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Kampf gegen IS: Frankreich beliefert Irak mit Waffen
DPA

In Deutschland wird noch über Waffenlieferungen gestritten - Paris handelt bereits: Frankreich will den Irak mit Waffen unterstützen. Noch am Mittwoch sollen erste Transporte starten.

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Newspeak 13.08.2014, 13:48
40.

Um die humanitäre Katastrophe zu lösen, müsste man Blauhelme schicken, die sich auch verteidigen dürften. Oder, besser noch, die USA räumen auf, was sie chaotisch hinterlassen haben.

Nur noch mehr Waffen in dieses Gebiet zu pumpen, die morgen schon von ISIS erbeutet werden, oder nach einem Sieg über ISIS von Partei X gegen Partei Y eingesetzt werden (X,Y gleich Schiiten, Sunniten, Jesiden, Kurden, Christen, Salafisten, Wahabiten, Aleviten, sonst noch wer?), ist meiner Meinung nach absolut kontraproduktiv.

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Eppelein von Gailingen 13.08.2014, 13:48
41. So ein Mist

Den Dobrind mit seinen Generalsekretär-Bemühungen und jetziger Bundesverkehrsminister habe ich ganz vergessen, beim Aufzählen der Kabinettgrößen von Scherben-Horst.
Da sieht man einmal, wie wichtig unwichtig die Regierungsfiguren in Wirklichkeit sind.
Armes Bayern. Nur glückliche CSU-Versager!!

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rechtsanwalthh 13.08.2014, 13:49
42. Das alte Argument

Zitat von abraxas63
Interessant hierzu dieser Artikel: Libanon bezieht Waffen aus Frankreich, bezahlt von Saudi-Arabien, um gegen die Hisbollah zu kämpfen. Aus dem Artikel: "Außerdem liefern sich libanesische Soldaten immer wieder Gefechte mit syrischen Rebellen, die vom Libanon aus Angriffe auf Assads Truppen in Syrien starten. Saudi-Arabiens Königshaus unterstützt eben jene Aufständischen und teilt zudem das streng religiöse Weltbild von radikalen Predigern wie Assir. Daher liegt es kaum im Interesse der Saudis, die libanesische Armee im Kampf gegen eben jene Gruppen zu unterstützen. In der Vergangenheit beschuldigte Paris Saudi-Arabien, ein doppeltes Spiel zu spielen, weil das Königreich allen Beteuerungen zum Trotz radikale Islamisten in Syrien ausrüstete, die dadurch inzwischen stärker geworden sind als die vom Westen unterstützte "Freie Syrische Armee". Diese Erfahrung weckt Befürchtungen, dass auch die französischen Waffen für den Libanon in den Händen von Islamisten in Syrien landen könnten." Mit anderen Worten: Frankreich rechnet damit, dass seine Waffen in die Hände der Radikalen fällt, sprich Al Qaida und ISIS. Geliefert wird trotzdem. Jetzt liefert man an Kurden und Schiiten. Zum Schluss darf man davon ausgehen, dass beide Seiten mit Waffen Frankreichs aufeinander schießen. Wie lob ich mir doch die hehre Moral...
Abraxas63 bringt das alte Argument: Was passiert mit unseren Waffen später noch so. Ok, grundsätzlich richtig. Aber es nützt nichts, entweder bauen wir eine Mauer, schotten uns ab und lassen die Herrschaften dort machen, was sie wollen, Genouide, massakriere, Sharia, Mißachtung von Frauen- und Kinderrechten usw., oder aber wir mischen uns ein. Dann helfen aber nicht nur Reden und ängstliche Betrachtungen. Vielmehr geht es nur mit Einmischung, und die wird Jahre dauern, Geld kosten und sicher auch unbeteiligte Menschen töten. Wichtig ist aber Ziel wie Resultat: Wollen wir die Welt nach unseren Maximen und Weltanschauungen gestalten, müssen wir handeln und unsere Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen, und sei es zur Abschreckung. Oder wir überlassen gefährlichen Kräften die Gestaltung der Zukunft. Reden und Zweifeln und Reden hilft da jedenfalls nicht, sondern ist nur Zeugnis von Unfähigkeit.

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Euron 13.08.2014, 13:49
43. Was passiert wenn..

Zitat von sysop
In Deutschland wird noch über Waffenlieferungen gestritten - Paris handelt bereits: Frankreich will den Irak mit Waffen unterstützen. Noch am Mittwoch sollen erste Transporte starten.
Mal angenommen: Frankreich, Deutschland und andere liefern an die Iraker. Sobald das Päckchen angekommen ist, laufen sie über. Warum auch immer.

Klingt zunächst einfach. Könnte doch passieren oder nicht?

Wer hat über das Ausgelieferte die Kontrolle?

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capote 13.08.2014, 13:50
44. Franzosen

Die Franzosen haben es erkannt, was es in Krisengebieten braucht sind Waffen, mehr Waffen und noch mehr Waffen!

Erste Erfolge dieser französischen Politik werden ja auch in Libyen sicht bar.

Auch der Kongo braucht mehr Waffen für und gegen Boko Haram !

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morgain01 13.08.2014, 13:54
45.

