Forum: Politik
Kampf gegen Gaddafi: Libysche Rebellen rücken auf Tripolis vor

Monatelang herrschte Patt in Libyen - jetzt melden die Aufständischen wichtige Erfolge: Sie haben offenbar mehrere strategisch wichtige Orte nahe Tripolis erobert. Nun nehmen sie die Hauptstadt ins Visier, wo sich*Diktator Gaddafi verschanzt haben soll, Tausende Zivilisten wollen fliehen.

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willem.fart 19.08.2011, 23:07
40. Na ja,

wenn man mit Propaganda einen Krieg gewinnen könnte, bräuchte keiner mehr zu schiessen.

Das sind doch alles unbestätigte Meldungen der einen Seite. Es wird jetzt problematisch. Wenn das auch nur teilweise stimmt, was hier berichtet wird, dringen die aufständischen (und wohl von den USA bezahlten) Stämme auf die Gebiete anderer Stämme vor. Und damit haben die nicht nur Gadafi am Hals, sondern den ansässigen Stamm.

Gadafi weiss das und wartet darauf. Denn diese Stämme wollen in dem labilen Gleichgewicht dieser Regionen auf keinen Fall von anderen Stämmen dominiert werden. Das ganze wird Dank Nato wieder (wie im Irak oder im Kosovo) in einem fürchterlichen Bürgerkrieg enden. Und auch diesmal dürfte die Plünderung des libyschen Öls nicht die Kosten des Krieges decken.

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feature87 19.08.2011, 23:07
41. Sicherheit????

Zitat von onizuka
Es sieht wohl wirklich so aus, als ob die Rebellen bald vor Tripolis Toren stehen. Sollte es wirklich dazu kommen hoffe ich nur, dass es dann friedlich von statten geht durch verhandlung und wir keine Häuser Kämpfe in einer Milionen Stadt haben. Ich hoffe aber das sich unsere Kriegsbefürwörter foristen danach immer noch an diskusionen beteiligen. Bin mal gespannt wie diese das Blutbad was die Rebellen aus 50 Splittergruppen(Afghanistan lässt Grüssen) wahrscheinlich anrichten erklären. Oder glaubt irgendjemand aus diesen Forum, dass die 50 Rebellensplittergruppen ihre Waffen niederlegen werden und friedlich in ihre Häuser zurückkehren. Wer sorgt eigentlich für Sicherheit in Libyen, wenn die Reguläre Armee und Polizei nicht mehr vorhanden ist? Die Rebellen etwa? 1992 wurde in Afghanistan auch ein sogenannter Dispot gestürzt. Die Reguläre Armee und Polizei wurde infolge dessen ausgelöscht. Was daraus geworden ist sehen wir ja heute. Wer Garantiert uns das es in Libyen nicht genau so wird?
Nach dieser Meinung müssen wir also wieder hoffen, dass ein Tyrann an die Macht kommt, damit Sicherheit herrscht?
Demokratie ist zu gefählich und zu unsicher?
Man denke nur daran, dass es in Deutschland mal eine vielzahl von verfeindeten Staaten gab...wie z.B. 1848. Danach müsste auch in Deutschland ein Tyrann Sicherheit bringen...naja und die Erfahrung, dass dieses nicht der Fall ist, musste Deutschland ja dann auch machen.
Letztendlich ist nichts sicher und nichts ist garantiert...außer dass Gaddafi endlich weg muss.

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green_mind 19.08.2011, 23:11
42. abwarten...

Zitat von sysop
Monatelang herrschte Patt in Libyen - jetzt melden die Aufständischen wichtige Erfolge: Sie haben offenbar mehrere strategisch wichtige Orte nahe Tripolis erobert. Nun nehmen sie die Hauptstadt ins Visier, wo sich*Diktator Gaddafi verschanzt haben soll, Tausende Zivilisten wollen fliehen.
Bombt die Nato jetzt den "Rebellen" jetzt alle Straßen und Häuser in der Millionenstadt übernahmereif?

In der Wüste vor Tripolis stehen ist etwas anderes, als Tripolis einnehmen.

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tkgdfk 19.08.2011, 23:20
43. Wer fragt den da so dumm?

Zitat von Wanax
..nur die Ruhe, das hat sich bald. Gottlob scheint ein Ende in Sicht. Entscheidend ist nun ob sich Gaddaffi nun in Tripolis verschanzen will bis zu letzt oder doch flieht. Interessant wird dann das Danach. Werden es die Libyer schaffen sich eine neue demokratische Regierungsform zu geben, die die Wunden des Krieges schnell beseitigen kann? Ich jedenfalls drücke ihnen die Daumen.
Eine Demokratie ist werder von den NATO Faschisten noch von den Islamamisten-Rebellenfaschisten geplant.Das wissen auch Drecks-Fasschisten wie Sie gasnz genau.

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maka2 19.08.2011, 23:30
44. Wer wohl?

Niemand.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die NATO Generäle schon seit langen dabei sind sich auf genau so eine Situation vorzubereiten. Das es kommt ist militärisch klar, bloß politisch kann ja nicht sein, was nicht sein darf.

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widder58 19.08.2011, 23:49
45. Gezielte Falschmeldungen

Zitat von sysop
Monatelang herrschte Patt in Libyen - jetzt melden die Aufständischen wichtige Erfolge: Sie haben offenbar mehrere strategisch wichtige Orte nahe Tripolis erobert. Nun nehmen sie die Hauptstadt ins Visier, wo sich*Diktator Gaddafi verschanzt haben soll, Tausende Zivilisten wollen fliehen.
Verbrecherische NATO-Einsätze und Erfolgsmeldungen sollen offenbar darüber hinwegtäuschen, dass Sätze wie "nach Angaben der Rebellen" keinen Pfifferling wert sind. Ich kenne Videos mit panikartiger, massenflüchtigen Rebellen die von den Medien aus unerfindlichen Gründen nicht gezeigt werden.
Wer wirklich meint, hier sei eine "Demokratiebewegung" auf Achse, dem ist eh nicht zu helfen.

