Forum: Politik
Kampf gegen den Terror: Unser Freund, der Kopf-ab-Saudi
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Saudi-Arabien hat in diesem Jahr mehr Menschen enthauptet als der "Islamische Staat". Ohne den Islam der Saudis würde es den Islam des IS nicht geben. Wann ziehen wir daraus die Konsequenzen?

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chefdesuniversums 24.11.2015, 15:33
40. wir

haben halt die besten "freunde" die man sich nur vorstellen kann...big brother und die nsa, die saudis etc.

halt einfach freunde die man sich aus tiefstem herzen wünscht. *ironie off* :-)

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charlybird 24.11.2015, 15:34
41. Herr Fleischhauer,

ich werd nicht wieder. Mit nicht weniger drastischen Worten, wenngleich auch nicht so professionell wie Sie, habe ich auch einmal einen Vergleich zwischen dem neuen Kalifat und dem saudischen Königreich gezogen.
Nun bin ich nicht auf die Veröffentlichung angewiesen, aber mein bescheidenes Pamphlet hat es damals nicht durch die Moderation zum Themenblog geschafft. Um so erleichtert bin ich, dass auch der kritische Stockkonservatismus die Dinge endlich beim Namen nennt. Dass Sie es durch die Moderation geschafft haben, liegt natürlich an Ihrem deutlich besseren Schreibstil. :-)
Inhaltlich sind wir aber das erste und wahrscheinlich einzige Mal ganz eng beisammen. Nahezu kongruent. Ein guter Beitrag. Congrats.

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Crom 24.11.2015, 15:35
42.

Zitat von salomonh71d
Es ist keine neue Erkenntnis, dass saudische Radikale und ihre Geldgeber seit Jahrzehnten den Terror global vorantreiben. Auch beim 11. September 2001 waren die Täter Saudis. Dennoch wurde Afghanistan und später der Irak angegriffen. Noch immer steht das feudale Regime unter dem Schutz der USA. Nun ist es aber vorbei, die Ressourcen werden durch den sinnlosen Krieg im Jemen sehr schnell dünn. Wenn das Erdöl ausgeht und das Geld der Saudis verschwindet, ist dieses Land (auch im Hinblick auf die Nahost-Dürrekatastrophe) nur noch Geschichte.
Man sollte aber vielleicht schon erwähnen, dass diese Saudis im Opposition zum Königshaus stehen. Wenn die dortige Herrscherelite nämlich weg wäre, würde sich erst recht ein Zwilling des IS bilden, allerdings dann mit deutlich mehr Öl, Geld und Waffen.

Darüber hinaus sollte man vielleicht auch mal akzeptieren, dass der dortige Islam und dessen Rechtsauslegung von der Bevölkerung allgemein hin akzeptiert und begrüßt wird. Wer sind wir, zu bestimmen nach welchen Gesetzen und Regel die Menschen dort zu leben haben?

Der IS dagegen ist expansiv, greift andere an Völker an.

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testanera49 24.11.2015, 15:35
43.

Ich habe Herrn Fleischhauer noch nie zugestimmt aber dieser Beitrag ist sehr gut und wichtig.
Saudi Arabien ist das reaktionärste und fundamentalistische Regiem der Islamischen Welt und wir liefern Waffen und verraten unsere Werte für einen
Liter Öl!
Auch die Türkei spielt ein falsches Spiel!

Der Konflikt wird von der Türkei befeuert, um auf diesem Wege ihr " Kurdenproblem" zu lösen und erpressen uns gleichzeitig mit den Flüchtlingen.

Warum nennen nur so wenige Journalisten die Sache beim Namen?
Die Politiker müssen endlich zur Umkehr gezwungen werden!
Da muss die 4. Macht im Staate endlich aufstehen!

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sevastianos68 24.11.2015, 15:35
44. Dass, sagt alles !

"Der IS hat eine Mutter: die Invasion des Irak", schrieb der algerische Autor Kamel Daoud in einem bemerkenswerten Beitrag für die "New York Times". "Aber es hat auch einen Vater: Saudi-Arabien samt seines religiös-industriellen Komplexes. Solange dies nicht verstanden wird, mögen Schlachten gewonnen werden, aber der Krieg wird verloren gehen."

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sober 24.11.2015, 15:35
45. Schlechtes Timing

Herr Fleischhauer hat natürlich recht, was die katastrophale Menschenrechtslage in Saudi Arabien betrifft und auch die heimliche Sympathie, die viele reiche Saudis mit schlechtem religiösen Gewissen für den "einfachen", unverfälschten und nicht korrumpierten Islamismus des IS hegen mögen. Das alles ist nicht neu. Aber sollte der Westen ausgerechnet jetzt, wo der gesamte Nahe und Mittlere Osten zu zerfallen droht, wo Chaos und Unregierbarkeit um sich greifen, auch noch das stabile und berechenbare Königreich ins Wanken bringen? Man mache sich nichts vor: Gerade in Saudi Arabien ist die Opposition islamistisch geprägt, sie kritisiert die korrupte Herrschaftselite als eine vom wahren Islam abgerückte Clique der Doppelmoral. Dieses Fass aufmachen, ausgerechnet jetzt?

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seriphos02 24.11.2015, 15:35
46. Verkehrte Welt ...

... in meiner Kommentatoren-Gunst.;-)
während ich über Herrn augsteins letztem Kommentar nur noch den Kopf schütteln kann, diesmal volle Zustimmung zu Herrn Fleischhauer. Ich muss befürchten, dass Herr Augstein geschrieben hätte, wir hätten die Saudis höchstselbst in die religiöse Radikalität getrieben. Stattdessen eine klare, ausgewogene Sicht der Dinge: ein menschenverachtendes Regime, und wir unterstützen es. Sch ... sse.
So schlicht und einfach distanziert man sich vom schablonenhaften Lagerdenken.

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ThomasGB 24.11.2015, 15:36
47. Recht und schön, aber -

Es ist halt so: Deutschland bezieht kein oder fast kein Erdöl aus Saudi Arabien. D.h. wir finanzieren die schonmal nicht. Und wenn die Saudis die beklopfte Idee haben, mit Leopard Panzern in der Wüste herumzufahren, naja, es muß denen ja keiner sagen, daß diese Dinger in körnigem Schmirgelpapier nur bedingt wertvoll sind. Immerhin können sie das Geld nicht mehr an den IS zahlen (auch wenn das recht wenig nutzen wird). So betrachtet sind Waffengeschäfte mit SA zwar unmoralisch, haben aber keinen Einfluß auf die Unterstützung des IS. Wirken würde wenn man den Saudis damit drohen würde, ihre Erdölförderung einem warmen Abriß zu unterziehen. Aber da haben andere etwas dagegen, erraten sie wer?

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hardliner2015 24.11.2015, 15:37
48. Kauft kein Oel von den Saudis

Kernfusionskraftwerke bauen gegen den Terror, denn wenn die Nachfrage nach Rohoel sinkt, dann sinkt auch dessen Preis. Und wenn ein Barrel nur noch 5 Dollars kostet, dann haben die Saudis auch kein Geld mehr, um Waffen fuer den IS zu kaufen.

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holis.de 24.11.2015, 15:37
49.

Danke für diesen Beitrag!
Stellt sich nur die Frage: sind wir (der Westen, repräsentiert durch unsere Politiker) wirklich so dumm, oder machen wir das mit Absicht - denn so dumm dürften wir eigentlich nicht sein, so ein Regime zu tragen und zu unterstützen, wenn man noch halbwegs glaubwürdig vermitteln will, dass es uns um Demokratie und Menschenrechte geht

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