Forum: Politik
Kampf gegen IS in Mossul: Der lange Weg nach Westen
Alex Kühni

Beim Kampf um Mossul rückt die Anti-IS-Koalition nun auch in die westlichen Stadtteile vor. Wie schnell die Offensive vorankommt, hängt vor allem von der einst gescholtenen Goldenen Division der irakischen Armee ab.

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bewusst_sein 22.02.2017, 21:04
20. Pmf

Sagt mal SPON, bei den schiitischen Milizen wird es sich doch nicht etwa um die berüchtigten PMF's (Popular Mobilization Forces) handeln, oder etwa doch? Könnte es dann nicht etwa möglich sein das dieselben Milizen bereits Assads Elitetruppe, den Nimr-Tigers, beim Sturm auf Aleppo schon Flankenschutz geleistet haben? Sehr wahrscheinlich sogar, denn genua diese Milizen operieren auch in Syrien.

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kumi-ori 22.02.2017, 21:36
21.

Zitat von leander.1991
Ähm nein, ich glaube kaum das hier wirklich jemand inhaltlich gleiche Vorgänge gegenüberstellen will, viel mehr werden wohl Doppelmoral und die (leider) eigene Propaganda angegangen. Und das dann auch noch von Sydow, ehedem im Aleppo Zeitalter noch Menschenrechtler jetzt kühler Kriegstaktiker. Das glaubt doch wohl wirklich kein Mensch das es dem in Aleppo um die Menschen gegangen wäre, denn das hätte er dann ja in Mossul auch problemlos durchgehalten, dem ist das alles schlicht egal, genau wie Ihnen eigentlich auch. In Mossul sind halt grade nicht genug Russen um sich in propagandistische Raserei zu schreiben. Das merken übrigens auch Menschen die keine Trolle sind, SIE müssen sich vielmehr fragen warum Sie nicht dazugehören. An den beschreibenen Orten wurde bzw. wird nämlich wirklich gekämpft und gestorben, während Sie stets nur um ihre Deutungshoheit ringen.
Es gibt noch einen Unterschied. Zumindest in Ost-Mossul (vom Westen können wir noch nicht genug sagen) ist die Armee überwiegend "zu Fuß" reingegangen und hat jedes einzelne Gebäude gesichert und entmint, um den Schaden für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. In Aleppo hingegen wurden die Rebellengebiete (ob gute oder schlechte Rebellen) von der Luft aus erst mal über Jahr ebombardiert.

Die Einschließung der Rebellengebiete Aleppos zog sich über mehrere Jahre hin. Mossul ist erst seit wenigen Monaten eigeschlossen und das auch mit sehr weitem Radius (60 km bis nach Tal Afar), so dass eine Versorgung der Bevölkerung durchaus möglich sein müsste. Vielleicht hat man sich im Kalifat aber bisher nicht damit auseinandergesetzt, dass eine Bevölkerung sich auch ernähren muss.

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C. V. Neuves 22.02.2017, 21:53
22. Geeignete Mittel zur Befreiung Mosuls

Bei der Befreiung von Mosul sollte man vornehmlich auf den Einsatz von Sozialarbeitern, Psychologen und Entradikalisierungsexperten setzen. Der Einsatz von Waffen im dicht besiedelten urbanen Raum ist völkerrechtlich als problematisch zu bewerten. Eventuell könnten in befreiten Gebieten Einheiten der Bundeswehr, die sich in Afghanistan bei Brunnenbohren so außerordentlich bewährt haben, zum Einsatz kommen.

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neu1197 22.02.2017, 22:24
23. wohin eigentlich

Zitat von chico 76
als nicht kämpfende NGO, sollte sich mal mit Kritik, aufgrund von Videoaufnahmen, zurück halten. Mittlerweile gewinnt man den Eindruck, dass man glaubt, den IS mit Samthandschuhen vertreiben zu können.
will man den IS vertreiben, doch nicht zu den Saudis, oder in die Türkei, oder. Vielleicht nach Syrien, da sind noch welche in Rakka.
Die Guten vertreiben nur, bombardieren machen die Russen, pfui.

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leander.1991 22.02.2017, 22:44
24.

Zitat von kumi-ori
Es gibt noch einen Unterschied. Zumindest in Ost-Mossul (vom Westen können wir noch nicht genug sagen) ist die Armee überwiegend "zu Fuß" reingegangen und hat jedes einzelne Gebäude gesichert und entmint, um den Schaden für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. In Aleppo hingegen wurden die Rebellengebiete (ob gute oder schlechte Rebellen) von der Luft aus erst mal über Jahr ebombardiert.
Woher wollen Sie das alles wissen? Das ist keine Fangfrage, vor nicht allzulanger Zeit hatte sich ein irakischer Befehlshaber (oder so, war jedenfalls eine offizielle Pressekonferenz) sich nach Falludscha darüber beklagt dass die Amerikaner Städte zerstören, nicht befreien würden, woher der das wohl hat. ;-)

Aber nun gut, in Mossul sollen die irakischen Soldaten halt in die rote Zone, ist doch auch kein Problem für uns, vor allem wenn es dem Ausdruck eigener moralischer Überlegenheit dient, oder?

Ansonsten, nur so mal zur Info. Mit ein paar Jagdbombern legt man keine Großstadt so schnell in Schutt und Asche, dafür nimmt der General von Welt nach alter Väter Sinne Artillerie und die ist weltweit verbreitet und schiesst auch dann noch zuverlässig wenn sie nicht ganz so "smart" ist. Die Mär das nur die Russen mit etwas Luftwaffe Aleppo zerstört hätten ist für geneigte Propagandaseiten ganz nettes Futter, entbehrt aber auch jedes Realitätsbezugs.

