Forum: Politik
Kampf gegen Dschihadisten: Großajatollah ruft Iraker zu den Waffen
AFP

Das geistliche Oberhaupt der Schiiten im Irak fordert die Bürger zum Kampf gegen die vorrückenden Dschihadisten auf. Nachbar Iran erwägt im Kampf gegen den Terror sogar eine Kooperation mit den Amerikanern. Die Uno fürchtet Massenhinrichtungen.

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teacher20 13.06.2014, 14:43
1. Interessante Kombinationen

Wenn selbst dem schiitischen Iran mit seinen nicht immer moderaten Verbündeten (Hizballah) die vorrückenden sunnitischen Fundamentalisten als Bedrohung erscheinen, ergeben sich interessante außenpolitische Konstellationen. Selbstverständlich geht es dem Iran nicht in erster Linie um die territoriale Unversehrtheit des Irak, sondern um den möglichen Einfluss auf dieses Land mit Hilfe des nicht unerheblichen schiitischen Bevölkerungsteils. In diesem Fall ist sogar der amerikanische "Satan" in sehr pragmatischer Weise als "Verbündeter" willkommen, der die Hauptlast der Gegenwehr leisten soll. Wenn die USA resp. der Westen sich dieser möglichen Fallstricke bewusst sind, bietet sich hier eine goldene Gelegenheit, Einfluss in der Region zurückzugewinnen (ohne allzu hohe personelle Verluste zu riskieren), indem man dafür sorgt, dass keine Seite zu stark wird, sich vielmehr die sunnitischen und schiitischen Todfeinde (der Islam ist nämlich keineswegs so monolithisch, wie er aus westlicher Sicht erscheinen mag und das ist nur EINE der vielen Bruchlinien innerhalb dieser Religion) gegenseitig neutralisieren.

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gepo37 13.06.2014, 14:46
2. Geheimwaffe

Wenn Washington + die EU + und die Merkel erst ihre Geheimwaffe hervorholen, werden die Islamisten sofort die Fluchtergreifen. Sie müssen nur, wie in Sachen Ukraine gut geübt, lautstark das Wort Wirtschaftssanktionen rufen, pausenlos das Wort Wirtschaftssanktionen. Und überhaupt: Honter dem Vormarsch der Extremisten im Irak steckt natürlich Rußland. Das hat mir Jazenjuk in Kiew zugesteckt!

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willibaldus 13.06.2014, 14:47
3. In den letzten Jahren hat sich schon

abgezeichnet, dass die Amerikaner mehr auf die Iraner zugegangen sind und sich von Saudi Arabien langsam abwenden. Im Syrien Krieg haben wir schon deutlich gesehen, dass sich die USA nicht vor den Karren der Saudis spannen liessen, allenfalls blabla gezeigt haben und auch in Ägypten haben sie sich mit den Muslimbrüdern eingelassen, den Erzfeinden der Saudis. Mit der neuen Energieunabhängigkeit kommt vielleicht auch eine strategische Neuorientierung, wer weiss. Wie nachhaltig diese Energieunabhängigkeit ist, mag die Zukunft zeigen. Ich bin da etwas skeptisch.

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nichtdoch 13.06.2014, 14:48
4. Die Amis mal wieder

Zitat von klaus591
Und das alles haben die USA zu verantworten! Dort wo sie sind oder waren ist der Krieg nicht weit. Zeigt mir ein Land,was durch die Amerikaner befriedet wurde(dauerhaft)-es gibt keins! Sie bringen durch ihre Politik immer mehr Hass über die Menschheit !
Soweit ich unterichtet bin wurde Deutschland auch von den Amis/Allierten befriedet,aber um zu denken benoetigt der Mensch eben ein {dauerhaftes} erinnerungs vermoegen,was aber vielen Deutschen anscheined fehlt!

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otto_iii 13.06.2014, 14:49
5. 743

Wenn die USA und der Iran das Chaos im Zweistromland zum Anlaß nähmen, sich nach Jahrzehnten des kalten Krieges ansatzweise auszusöhnen und zusammenzuarbeiten, wäre die Chance gegeben, den zersetzenden Einfluß der dekadenten Golfmonarchien einzudämmen und eine Friedens- und Fortschrittsperspektive für den gesamten mittleren Osten zu eröffnen.

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rkinfo 13.06.2014, 14:49
6. Iranische Bodentruppen ?

Wie bekommt man die wieder weg ?
Der Iran hat berechtigte Sorgen dass die radikalen Dschihadisten auch Kriege gegen Nachbarländer anzetteln werden.

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testi 13.06.2014, 14:50
7. Gut so

Ich denke, es ist gut, dass sich die Iraner/Iraker vesrsuchen zunächst selbst um ihre Probleme zu kümmern. Sicher ist das Thema schlimm und es wird wieder zu vielen Toten kommen aber wenn gleich wieder nach dem "Westen" gerufen wird, sind am Ende die Amis wieder die Doofen.

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teacher20 13.06.2014, 14:50
8. Keineswegs die USA (allein)!

Zitat von klaus591
Und das alles haben die USA zu verantworten! Dort wo sie sind oder waren ist der Krieg nicht weit. Zeigt mir ein Land,was durch die Amerikaner befriedet wurde(dauerhaft)-es gibt keins! Sie bringen durch ihre Politik immer mehr Hass über die Menschheit !
Dass Sie selbst diese Meldung als Aufhänger für Ihre antiamerikanischen Ausfälle nutzen zeigt, dass Sie gar nicht willens (und/oder nicht fähig?) sind, sich tiefgehender mit der Region und ihrer Problematik auseinanderzusetzen, für die keineswegs die USA alleine verantwortlich zeichnen.

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Whitejack 13.06.2014, 14:54
9.

Wenn es noch eines Beweises dafür bedurft hätte, wie ernst die Lage vor Ort ist, dann ist dieser spätestens dadurch gegeben, dass Iran und USA ernsthaft über eine militärische Kooperation nachdenken...

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