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Kampf gegen IS im Irak: Amnesty International wirft schiitischen Milizen Kriegsverbre
DPA

Im Kampf gegen den "Islamischen Staat" setzt die irakische Regierung auf schiitische Milizen. Doch auch diese Kämpfer sind äußerst brutal. Amnesty International wirft ihnen Gräueltaten vor.

hatschon 14.10.2014, 04:23
1. Wer will das wissen

und wer will darüber richten . Diese Gewalt ist nicht mehr kontrollierbar und überhaupt gibt es dafür Gründe?

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melea 14.10.2014, 04:28
2. Jeder gegen Jeden

Der Konflikt läuft völlig aus dem Ruder. Jeder der einen Verlust erlitten hat rächt diesen nun an Jedem, den er irgendwie als den Feind erachtet. Allen gemeinsam ist Haß, Angst und Brutalität gegenüber Mitmenschen. Alle zivilisatorischen Schranken sind gefallen, es herrscht nur noch rohe, zügellose Gewalt die als "Religion" rationalisiert wird. Menschen als entfesselte Tiere. Apokalyptisch, "Mad Max" ist hier Realität.

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seffel 14.10.2014, 04:55
3. Als Unterstützer von AI bin ich nicht zum erstenmal

völlig irritiert über Stellungnahmen von AI. Zum "Islamischen Staat" ist mir noch keine entsprechende Stellungnahme bekannt. Donatella Rovera sollte endlich erkennen, dass das Hauptproblem der "Islamische Staat" mit seinem völlig menschrechtsfreien Vorgehen ist. Auf der gleichen SPON-Seite gibt der IS nicht nur zu, sondern ist auch noch stolz darauf, tausende Frauen versklavt und verkauft zu haben. Der IS zieht eine Schneise der Verwüstung durch die Länder, richtet wahllos Menschen hin, präsentiert voll Stolz abgeschlagene Köpfe und von AI hört man nichts dazu! Aber AI stellt diejenigen an den Pranger, die sich mit allen Mitteln gegen diese schlimmer als im tiefsten Mittelater marodierenden, alle Menschenrecht verachtenden Schlächter wehren, während der Großteil der sogenannten zivilisierten Menschheit und allen voran die Supermächte fast nur zusehen. AI stellt auch die den IS unterstützenden Staaten nicht an den Pranger, aber diejenigen, die schiitische Milizen unterstützen. Ich kenne keine Stellungnahme von AI dazu, wer den IS zur Rechenschaft ziehen soll. Sicherlich sind die Menschenrechtsverletzungen der schiitischen Milizen untragbar, aber die Gewichtung durch AI ist nicht nachvollziehbar. AI sollte endlich klar werden, dass dort wo der IS marodiert, weder mit Maßstäben von Menschenrechten noch Rechtsstaatlichkeit gemessen werden kann, denn hier geht es schlicht und einfach ums Überleben. Und wenn jemandem Existenz und Leben genommen werden soll, dann halte ich alle Mittel, um das zu verhindern, für gerechtfertigt. Daher muss ich demnächst gründlich überdenken, ob für mich angesichts der einseitigen Verurteilungen und der anscheinenden Ferne von aller Lebenswirklichkeit von AI, meine weitere Mitgliedschaft bei AI noch Sinn macht.
Hier offenbart sich nämlich exemplarisch das fundamentale Problem von AI sehr deutlich: AI hat nämlich bei Gruppierungen oder Staaten (wie z. B. Nord-Korea), die weder Rechtsstaatlichkeit noch Menschenrechte anerkennen und sich abseits jeglicher Art von demokratischen Verhältnissen halten, keinerlei Einflussmöglichkeiten. Daher versucht AI auf demokratisch ausgerichtete Systeme Einfluss zu nehemen, indem sie diesen, an Konflikten mit den eben genannten undemokratischen bzw. religiös-fanatischen Systemen beteiligten, Menschenrechtsverletzungen vorwirft und sie des Weiterdrehens der Gewaltspirale bezichtigt, während die Ursachen des Problems anscheinend ignoriert werden. Und das ist meines Erachtens eine Sackgasse.

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stozer 14.10.2014, 06:11
4. scheiß

Beschissener Witz ist dieser Artikel. Im Gegensatz zur den ISiS sind die nicht mal erwähnenswert

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Jom_2011 14.10.2014, 08:15
5.

Das zeigt mir nur eins: manche Gruppierungen unterscheiden sich nur um Nuancen und es wäre mehr als fatal, wenn wir uns da unten einmischen würden, mit Militär. Man unterstützt, letztendlich, immer die falschen.

