Forum: Politik
Kampf gegen IS: Iran schickt seinen gefährlichsten General in den Irak
AFP

Der iranische General Soleimani ist Spezialist für geheime Auslandseinsätze, er führt die berüchtigten Kuds-Einheiten an. Seine neue Mission: Er schult Iraker im Kampf gegen die IS-Milizen, mit ersten Erfolgen.

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mebschmw 15.09.2014, 15:42
10. neue Grenzen

Die Tage von künstlichen Staaten, die im letzten und vorletzten Jahrhundert durch Macht und oft auch Repression zusammengehalten wurden, gehen vorüber. Das galt für Jugoslawien einst, wie es heute für den den Irak, Syrien, die Türkei und die Ukraine gilt. Das ist gefährlich, aber alternativlos. Und dann gäbe es auch noch Schottland, das Baskenland, Korsika, Katalonien oder Belgien. Gerade in einem Europa ohne Grenzen wirken künstliche Ländergrenzen des 19. Jahrhunderts anachronistisch, sofern diese Gebiete bis heute kein Wir-Gefühl entwickelt haben. Über Bayern müssten wir dabei auch mal sprechen. Ich finde, Oberbayern passt besser zu Österreich.

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ssissirou 15.09.2014, 15:57
11.

Zitat von dilinger
Für das was sich zurzeit im Irak abspielt, ist einzig und alleine Maliki, ein treuer Gefolgsmann der Mullahs verantwortlich. Nix mit amerikanischer Strategie. Es sei denn, Sie denken in langen Kausalketten, dann muss man selbstverständlich 1776, Gründungsjahr der USA, als Ursprung der Malaise annehmen.
Genau das meinte ich. Wer hat Maliki denn zur Macht verholfen und ihn aller Vernunft zum Trotz an der Macht gehalten bis es nicht mehr ging? Wer hat die (sunnitischen) Soldaten Sadam Husseins entlassen? Das sind doch diese Soldaten, unter anderen, die jetzt den IS ausgerufen haben. Wie kann man tausende gut ausgebildete Kämpfer mit einem Tritt in den Arsch rausschmeissen, ihnen auch noch die Waffen lassen und nicht damit rechnen, dass mann den Tritt zurückbekommt, diesmal in die Eier? Und wie steht es mit der neuen irakischen Armee (800 000 Mann habe ich mal irgendwo gelesen), ausgebildet von den Amis, die mit 10 000 IS-Kämpfern nicht fertig werden?

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duk2500 15.09.2014, 15:57
12. Chaos angerichtet

Das stimmt leider, die USA haben mit ihren Interventionen im Iraq und jetzt Syrien keine Probleme gelöst, aber großes menschliches Leid angerichtet.

Da muß man beinahe vermuten, eine neue Stabilität unter einer Ordnungsmacht Iran wäre für diese Region das kleinere Übel.

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Tiananmen 15.09.2014, 16:06
13.

Zitat von mebschmw
...Über Bayern müssten wir dabei auch mal sprechen. Ich finde, Oberbayern passt besser zu Österreich.
Wenn es um eine Reorganisation geht, dann sollten sich die benachteiligten Südstaaten zusammenschließen: Württemberg, Bayern, Österreich und Ungarn sollten eine Donaumonarchie bilden und aus der EU austreten.

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kuac 15.09.2014, 16:16
14.

Zitat von dilinger
Für das was sich zurzeit im Irak abspielt, ist einzig und alleine Maliki, ein treuer Gefolgsmann der Mullahs verantwortlich. Nix mit amerikanischer Strategie. Es sei denn, Sie denken in langen Kausalketten, dann muss man selbstverständlich 1776, Gründungsjahr der USA, als Ursprung der Malaise annehmen.
So weit muss man gar nicht zurück gehen. Es reicht schon bis zum voelkerrechtswidrigen Einmarsch der USA in den Irak zurück zu gehen.
Danach haben sie jahrelang die desaströse Politik von Maliki stillschweigend zugeschaut. Jetzt haben wir den Salat.

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Ulrike E. 15.09.2014, 19:18
15. Anmaßend!

Sorry, aber so geht es nicht!

Eigentlich ist es einfach:

*Neue Grenzen* und *Neue Staaten* dürfen nur *dann* enstehen, wenn dies dem Westen recht ist und seine Kontrolle darüber gewährleistet ist.

Ansonsten ist dies ein politisches No-Go.

Konnte man recht gut beim Kosovo und beim Südsudan sehen.

Was im Irak passiert ist, tja, dabei trägt die USA eine Hauptschuld, denn zum einen haben sie einen Krieg angefangen und zu anderen die Regierung *selbst* eingesetzt.

Wäre damals der politische Wille dagewesen, hätte man eine *Einheitsregierung* etablieren können, in dem alle Konfessionen zu ihrem Recht kommen. Nur war dies nicht gewünscht.