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lensenpensen 19.08.2011, 23:58
46. Na toll,

dann gewinnt die Schlächterei in Libyen auf beiden Seiten eine neue Qualität.
Der Kampf im urbanen Gelände ist nicht ohne Kollateralschäden zu führen, ein Sturm auf die Stadt würde zu einem Massaker auf ALLEN Seiten führen.
Denn beide Seiten sind bei Leibe keine Knabenchöre, sie werden dem Gegner kein Pardon geben... Ergo -> Haager Landkriegsordnung und Genfer Koventionen werden nicht eingehalten werden.

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einer_wie_heiner 20.08.2011, 00:20
47. Que sera sera

Zitat von onizuka
1992 wurde in Afghanistan auch ein sogenannter Dispot gestürzt. Die Reguläre Armee und Polizei wurde infolge dessen ausgelöscht. Was daraus geworden ist sehen wir ja heute. Wer Garantiert uns das es in Libyen nicht genau so wird?
Niemand kann ihnen irgendetwas garantieren diesem Leben.

Aber man kann natürlich auch 40 oder 140 Jahre wie ein Lamm nach dem Willen eines Diktators leben... friedliche Revolution funktioniert halt nur, wenn auch der Diktator kein Interesse zeigt einfach jeden der ihm widerspricht zu töten.

Keiner garantiert ihnen, das die anschließende Regierung freiheitlich, gerecht oder demokratisch sein wird; aber es ist doch erst einmal gut, wenn ein Volk gegen die Unterdrückung aufsteht. Und wenn wir solch ein Volk ohne wirkliche Gefahr für unsere Bürger unterstützen können, dann sollten wir das auch ohne eine eh unmögliche Garantie auf eine anschließende Demokratisierung tun.

Es ist doch höchste Zeit, das den Despoten dieser Welt der Arsch mal so richtig auf Grundeis geht. Unterschätzen sie nicht die Signalwirkung... wenn Gadaffi und Assad sich dem Arabischen Frühling widersetzen und an Macht bleiben können, weil sie die Opposition ermorden, dann wird das auch in Zukunft alle anderen Despoten dazu veranlassen ihre Macht mit genau diesen brutalen Mitteln zu erhalten.

Wenn wir als Weltöffentlichkeit jedoch die Option des Völkermordes vom Tisch nehmen, wird die Luft für Despoten weltweit verdammt dünn.

Es gibt natürlich Menschen und auch Regierungen die meinen, das Despoten eigentlich ein guter Weg sind, um unberechenbare Volksgruppen unter Kontrolle zu halten.

Zum Glück ist diese Einstellung nicht mehr Salonfähig.

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jörg pk 20.08.2011, 00:39
48. Lieber Conrad...

...welche Geschichten erzählen Sie uns, wenn wir MG in Handschellen vor einem Richter in Den Haag sitzen sehen?
Erklären Sie uns dann, dass dies nur eine Kriegslist des grossen Bruder-Führers ist, um sich das ganze Benelux zu krallen? Oder belehren Sie uns damit, dass man lediglich einen Doppelgänger erwischt habe und Muhamar im Begriff sei, ein neues Paradies auf einer geheimen Insel zu schaffen...wäre doch Toll: Könnten alle Daffi-Fans dort Ferien machen und uns dann über die tolle Gesundheitsversorgung berichten...

jämmerlich.




Zitat von Conrad St.
Eine zuverlässige Quelle aus Zawiya berichtet 1) dass Zawiya nicht unter der Kontrolle der Rebellen ist. Die Rebellen kontrollierten zwar periodisch gewisse Strassenzüge und Quartiere, in die sich vorwagten, wenn di NATO bombardiere, sich aber sofort absetzten, wenn die Armee oder die Sicherheitskräfte der Stämme kämen. Zawiya ist demnach nicht "erobert". Eine zuverlässige Quelle aus Zawiya berichtet 2) dass die Armee sich weiterhin in der Raffinerie befinde. Den Rebellen gelänge es immer wieder auf das Raffineriegelände einzudringen, würden aber immer wieder daraus vertrieben. Und 3) Abdallah El Sanussi ist wie Khamis Gaddafi auch bereits mehrmals "gestroben" - einmal (März/april) weil er bei Gaddafi in "Ungnade gefallen" und von diesem umgebracht worden war, danach (Juni/Juli) nach einem Anschlag der Rebellen in Tripolis und jetzt zum 3. Mal. Weil der angeblich Verstorbene den Geheimdienst leitet, gilt bei ihm wohl "you only live trice"

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jörg pk 20.08.2011, 00:43
49. Wir?

Zitat von Andreas58
wer die Guten sind ?? Oder unterstützen wir wieder mal die Falschen !
Aber Andrea, abgesehen von den armen 11 Jungs, die die Fotos anschauen müssen bis zum umfallen... tun wir Deutsche hier gar nix. Wir haben - Von Merkel und der Welle so beschlossen - für alle sichtbar entschieden: Wenn Daffi sein Volk mit allen Waffen der Welt eiskalt abschlachten will, dann soll er das (bitte ungehindert) tun können. Ist ja schliesslich "sein" Volk und nicht unseres.

Also, machen Sie sich keinen Kopf: "Wir" können hier wirklch nicht verlieren, und die Welt wird es uns danken.

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