Die Gründe für so einen Artillerieeinsatz sind meist aber auch durchaus militärisch begründet, das muss zugegeben nicht so sein aber unsere Presse ist sehr kleinlich wenn nur hier und da mal ein Krankenhaus oder ein paar Kinder in der Berichterstattung auftauchen, denn auch das kennt man inhaltlich seit Ewigkeiten als Propagandakrieg. Was dazu führte das in Syrein wohl mehr Krankenhäuser zerstört wurden als es vor dem Krieg überhaupt gab, manche sogar mehrmals...

In Mossul wurde auch mindestens ein Krankenhaus zerstört, das hat uns SpOn aber nicht präsentiert... aber ich zähle da auch nicht nach, denn jede Vorstellung vom sauberen "humanen" Krieg führt nicht nur etwas sondern absolut in die Irre. Egal wer den Krieg führt.

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smokiebrandy 22.02.2017, 22:46
25. @Vulcan

... nun, in ihren Augen mag mich meine Aussage über die Beendigung der Besetzung Aleppos entlarven, jedoch unterscheide ich im Gegensatz zu ihnen nicht bezüglich der Wohnhaft der Menschen , die in diesem vorrangig von außerhalb zugewanderten Opositionellen geführten Kampf für eine islamische Republik sterben.
Weder unterstütze ich Assad noch sonst jemanden...das Problem ist auch nicht,ob ich mit irgendjemandem symphatisiere...das Problem ist, wenn Journalisten,Politiker oder andere Entscheidungsträger das tun. Der Umstand,dass Menschen im Krieg sterben ist allgemein bekannt...meistens sind diese unbeteiligt und unschuldig...allerdings sind sie es da wie dort...
...und diese wie jene haben die gleiche Aufmerksamkeit und das gleiche Mitgefühl verdient...
Wer da relativiert , hat sich rein menschlich so etwas von disqualifiziert, dass es eigentlich keines Kommentares mehr bedarf...

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lederal 22.02.2017, 22:53
26. Es sind doch gute

Bomben und Waffen. Schuld ist so wie so der Putin, Der bombardiert die Schulen und Krankenhäuser. Der hatte , in 5Jahrige Surien Krieg in 3 Monaten die Alepo kaputt bombardiert. Zum nachdenken und Wahrheit sagen.

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leander.1991 22.02.2017, 23:00
27.

Zitat von vulcan
aber Hauptsache, 'befreit', was? Fragt sich nur, von was - jetzt haben sie den Schlächter Assad dort wieder. Ganz prima.
Na ja, anderen "befreiten" Länder, unter anderem von Taliban, Hussein, Gaddafi oder Janukowytsch geht es heute auch nicht sonderlich gut. Ich glaube also nicht das sie hier in einer Position sind die sie irgendwie dazu verleiten könnte andere Meinungen abzukanzeln.

Aber ich glaub ja auch das der russische Geheimdienst seine Trolle hat und das Pentagon seine vollautomatischen "Social Bots"... und glaube sofort das die Amis modernere und viel mehr am Start haben, ich finde nur sie sollten nicht so viele Avatare mit anglizistischem Einschlag wählen, da ist ja die ganze tolle Technik für die Katz.

Das Problem an all dem ist halt nur das es die Realität nicht ändert und nur Kraft und Zeit kostet, Kraft und Zeit die man auch für die Realität verwenden könnte und der geht es zunehmend schlechter.

Aber achten Sie mal drauf, Betonblöcke vor jedem Weihnachtsmarkt, kein Problem, das bißchen Steuergeld aber Bots in sozialen Netzwerken und Foren verfolgen, die auch kaum weniger Stimmung machen können als eine LKW-Fahrt über den Weihnachtsmarkt ---- Fehlanzeige.

Damit könne man sich auch mal auseinandersetzen, statt mit irgendwelchen Belagerungen von Städten und von Mächten die wir überhaupt nicht beeinflussen können bzw. dies offiziell politisch gar nicht wollen.

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harrylux 22.02.2017, 23:16
28. Ohje...

Ich weiß nicht wo ich hier anfangen soll - aber wer allen Ernstes meint, Aleppo mit Mossul vergleichen zu können, dem unterstelle ich einfach böswillige Absichten.
So blind und naiv kann man eigentlich nicht sein. Ostmossul wurde im Häuserkampf mit sehr viel manpower und viel Geduld erobert. Aleppo dagegen systematisch über Monate von russischen/syrischen Bombern systematisch zerbombt (Stichwort Fassbomben). Wen das getroffen hat war dabei völlig egal, in der Regel war es die Zivilbevölkerung...

Die Mörser und Luftangriffe in und um Mossul richten sich dagegen gezielt gegen Militärbasen und Einrichtungen des IS - wen das interessiert: Auf Twitter gibt´s regelmässig Videos von solchen Luftschlägen die eine mMn eindrucksvolle Präzision aufzeigen.
Was dort (noch?) nicht stattfindet: Flächendeckendes Bombardement.

Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen dass es auch beim Mossul Einsatz zivile Opfer gibt, was eben auch genau so im Artikel angesprochen wird.

Und wer hier von "völkerrechtswidriger Belagerung" schwadroniert, hat offensichtlich keine Ahnung wie die reale Lage in Mossul gerade ist (Tip: Westmossul ist weit entfernt davon, komplett belagert zu sein).

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micromiller 22.02.2017, 23:20
29. Ganz anders waren die bunten grausamen Bilder

aus Aleppo, die uns täglich quer durch die Medien serviert wurden. Gut,das die Informationen
über Mossul in homöopathische Dosen verabreicht werden, man müsste sonst glauben, dass
die Befreier Mossuls genau so schrecklich sind wie die von Alleppo, was natürlich nicht sein darf
weil das ja gute demokratische Werte-Iraker und US/Specials sind.....

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