Alternativ hätte man den Irak in 3 Teile aufteilen können. Aber, auch dies wollte man nicht, mit der fadenscheinigen Begründung auf die Staatsgrenzen.

Ob es genügen wird, dass ein iranischer General Milizen im Irak ausbildet?

Wer weiß, besser wäre es, ein klares Eingeständnis, was der Westen z.T. in der Außenpolitik verbockt.

Und man muss endlich einsehen, dass *kurzfristige* Strategien keine Probleme lösen können.

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weichabergerecht 16.09.2014, 05:58
16. Gelegenheit

Das wäre eine günstige Gelegenheit den kriminellen Mullahgeneral elegant zum Märtyrer zu machen und ich setze grosse Hoffnung auf den Mossad, dass er seine bekannte Effizienz in diesem Fall sinnvoll einsetzt.

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werner-brösel 16.09.2014, 08:09
17. @DenkZweiMalNach

Glaube und Staat sind zwei komplett gesondert zu betrachtende Dinge! Wenn man weis, das sehr viele Moslems eben nicht die Sharia wollen, sondern heilfroh sind in einem Rechtstaat zu leben, versteht man z.B. das Erfolgsmodel der Kurden. Hier bildet sich eine Zivilgesellschaft, die offensichtlich auch Platz für andere Religionen hat. Übrigens: Auch hier - Integration im Militär.

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frankbucceri 16.09.2014, 16:51
18.

@dilinger

Hallo, ich glaube, sie sind nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand bezüglich der militärischen Entwicklung in Syrien.
[...dass große Gebiete um die syrische Hauptstadt herum, erst vor wenigen Tagen weitgehend in die Hände von sunnitischen Kämpfern gefallen ist....]

von welchen Gebieten sprechen Sie....? Wir befinden uns im Spetember des Jahres 2014 und nicht mehr im Frühling des Jahres 2012...Oder meinen Sie die SAA-Flughafenbasis bei Raqa im Osten des Landes, die zuletzt von ISIS blutig erobert wurde....?! Jedenfalls hat sich das Blatt militärisch seit 2012 zu Gunsten von Assad und der SAA ziemlich gedreht. Tatsache ist, dass die Rebellen, oder sollte ich Terroristen, Islamisten, Halbabschneider sagen wie etwa die Al-Nusra-Front, die mittlerweile 90 Prozent der Kampfverbände der FSA in West- und Zentral-Syrien ausmachen - überall auf dem Rückzug sind. Die zentrale Gegend nördlich von Hama wird gerade von der SAA erfolgreich befreit, so dass demnächst eine breite Verbindung mit der weiter nörlichen liegenden Stadt Idlib und deren Provinzen hergestellt werden kann. Ost-Ghouta, also östlich von Damaskus, eine Terroristen-Hochburg mit vielen Vorstädten bei Damaskus wie Joubar, Duma, etc ist ebenfalls im Begriff zu fallen und die FSA-Südfront um Daara ist ebenfalls auf dem Rückzug. Aleppo ist von der SAA weitgehend eingekreist. Dort sind nur noch einige Gebiete in der Altstadt unter der Kontrolle der FSA. Allein an der Grenze des von Israel besetzten Golan, die syrische Provinz Quintaira, haben die Terroristen zuletzt - wie Sie richtigerweise sagen - Erfolge erzielt, weil diese Gegend bisher nur von Verteidigungsmilizen gehalten wurde, und darüberhinaus von UN-Truppen unter Beobachtung stand, die die Terrositen nachdem sie sie entführt hatten, erfolgreich vertrieben haben. Das Ganze war nur möglich, weil ein Mörser-Angriff der Al-Nusra-Front auf einen israelischen Miltärposten sich "verirrte", und Israel endlich wieder einmal Gelegenheit bot, Vergeltung an dem alten Feind Syrien zu üben, und dabei ohne Vorwarnungen befestigte Stellungen der SAA bombardierte. Nur deswegen konnten die Rebellen vergleichsweite weite Gebiete in dieser Region besetzen...So sieht's nämlich aus, aber keine Sorge: Obomber, äh Obama, hat ja bereits angekündigt, die Terroristen weiter aufzurüsten, damit noch mehr Blut in Syrien vergießt werden kann und damit in Syrien bald wieder ein Gleichgewicht der Kräfte herrscht. US-Realpolitik pur halt...

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ratzmatz 16.09.2014, 19:29
19. Schwerer Fehler

Es war wie immer ein schwerer Fehler der USA die Machtstrukturen im Irak zu zerschlagen.Dies konnte nicht gutgehen.Damit haben die USA den Islamfaschismus in weiten Teilen der arabischen Welt wo Er völlig unbekannt war erst stark gemacht.An wen sollen sich die Menschen auch wenden wenn die Machtstrukturen durch barbarische Gewalt zerstört wurden.Wie immer in solchen Fällen wenden sich die Menschen zu Gott oder Allah,aber nicht mehr ans Vaterland da dieses Sie ja nicht von Fremdherrschaft beschützen konnte.

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