Forum: Politik
Kampf gegen die Muslimbrüder: Ägyptens Außenminister fordert Verständnis vom Westen
AP/dpa

Kairo ist enttäuscht von der Reaktion des Westens auf die Entwicklungen in Ägypten. USA und Europa müssten die Gewalt der Muslimbrüder deutlicher verurteilen, fordert Außenminister Fahmy im SPIEGEL. Eine ausländische Vermittlung im Machtkampf mit den Islamisten lehnt er ab.

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echo0815 17.08.2013, 19:36
1. Dem kann man nur zustimmen

Die Medien sind aufgefordert, ihre bisherige einseitige Berichterstattung abzuändern. Wer sich gerade radikalisiert sind die Muslimbrüder. Das sollte man viel ernster nehmen als bisher.

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hwkeuenhof 17.08.2013, 20:04
2. HWKeuenhof

Danke echo0815! Genau sehe ich das ich das auch. Vielleicht kann mir ja mal jemand aus Deutschland erklären, warum jetzt nahezu alle deutschen Medien so einseitig berichten. Meine Frau und ich leben seit fast zweieinhalb Jahren in Ägypten und verstehen nicht, warum die Mehrheitsmeinung der Ägypter offensichtlich ignoriert wird. Natürlich ist jeder Tote einer zuviel, doch wer hier auf Krawall setzt ist, doch eindeutig. Arme Muslimbrüder -böse Hamas, wie schizophren ist das denn? Guido mit Krokodilstränen - gegenüber unseren ägyptischen Freunden nur peinlich.

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mooky3 17.08.2013, 20:29
3. Unglaubliche Einseitigkeit

Tatsächlich wird auf einmal vergessen dass die Muslimbrüder das Ägyptische rechtssystem fast ausgehebelt haben, und schon sehr weit waren um die Demokratischen Prozesse ganz aufzulösen. Von Gewalt mal ganz abgesehen.

Irgendwie komisch wie Scheinheilig der ganze Westen auf "Ruhe" und "Konsens" drängt.

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astarte24 17.08.2013, 23:44
4. gegen Theokraten helfen nur Soldaten

di den gegenwärtigen Zustand in Ägypten und auch in der Türkei kann man nur verstehen wenn man als einiigermaßen gebildeter Mensch dort lebt oder den Blick zurück ins 18. jh. nach Europa richtet. Auch wir mussten den allmächtigen Einfluss der religiösen Institutionen blutig zurückdrängen. Das Problem sind natürlich die ungebildeten Massen auf dem Land welche bei jeder wahl leichter von religiösen Fanatikern zu ködern sind als sich mit säkularen Konzepten zu beschäftigen. Doch Bildung ausserhalb der Scharia ist von Islamisten nicht zu erwarten. Deshalb m7ss ich leider zugeben dass mir im Zweifel ein Eingreifen des Militärs lieber ist als ein weiteres Jahrhundert der Unterdrückung durch religiöse Fanatiker. Eine Frage an e SPIEGEL redaktion: Warum hat Euer Nahost Korrespondent Hasnain noch nichts zu dem Thema hier geschrieben? interne Zensur?

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Mark (London) 18.08.2013, 02:50
5. Der Zweck heiligt alle Mittel

Wenn der Zweck des Kampfes gegen die "Terroristen" nach Ansicht dieses brachialen Militärregimes alle Mittel heiligt, dann brauchen sich Sisi & Co über eine internationale Isolierung nicht zu beschweren. Die Muslimbrüder hätten an der Macht bleiben sollen, nur so hatte Ägypten die Chance, eine Demokratie aufzubauen. Die hunderten Kommentare hier die die MB mit den Taliban gleichsetzen sind völlig weltfremd. WENN die MB den Weg der Demokratie Verlassen hätten, DANN hätte man seitens des Westens eingreifen sollen. Aber das war nicht der Fall, als die Schlächter von Mubarak den Coup machten (sicher mit dem Wohlwollen des Westens). Dass die MB eine Diktatur eingeführt hätten, wie hier vielfach ohne Belege behauptet wird, ist kaum wahrscheinlich, da sie das Militär ja gar nicht auf ihrer Seite hatten. Nun läuft die Situation gehörig aus dem Ruder.

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anovago 18.08.2013, 04:29
6. unglaublische Einseitigkeit

Ich comme aus Ägypten, und habe viele deutsch Freunden, ich mag Ihnen sagen, wir sind wutend von ihre Regierung und Medien, weil sie verändern absichtlich die Tatsachen und was genau passiert in unserm Land, entschuldigung unser Freunden wenn ich sagen, sie lögen und verzerren die Realität, wir haben eine Volkesrevolution und kämpfen gegen bewaffnete leute, und mach ruhig bitte, wir vereinten Leute und kurz danach werden wir Versöhnung machen mit die Brüder, die dasGewalt nicht eskalieren gegn uns und natürlich sie werden verändern ihre Idiologie, schließlich, wir mögen stärker Deutschland und brauchen Sie uns unterstutzen!! wir danken Ihnen.

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nesmo 18.08.2013, 09:35
7. Dass eine Demokratie geschützt werde muss

und von einer formal mehrheitlichen Regierung unterwandert und in eine Diktatur umgewandelt werden kann, sollte allen Deutschen seit Hitler bekannt sein. Auch wenn das Militär kein 100-prozentiger Garant für Demokratie ist, steht fest, dass die Muslimbrüder Feinde einer freiheitlichen Verfassung sind. Es erscheint albern, wenn Westerwelle in dieser Situation auf die Einhaltung formaler Regeln drängt, wenn diese allein die verfassungsfeindlichen Muslimbrüder stützten. Der Putsch war die letzte Chance einen Gottesstaat zu verhindern. Natürlich muss man das Militär später zwingen, die Entwicklung der Demokratie voaranzutreiben. Aber jetzt muss den Muslimbrüdern ihre politische und reale Macht zur Erhaltung einer Demokratie genommen werden. Es ist schon fast zu spät gewesen.

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spon-facebook-10000216344 18.08.2013, 11:10
8. Fehlende Toleranz

Ich habe viele Freunde in Kairo und Assuan. Alles sind moderne und tolerante Muslime die auch alle anderen Religionen achten. Sie berichten über eine zunehmende Intoleranz durch die Muslimbrüder, die sich hauptsächlich durch die Rekrutierung aus der Unterschicht zusammensetzen. Fast alle gebildeten und etwas wohlhabenden Ägypter lehnen ein Leben im geplanten Islamistisch geprägten Land ab. Es wird damit dann wiederum zu einer Auswanderung der gebildeten Schicht kommen. Die Freiheiten, die sich die ägyptischen Frauen in den letzten Jahren erkämpft haben, wollen sie unbedingt behalten. Einen Rückfall ins Mittelalter wird die Mittel-und Oberschicht kaum dulden. Wer keine Toleranz ausübt und koptische Kirchen überfällt, sollt auch keine Toleranz für seine Steinzeitpolitik erwarten!

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donnafla 18.08.2013, 12:14
9. Nicht schön

Ich wohne seit 2 Monaten hier in Ägypten und darf mir jeden Tag im Fernsehr live ansehen wie Menschen angeschossen werden oder Muslim Brüder andere Ägypter von Häusern werfen. Ich Verurteile die Muslim Brüder aufs schärfste, sie sind eine Gefahr für die Ägyptische Bevölkerung.

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