitat von g_bec
Richtige Darstellung, falsche Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung ist nämlich, dass der Staat dafür sorgen muss, dass diese Rechte auch durchgesetzt werden. Indem er sich an seine eigenen Gesetze hält. Und die besagen nämlich, dass gewisse Grenzwerte einzuhalten sind. Werden sie nicht eingehalten, sind Maßnahmen zu treffen, um sie wieder zu erreichen. Indem z.B. gewisse Antriebsarten temporär nicht betrieben werden dürfen.
Also muss der Staat auch Alkohol verbieten, Zigaretten, sämtliche andere Drogen ohnehin, gehärtete Fette, raffinierter Zucker, (je nach Studie) rotes Fleisch usw. usf.
Denn diese Lebensmittel schränken auch Ihre körperliche Unversertheit ein. Also bitte Staat, regel das.

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chrismuc2011 16.03.2018, 11:51
321.

Mal eine Bitte an die Matthematiktüftler unter den Foristen, irgendwie stehe ich auf dem Schlauch:
Es wird in der Ärztewelt überschlägig als Richtwert angegeben, dass Rauchen einen Menschen 10 Jahre seines Lebens kostet. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Mannes in Deutschland ist heute ca. 79 Jahre. Ich gehe davon aus, dass man die Lebenszeitverkürzung hat, wenn man mindestens 50Jahre geraucht hat. Ein durchschnittlicher Raucher inhaliert laut dem Autor ( siehe Artikel) 5000 Mikrogramm Stickoxide pro Tag.

Wieviel Stickoxid muss ein Mann ( überschlägig Mensch) pro Tag inhalieren, damit es ihn einen Tag Lebenszeit kostet? Kann man das überhaupt berechnen?

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nojoe 16.03.2018, 11:54
322. Die eigentliche Frage

Die eigentliche Frage ist doch: wie kann eine Studie, die Umwelteinflüsse untersucht, also etwas sehr schwer fassbares, mit angeblich 6000 Todesopfern überhaupt statistisch signifikant sein?
Die gleiche Frage gab es doch mit Krebs durch Reaktorkatastrophen. Man weiß, dass (natürliche) Radioaktivität einen großen Einfluss auf Mutationen und Krebserkrankungen hat, aber die Steigerung der Belastung durch bestimmte Einflüsse geht unter in einem gigantischen Rauschen anderer Einflüsse, sodass man einfach keine Aussage treffen kann, weil jegliche errechneten möglichen Opferzahlen unterhalb wissenschaftlich akzeptierter Signifikanzgrenzen liegen.
So ähnlich wird es auch hier sein.

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PolitBarometer 16.03.2018, 11:56
323.

Eine erhöhte Sterblichkeitsrate bei dauerhafter Aussetzung mit Schadstoffen abzuleiten ist etwas zu simpel, aber natürlich auch nicht ganz abwegig. Aber mit exakten Zahlen lässt sich das wohl kaum genau belegen. Dazu müsste bei absolut jedem daraus möglicherweise resultierenden Todesfall eine umfangreich durchgeführte Autopsie eingeleitet werden, die zeifelsfrei den Diesel und seine "tödlichen" Abgase als Verursacher hat.
Nur soweit würde sich kein Arzt oder Kriminaloge aus dem Fenster lehnen.

Wer mal so richtig wissen will, was Schadstoffausstosse bei Dieseln und Benzinern bedeutet, der stelle sich mal an den Fuss einer von Autos viel befahrenen Berganhöhe und nehme dabei einen guten Zug. Das ist jedenfalls kein Duft für die Sinne.
Und gesund ist es bestimmt auch nicht.

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tpro 16.03.2018, 11:58
324.

Zitat von Maria-Galeria
Klingt wie das schlechte Gewissen von der Seele schreiben, so sieht es für mich aus, lieber Dieselautofahrer. Verbockt hat es unsere Autoindustrie und Politik, die den Dieselautofahrern vorgegaukelt haben sie fahren mit einem umweltfreundlichen Auto. Wenn in viel befahrenen Straßen Autos fahren, die bis zum Vierzigfachen an Schadstoffen ausstoßen als in den Papieren ausgewiesen, kann es für den in der Nähe wohnenden zu einer zusätzlichen massiven gesundheitsbelastenden Situation kommen, ein Lungenfacharzt hat dies in einer Talkrunde im Zusammenhang mit Lungenkranken angesprochen. Für diesen Arzt hat die Wohnsituation seiner Patienten eine signifikante Auffälligkeit im Zusammenhang mit seinen Lungenkrebskranken Patienten ergeben. Also ganz von der Hand zu weisen ist also diese Zahl der Dahingeschiedenen durch Stickstoffoxide nicht. Sie sind also nicht an den Todesfällen schuld, sondern es sind Kolladeralschäden die unsere Industrie unter dem Deckmäntelchen der vorgegaukelten Ehrlichkeit betreff der Schadstoffarmut ihres Autos in Kauf genommen hat. Kümmern sie sich lieber darum dass diese unappetitliche Affäre für die Geschädigten und kommenden Geschädigten durch Stickoxid zu einem guten Ende gebracht wird, wie z.B. tatsächlich weniger Schadstoffbelastung auf den Straßen und Entschädigung für die vielen Dieselautofahrer die aufs Kreuz gelegt wurden, sie auch.
"... Verbockt hat es unsere Autoindustrie und Politik..."

