Forum: Politik
Kampf gegen IS in Mossul: Der lange Weg nach Westen
Alex Kühni

Beim Kampf um Mossul rückt die Anti-IS-Koalition nun auch in die westlichen Stadtteile vor. Wie schnell die Offensive vorankommt, hängt vor allem von der einst gescholtenen Goldenen Division der irakischen Armee ab.

Seite 1 von 4
smokiebrandy 22.02.2017, 18:35
1. ... eine Frage Herr Sydow...

Gehe ich recht in der Annahme , dass die Anti IS Koalition die Gebiete des IS in Mossul mit Artillerie beschießt, bombardiert und auch sonst Schusswaffen zum Einsatz kommen? Sterben dort etwa Zivilisten? Vor wenigen Wochen hätte sich ein Kommentar aus ihrem Munde zu so einem Kriegsverbrechen noch anders angehört. Kommt es etwa darauf an wer es begeht?
Lebensmittelknappheit bedeutet doch Hunger oder etwa nicht? An Medikamenten fehlt es in Mossul wohl nicht? Und sicher sind die Krankenhäuser allesamt unversehrt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chico 76 22.02.2017, 18:43
2. Human Rights Watch,

als nicht kämpfende NGO, sollte sich mal mit Kritik, aufgrund von Videoaufnahmen, zurück halten.
Mittlerweile gewinnt man den Eindruck, dass man glaubt, den IS mit Samthandschuhen vertreiben zu können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joG 22.02.2017, 18:44
3. Ist es gerechtfertigt bzw...

...wie viele Kolatteralschäden sind gerechtfertigt um die Stadt von Terroristen des IS zu befreien? Das ist nicht mehr eine akademische Frage für Deutschlands Politiker, die man nach wahlpolitischem Gusto sachfremd entscheidet und die Verantwortung anderen überlässt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
josipawa 22.02.2017, 18:55
4. Danke fürs Aufmacher-Bild

Endlich mal wieder in den Lauf eines G3 aus deutscher Fertigung schauen. Wie kommen deutsche Waffen eigentlich in den Irak? Ach so, stimmt, "wir" haben die Waffen ja den Guten geschenkt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FakeBot 22.02.2017, 19:21
5.

"Seit fast drei Monaten sind die Versorgungswege in das IS-Gebiet in Mossul und Umgebung von der Außenwelt abgeschnitten. "

Ist das nicht eine Belagerung einer Großstadt und damit ein Kriegsverbrechen? Ungeachtet der Tatsache wie die Truppen des Irak und USA ansonsten vorgehen hört sich das hier irgendwie dezidiert anders an als die Belagerungen in Syrien die ohne wenn und aber gebrandmarkt wurden. Man liest hier sogar, daß der IS die Menschen als Schutzschilde mißbraucht während die Menschen in Ost-Aleppo freiwillig am ausharren waren statt in den Westen zu fliehen (wie es die große Mehrheit dann gemacht hat als der IS vertrieben war). Verstörender Artikel der schonungslos zeigt, daß es dem Autoren nicht in erster Linie um Information sondern um Meinungsmache geht. Und das in diesen Zeiten wo die Presse sich eh weltweit vor Angriffen von Populisten wehren muss....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schillers_locke 22.02.2017, 19:22
6.

@ 1: Wie viele Zivilisten leben denn so auf einem verlassenen Flughafen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
keine Zensur nötig 22.02.2017, 19:28
7. Armer, armer Autor

vollkommen orientierungslos muss er einen Artikel verfassen.

Vor nicht all zu langer Zeit war das noch so einfach. Da waren die Brüder des IS als Geiselnehmer eines Drittels einer Stadt, die heute von diesen Banditen befreit ist, noch die Helden, die Guten und die letzte Rettung. Das Böse war benannt und war an allem Schuld.

Heute ist alles anders:
- die Goldene Division hat etwa die Hälfte ihres Bestandes bereits im Ostteile der Stadt eingebüßt
- die Eroberung des Westteils der Stadt ist ein eigen Ding. Klugerweise hat man sämtliche Brücken zerbombt, damit man nur auf dem Boot über den Euphrat kommt. Good Luck.
- der IS hatte Monate Zeit sich in der Altstadt von Mossul - und um die geht es im Westteil der Stadt - auf Kämpfe vorzubereiten. Das bedeutet Häuserkampf ohne Ende. Schwere Technik - null Chance durch die Gassen zukommen, welche selbst für Humvees zu eng sind.
- neuestens setzt der IS auch Drohnen ein - und das Problem Giftgas vom IS ist nicht vom Tisch

Die absolute Katastrophe allerdings ist, dass nun der IS böse ist - ja, das ist er wirklich, aber seine Gegner auch aus notwendigen Schiiten-Milizen bestehen ohne welche die irakische Armee kampfunfähig wäre. Leider gehören die Schiiten als iranisch-gesteuerte Verbände auch zu unseren Bösen. Welch ein Dilemma.

Was der Autor vollkommen vergisst - das Chaos im Irak und in Syrien haben wir masslos klugen Strategen zu verdanken, die völkerrechtswidrige Angriffskriege führten und führen - und bei all ihrem Wirken in Nahost und Nordafrika nicht als Chaos und Elend hinterlassen haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PeaceNow 22.02.2017, 19:30
8. Sehr seltsam,

als die Russen davon sprachen das die Terroristen in Ostaleppo die Zivilisten an der Flucht hindern und als menschliche Schutzschilde missbrauchen, dann wurde dies in den Westmedien unisono als Propaganda abgetan, incl. bei SPON.
Exakt das selbe wird aber in Mossul wie selbstverständlich berichtet.
Und während es aus Ostaleppo immer nur Bilder von Kindern unter Trümmern gab, aus Mossul nichts Dergleichen, obwohl die irakische Artillerie und Raketenkräfte jeden Tag dutzenfach in die Stadt feuern mit 750.000 Einwohnern.
Ein Wunder?
Ebenso die Tatsache das der Iran noch vor den Russen mit tausenden Kämpfern und tonnenweise Lieferungen von Waffen, Munition und Logistik die Syrer und Iraker im Antiterrorkampf unterstützt, während diesen gleichzeitig abgesehen von Netanjahu die Teile der Israel und Neoconnahen Westmedien als Terrorismusunterstützer No.1 diffamieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PeaceNow 22.02.2017, 19:46
9. @josipawa

G3 wurden an die Peshmerga geliefert und in großen Mengen an den Iran in den 70zigern incl. Fabriken zu deren Lizenzproduktion, aus denen nun tausende schiitischer Kämpfer bewafgnet werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4