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Der Thannhäuser 14.10.2014, 11:11
6.

In den Kommentaren hier oder zur Ukraine Krise fnden sich immer die gleichen Muster: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Und da wir die Guten sind, ist mein Freund auch gut, und was er tut muß daher auch gut sein.

Die Realität ist aber leider komplexer. Die Milizen sind staatlich geduldet, wenn nicht sogar gefördert und daher ist für die von ihnen drangsalierte Bevölkerung derjenige der gegen sie kämpft ein Freiheitskämpfer, der gefühlt auf ihrer Seite steht.

Es sind solche staatliche Duldungen oder Methoden, die die Existenz einer IS erst möglich machen. Und sie sind es, die einen Sieg von außen, sei es durch US Luftschläge oder durch einen Einsatz der Bundeswehr verhindern.

Wenn aus Sicht der Bevölkerung nur die Wahl zwischen marodierenden Banden des Staats oder anderen marodieren Banden besteht, wird erst einmal das eigene Rachegelüst befriedigt, das durch die Kampfhandlungen zwischen beiden erfüllt wird. Danach stellt sich die Situation für die Bevölkerung als unverändert dar, es wird weiterhin wahllos getötet, nur jetzt mit der Hoffnung, dass es dann die anderen trifft. Schließlich töten die einen Sunniten, die anderen Schiiten.

Es kommt doch nicht von ungefähr, dass sich die IS mit ein paar tausend Kämpfern nahezu ungehindert in einer Gegend breit machen kann, in der jeder zweite eine Kalaschnikov besitzt und jahrelange (Bürger-) Kriegserfahrung hat. Auf tatsächlichen Wiederstand stoßen sie nur in den Gebieten, in denen sich die Bevölkerung mehrheitlich aus anderen Volksgruppen zusammensetzt, wie den Kurdengebieten.

Leider glauben zu viele daran, man müßte nur die IS wegbombem, und schon würden die Menschen dort in einem Land voller Supermärkte, Straßencafees und Discos in einer Reihenhaussiedlung wohnen und Sonntags ihr Auto waschen.

Von daher legt AI den Finger richtigerweise tief in die Wunde, auch wenn das grade nicht zur öffentichen Meinung passt. Man muß erst dafür sorgen, dass die Rückkehr zu den staatlichen "Gepflogenheiten" für de Menschen etwas positives ist, das sie auch wollen, bevor man irgendeine Chance hat diejenigen zu bekämpfen, die dagegen vorgehen. Und das geht nunmal nur, wenn staatliche Milizen dafür da sind die Menschen unabhängig von Glauben, Herkunft oder ähnlichem zu schützen und nicht diese auch noch angreifen und missbrauchen.

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angst+money 14.10.2014, 11:57
7.

Zitat von AKrebs
Was soll dieser unsinnige Vorwurf von Amnesty? Gegen IS hilft nur brutalste Gegengewalt. Mit nettem Zureden ist denen nicht beizukommen.
Aus dem Artikel geht mit keinem Wort hervor, dass sich die Gewalt explizit gegen IS-Mitglieder richtet. Eher scheinen sie sich an denen schadlos zu halten, die wegen der Ungleichheit im Irak Sympathien für den IS hegen. Genau diese werden dadurch weiter angeheizt.

In der Türkei führt der IS lehrbuchhaft vor, wie man Kurden und Türken - die eigentlich verbündet sein sollten - gegeneinander aufhetzt. Zu so etwas ist die 'immer feste druff'-Fraktion leider nicht in der Lage.

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Pandora0611 15.10.2014, 10:00
8. Das ist skurril

Zitat von
Amnesty International wirft schiitischen Milizen Kriegsverbrechen vor.
Aber die Kopfabschneider von der Terrormiliz Islamischer Staat begehen natürlich keine Kriegsverbrechen!
Sie schlachten in eroberten Städten/Dörfern die Einwohner ab. Männer werden enthaupten, Frauen werden vergewaltigt und anschließend erschlagen, Kinder werden gehängt. Aber das interessiert AI natürlich nicht!
Sitzen bei AI auch schon viele Anhänger der Terrormiliz IS?

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kanuto 19.10.2014, 12:02
9. und ISIS?

Ich kann mich irren aber gleiche Anklagen von Amnesty International an ISIS habe ich bis jetzt noch nicht gesehen. Das is leider genauso mit der UN: die picken sich eine Gruppe raus und damit hat's sich. Siehe auch die Anklagen gegen Israel und keine Bemerkung in Bezug auf Hamas mit den Hinrichtungen ihrer eigenen Leute.

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