Um den CO2-Ausstoß zu senken, wurden der Diesel-PKW von der Politik steuerlich begünstigt. Damals wußte aber noch niemand, wie Stickoxid geschrieben wird. Und es gab auch noch keine Meßgeräte, die es genau messen konnten.

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andy_war_hohl 16.03.2018, 11:59
325. Deutsche Gründlichkeit

Sehr treffender Artikel. Kein anderes Land hat offensichtlich mit dem Diesel so ein Problem wie die Deutschen. Deutsche machen alles gründlich, von Auschwitz bis zur Friedensbewegung. Mein nächstes Auto ist wieder ein Diesel mit Euro 6 temp, nachdem ich den Prozeß gegen VW gewonnen habe.

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jharrison 16.03.2018, 12:02
326. Die Anzahl der Stunden, Tage, Monate

oder gar Jahre, die jeder von uns vermutlich länger leben würde, wenn er bestimmte Risiken ernster nehmen würde, dürfte sehr hoch sein. Dass eine Behörde derartige spekulative Hochrechnungen macht, ist aber schon sehr abenteuerlich. Aber das die Dieseldebatte gerade in die ist-alles-nicht-so-schlimm-Richtung abdriftet, ist ebenfalls abenteuerlich. Schließlich steht unumstößlich fest: Die Autokonzerne haben die festgelegten Abgaswerte nicht eingehalten und damit die Verbraucher betrogen. Ihre lächerlichen Nachbesserungsversuche gefährden die Lebensdauer der Autos und deren beim Verkauf angegebenen Parameter stimmen nicht mehr. Damit ist klar, dass jeder einzelne Käufer das Recht auf Nachbesserung (hat er schon ohne Erfolg bekommen), Umtausch (bringt ja nichts) oder Rückgabe hat. Und da das deutsche Recht für Geschädigte wenig übrig hat, ist eine Kampagne gegen den Diesel als Gesundheitsgefährder eigentlich nur recht und billig. Wenigstens kommt so Bewegung in die Sache und die Umsetzung von Fahrverboten dürfte ALLE Autokonzerne mehr erzittern lassen, als die lang ersehnte Musterfeststellungsklage. Leider gehört mittlerweile auch der geschädigte Verbraucher zur Autolobby und lässt die Chance verstreichen, den frechen Betrügern mal so richtig in den Allerwertesten zu treten.

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fat_bob_ger 16.03.2018, 12:03
327. Hört Euch den Podkast in SWR 1 mit Dieter Köhler an

Thema NOX: Aussage, wenn die NOX Studien des Umweltbundesamtes stimmen würden, müssten ALLE starken Raucher innerhalb von 10 Monaten sterben. Fake Korrelationsrechnungen, eine schrottige Forschungskonzeption führen zu Müllergebnissen. "Garbage in, Garbage out" sagt man dazu. Jedes Forschungsinstitut, das die NOx Doktrin anzweifelt, muss damit rechnen, das Forschungsgelder gekürzt werden. Also veröffentlicht man gar nichts oder politisch gewünschtes. Podcast vom 16.03.2018 in SWR 1 Für mich liegt es auf der Hand: Eigentlich müsste der Pendlerverkehr massiv mittels Maut eingeschränkt werden. Das gefällt den Pendlern (=Wählern) nicht und dem Einzelhandel in den Städten ebenso wenig, also wird herumgeeiert! Auch die Städte befürchten weniger Gewerbesteuereinnahmen, wenn der Zugang in die Innenstädte begrenzt wird. Deshalb wird eine "Verzögerungsstrategie" gefahren, d.h. es wird noch 10 Jahre dauern, bis man das Londoner Mautmodell dem Bürger schmackhaft machen kann.

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CancunMM 16.03.2018, 12:08
328.

Zitat von c.w.
Falsch: Wenn wir schon bei Chemie sind: NO2 wird nicht in Salpeter- sondern in Salpetrige Säure umgewandelt. Damit kann der Körper tatsächlich noch ganz gut umgehen (sonst wäre die Lunge bei Rauchern komplett weggeätzt)
Das wäre vielleicht besser gewesen. Dann hätte es den ,,Siegeszug'' der Zigarette vielleicht nie gegeben.

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peeka(neu) 16.03.2018, 12:08
329. Vielleicht

könnte Herr Fleischhauer einmal detailliert darstellen, an welchen Stellen der 172-Seiten langen Studie, die er ja mit Sicherheit genau gelesen hat (ansonsten wäre seine Meinung darüber ja reine Polemik) er denn Kritik übt.
Es wundert mich doch etwas, dass er nicht auf diese Studie verlinkt, damit sich jeder davon ein Bild machen kann. Aber dem kann ja abgeholfen werden: https://www.umweltbundesamt.de/publi...mweltbedingten

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