Forum: Politik
Kampf gegen IS: Irakische Truppen melden vollständige Rückeroberung Ramadis
DPA

Bedeutender Erfolg für das irakische Militär: Die Armee hat nach eigenen Angaben die Großstadt Ramadi vollständig befreit und die IS-Kämpfer zurückgedrängt.

Seite 1 von 5
dissidenten 28.12.2015, 12:38
1.

Sehr schön! Hoffentlich hält der Erfolg der Iraker weiter an! :)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bertholdalfredrosswag 28.12.2015, 12:55
2. Mein Wunsch für den Irak

Wünsche der irakischen Armee weiterhin Erfolg bis zur Rückeroberung des gesamten Staatsgebietes. Danach den Wiederaufbau der Infrastruktur und eine friedliche soziale Entwicklung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
e.schw 28.12.2015, 13:17
3. Der Hass lodert weiter...

Und wie vielen Zivilisten hat die “internationale Luftunterstützung “das Leben gekostet? Glaubt jemand im Ernst, dass “Rückeroberungen” den Widerstandswillen islamistischer Gruppen wirklich schwächt?

Man darf zu Recht annehmen, dass nicht zuletzt die Staaten, die die irakische Armee aus der Luft unterstützten, verstärkt den Hass der Islamisten auf sich ziehen. Welche Folgen dies haben kann, mussten die Franzosen erfahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
säkularist 28.12.2015, 13:27
4.

Vermutlich duckt sich der IS mal eben weg und in 3 Wochen überrennen wieder 300 Kämpfer 10.000 irakische Soldaten in Ramadi und versorgen sich bei der Gelegenheit wieder mit massenhaft neuesten Waffen.
Das sunnitische Kernland im Westen des Irak ist IS-Land. Da können die sich bewegen wie ein Fisch im Wasser. Große Teile der regionalen Bevölkerung unterstützen den IS.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Theodoro911 28.12.2015, 13:33
5. Warum wird nicht erwähnt

daß sich Armee und Regierung des Irak die angebotene Unterstützung sowohl durch US-Einheiten als auch schiitische Milizen ausdrücklich verbeten haben. Und siehe da es funktioniert. Die Sicherung des Gebietes wird lokalen sunnitischen Milizen übertragen die auch die Polizeiarbeit übernehmen müssen. Die Ansätze für einen durch vernünftige Politik erneuerten Irak werden sichtbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ralphitschik 28.12.2015, 13:37
6. Wem trauen?

Das kommt mir vor wie eine Geschichte über 'Weltrebellen': Dort die Dunkle Macht, nennen wir sie Business und die andererseits der Weissen Ritter, einem Zusammenschluss von 'Verzichtbaren, Aussortierten und Weggeworfenen'.
Eine neue Komplexität scheint anzustehen. Denn der Zeitgeist implodiert meines Erachtens zum postsozialen Kapitalismus: Herrschen über andere. Variablen werden uns herausfordern! Das 'Sonnenjahr 2016' steht wohl zu Beginn der 'Transformation [...21]' - die der tempodynamischen Progression Auftrieb geben wird. Zwischen den Kumulationspunkten steht bald eine ganze Palette hilflos (!) da. Vorstandsmanager nennen sie 'Müll'. Umrahmt vom einen Extrem, genannt 'totalitäres Zurückhalten' und dem anderen Extrem, genannt 'grenzenloslibertäre Anarchie'. Das Kleinstaatliche als Überblick reicht da entgültig nicht mehr aus. Global gesehen richtet sich ein Extrem-Teil eher 'sozial' ein (Das Kalifat) und das andere bloss mehr nur noch 'egomanisch'. Die Schweiz z.B. wird so teuer, dass sie sich neu erfinden muss. Währenddessen mauschelt Europa mit der Türkei, dass ich mich fragen muss, weshalb die Kurden dran glauben müssen. Auch sie scheint man zu zwingen, flüchten zu wollen! Der Grund wird sein, je mehr Flüchtige nach Europa gelangen, desto wichtiger wird für Europa die Türkei.
Russland indessen bleibt Dank der Schweiz fähig, seine Kriege zu führen. Solange diese alpengelenkte Republik nicht den EU-Sanktionen beitritt, gelingt es dem Russen, weitere Opfer im Syrienkonflikt zu schaffen: Der gemässigten Anti-Assadrebellen. Auch sie strömen nun gen Union. So gelingt es, das Europa zu schwächen, um in der Ukraine freie Hand zu bekommen. Denn Europa wird so bald (!) mit sich selber zu tun haben und der ukrainischen Flüchtlingen: Dies bleibt nur eine Frage dieser Zeit.
Irgendwie alles schon dagewesen? Fehlt bloss noch der diktatorische Dirigent, der aus der Ohnmacht ein Konzert zaubert.
Ich möchte keinesfalls verunsichern. Auf jeden Fall scheint Wandelbarkeit erfordert zu werden. Ähnlich des Baltikums, welches stetem Wandel unterworfen war. Starrsinn und ein Festhalten am Nationalismus wird fehl am Platz.
Das Zauberwort heisst sich 'Flexibilität'.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schneemoser 28.12.2015, 13:38
7. zu Luitpold Stanislaus

Zitat: "Seit 1993 als Widerstandgruppe gegen die amerikanische Besatzung..."
Sie werfen anderen ein "erschreckendes Unwissen" vor - die Besatzung des Irak geschah 2003, nicht 1993, um nur mal den offensichtlichsten Fehler in Ihrem Kommentar zu erwähnen. Über den restlichen Unsinn zu debattieren, lohnt sich dann auch nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meroswar 28.12.2015, 13:38
8. Ein militärischer Sieg, ja, aber das Hauptproblem bleibt.

Es ist durchaus eine gute Nachricht, dass es den irakischen Truppen gelungen ist, die Stadt Ramadi zurückzuerobern. Dennoch wird die Wurzel des Problems nicht beachtet: die Diskriminierung der Sunniten im Irak. In einem Staat mit mehreren Völkern und Religionen kann man das Machtmonopol nicht nur einer Gruppe überlassen, da es sonst zu Ungerechtigkeit und Unterdrückung kommt. Entweder muss man die Sunniten gleichberechtigen, oder aber ihnen einen eigenen Staat überlassen. Da beides verdammt unwahrscheinlich ist, werden die Sunniten des Irak wohl weiterhin unterdrückt und dieses Problem ungelöst bleiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mk70666 28.12.2015, 13:49
9.

Zitat von e.schw
Und wie vielen Zivilisten hat die “internationale Luftunterstützung “das Leben gekostet? Glaubt jemand im Ernst, dass “Rückeroberungen” den Widerstandswillen islamistischer Gruppen wirklich schwächt? Man darf zu Recht annehmen, dass nicht zuletzt die Staaten, die die irakische Armee aus der Luft unterstützten, verstärkt den Hass der Islamisten auf sich ziehen. Welche Folgen dies haben kann, mussten die Franzosen erfahren.
Glauben Sie vielleicht, dass eine widerstandslose Ausbreitung des IS islamistische Gruppen schwächt?

Ich bin im Kern Pazifist, aber wenn man es mit geisteskranken Spinnern wie dem IS zu tun hat, stößt Pazifismus an seine Grenzen. Was sind die Alternativen zum jetzigen militärischen Vorgehen? Verhandlungen mit dem IS vielleicht? Oder wenigstens gutes Zureden? Beten?

Wichtig ist jetzt, dem IS den Mythos der Unbesiegbarkeit zu nehmen, dann wird auch die Aufbruchstimmung bei jungen radikalisierten Muslimen zumindest nachlassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5