Forum: Politik
Kampf gegen IS: Kerry deutet Kooperation mit Russland an
AP

Der gemeinsame Feind IS könnte die USA und Russland wieder näher zusammenrücken lassen. "Wie haben die gleichen Ziele", sagt der amerikanische Außenminister Kerry. Ein Streitpunkt ist aber die Zukunft von Syriens Machthaber Baschar al-Assad.

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klaus64 19.09.2015, 17:07
1. Hoffentlich siegt die Vernunft

Den USA sollte doch klar sein, das die Entfernung eines Staatsoberhauptes - welcher Richtung auch immer - zumindest in Nahost den Bewohnern der Region nicht hilft. Beispiele gibt es ja nun schon genug.
Eine Vorstellung, die IS, Assadregime und vielleicht auch noch die Kurden gleichzeitig zu besiegen, muss man wohl in Washington und auch Ankara falle lassen.

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sevastianos 19.09.2015, 17:14
2. Wo bleibt die Wahrheit ?

Also, die USA und der Westen ( was damit auch gemeint sein sollte ), wollen Assad nicht haben !

Halten wir mal die Fakten fest:

Die Opposition, die zu den Waffen gegriffen hat um gegen Assad vorzugehen sind genau diejenigen die auch die Vertreibung und Ermordung von Christen, Alawiden und nicht Sunniten verantwortlich sind.
Während Assad die Christen beschützt, wie auch die Alawiden und andere Minderheiten - ist er der Bösewicht und all die anderen die Guten.
Zugleich wird Europa von genau diesen Sunniten heimgesucht die in Ihrer Heimat den mordenden Mopp, wenn auch stillschweigend geduldet hat.
Israel möchte Assad weg haben, da dieser von der Hisbollah unterstützt wird, um frei Fahrt für einen eventuellen Luftschlag gegen den Iran zu haben.

Erdogan möchte Assad weg haben weil er Alawid ist.
Welches Interesse hat Europa an Syrien ? Demokratie- Menschenrechte, was ?
Sieht der syrische Frühling etwa so aus wie der in Libyen, Sudan, Ägypten, Jemen, Pakistan, Afghanistan, Irak ?
Während der Westen Regionen destabilisiert und seine Machtbar liquidiert steht eine Flüchtlingswelle bevor, die wir so noch nie erlebt haben! Und wir, was machen wir ?Wir machen genau da weiter wo wir aufgehört haben.

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ficino 19.09.2015, 17:15
3. Das ist ja wenigstens schon mal ein Schritt,

der richtungsweisend sein könnte. Wenn die Amerikaner jetzt noch erklären könnten, wer denn ihrer Meinung nach Syrien nach Assad stabil regieren kann, ohne die gleichen Verhältnisse wie im Irak oder in Libyen zu erzeugen, nämlich Chaos, dann glaube ich wieder an den Weihnachtsmann. O-Ton eines arabischen Insiders, der bestimmt kein Assad-Anhänger ist: " Die syrische Opposition ist noch nicht einmal in der Lage, einen Hund sicher über die Straße zu führen ... ". Das Chaos in Syrien wird noch lange, lange nicht zu Ende sein ...

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fleischwurstfachvorleger 19.09.2015, 17:16
4. Marionettenherrschaft

Also die weise Politik der USA nach Gadaffi und Sadam Hussein ging ja nicht ganz so wie gedacht auf. Oder doch? Jedenfalls waren beide Staaten, in denen es sich ganz gut und friedlich leben lies, danach dem Chaos, Bomben und Tod ausgesetzt.

Was soll nach Assad also besser werden? Die USA haben es jetzt bereits mehrmals verkackt und Europa darf die Suppe auslöffeln, die die USA uns in Syrien eingebrockt haben und hier hat insbesondere Deutschland die Arschkarte gezogen.

Also bitte liebe Amerikaner lasst doch einfach mal den Assad in Ruhe und kümmert Euch um Euren eigenen Mist. Wie wäre es denn, wenn Ihr Euch mal um Eure Rassenunruhen kümmern würdet. Danke.

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motzemichel 19.09.2015, 17:20
5. Endlich!

Warum erst jetzt, warum erst wenn sich diese Terrororganisation IS schon so festgesetzt hat? Bleibt zu hoffen, dass die noch nicht zu stark geworden sind und sich die USA und Russland tatsächlich zusammenreißen können und gemeinsame Sache machen!

Vielleicht entsteht daraus ja mal so etwas wie eine Annäherung der USA und Russland. Ein gemeinsamer Feind war ja schon oft der Anlass zu Annäherung.

