Forum: Politik
Kampf gegen Gaddafi: De Maizière räumt reihenweise Irrtümer über Libyen ein

Thomas de Maizière*hat Fehler bei der Einschätzung der Lage in Libyen zugegeben. Allerdings habe sich nicht nur die Bundesregierung geirrt, sondern der gesamte Westen. Deutsche Soldaten sieht der Verteidigungsminister jedoch auch in Zukunft nicht dort.

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mehrlicht 26.08.2011, 13:39
10. ....

Zitat von **Kiki**
Ich glaube, de Maizière lügt (mindestens) an dieser Stelle: "Dann haben wir gesagt, es wird lange anhalten und es gibt überhaupt keine Veränderungen, und in einer Woche war Tripolis erobert." Es war nämlich sicherlich kein Zufall, daß wenige Tage, bevor das scheinbare Bollwerk Tripolis zusammenbracht, der Westen sich erstmals zu einer Rücktrittsforderung an die Adresse Assads aufraffen konnte. Mich hat diese plötzliche Energieleistung doch etwas erstaunt, erst als es in Libyen so kurz danach Bewegung gab, wurde mir klar, daß die zu jenem Zeitpunkt schon genau gewußt haben müssen, daß demnächst militärische Kapazitäten frei werden.
Das UN-Mandat wäre am 1. Sep. abgelaufen und eine Verlängerung hätten China und Russland verhindert. Deswegen setzte man alles auf eine Karte mithilfe von westlichen Bodentruppen.

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vHayekFan 26.08.2011, 13:44
11. eben

Zitat von ecce homo
Solche Konflikte sollte man so bewerten: 1. Sind wir vertraglich verpflichtet uns daran zu beteiligen? 2. Ist es moralisch.....
Dass das Völkerrecht gar nicht vorkommt, entspricht dem neuen Selbstbild des Westens.

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observatorius 26.08.2011, 13:47
12. Eine Fehleinschätzung...

...war wohl eher, mit welcher Intensität die in deutschen Medien zahlreich eingenisteten transatlantischen Bündnisneurotiker auf die deutsche Enthaltung eindreschen würden. Ich bin kein freund Westerwelles, aber seine Haltung ist bei weitem gradliniger, als jene der orwellschen Neusprechspezialisten, die eine Resultion (1973) die neben der Flugverbotszone auch ausdrücklich die Souveränität der Libysch Arabischen Jamahiriya unterstreicht, als Berechtigung zum Regime-Change uminterpretiert haben.

Wenn den Transatlantikern in Medien und Politik nicht bald klar wird, dass Sie dabei sind es mit ihrem post-demokratischen Herrschaftsanspruch zu weit zu treiben, wird ihr NATO-Kartenhaus sehr bald vor ganz ungwohnten post-demokratischen Herausvorderungen stehen. Über Fehleinschätzungen könnten wir in Zukunft also noch öfters reden, und nicht nur wenn es um Afgahnistan oder Libyen geht.

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Tastenhengst 26.08.2011, 13:47
13. Andere Fragen

Zitat von ecce homo
Solche Konflikte sollte man so bewerten: 1. Sind wir vertraglich verpflichtet uns daran zu beteiligen? 2. Ist es moralisch.....
Klare Fragen. Meine Antworten:

1. Nein
2. Jein, da ja Frankreich die Nothilfe für die Städte, an denen Qadhaffi sich gewaltsam rächen wollte, mit der USAF und der RAF geschafft hat.
3. Ja, sollte immer mit dem voraussichtlichen Sieger im Bunde sein.
4. Ja.

Aber die Bundesregierung hat nur eine Frage gestellt: Was könnte der Stimmung der Wähler, die uns sowieso nicht wählen, am meisten entgegenkommen?

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vHayekFan 26.08.2011, 13:50
14. grosses Mundwerk, wenig Hirn - so kennen wir die Pausenhofschläger

Zitat von Wasnun
Nun heißt es für die deutschen Appeasment-Politiker, die Hosen herunterlassen.
Quatsch. Nun werden die Haudrauf-Deppen, nachdem sie ihr Mütchen gekühlt haben, mal wieder nicht wissen, was als nächstes (das würde nämlich das selbe Ausmass an Intelligenz erfordern, das ihnen versagt hätte, den Krieg überhaupt vom Zaun zu brechen) und in gewohnter Manier den nächsten failed state nach Kosovo, Afghanistan, Irak hinterlassen.
Zum Glück sind wir diesmal nicht dabei.