Zitat von yaster
Seit fast 2 Wochen vegitieren diese armen Menschen jetzt schon in den Bergen. Warum ist es all den hoch gelobten westlichen Spezialtruppen, von den Marines bis zur Fremdenlegion, nicht möglich, die Jesiden von den Bergen ins halbwegs sichere Kurdistan zu bringen?
Man könnte den Jesiden helfen und diese Menschen in Sicherheit
bringen. Die Logistik ist da. Wo ist das Problem, Fahrzeug-Konvois
und Flugzeuge zu schicken ? Aber daran hat der Westen
(USA, NATO, EU) momentan kein Interesse und will keine
logistischen Aktionen. Erst mal sind die Waffenlieferungen
inkl. Transport in den Irak viel wichtiger, mit denen man
ordentlich verdienen kann. Dann sind die Jesiden, die
leiden, auch eine Rechtfertigung für den Westen, jetzt
Waffen an den Irak zu liefern. Das Leiden dieser Menschen
interessiert die westlichen Regierungen überhaupt nicht.
Diese armen Mensche sind nur dazu da, die Waffenlieferungen
an den Irak zu rechtfertigen.

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Walter Subchack 13.08.2014, 13:56
46.

Zitat von yaster
Seit fast 2 Wochen vegitieren diese armen Menschen jetzt schon in den Bergen. Warum ist es all den hoch gelobten westlichen Spezialtruppen, von den Marines bis zur Fremdenlegion, nicht möglich, die Jesiden von den Bergen ins halbwegs sichere Kurdistan zu bringen?
Aha..das lobe ich mir ..ein wahrer Sofa General !
Einfach so dahin und dann ...ja .... Was das fuer logistische Planung erfordert .....ach lassen wir das...zwecklos

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verinet 13.08.2014, 13:57
47. warum überhaupt etwas tun

Zitat von chrimirk
Die Franzosen lefern die Waffen, wozu sollen dann noch andere sich miteinschalten? Übrigens: Wer bezahlt den Franzosen die Lieferungen? Etwa die EU-Kasse?
wenn andere doch die Arbeit erledigen auf dem Sofa ist es doch so bequem....wer die Franzosen die Waffen bezahlt ist doch sekundär wenn der IS nicht eingedämmt wird, wirds sicher noch teurer das ist sicher....die Kurden haben ÖL und sind nicht arm denke die Bezahlung wird da auch nicht das Problem sein

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BaMargera 13.08.2014, 13:57
48. Was ist richtig, was ist falsch?

Das Schwierige im Umgang mit IS ist, dass es der Wahl zwischen Pest und Cholera gleicht: untätig herumsitzen und zuschauen wie massenhaft unschuldige Zivilisten ermordet werden - das passt nicht zu unseren christlich-abendländischen Wertvorstellungen; westliche Bodenkampftruppen hinschicken und evtl. in den den Medien ein Black-Hawk-Down-Aftermath-Revival erleben - das Risiko möchte kein Land eingehen; Waffen schicken und damit riskieren, dass man möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt selbst in ihre Mündungen blickt - kann sich in der Zukunft bitter rächen. Was also tun? Ein britischer Historiker und Analyst, dessen Name mir leider entfallen ist, hat es ziemlich treffend beschrieben: früher oder später wird es eine Konfrontration zwischen dem Westen und IS geben. Die Frage ist nur: in naher Zukunft oder erst in 5 oder 10 Jahren? Und was ist besser: soll der Westen sich an der Bekämpfung von IS beteiligen und damit sich und seine Gesellschaften damit zum Ziel von Anschlägen machen? Oder ist es gefährlicher ,IS wachsen zu lassen und evtl. erst in ein paar Jahren die Konfrontation zu suchen wenn sich die die Terror-Miliz möglicherweise in der Region festgesetzt hat und stärker als heute ist? Meiner Meinung nach gibt es keine Handlungsalternative, die keine Risiken birgt. Man müsste die Sunniten im Irak stärker in die gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Gestaltung des Landes mit einbeziehen um IS den Zulauf an neuen Rekruten zu abzuschneiden. Verhandlungen mit einer Organisation, die sich auf die Unantastbarkeit des Koran beruft, damit aber die Unantastbarkeit der eigenen Korandeutung meint, halte ich für wenig zielführend. Diese Islamofaschisten möchten die Welt neu ordnen und eine "Weltherrschaft des Islam" errichten. Wie soll man gegenüber diesem Fundamentalismus auch nur halbwegs tolerant bleiben wenn es dessen Ziel ist, die Hegemonie des Westens durch eine Vorherrschaft des Islam abzulösen sowie westliche Werte und Normen (individuelle Lebensbestimmung, Pluralismus, Glaubensfreiheit, Bildung, Emanzipation der Frau, Säkularisierung, etc.) durch die islamische Ordnung, die alle Lebensbereiche beeinflusst, zu ersetzen? Selbstverständlich ist unsere westliche Gesellschaft nicht perfekt: Dekadenz, Materialismus, übersteigerter Individualismus, eine (im Vergleich zu vor 100 Jahren viel stärker) von Gott abgewandte Lebenshaltung. All das sind Dinge, die man kritisieren kann - und auch soll. Aber die persönliche Freiheit eines anderen Menschen endet dort, wo diese anfängt meine eigene Freiheit oder die eines jeden anderen Menschen einzuschränken. Und bevor ich dies zulasse, setze ich mich gegen diese Intoleranz lieber zur Wehr.

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lightyagami 13.08.2014, 13:58
49. Nun die Franzosen haben ja bereits einen..

Isis Terroristen Festgenommen. Ihnen ist dir Gefahr viel bewusster als den Deutschen.

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