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jesse01 19.09.2015, 17:25
6. Obamas Schwäche !

Obama macht auf mich einen völlig kopflosen Eindruck Erst hat er den Aufstieg des IS durch die Absage seines Luftschlages gegen Assad begründet und nun findet er keine Strategie mehr für sich, wirkt völlig hilflos. Mein Gott, nun will er mit Putin Assad zu stützen ? Kerry kann sagen, was er will, genau darauf läuft eine Zusammenarbeit gegen den IS hinaus. Jeder Tote der IS hilft letztlich diesem Massenmörder Assad. Und Punkt. Für mich eine totale Niederlage für diesen schwachen, naiven, völlig unerfahrenen Präsidenten, der sich nun von Putin vorführen lassen muss, der nun Fakten in Syrien schafft, auf die Obama nur noch reagieren kann. Eine einzige Blamage ist das ! Assad wird sich sein Glück kaum fassen können.

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hdwinkel 19.09.2015, 17:27
7. Optionen

Die Frage ist m.M. nach gar nicht so sehr der IS, bei dem sich so ziemlich alle beteiligten Staaten zu dessen Bekämpfung einig sind. Selbst die Finanziers S-A und Katar dürften inzwischen erkannt haben, daß der IS sich irgendwann auch gegen sie selbst richten wird. Einzig die Türkei ist etwas undurchsichtig in ihrem Verhältnis zum IS.

Das Hauptproblem sind die anderen Optionen und die Reihenfolge der Handlungen.
Der Westen, als auch die Golfstaaten unterstützen eine Opposition, die sich bei genauem Hinsehen auch nur als islamistische Halsabschneider entpuppen.
Vor diesem Hintergrund ist ein Sturz Assads zwar zu begrüßen, aber eben erst nach einem Sieg über IS und den vielen Al-Qaida Ablegern.
Inwieweit sich Russland jetzt tatsächlich einmischt bleibt ohnehin abzuwarten.

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kw16 19.09.2015, 17:29
8. Gut

"um ihn von Verhandlungen über eine politische Lösung des Konflikts zu überzeugen."

Liebe USA, ihr wollt euer Gesicht nicht verlieren. OK. Verstanden. Trotzdem. Ihr wollt doch nicht mit Assad reden ... habt sogar Kofi Annan zum Aufgeben gebracht. So leicht kommt ihr da nicht davon. Wobei es keine Rolle spielt. Ihr müsst eure zukünftige Politik ändern.

Die ganze Region explodiert gerade dank der Politik eines Friedensnobelpreisträgers.

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Andro 19.09.2015, 17:32
9. Assad ist kein religiöser Mensch, das ist der Schlüssel

Nur etwas Fakten: die Menschen in Syrien bleiben und flüchten nicht dort wo die Kontrolle Damaskus ls. der Regierung des Baschar Assads belibt. Aus den Territorrien unter Kontrolle der Gegner, der Rebellen ect. fliehen die Menschen. Aus den Territorrien unter Kontrolle IS fliehen die Menschen ebenso.

Die Flüchtlinge selbst erzählen, dass in Syrien bleiben, ist nur dort möglich, wo es Kontrolle der Regierung des Damaskus bleibet und wann das Gebiet an die Gegner oder IS fählt, dann bleibt es nur fliehen. Die Flüchtlinge blieben auch zuhause bis die Kontrolle Damaskus in ihrer Gegend verlohren ging.

Wer ist denn die Regierung in Damaskus oder Assad selbst? Das ihn in der Turkey, Israel und einigen arabischen Staaten hassen, das spielt ihm doch nur plus-Punkte zu. Syrien war noch vor wenigen Jahren ein Mustermodell für den Nahenosten. Alles was nötig war die Entwicklung nur zu beschleinigen. Elemente sakulärer, europeischer Lebens gab es dort seit ein paar Jahrzeint und die Tendenz steigte. Nun sieht man in der Presse hier nur die Formel - Diktator Assad. Dabei konnte Syrien eine komplexe Gesellschaft aus dutzenden Konfessionen so fassen, dass es keine Gewaltausbrüche gab und die religiöse immer mehr auf Einfluss verliehren. Das Land stabilisierte regelrecht den Region. Was für ein Fehler das war diese Gesellschaft den Religiösen zurückzugeben! Man soll sofort der Regierung in Damaskus die Unterstützung zusagen und es vergehen nur Monate bis die Flüchtlinge sich auf den Heimweg machen werden. Die Religiöse werden dann dramatisch geschwächt und das wird der Sieg. Für Syrien, Irak, Kurdistan, Libanon und für alle Menschen.

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