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Leto_II. 26.08.2011, 13:50
15. einen Titel

Zitat von vHayekFan
Dass das Völkerrecht gar nicht vorkommt, entspricht dem neuen Selbstbild des Westens.
In einem Schrebergartenverein kriegt man Gemeinschaftsaufgabe zugeteilt, wenn man die nicht erledigt fliegt man raus. Lesen Sie mal die Vereinssatzung der UNO.

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vHayekFan 26.08.2011, 13:56
16. tja

Zitat von Tastenhengst
Klare Fragen. Meine Antworten: 1. Nein 2. Jein, da ja Frankreich die Nothilfe für die Städte, an denen Qadhaffi sich gewaltsam rächen wollte, mit der USAF und der RAF geschafft hat. 3. Ja, sollte immer mit dem voraussichtlichen Sieger im Bunde sein. 4. Ja. Aber die Bundesregierung hat nur eine Frage gestellt: Was könnte der Stimmung der Wähler, die uns sowieso nicht wählen, am meisten entgegenkommen?
Die Hauptfrage, die sich Super-Sarko (wie alle Hirnlosen, die nur für den Moment leben) nicht gestellt hat (und deren Beantwortung die Zurückhaltung der Amerikaner begründet), unterschlagen Sie:
Können wir überhaupt in einem zweiten Staat neben Afghanistan unsere Interessen militärisch durchsetzen?
(wir könnens ja schon da nicht mehr)

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nordmensch 26.08.2011, 14:04
17. Merkels Aussenpolitik

Zitat von sysop
Thomas de Maizière*hat Fehler bei der Einschätzung der Lage in Libyen zugegeben. Allerdings habe sich nicht nur die Bundesregierung geirrt, sondern der gesamte Westen. Deutsche Soldaten sieht der Verteidigungsminister jedoch auch in Zukunft nicht dort.
Die deutsche Aussenpolitik redet sich beim Thema Libyen z. Zt. um Kopf und Kragen.
Erst der Möchtegern Aussenminister, welcher behauptet, die Sanktionen hätten zum Sieg der Rebellen geführt. Wenn man solch einen Schwachsinn in die Welt setzt, kann man endgültig nicht mehr ernst genommen werden. Vielleicht sollte er wieder Klassensprecher seiner FDP Boy Group im Kabinett werden. Dann richtet er wenigstens keinen aussenpolitischen Schaden an.
Auch die Einschätzung unseres Verteidigungsministers ist lediglich eine billige Ausrede. Hätte die Nato unter Führung Frankreichs nicht zu diesem Zeitpunkt eingegriffen, hätte es in Bengasi ein Massaker gegeben.
Also nochmals: Nicht der ganze Westen hat sich getäuscht, die deutsche Regierung hat sich auf die falsche Seite zu Russland und China geschlagen. SCHÄMT EUCH IHR AMATEURE!

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drouhy 26.08.2011, 14:06
18. Als Deutscher,

Zitat von Wasnun
Nun heißt es für die deutschen Appeasment-Politiker, die Hosen herunterlassen.
der in dem Land lebt, welches Opfer dieser Art Politik wurde, kann ich nur sagen:
Die Hosen sind schon unten - allerdings zeigen alle die ihren nackten Ar..., die unter Missachtung eines UN-Mandats ihre egomanen Interessen durchsetzten und die UNO zum Kasperletheater machten.

Auch wenn es Ihnen nicht bewusst ist - der Kalte Krieg beginnt wieder, begonnen durch Staaten, die sich freiheitlich und demokratisch nennen. Und gegen diesen Block wird wohl in Zunkunft kein Warschauer Pakt stehen, sondern der Rest der Welt, der sich nicht vergewaltigen lassen will.

Darüber allerdings ist in Medien westlicher Prägung nichts zu lesen, weil es nicht in den Rules der Propagandaabteilung steht.

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Monark™ 26.08.2011, 14:11
19. Verzeihung ...

Zitat von vHayekFan
Die Hauptfrage, die sich Super-Sarko (wie alle Hirnlosen, die nur für den Moment leben) nicht gestellt hat (und deren Beantwortung die Zurückhaltung der Amerikaner begründet), unterschlagen Sie: Können wir überhaupt in einem zweiten Staat neben Afghanistan unsere Interessen militärisch durchsetzen? (wir könnens ja schon da nicht mehr)
... aber wie kommen Sie darauf, Libyen und Afghanistan seien in irgendeiner Weise vergleichbar?

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